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Die Filmanalyse

Wolfgang M. Schmitt
Die Filmanalyse
Neueste Episode

351 Episoden

  • Die Filmanalyse

    Ep. 310: Männlichkeit, Identität, Familie: GRAN TORINO - Kritik & Analyse

    18.06.2026 | 25 Min.
    Mit „Gran Torino“ wendet sich Clint Eastwood noch einmal den Themen zu, die ihn seine gesamte Karriere lang beschäftigt haben: Familie, Männlichkeit, kulturelle Identität und die Grenzen des Rechts und die Möglichkeiten des Opferns. Ob in den #Western oder den Polizei-Filmen – immer setzte sich #Eastwood auch mit dem amerikanischen Selbstverständnis auseinander, bisweilen affirmativ, häufig aber subversiv. Das Drama aus dem Jahr 2008 ist zugleich eine kritische Variation, ja, vielleicht sogar eine Revision von Eastwoods #DirtyHarry-Image. Noch einmal will hier ein Einzelgänger Rache üben, doch diesmal ist doch alles anders. „Gran Torino“ ist, auch wenn Eastwood noch immer Filme dreht, so etwas wie ein Schlussstein in seiner eindrucksvollen Filmographie. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!
    Literatur:
    Terry Eagleton: Opfer. Selbsthingabe und Befreiung. Promedia.
    Joan Riviere: Weiblichkeit als Maskerade, in: Liliane Weissberg (Hrsg.): Weiblichkeit als Maskerade.
    Fischer. Alexander Hurst über Vigilanten: https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/januar/nach-trump-aussichten-auf-den-buergerkrieg

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  • Die Filmanalyse

    Ep. 309: Spielbergs Kitsch: DISCLOSURE DAY – Kritik & Analyse

    14.06.2026 | 17 Min.
    Steven Spielberg ist zurück, und er hat auch gleich den 94-jährigen John Williams mitgebracht, der die Streicher Verklärung tremolieren lässt. Alles wie immer. Auch das Thema ist für Spielberg nicht neu: Aliens. Diese existieren, was jedoch seit 80 Jahren vor der Weltöffentlichkeit verborgen gehalten wird. Ein Cybersecurity-Experte will dies nun ändern, schließlich habe die Menschheit ein Recht auf die Wahrheit. Bei dieser Enthüllung hilft ihm – zunächst widerwillig – eine TV-Wettermoderatorin, die nach dem Besuch eines roten Vogels plötzlich alle Sprachen sprechen kann und durch die die Aliens zu den Menschen kommunizieren. Ein staatskapitalistisches Unternehmen namens Wardex stellt sich diesem Enthüllungsversuch jedoch entgegen, ein langwieriges Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem Spielberg zugleich die großen Fragen der Menschheit beantworten will, aber letztendlich doch wieder nur im eigenen Kinderzimmer ankommt. Emily Blunt, Josh O’Connor und Colin Firth reißen dazu ihre Augen weit auf. „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ ist ein furchtbarer Film, an dem man Spielbergs Fabrikation von Kitsch gut studieren kann. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
     
    Literatur:
    Bret Easton Ellis: American Psycho. KiWi. 
     
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  • Die Filmanalyse

    Ep. 308: Cancel Culture: CUTIES / MIGNONNES - Kritik & Analyse

    11.06.2026 | 19 Min.
    Es ist schon ulkig, dass jene, die eben noch für die totale Meinungs- und Redefreiheit plädierten und sich ganz groß #FreeSpeech auf die Fahnen schrieben, plötzlich einen Film oder am liebsten gleich die gesamte Plattform, auf der er zu sehen ist, entfernen wollen. Der Hastag #CancelNetflix war tagelang in den Trends. „Cuties“ (französischer Originaltitel: #Mignonnes) von Maïmouna Doucouré erhielt, als er 2020 auf dem Sundance Festival zu sehen war, freundliche Kritiken, nichts Skandalöses lag in der Luft. Doch #Netflix beging tatsächlich einen Fehler, indem man das ursprüngliche Filmplakat gegen ein sensationslüsternes austauschte, auf dem die 11-jährigen Protagonistinnen nun in hypersexualisierten Posen zu sehen sind. Gewiss, das Bild und auch die anderen, in den asozialen Medien geteilten Fotos stammen aus dem Film, doch der Kontext ist ein völlig anderer. Aber wie schon im Fall „Otto – Der Film“ zeigt sich einmal mehr, dass es inzwischen wohl zu viel verlangt ist, sich einen Film komplett anzusehen und dann zu urteilen. Doch was ist die eigentliche Botschaft des Films? Oder ist die Darstellung von Minderjährigen möglicherweise doch problematisch? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast. Literatur:Gabriel de Tarde: Die Gesetze der Nachahmung. Suhrkamp. Laura Mulvey: Visuelle Lust und narratives Kino, in: Franz-Josef Albersmeier (Hrsg.): Texte zur Theorie des Films. Reclam.

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  • Die Filmanalyse

    Ep. 307: Diesen Film muss man gesehen haben!

    07.06.2026 | 16 Min.
    Dieser Film ist eine der großen Überraschungen des Kinojahres. 90 intensive Minuten, die mitreißen, wütend machen und begreifen lassen. Der deutsche Film „Ich verstehe ihren Unmut“ wirkt auf den ersten Blick wie ein Dokumentarfilm, ist jedoch keiner: Gezeigt wird die Arbeit von Gebäudereinigern und Raumpflegern, im Mittelpunkt steht die Objektleiterin Heike, die auf die 60 zugeht und in einer Mittlerposition zwischen Chef, Mitarbeitern und Kunden steht. Ihr bürdet man die Quadratur des Kreises auf. Mit Heike und den Kameramännern Frederik Seeberg und Louis Dickhaut hasten wir durch Gänge, schleppen uns Treppen hinauf oder verweilen wir in kleinen Pausenräumen. Regisseur Kilian Armando Friedrich entscheidet sich mit seinem Film „Ich verstehe ihren Unmut“ für einen verdichteten Realismus, der empathisch und analytisch zugleich ist. Dabei erleben wir ein schauspielerisches Wunder: Heike wird von Sabina Thalau gespielt, die keine Schauspielerin, sondern Objektleiterin ist. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse!
     
    Literatur:
    Jana Costas: Im Minus-Bereich. Reinigungskräfte und ihr Kampf um Würde. Suhrkamp.
     
    Das Buch „Selbst schuld“, das ich mitherausgegeben habe, ist jetzt auch als Taschenbuch erschienen: https://shop.autorenwelt.de/products/selbst-schuld?
     
     
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  • Die Filmanalyse

    Ep. 306: Die woke Ideologie: HAMILTON - Kritik & Analyse zum Musical bei Disneyplus

    04.06.2026 | 17 Min.
    Auch am #Broadway in New York kann momentan nicht der übliche Spielbetrieb stattfinden, deshalb hat sich #Disneyplus entschieden, die Aufzeichnung von „Hamilton“, deren Veröffentlichung eigentlich erst für 2021 vorgesehen war, bereits jetzt zu zeigen. Das #Musical ist seit Jahren ein Hit, nicht nur das typische Musical-Publikum ist begeistert, auch Politiker wie Barack Obama und die Feuilletons bedeutender Zeitungen feiern das Stück für seine #Diversity. Erzählt wird die weitgehend vergessene Geschichte des US-Gründervaters Alexander Hamilton, der längst nicht so bekannt ist wie George Washington oder Thomas Jefferson. Doch er war der erster Finanzminister der USA und schrieb maßgeblich an der Verfassung mit. Der eigentliche Coup von Lin-Manuel Miranda, aus dessen Feder das Musical stammt und der auch in der Titelrolle zu sehen ist, liegt jedoch in der Besetzung, die bis auf eine Ausnahme aus nicht-weißen Darstellern besteht, die zudem noch im HipHop- und R&B-Stil von den frühen Glanztagen Amerikas singen. Warum aber ist das Musical ein derart großes popkulturelles Phänomen? An der Qualität kann es wahrlich nicht liegen! In Wahrheit spiegeln sich in ihm gleich mehrere Ideologien unserer Zeit wider – progressiv ist das Werk weder inhaltlich noch ästhetisch, aber damit passt es ausgezeichnet in unsere Gegenwart. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast! Literatur:Theodor W. Adorno: „Kulturkritik und Gesellschaft“, in: Ders: Kulturkritik und Gesellschaft I, Gesammelte Schriften, Bd. 10.1.
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Über Die Filmanalyse
Kino anders gedacht: Der Titel und zugleich oberstes Prinzip der Filmanalyse. Wolfgang M. Schmitt jun. beleuchtet aktuelle Großproduktionen (und manchmal auch Klassiker) aus einer etwas anderen Perspektive. Jede Woche eine neue ideologiekritische Analyse!
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