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Die Filmanalyse

Wolfgang M. Schmitt
Die Filmanalyse
Neueste Episode

339 Episoden

  • Die Filmanalyse

    Ep. 300: Ich lobe Til Schweiger! MANTA, MANTA - Kritik & Analyse

    14.05.2026 | 16 Min.
    Ja, auch dieser Film hat #Kinogeschichte geschrieben, wenngleich man ihn gern als Klamauk belächelt. Viele Szenen aus „Manta, Manta“ sind legendär, ebenso im Gedächtnis geblieben ist die Besetzung: Tina Ruland, Michael Kessler und – last but not least – Til Schweiger. Als Manta-Fahrer Bertie erlebte Schweiger seinen Durchbruch, ist dieser auch in der schauspielerischen Leistung begründet? Ja, Til Schweiger spielt den stolzen wie gekränkten Manta-Fahrer, dem als Konkurrenten ein Mercedes- und ein Ferrari-Fahrer gegenüberstehen, hervorragend. Wolfgang Bülds „Manta, Manta“ war 1991 nicht der einzige Film, der dem Kultauto und seinen Fahrern ein Denkmal setzte: Die #Komödie „Manta – Der Film“ konzentrierte sich allerdings etwas mehr auf die Milieubeschreibung, während wir in „Manta, Manta“ einen wahren Klassenkampf erleben können. Wir sollten uns dem Film erneut stellen, um zu erkennen, dass diese so seicht daherkommende Komödie auch eine gesellschaftspolitische Dimension hat. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!
    Literatur:Vivek Chibber: Das ABC des Kapitalismus. Brumaire Verlag.

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  • Die Filmanalyse

    Ep. 299: Ein Meisterwerk über die Freiheit: ROSE – Kritik & Analyse

    10.05.2026 | 18 Min.
    Sandra Hüller ist eine der aufregendsten Schauspielerinnen unserer Zeit. Nun schlüpft sie für „Rose“ in eine Hosenrolle, um einen Soldaten während des Dreißigjährigen Krieges zu spielen, der kriegsmüde geworden ist und sich am Rande eines Dorfes niederlassen möchte. Rose heißt der unbekannte Mann, der keiner ist, was jedoch von den Dorfbewohnern niemand erfahren darf. Auch seine Frau Suzanna (Caro Braun) wird mit einem hölzernen Phallus getäuscht, wird dennoch schwanger. Die österreichisch-deutsche Produktion „Rose“ von Markus Schleinzer spielt zwar vor circa 400 Jahren, spricht jedoch zu uns heute – auch die Figuren bedienen sich einer Sprache, die zwar barocke Anlehnungen aufweist, aber in die Gegenwart verweist. Rose ist ein modernes Subjekt, gewissermaßen eine Künstlerin, die sich selbst entwirft und damit in den Augen der Gemeinschaft zum Feind erklärt werden muss. Dieser Historienfilm bleibt nicht in der Geschichte stecken, vielmehr überbrückt er die Jahrhunderte bis zu uns hin auf erschütternd schöne Weise. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
     
    Literatur:
    Judith Butler: Kritik, Dissens, Disziplinarität. Diaphanes.
     
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  • Die Filmanalyse

    Ep. 298: Rassistisch? Nein, genial! OTTO - DER FILM - Kritik & Analyse

    06.05.2026 | 18 Min.
    In Ost- und West-Deutschland begeisterte dieser Film im Jahr 1985 ein Millionenpublikum. Ja, man kann mit Fug und Recht behaupten, dass „Otto – Der Film“ ins kollektive Gedächtnis eingegangen ist. Selbst wenn man den Film nach mehr als einem Jahrzehnt sich wieder ansieht, kann man sich plötzlich an beinahe jede einzelne Szene erinnern. Xaver Schwarzenberger und Otto Waalkes haben hier eine großartige #Komödie geschaffen, die allerdings jetzt unter #Rassismus-Verdacht steht. Die Debatte entzündet sich an einer einzigen Szene, doch die Kritiker, die nur auf ein Wort sich konzentrieren wollen, sind nicht in der Lage, die wahre Botschaft der Szene zu dechiffrieren, geschweige denn sind sie fähig und willens, die Szene in den filmischen Gesamtzusammenhang zu stellen. Zweifellos ist „Otto – Der Film“ geprägt vom Blödelhumor, doch zugleich ist der Film anti-rassistisch und setzt sich überraschend tiefgründig mit der deutschen Geschichte auseinander. Die Komödie handelt nicht allein vom Alltagsrassismus der Deutschen, sondern auch von der deutschen NS- und Kolonialvergangenheit. Otto setzt bei all dem auf die Kraft der #Satire und des Klamauks. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Gustav Radbruch: Gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht, in: Ders: Rechtsphilosophie. Studienausgabe. C. F. Müller.Gustav Radbruch: 5 Minuten Rechtsphilosophie, in: Ders: Rechtsphilosophie. Studienausgabe. C. F. Müller.
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  • Die Filmanalyse

    Ep. 297: Woran DER TEUFEL TRÄGT PRADA 2 scheitert – Kritik & Analyse

    03.05.2026 | 27 Min.
    Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci schlüpfen zwanzig Jahre später – und von der fortschreitenden Zeit offenbar unberührt – in ihre altbewährten Rollen, um „Der Teufel trägt Prada“ fortzusetzen. Kaum ein Film wurde derart sehnsüchtig erwartet, das Ergebnis enttäuscht jedoch. Die Leichtigkeit ist dahin, schwerfällig manövriert Regisseur David Frankel die Figuren von einer Wiedersehensszene zur nächsten, um danach einen müden Plot um die Kapitalgeber der Zeitschrift „Runway“ zu inszenieren. Miranda ist zwar noch immer Chefredakteurin, doch ihr Handlungsspielraum ist erheblich eingeschränkt. Was damals originell und neu war, kann nun nur noch als Vintage durchgehen. Pointen aus zweiter Hand und Dialoge vom Wühltisch der Gefühle bestimmen den Film. Unfreiwillig lernen wir jedoch manches über die drei Typen legitimer Herrschaft, wie Max Weber sie analysiert hat. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!

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  • Die Filmanalyse

    DeepDive 7 (Teaser): Jim Carrey – oder: Wir alle spielen Theater!

    30.04.2026 | 14 Min.
    Im neuen DeepDive der Filmanalyse plus geht es 120 Minuten lang um den großartigen Schauspieler Jim Carrey. In den 90er-Jahren zählte er zu den bestbezahlten Stars in Hollywood. Seine Art zu spielen, fallen, grimassieren und sich zu verbiegen ist unnachahmlich. Er ist der letzte große Slapstick-Komiker der Filmgeschichte. Interessanterweise erzählen alle Jim-Carrey-Filme Geschichten von Ich-Spaltung, Entfremdung, Masken, falschen Identitäten und Statusverlust. In „Ich, beide und sie“, „Der Dummschwätzer“, „Dick und Jane“ oder „Bruce Allmächtig“ und „Der Ja-Sager“ spielt Carrey stets Lohnabhängige, die in einem System gefangen sind. Die Gesellschaft erwartet perfekte Fassaden und kohärentes Rollenspiel. Carrey aber bricht mit seinen Figuren daraus aus. In der „Truman Show“ wird dieses Prinzip auf die Spitze getrieben. Der Soziologe Erving Goffman beschreibt in seinem Buch „Wir alle spielen Theater“, wie soziale Interaktion immer ein Rollenspiel ist und stets gibt es eine Vorder- und Hinterbühne. Jim Carrey lässt diese Ordnung kollabieren und reißt in „Der Mondmann“ schließlich auch die Trennung zwischen Fiktion und Realität ein. Im DeepDive schreiten wir durch die beeindruckende Filmographie von Jim Carrey.

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Über Die Filmanalyse
Kino anders gedacht: Der Titel und zugleich oberstes Prinzip der Filmanalyse. Wolfgang M. Schmitt jun. beleuchtet aktuelle Großproduktionen (und manchmal auch Klassiker) aus einer etwas anderen Perspektive. Jede Woche eine neue ideologiekritische Analyse!
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