82 Episoden
- Vor 800 Jahren gestorben, fasziniert Franz von Assisi bis heute viele Menschen. Wer war der Mann, der auf jeglichen Besitz verzichtete? Tiere als Geschwister ansah und den Franziskaner-Orden gründete? Auf Spurensuche mit dem österreichischen Theologen und Buchautor Markus Hofer.
Weitere Themen:
Kaum eine Persönlichkeit aus dem Mittelalter ist so gut dokumentiert wie Franz von Assisi. Was ist neu an der Biografie?
Umgang mit den historischen Quellen: Was stimmt tatsächlich? Was ist ausgeschmückt, was schlicht erfunden?
Franz von Assisi hat das Evangelium wortwörtlich genommen War er ein Fundamentalist?
Berührt hat er die Menschen seiner Zeit vor allem mit seinen Predigten. Was war das Aussergewöhnliche?
Er hat über lange Zeitperioden gefastet und sich auch gezüchtigt. Doch seinen Brüdern hat er die extreme Askese verboten. Warum?
Der berühmte «Sonnengesang» von Franz inspiriert Menschen bis heute. Was bedeutet Markus Hofer dieser Lobgesang auf den Schöpfer?
Wer sich mit Franz befasst, stösst auch auf Klara von Assisi: In welcher Beziehung standen die beiden zueinander?
Franz von Assisi stirbt mit 44 oder 45 Jahren und hinterlässt ein Testament: Weshalb sorgte es für heftige Kontroversen?
Jorge Mario Bergoglio hat sich 2013 als erster Papst überhaupt den Namen Franziskus gegeben: Was bedeutet das für den Heiligen?
Das Buch von Markus Hofer: «Franz von Assisi. Ein radikales Leben neu erzählt», 184 Seiten, Tyrolia-Verlag 2026 - Er war Direktor der Erwachsenenpsychiatrie Baselland in Liestal und hat jetzt ein Buch übers Verzeihen geschrieben. Warum das oft ein langwieriger und schmerzhafter Prozess ist, erklärt der Psychiater und Psychoanalytiker Joachim Küchenhoff. Enorm beeindruckt hat ihn Gisèle Pelicot.
Weitere Themen:
Verzeihen ist das Pendant zur Rache: Warum ist Rache so süss?
Vergebung ist auch in der Bibel zentral, zum Beispiel im «Vater unser». Wann wird moralischer Druck belastend?
Küchenhoff spricht konsequent vom Verzeihen. Was ist der Unterschied zwischen verzeihen und vergeben?
Zurzeit gibt es weltweit über 60 Kriegsherde: Was braucht es, damit ein kollektives Verzeihen überhaupt möglich wird?
Heute betreibt der Psychiater eine eigene Praxis: Welches sind die häufigsten Probleme, mit denen Menschen zu ihm kommen?
Warum fällt es vielen Menschen schwer, sich selber zu verzeihen?
Was braucht es, damit ein Opfer nicht ein Leben lang in der Opferrolle gefangen bleibt?
Gisèle Pelicot und ihre Tochter Caroline Darian: Wie gehen die beiden mit den monströsen Taten von Dominique Pelicot um?
Was erleben Menschen, die sich selber oder jemand anderem verzeihen können?
Das Buch von Joachim Küchenhoff: «Verzeihen. Plädoyer für eine unverzichtbare psychosoziale Fähigkeit», 160 Seiten, Psychosozial-Verlag 2026. - Eine Ausstellung auf dem Friedhof Friedental in Luzern schlägt den Bogen vom Literaturnobelpreisträger Carl Spitteler, der sich als Erster einäschern liess, bis zu Menschen, die ihre letzte Ruhe in einem Gemeinschaftsgrab suchen. Warum der Bau des Krematoriums einen Streit bis vor Bundesgericht auslöste, erzählt der Historiker und Ausstellungsmacher Jürg Stadelmann.
Weitere Themen:
Katholikinnen und Katholiken durften sich bis 1963 nicht kremieren lassen. Warum?
Heute ist Kremation völlig normal: 90% aller Verstorbenen lassen sich in Luzern verbrennen. Wie ist dieser Wandel zu erklären?
Das Friedental ist heute ein Friedhof für alle fünf Weltreligionen. Wie funktioniert Integration konkret?
Hindus verbrennen ihre Verstorbenen auf dem Scheiterhaufen. Das ist in der Schweiz verboten. Welchen Kompromiss hat man gefunden?
Seit 2008 gibt es im Friedental muslimische Gräber, die nach Mekka ausgerichtet sind. Wer hat sich zuvor dagegen gesträubt?
Bestattungen: Mit welcher Bevölkerungsgruppe hat das Friedhofspersonal oft den grössten Aufwand?
Heute entscheiden sich 40% aller Kremierten für ein Gemeinschaftsgrab. Warum?
Seit ein paar Jahren kann man auch im Gemeinschaftsgrab den Namen anzeigen lassen. Warum sind Erinnerungsorte wichtig?
Die Ausstellung «Frieden im Tal. 100 Jahre Krematorium Luzern» dauert bis zum 15. November und ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. - Die prominente Benediktinerin ist eine spätberufene Frauenaktivistin und setzt sich ein für Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche. In einem neuen Buch spricht Schwester Philippa Rath über ihr Leben und ihren Glauben. Nach einer Herzoperation hat sie jetzt ihr erstes Interview gegeben.
Themen dieser Folge:
Umgang mit der eigenen schweren Erkrankung: Wie geht es ihr?
Frauen in der römisch-katholischen Kirche sind Menschen zweiter Klasse: Wie ist sie zu dieser Erkenntnis gekommen?
Weltsynode in Rom: Wie geht es jetzt weiter?
Kindheit und Jugend: Was hat sie geprägt?
15 Jahre lang hat sie ihre an Demenz erkrankte Schwester betreut: Hat Philippa Rath mit Gott gehadert?
Die Hoffnung ist bei ihr noch stärker als der Glaube oder die Liebe: Warum?
Die Bibel ist voller Hoffnungsgestalten: Was unterscheidet Hoffnung von naivem Optimismus?
Sehnsucht nach einer anderen Kirche: Wie soll diese Kirche aussehen?
Das Buch von Philippa Rath und Burkhard Hose: «Meine Hoffnung übersteigt alle Grenzen. Ein Gespräch über Leben und Glauben», Herder-Verlag, 205 Seiten - Rita Famos ist die erste Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS). In ihrem Buch «Leadership. Weibliche Perspektiven» versammelt sie Texte von 18 Führungspersönlichkeiten. So unterschiedlich ihre Biografien sind, etwas verbindet alle Frauen: geteilte Erfahrungen.
Die Themen dieser Folge:
Im Juni 2026 ist Rita Famos mit einem Glanzresultat im Amt bestätigt worden: Was ist ihr Erfolgsrezept?
Die EKS steckte 2020 in einer veritablen Krise, hinzu kam Corona: Ist Famos besonders furchtlos?
Stichwort Führung: Wer hat die heute 60-Jährige geprägt oder zumindest inspiriert?
Religiöse Organisationen als Hort der Tradition: Ist es für eine Frau schwieriger, in der Kirche Karriere zu machen als anderswo?
16 Frauen aus verschiedenen Konfessionen und Religionen schreiben über Leadership, Männer habe abgelehnt: Warum?
Zwei Essays stammen von Führungspersönlichkeiten ausserhalb der Kirche: Weshalb gerade Karin Lenzlinger und Stephanie von Orelli
Es gibt weder einen männlichen noch einen weiblichen Führungsstil, so der Tenor, doch es gibt geteilte Erfahrungen: Welche?
Hang zur Harmonie oder «fear of friction»: Was bedeutet die Scheu vor Konflikten für Transformationen in religiösen Organisationen?
Gleichberechtigte Teilhabe der Geschlechter sei kein Nice-to-Have, sondern ein theologischer Imperativ, schreibt Rita Famos. Warum?
Das Buch von Rita Famos (Hg.): «Leadership. Weibliche Perspektiven», 283 Seiten, Theologischer Verlag Zürich 2026.
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Über Laut + Leis
«Laut + Leis», der Podcast von kath.ch, behandelt relevante und aktuelle Themen rund um Religion, Ethik und Gesellschaft. Ob im Gespräch mit einem spannenden Gast oder in der klugen Debatte: Sandra Leis lädt Menschen ein, die sich mit der Welt auseinandersetzen, über den eigenen Tellerrand hinausschauen und etwas zu sagen haben. Zu hören sind laute und leise Töne, Gedanken und Argumente, die inspirieren und unterhalten.
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