Seit über sechzig Jahren lebt Bischof Erwin Kräutler in Brasilien und kämpft für die Rechte der indigenen Bevölkerung, den Schutz des Regenwaldes und eine geschlechtergerechte Kirche. 2010 wurde der Amazonas-Bischof mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet und jetzt mit dem Herbert-Haag-Preis.
Die Themen dieser Folge:
Herbert-Haag-Preis: Was macht Bischof Erwin Kräutler mit dem Preisgeld von CHF 10'000?
Im Jahr 1965 wurde der Vorarlberger zum Priester geweiht: Weshalb wollte er seinen Dienst in Brasilien antreten?
Ein grosses Anliegen sind ihm die Rechte der indigenen Bevölkerung: Wie ist es ihm gelungen, ihr Vertrauen zu gewinnen?
Seit 1988 sind die Rechte der Indios in der brasilianischen Verfassung festgeschrieben. Weshalb setzt die Justiz sie nicht konsequent um?
Von 1981 bis 2015 war er Bischof von Xingu, einer Diözese so gross wie Deutschland: Wie hat er diese Aufgabe angepackt?
Als Umweltaktivist und Menschenrechtskämpfer wurde er an Leib und Leben bedroht: Was waren die schlimmsten Erlebnisse?
16 Jahre lang stand er unter Polizeischutz: Weshalb verzichtet er heute darauf?
Amazonas-Synode 2019 in Rom: Weshalb hat Papst Franziskus nicht umgesetzt, was mehr als zwei Drittel der Bischöfe befürwortet haben?
Die Vision des 86-Jährigen ist eine nicht-klerikalistische, geschlechtergerechte Kirche: Was ist sein Kernanliegen?
Das neue Buch von Erwin Kräutler: «Prophetische Kirche in Amazonien. Indigene Völker und Ökologie». Aus dem Portugiesischen von Monika Ottermann. 152 Seiten, Edition Exodus, Luzern 2026.