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Die Filmanalyse

Wolfgang M. Schmitt
Die Filmanalyse
Neueste Episode

327 Episoden

  • Die Filmanalyse

    Ep. 290: Ist Gier gut? WALL STREET - Kritik & Analyse

    09.04.2026 | 22 Min.
    Dieser Film ging nach hinten los: Eigentlich wollte #OliverStone mit „Wall Street“ Kritik am #Kapitalismus, vor allem an den Finanzmärkten üben, die in den 1980er-Jahre boomten und die Klasse der Yuppies hervorbrachten. Doch der Regisseur hatte die Rechnung ohne seinen Protagonisten gemacht, denn eine Figur wie #GordonGekko (grandios gespielt von Michael Douglas) mag zwar moralisch zweifelhaft sein, doch gerade deshalb fasziniert sie uns. Es ist wenig verwunderlich, dass sich viele Zuschauer damals Gekko zum Vorbild nahmen. Doch das ist nicht das einzige Problem mit Stones Kapitalismuskritik, denn im Gegensatz zu seiner Hauptfigur scheint er das Wirtschaftssystem nicht richtig zu verstehen und konzentriert sich bloß auf einen Nebenkriegsschauplatz. Aber wie ist es nun mit der berühmten „Gier ist gut“-Rede, die der gefürchtete Börsenmakler auf einer Aktionärsversammlung hält? Gekko klagt die Trägheit der Vorstandsvorsitzenden an, er wettert gegen die Bürokratie innerhalb des Unternehmens und sagt außerdem, dass die USA nur noch eine zweitrangige Weltmacht ist. Hat er Recht? Und wie ist es eigentlich mit der Gier? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!Literatur:David Graeber: Bullshit-Jobs. Vom wahren Sinn der Arbeit. Klett Cotta.Stephan Kaufmann, Antonella Muzzupappa: Crash Kurs Krise. Wie die Finanzmärkte funktionieren. Eine kritische Einführung. Bertz + Fischer.Ludwig von Mises: Die Bürokratie. Academia Verlag.

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  • Die Filmanalyse

    Ep. 289: Der provokanteste Film des Jahres: PILLION – Kritik & Analyse

    05.04.2026 | 21 Min.
    Harry Melling und Alexander Skarsgård sind in einer der ungewöhnlichsten Romantischen Komödien der Filmgeschichte zu erleben. Mit „Pillion“ wird aus der RomCom eine DomCom. Melling spielt den verschüchterten Colin, der ein, wie er selbst sagt, Talent zur Hingabe hat. Damit ist er der richtige Partner für den von Skarsgård gespielten Biker Ray, der Befehle erteilen will, die widerspruchslos ausgeführt werden. Regisseur Harry Lighton erzählt die Geschichte dieses Dom/Sub-Verhältnisses abwechselnd mit Leichtigkeit und Härte. Der Film schlägt und streichelt uns. Lighton geht dabei bis an unsere Schmerzgrenze – und manchmal über Colins Schmerzgrenze hinaus. Eine neue Liebesordnung wird hier verhandelt – in einem post-patriarchalen Arrangement, das dennoch von Hierarchien geprägt ist. In diesem reizvoll inszenierten Extrem spiegeln wir unsere eigenen Beziehungen.
    Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse!

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  • Die Filmanalyse

    Ep. 288: Blöder als die Republikaner: BORAT 2 Subsequent Moviefilm - Kritik & Analyse

    02.04.2026 | 16 Min.
    Kurz vor der US-Wahl schickt Sacha Baron Cohen noch einmal seine Figur Borat los, um sich in die US-amerikanische Politik und Gesellschaft einzumischen. Zunächst muss man sagen: Borat rannte bereits im ersten Teil vor allem weit offenstehende Türen ein, längst war der Bruch mit Konventionen, das Ignorieren von Anstand und Manieren zum absoluten Mainstream verkommen – wie ein jeder tagtäglich in der Öffentlichkeit und im Reality-TV beobachten kann. Das Prinzip Borat funktionierte schon damals kaum, doch jetzt ist es noch viel schlimmer: „Borat Anschluss Moviefilm“ („Borat Subsequent Moviefilm“) ist ein empörend dummer Film, der sich seiner Sache – die, was sonst, die der Demokraten ist – viel zu sicher ist, ja, eigentlich spielt dieses Machwerk den Republikanern noch in die Hände. So wird Borats Tochter auf den Trump-Freund und den ehemaligen New Yorker Bürgermeister #RudyGiuliani angesetzt, schon weil sie die neue #Melania #Trump werden will und weil man offenbar selbst nach vier Jahren Trump nichts gelernt hat und noch immer davon ausgeht, dass Republikaner über Skandale stolpern. Doch exakt dies stimmt eben nicht, gerade durch Skandale scheinen Trump und die Seinen beim Wähler nur noch beliebter zu werden. Guiliani soll in eine kompromittierende Situation manövriert werden bzw. sich selbst manövrieren, die eine versteckte Kamera festhält.

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  • Die Filmanalyse

    Ep. 287: Hape Kerkelings Abstieg: HORST SCHLÄMMER SUCHT DAS GLÜCK

    29.03.2026 | 19 Min.
    Eigentlich hätte man sich freuen können, dass Horst Schlämmer, seines Zeichens stellvertretender Chefredakteur des Grevenbroicher Tageblatts, zurückkehrt, war doch sein Lebensmotto „Macht Euch nicht verrückt“. Dieses möchte man tatsächlich jenen entgegenrufen, die sich nur noch ereifern, ohne irgendein Interesse an Erkenntnis. Der Film „Horst Schlämmer sucht das Glück“ von Sven Unterwaldt hat jedoch eine größere Mission: Schlämmer fällt nach den Corona-Lockdowns auf, dass die Menschen in Deutschland angeblich alle schlechte Laune haben. Dies gilt es zu ändern, den Menschen will der Minipli- und Trenchcoat-Träger wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Zunächst aber möchte er ergründen, wo der Schuh drückt. Dafür reist er quer durch Deutschland und trifft dabei auch den bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Nach wenigen Minuten wird klar, dieser Film wird nicht nur pointenfrei bleiben, sondern auch völlig desinteressiert an den eigentlichen Umständen sein. Gepredigt wird ein radikaler Glücksindividualismus, wobei nicht selten Klischees Ressentiments weichen müssen. Der Film ist eine Frechheit. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
     
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  • Die Filmanalyse

    DeepDive6 Teaser - Was die EPSTEIN-Files mit Kubricks EYES WIDE SHUT, Pasolinis SALÒ zu tun haben

    26.03.2026 | 17 Min.
    Die Epstein-Files offenbaren unglaubliche Seilschaften, entsetzliche Straftaten, überraschende Konstellationen und ein elitäres System der Ausbeutung. Diese reale Verschwörung lädt sowohl ein zu wirren Theorien wie zu systematischen Analysen. Auffällig ist, dass mehrere Filme gerade neu vor dem Hintergrund der Enthüllungen betrachtet werden: „Eyes Wide Shut“ von Stanley Kubrick, „Salò – Die 120 Tage von Sodom“ von Pier Paolo Pasolini und „Under the Silver Laker“ von David Robert Mitchell. In nicht wenigen Podcasts und YouTube-Videos wird darüber spekuliert, ob diese Werke geheime Botschaften enthalten, um den Fall Epstein näher zu beleuchten. Besonders um Kubricks Werk, dessen Erscheinen der Meisterregisseur nicht mehr miterleben konnte, ranken sich Verschwörungen und Spekulationen. Tatsächlich lohnt es sich, diese Filme erneut zu betrachten, zum einen, um das System Epstein zu begreifen, zum anderen, um die strukturelle Macht zu verstehen. Als hilfreich erweisen sich zudem drei weniger bekannte Filme: „The Riot Club“, „Under The Silver Lake“ und „The Good Sheperd“. Im neuen DeepDive der Filmanalyse plus spricht Wolfgang M. Schmitt über die Epstein-Files und über fünf Filme, die Licht ins Dunkel bringen können.

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Über Die Filmanalyse

Kino anders gedacht: Der Titel und zugleich oberstes Prinzip der Filmanalyse. Wolfgang M. Schmitt jun. beleuchtet aktuelle Großproduktionen (und manchmal auch Klassiker) aus einer etwas anderen Perspektive. Jede Woche eine neue ideologiekritische Analyse!
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