In seinem ersten artechock-podcast von den Filmfestspielen in Cannes stellt Rüdiger Suchsland drei Filme junger Regisseurinnen vor: Sandra Wollners grandiosen "Everytime", ein Spiel auf der Zeitachse, das Leben und Tod aufhebt; Manuela Martellis "Meltdown" das einen chilenischen Winter zeigt, bei dem der dicke Schnee auch die Fakten zudeckt; und Katharina Rivilis' "I'll be gone in June", der die US-Realität von 9/11 und den Anfang des MAGA-Wahns mit romantischen Sehnsuchtsbildern kombiniert. Aber auch James Gray blickt mit kühler Nostalgie auf die Zeit zurück, als im Brooklyn von 1986 unsere Gegenwart noch Zukunft war - in seiner Brüder-Tragödie "Paper Tiger".