Das Frühjahr im Bahnhofskino bietet mehr als Explosionen, Vampire und Tentakel. Womit wir nicht behaupten wollen, dass diese Freuden nicht stabile Gesprächsgrundlagen für unsere Podcastfolgen der letzten Wochen boten. Aber gelegentlich gelingt Filmschaffenden auch der Kunstgriff, aus einem vermeintlich trivialen Genrestoff erzählerisch und ästhetisch so viel herauszukitzeln, dass man sich jeden Frame in einem Rahmen an die Wand nageln möchte. Das finden zumindest Maler, Comiczeicher und B-Movie-Aficionado Kolja Senteur und ich mit Blick auf The Vast of Night (2019), in den wir uns zu Beginn der Coronapandemie verliebt haben. Und dass Andrew Pattersons Lowbudget-Perle irgendwo zwischen Twilight Zone, Krieg der Welten und Paranoiakino sechs Jahre später eine Wiederentdeckung lohnt, würden wir euch gerne verklickern. Let's bake biscuits, Daddy-O!