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- Selbst viele „Herr der Ringe“-Fans sind mit „Der Hobbit“ nicht besonders glücklich. #PeterJackson hat den gerade einmal 300 Seiten umfassenden Roman „Der kleine Hobbit“ von #Tolkien auf acht Stunden gestreckt und damit zwar dem Werk keinen Gefallen getan, sondern lediglich Profitinteressen verfolgt. Um die Schwachstellen der Handlung zu kompensieren, hat man beim Marketing vor allem auf die neue Technik gesetzt: statt 24 nun 48 Frames. Doch ist die Trilogie nur das das Vorspiel zu „Der Herr der Ringe“? Keineswegs, der Film beinhaltet einen ganz anderen ideologischen Kern, dieser ist in der der Erzählweise zu finden. Das #Fantasy-Genre verspricht einen Ausweg aus der Realität, ja, eine Gegenwelt – sieht man sich „Der Hobbit“ allerdings genauer, das heißt, kontraintuitiv an, dann wird einem plötzlich klar, dass die technische und funktionale Welt der Moderne hier lediglich in ein anderes Gewand gekleidet ist. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!
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Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans - Zehn Jahre ist es her, dass der Animationsfilm „Vaiana“ („Moana“) in die Kinos kam. Die Titelfigur will sich nicht der väterlichen Ordnung fügen, will nicht auf der Insel bleiben, sondern in See stechen, um auf diese Weise auch die Natur und ihr Volk, deren Herrscherin sie einmal sein wird, wiederzubeleben. Disney variiert einmal mehr die Heldenreise. Nun ist die Realverfilmung in den Kinos gestartet, in den Hauptrollen zeigen sich Dwayne Johnson und Catherine Laga’aia. Das ist aber auch fast der einzige Realitätsbezug, den es gibt. Ja, die Schauspieler existieren wirklich. Die anderen Bildwelten aber sind keineswegs real, sondern digital erzeugt, sodass sich die Frage aufdrängt: Ist das ein live-action-movie oder doch eher ein Animationsfilm mit ein paar echten Schauspielergesichtern? Wir begeben uns mit diesem schrecklichen Film jedenfalls mitten hinein in unsere generellen Digitalisierungserfahrungen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
Literatur:
Dirk Baecker: Digitalisierung. Suhrkamp.
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Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans - Der US-Sender #HBO hat den Klassiker „Vom Winde verweht“ (#GoneWithTheWind) vorerst von seiner Streamingplattform gelöscht. Er soll irgendwann später wieder veröffentlich werden, dann jedoch neu kuratiert, kommentiert und möglicherweise mit Triggerwarnungen versehen. Vorausgegangen war diesem Vorgang der Protest eines berühmten HBO-Abonnenten: John Ridley, der unter anderem das mit einem #Oscar ausgezeichnete Drehbuch zu „12 Years a Slave“ schrieb, hatte in einem Artikel in der „Los Angeles Times“ gefordert, dass HBO das von David O. Selznick prodozierte Melodram nicht wie jeden anderen Film behandeln dürfe, da die Darstellung von Schwarzen massiv diskriminierend sei und überdies die Sklaverei in den Südstaaten des 19. Jahrhunderts verherrlicht werde. Diese Erkenntnis ist keineswegs neu, nicht nur in der Filmwissenschaft wird seit Jahrzehnten Kritik an dem Kultfilm geübt, doch aufgrund gegenwärtiger Ereignisse ist die Debatte neu entflammt. Wie sollte man sich also zu „Vom Winde verweht“ verhalten? Darf und soll der Film noch gezeigt werden? Und wenn ja, wie? Das knapp vierstündige Werk ist vieldeutig, auf eine Triggerwarnung lässt es sich jedenfalls nicht reduzieren. Ignoriert werden darf auch nicht, dass hier nicht bloß die Vergangenheit romantisiert, sondern zugleich der Beginn der Moderne – personifiziert von Rhett Butler (Clark Gable) und Scarlett O’Hara (Vivien Leigh) – zelebriert wird. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!
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Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans - In „Minions and Monsters“ kehren die kleinen gelben Männlein zurück auf die Leinwand, um eine alternative Geschichte von Hollywood zu erzählen. Was bislang niemand wusste: Die Minions waren früher in der Traumfabrik als Schauspieler und Regisseure tätig. Diese an sich harmlose Geschichte erzählt der neue Film, jedoch hat die Sache einen Haken. Nach etwa 50 Minuten wird aus Spaß plötzlich Ernst. Ein Feindbild muss her, dieses kreiert man mit dem Monster Irene. Jetzt muss dieses bekämpft werden – auch Roboter Dort (gesprochen von Bill Kaulitz) und angelehnt an den Roboter GoRT aus „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ eilt aus der Luft zu Hilfe. Dieser so albern daherkommende Film verbreitet sehr offen eine militaristische Ideologie – für Kinder und Erwachsene. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
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https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans - Zwei große Liebesgeschichten, die uns viel über das Wesen der Liebe und das Begehren erzählen: „Begegnung“ („Brief Encounters“) von David Lean und „Die Brücken am Fluss“ („The Bridges of Madison County“) von Clint #Eastwood sind nicht nur phantastische Filme, sie sind auch ideal miteinander vergleichbar, da sie beide von Liebesaffären handeln, die enden müssen. Rückblickend berichten die beiden Filme von der ganz großen Liebe: In David Leans #Melodrama von 1945 treffen sich Celia Johnson und Trevor Howard heimlich einmal in der Woche in der Stadt, obwohl beide verheiratet sind. In dem #Liebesfilm von 1995 sind es Meryl Streep und Clint Eastwood, die sich zufällig begegnen und wenige intensive Tage miteinander verleben. Wie die Geschichten enden, erfahren wir Zuschauer in beiden Klassikern gleich am Anfang, dennoch fiebern, leiden, lachen und weinen wir mit den Liebenden mit. Die Filme verraten uns viel über unser Begehren, und warum es sich so schwerlich verewigen lässt.
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Literatur:Tristan Garcia: Das intensive Leben. Eine moderne Obsession. Suhrkamp.Kurt Tucholsky „Danach (Happy End)“: https://www.faz.net/aktuell/feuilleto...Slavoj Žižek: Ich höre dich mit meinen Augen. Anmerkungen zu Oper und Literatur. Konstanz University Press.
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Kino anders gedacht: Der Titel und zugleich oberstes Prinzip der Filmanalyse.
Wolfgang M. Schmitt jun. beleuchtet aktuelle Großproduktionen (und manchmal auch Klassiker) aus einer etwas anderen Perspektive.
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