Anfang des Jahres erschossen Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE zwei Menschen in Minneapolis. Das heizte die Protestwelle deutlich an, und bei einer großen Demonstration am 30. Januar trat Bruce Springsteen auf mit seinem Song „Streets of Minneapolis“. In nur vier Tagen hat er das Stück geschrieben und produziert. Popexperte Udo Dahmen erklärt, dass sich Springsteen schon immer mit seinen Songs auf die Seite der kleinen Leute gestellt hat, der Schwachen und Verfolgten. Damit setzt er die Tradition von Bob Dylan oder Joan Baez fort, die sich in den 1950er/60er Jahren der Bürgerrechtsbewegung anschlossen.