Hossa Talk

J. Friedrichs, M. Michalzik, G. Müller
Hossa Talk
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  • Hossa Talk

    #284 Ohne Paulus wäre alles besser?!

    31.05.2026 | 1 Std. 34 Min.
    Gofi ist gerade aus Griechenland zurückgekehrt, wo er mit einer Gruppe eine intensive Woche lang auf den Spuren des Apostels Paulus unterwegs war. Diese Reise und Gofis Erlebnisse und Eindrücke davon, nehmen die drei Hossa Talker zum Anlass, um intensiv über diese faszinierende und kontroverse Figur nachzudenken:

    Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein - gegen sich selbst und auch andere. Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.
    Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er diese große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister.

    Und das hat sich bis heute nicht geändert. Während die einen ihn verehren und ihm unendlich dankbar dafür sind, den christlichen Glauben nach Europa gebracht zu haben, sind andere frustriert und haben unter manchen seiner Lehren und Aussagen und deren Wirkungsgeschichte so sehr gelitten, dass sie sich mitunter wünschen, Paulus und seine Briefe aus der Bibel entfernen zu können. Wäre das Christentum ohne Paulus vielleicht schöner oder zumindest problemärmer?

    Ein Talk, der den Versuch unternimmt, dem Menschen hinter den Bibelversen ein kleines Stück näher zu kommen und seine Welt mit seinen Augen zu sehen.

    Noch ein Hinweis in eigener Sache: Natürlich wird HOSSA TALK immer kostenlos bleiben! Allerdings macht Deine Spende es uns leichter möglich, den Podcast zu produzieren und trotzdem unseren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Das kann ein einmaliger Betrag sein, aber auch ein kleiner regelmäßiger Betrag. Egal wie Du Dich entscheidest: Wir sind für jede Hilfe sehr, sehr dankbar! Informationen dazu findest Du hier: https://hossa-talk.de/spenden/
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    #283 Wenn Liebe verbindet, was Religion trennt (mit Flora Montán)

    17.05.2026 | 1 Std. 24 Min.
    Eine Rezension zum Buch „Denn dein ist die Liebe“ ist überschrieben mit dem Satz: „Liebevoller kann man der Homophobie evangelikaler Kreise nicht Paroli bieten!“ Wenn das mal nicht spannend klingt. Verfasst hat dieses Buch nämlich die Gästin der aktuellen Hossa-Folge:

    Flora Montán ist Autorin und lebt in Bremen. Und sie hat eine Roman-Reihe geschrieben, deren Handlungen eben dort spielen. Genauer gesagt im Kirchen- und Gemeindeumfeld Bremens. Im Gespräch mit Jay, Marco und Gofi erzählt sie, wie sie auf die Idee kam eine Liebesgeschichte zu erfinden, in der sich ein konservativer Pastor, der durch seine homophobe Äußerungen auffällt, in eine Person verliebt, die ihr Christsein so ganz anders lebt als er selbst und inwieweit Figuren und Plot möglicherweise auf echten Begebenheiten und Personen basieren, die in letzter Zeit in Bremen für Aufsehen sorgten.

    Außerdem geht es um Happy-Ends und Utopien und wie das Erzählen von Geschichten uns dabei helfen kann, uns eine bessere Welt, im Großen, wie im Kleinen, vorstellen zu können. Und um Geschichten aus dem Mikrokosmos einer Kirchengemeinde - von Fusionsangst bis Kirchenasyl und Aktivismus.

    Ein spannender und persönlicher Talk über Glaube, Queerness und die Liebe, die alles überwindet.

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    #282 Neuer Wein in alte Bäuche

    03.05.2026 | 1 Std. 3 Min.
    Ende März war es endlich so weit – Jay, Marco und Gofi trafen sich mit knapp hundert Hossa-Hörenden für ein Wochenende im Harz, um gemeinsam über (neue) Formen für Gemeinschaft nachzudenken. Der Live-Talk war gewissermaßen das Sprungbrett ins gemeinsame Wochenende, ausgehend von einem Phänomen, das in letzter Zeit immer wieder aufploppte: Menschen verlassen aus unterschiedlichen Gründen die Frömmigkeitsform und die dazugehörigen Gemeinden, in denen sie aufgewachsen sind. Und obwohl sie froh sind, bestimmten theologischen Engführungen den Rücken gekehrt zu haben, sehnen sie sich doch weiterhin nach Community und Verbundenheit. Aber wie könnte die aussehen? Andere haben bereits begonnen, sich in kleineren Gruppen zu treffen, und fragen sich nun, was diese Treffen eigentlich sind und wie sie gestaltet werden sollten und wozu die überhaupt gut sind.

    Wie kann eine solche Community aussehen? Welche Formen braucht es dafür und was ist überhaupt denkbar? Braucht es noch feste Formen oder lieber fluide und experimentelle? Müssen das überhaupt „christliche“ Gemeinschaften sein? Und falls ja, woran macht sich das fest?

    Ein Talk für alle, die sich nach Verbundenheit sehnen und auf der gemeinsamen Suche nach neuen Formen dafür sind.

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    #281 Kirchenfern und glaubensnah (m. Tobias Sauer)

    19.04.2026 | 1 Std. 45 Min.
    Es gibt eine Neuigkeit im Hossaversum und die hat unmittelbar mit dem Gast der neuen Folge zu tun: Tobias Sauer ist katholischer Theologe, Berater für Glaubenskommunikation, Gründer der ruach.jetzt GmbH, zu der mittlerweile auch ein Buchverlag gehört, und Initiator des gleichnamigen, ökumenisch ausgerichteten Netzwerks. Zum Netzwerk gehören u.a. Podcaster*innen, Autor*innen, Künstler*innen und Theolog*innen aus ganz unterschiedlichen konfessionellen Hintergründen und Prägungen.

    Im Gespräch mit Jay, Marco und Gofi erzählt Tobias, wie er dazu kam, ein solches Netzwerk ins Leben zu rufen und eine Firma zu gründen, und was ein Songcontest für elektronische Musik mit all dem zu tun hat.

    Außerdem geht es natürlich um die Frage, warum Netzwerke immer wichtiger werden und wie gegenseitige Unterstützung und Gemeinschaft aussehen können. Und Tobias teilt mit den drei Hossa-Talkern seine Sicht auf Mission und Evangelisation – Themen und Begriffe, mit denen sich viele aus guten Gründen mittlerweile sehr schwer tun und die dennoch in diesem Gespräch aus einer überraschend anderen Perspektive betrachtet werden.

    Ein spannender Talk über Synergien, Netzwerke und die Frage, wie es gelingen kann, online und offline authentisch und ansprechend über Glaube und Zweifel zu reden.

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    #280 Abendmahl für alle

    05.04.2026 | 2 Std. 5 Min.
    Am vergangenen Wochenende trafen sich Jay, Marco und Gofi mit 100 Hossarchist*innen aus ganz Deutschland im Harz zur allerersten HOSSA CON. Es wurde gemeinsam gelacht, geweint, getalkt, gesungen, getrunken und gegessen, einander zugehört und neue Perspektiven und Geschichten geteilt. Und Abendmahl gefeiert. Sogar mehr als einmal.

    Der eine oder die andere findet das möglicherweise befremdlich, warum gerade dieses Ritual bei Hossa-Veranstaltungen immer wieder so eine zentrale Rolle einnimmt. Schließlich wird ja sonst oft in alle Richtungen hinterfragt, gezweifelt und auseinander gebaut. Außerdem haben viele Menschen gerade im Hinblick auf das Abendmahl oft sehr verletzende und ausgrenzende Erfahrungen in Kirchen und Gemeinden gemacht. Ist das Abendmahl nicht etwas total exklusives? Vielleicht sogar gefährliches, wenn Paulus davor warnt unwürdig daran teilzunehmen?

    Insbesondere Jay hat ja immer mal wieder durchblicken lassen, dass er das Abendmahl sehr liebt und darin Perspektiven findet, die gerade nicht ausgrenzend, sondern einladend und inklusiv sind und bedingungslos alle ohne Ausnahme einladen. Die drei Hossa Talker unterhalten sich darüber, dass alle wichtigen Tage und Feste des Christentums - Weihnachten, Karfreitag, Ostern und Pfingsten - im Feiern des Abendmahls vorkommen. Und natürlich ist auch über diese rätselhaften Formulierungen des Paulus zu reden, deren Auslegungen so vielen Menschen das Feiern des Abendmahls erschwert haben.

    Mit diesem Talk wünschen wir euch perspektivenreiche Ostertage - in allen Zweifeln, im Unterwegssein, in Trauer und Freude und allem Dazwischen.

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Über Hossa Talk
HOSSA TALK beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Christsein in einer komplexen, widersprüchlichen und manchmal chaotischen Welt leben lässt – tiefgründig, witzig und hemmungslos ehrlich. Hossa Talk wurde 2014 von Jay Friedrichs und Gofi Müller gegründet und veröffentlichte Anfang Oktober seine erste Folge. Seitdem erscheinen Folgen im zweiwöchentlichen Rhythmus, immer an einem Sonntag um 12 Uhr (mit Ausnahme der Sommerpause). 2020 stieg Gofi aus, um sich auf seine künstlerische Laufbahn zu konzentrieren, und wurde von Marco Michalzik ersetzt. Seit seinem Wiedereinstieg 2022 moderieren sie den Podcast zu dritt. Die Gespräche drehen sich um christliche Theologie, Spiritualität, Politik und Kultur und ganz allgemein um die Frage, wie sich heute Christsein in einer komplizierten und manchmal chaotischen Welt leben lässt. In etwa jeder zweiten Folge beteiligen sich daran Gäst*innen als Fachleute zu bestimmten Themen. Um den Podcast herum hat sich eine lose, aber treue Community im gesamten deutschsprachigen Raum gebildet, deren Mitglieder häufig zu den „Postevangelikalen“ oder „Exvangelikalen“ gezählt werden und die sich stellenweise in sogenannten Regio-Gruppen organisieren. Hossa Talk ist der älteste progressive christliche Podcast, der von Anfang an auf improvisierte Gespräche mit offenem Ausgang gesetzt hat. Dabei ist die Form genauso wichtig wie der Inhalt. Als Grundsatz gilt, dass jede Überzeugung, jedes Dogma hinterfragt werden darf und sogar muss. Denn es geht um eine selbstverantwortete, mündige Art zu glauben, die sich nicht von Autoritäten abhängig macht. Hossa Talk versteht sich als aufklärerisches, anti-fundamentalistisches Projekt, das ermutigen will zu einem freien und lustvollen Glauben.
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Generated: 6/3/2026 - 8:23:58 AM