Auf Trab

Der Pferdepodcast von Julia Kistner
Auf Trab
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282 Episoden

  • Auf Trab

    Abspecken - Hungerkuren sind für Pferde gefährlich!

    27.03.2026 | 45 Min.
    Bitte nicht nichts füttern!
    Viele pummelige Pferde sind gar nicht fett, sondern leiden unter Lympheinlagerungen. Klassische Diäten helfen hier nicht. Im Gegenteil. Pferde sind Dauerfresser. Futterentzug kann zu Hyperlipidämie (lebensgefährlich!), Stress und Stoffwechselproblemen führen, warnt Tierphysiologin und Neurobiologin Dr Christina Fritz.
    Lymphatische Pferde erkenne man an harten Halskämmen, "Satteltaschen" an den Flanken, aufgedunsene Erscheinungen, aber auch Schmerzen bei der Massage.
    Auch gibt es beim Pferd wie beim Menschen den Jojo-Effekt: Bei weniger Futter ohne gleichzeitiger Bewegung fahren die Pferde den Stoffwechsel runter und es kommt später schneller wieder zur Gewichtszunahme.
    Für das Übergewicht verantwortlich sei oftmals zu viel Zucker im Heu (oft zwölf bis 20 Prozent), zu viel Eiweis, Bewegungsmangel, Insulinresistenz und Stoffwechselerkrankungen, erklärt Christina Fritz. Wahre Zuckerbomben seien Karotten, besser als Leckerlis seien da beispielsweise Leinsamenkekse.
    Bei Insulinresistenz sei das Weiden tabu. Von den üblichen Fressbremsen hält die Ernährungsspezialistin nichts, wenn, dann würde sie ein Modell mit Schlitzen wählen, wo die Halme auch durchgehen.
    Mehr Ernährungstipps von Christina Fritz findest Du auf www.sanoanimal.de. Im Appstore findest du unter sanoanimal auch eine sehr nützliche Gratis-App, die Dir hilft, Fett von Lympheinlagerungen zu unterscheiden.
    Viel Hörvergnügen wünschen Dir
    Julia Kistner und ihre Welshies Dancer, Velvet und Tessa.
    Musik- und Soundrechte: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
    #abspecken #Pferde #Lypmphe #Fett #Bewegung #Zucker #podcast
    Foto: Dr. #ChristinaFritz /Bearbeitung AUF TRAB
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    Richtig atmen, besser reiten!

    20.03.2026 | 36 Min.
    Neben Takt und Rhythmus ist die Atmung  die Grundlage für Balance und Losgelassenheit und damit für gutes Reiten überhaupt, betont @MarvinVroomen, mobiler Trainer in klassischer Dressur. Mit der Atmung könne man gezielt Einfluss auf sein  Pferd nehmen  – oft sogar feiner als mit Bein oder Hand.
    Die Atmung sei die meist unterschätzte Reithilfe, die direkt auf den Sitz, die Spannung und generell die Balance und Losgelassen des Pferdes einwirkt. Das Grundprinzip lautet: Durch bewusstes Einatmen sich aufrichten, leichter werden und damit „vorwärts“ zu signalisieren. Durch tiefes Ausatmen macht man sich schwerer, beruhigt das Pferd beziehungsweise kann es durchparieren.
    Konkret kann man die Atmung bei Übergängen anwenden: Wenn man beispielsweise vom  Trab zum Schritt bewusst ausatmet und damit tiefer einsitzt, pariert das Pferd oft ohne Zügelhilfe durch.
    Um in die höhere Gangart Galopp zu wechseln würde man einatmen, sich so größer mache und Raum für Bewegung schaffen.
    Wie im Yoga unterscheidet nutzt man auch die Tiefe der Atmung und deren Wirkung: Brustatmung aktiviert,während Bauchatmung beruhigt.
    Wobei Reiten wie Tanzen sei, meint Marvin, „Du musst im Timing mit deinem Pferd sein.“ Die Atmung muss man möglichst gleichzeitig mit den Hilfen einsetzen, so können später können klassische Hilfen reduziert werden.
    Wenn man durch Luftanhalten oder flacher Atmung das Pferd aus dem Takt und Rhythmus bringt, dann rät Marvin zu zählen. Im Schritt und Trab bewusst bis vier zu zählen. Im Galopp kommt man etwa mit „Da-da-dam“ zurück in den Takt.
    Wichtig sei aber auch auf die Atmung des Pferdes zu achten. Etwa auf die Nüsternbewegung, auf die Atemfrequenz des Pferdes und auf das positive Abschnauben. Warnsignale sind schnelles „Pumpen“, ein Luft anhalten (Schildkröte) sowie angespannte Nüstern. In diesen Fällen heißt es Pause zu machen.
    Tief durchatmen und anhören empfehlen Julia und die Welshies.
    Musik- und Soundrechte: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
    #Atmung #Pferde #Reithilfen #Takt #Rhythmus #Dressur #podcast
    Foto: Marvin Vroomen/Bearbeitung AUF TRAB
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    Abschied tut so weh: Pferde als einfühlsame Trauerbegleiter

    14.03.2026 | 31 Min.
    „Das Kinderhospiz @Lichtblickhof ist ein sehr, sehr besonderer Ort. Im so ziemlich schlimmsten Moment des Lebens, wenn Menschen erfahren, dass eines ihrer Kinder nicht mehr heilbar ist, darf die jeweilige Familie am Lichtblickhof auf einen ganz, ganz großen Boden aus Sternenstaub landen. Wir haben wunderbare Tiere, die den Menschen und den Familien, die in dieser Ausnahmesituation sind, Boden unter den Füßen schenken, liebevolle Hinwendungen geben, ihnen Flügel verleihen da, wo es nötig ist oder sie aber auch einfach ablenken. Die den trauernden Familen Mut und Hoffnung schenken und dem Schrecken, der gerade rund diese Familien einzieht, wirklich die Stirn bieten“, erklärt Roswitha Zink, Kinder- und Equotherapeutin vom Lichtblickhof. Kaum zu glauben, aber mitten in Wien betreibt der Lichtblickhof mit privaten Spendengeldern Krankenzimmer und Gästewohnungen, die direkt an Stallungen angrenzen mit Sicht in die Reithalle. Zwei und vierbeinige „Götter in Weiß“ sind für die schwerkranken Kinder und deren Familien rund um die Uhr da. Unmögliches wird am Lichtblickhof möglich: Wie bei Pippi Langstrumpf spazieren Pferde, Hunde, Katzen, Schafe in die Krankenzimmer. Das Krankenbett wird auch schon einmal in die Reithalle oder in die blitzblanken Stallgassen geschoben. Berührungen lassen die speziell geschulten Fellnasen gerne zu. Es gibt Ausflüge in den Wald, um gemeinsam mit den Pferden tief durchzuschnauben. So fühlen sich unvergesslich schöne Minuten wie Stunden, Stunden wie Tage, Tage wie Monate, Monate wie Jahre an.
    Bei so viel Engagement der zwei- und vierbeinigen Therapeuten am Lichtblickhof musste der Podcast AUF TRAB nicht lange überlegen, welchen gemeinnützigen Verein er für die aktuelle Podcasthon-Challenge nominiert. Weltweit sind beim @Podcasthon 2026 rund 2800 Podcasts in den verschiedensten Sprachen und Genren bemüht, ihre favorisierten Wohltätigkeitsorganisation sieben Tage lang eine große Bühne zu bieten, ihnen mit einer eigens gewidmeten Episode möglichst viel Gehör zu schenken, Emotionen zu wecken und den Vereinen hoffentlich neue freiwillige Helfer und Spender zu vermitteln.
    Selten zuvor habe ich mit so feuchten Augen gepodcastet. Was ich damit meine? Hört am besten selbst in diese AUFTRAB-Folge rein. Danke Lichtblickhof! Danke Podcasthon!
    Viel Hör- und Spende-Vergnügen wünschen Euch Julia Kistner und ihre Welsh Cobs.
    Mehr zum Wiener tiergestützten Kinderhospiz findet ihr unter lichtblickhof.at , mehr zu diesem großartigen Podcast-Event für viele gute Zwecke auf podcasthon.org
    Musik- und Soundrechte: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
    #Trauerbegleitung #Pferde #Tiere #Hospiz #Kinder #Wien #Podcasthon #Podasthonaustria #Lichtblickhof #podcast
    Foto: Vorlage Lichtblickhof/Bearbeitung AUF TRAB
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    Fährtensuche mit Pferd statt Hund

    05.03.2026 | 37 Min.
    Schnüffelarbeit stärkt das Pferde-Vertrauen, die Bindung zum Vierbeiner, Balance & KörpergefühlHabt ihr gewusset, dass eure Pferde eine ähnlich gute Nase wie Hunden haben und Pferde in den USA schon in der Rescue-Staffel neben Hunden eingesetzt werden?Auch wenn man sich die Ziele nicht ganz so hoch steckt und einfach Spaß haben hat Fährtenlesen, die Objektsuche oder das Line-Up („Hütchenspiel" mit Gerüchen) nebenbei noch eine sehr positive Wirkung auf die Pferde. Schnüffelarbeit stärkt das Pferde-Vertrauen, die Bindung zwischen Zwei- und Vierbeiner, die Balance und das Körpergefühl von Pferden und kann gerade für ältere oder Reha-Pferde eine großartige geistige Betätigung sein. Sie lässt sich sogar bei Schnee und Regen auf der Stallgasse praktizieren. Viele Pferde entwickeln dabei eine echte Leidenschaft fürs Suchen und überraschen ihre Menschen mit Fähigkeiten, die im normalen Training oft verborgen bleiben.Schnüffeln ist auch etwas, dass das Pferd schnell einmal besser kann als seine Besitzerin.Bei AUF TRAB zu Gast ist Dr. #Dana_Rindermann, Klickertrainerin und Expertin für Nasenarbeit mit Pferden. Sie erklärt, wie Pferde lernen können, menschliche Fußspuren zu verfolgen, Gegenstände aufzuspüren oder sogar Gerüche wie Salbei oder Lavendel zu unterscheiden. Dana berichtet, warum diese Arbeit Pferde mental und körperlich auslastet. Sie beschreibt sehr schön wie man eine Fährtensuche-, Objektsuche- oder ein Geruchstraining Schritt für Schritt aufbaut und welche Futterbelohnungen sich für das Training besonders eignen.
    Viel Hörvergnügen bei dieser ganz außergewöhnlichen 280. Episode sowie große Schnüffelerfolge wünschen Euch Julia Kistner und die Welshcobs.
     Musik- und Soundrechte: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
    #schnüffeln #Futtersack #Training #Fährtensuche #Objektsuche #Geruch #podcast
    Foto: Dr. @DanaRindermann
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    Richtig füttern: Qualität vor Menge!

    28.02.2026 | 40 Min.
    Extra-Vitamine selten notwendig, Kräuter nicht als Dauergabe
    Zehn verschiedene Töpfe im Stall sind gar nicht notwendig, manche Futtermittelzusätze im schlimmsten Fall schädlich. HBD-Futtermittelcoach @AnjaBeifuss warn etwa vor einer Überdosierung von Selen oder Kupfer. In dieser Podcastfolge AUF TRAB beschreibt sie, wie artgerechte und gesunde Fütterung bei Pferden aussehen kann.
    Die Basis jeder Pferdernährung ist das Heu, soll heißen mindestens  zwei Kilo Heu pro 100 kg Körpergewicht pro Tagund das möglichst über 24 Stunden verteilt.  Fresspausen von über zwei Stunden sind ungesund, so wie allgemein zu wenig Heu den Magen und die Mikrobiome schädigt.
    Das sei auch die Crux an den automatisierten Raufen, die Pferden meist nur 2,5 Stunden Heu zur Verfügung stellen. Der Heumangel lässt sich hier leicht ausrechnen: Pferde fressen rund zwei Kilo Heu pro Stunde – für ein Großpferd sind 2,5 Stunden  Heu fressen somit zu wenig.
    Das Mikrobiom von gesunden Pferden könne mit ausreichend Heu  sowohl Vitamin-B-Komplex, als auch Vitamin C undBiotin selbst produzieren, so Anja Beifuss. Zufüttern macht nur Sinn bei Hochleistungssport, kranken Pferden oder Stoffwechselproblemen und da täte es oftmals auch ein günstiges Öl  aus dem Supermarkt.
    Mineralstoffe zufüttern sei hingegen unerlässlich, da durchden Klimawandel das Heu nicht mehr die Qualität von früher hat. Bei Mineralstoffen sollte man nicht sparen, sondern zu einem hochwertigen Komplett-Mineralfutter greifen.
    Wichtig sind 100 Prozent organisch gebundene Mineralstoffe (Chelate), keine anorganischen Sulfate und Oxide, selbstverständlich keine Zuckerzusätze und keine Getreideanteile.
    Was ich persönlich sehr spannend finde ist, dass die Futtermittel-Expertin vor regelmäßige Kräuterfütterung abrät. Zum einen helfen die Kräuter dann im Krankheitsfall nicht mehr. Zum anderen enthalten Kräuter Ätherische Öle, die die Darmschleimhaut reizen und damit die Allergiebereitschaft des Körpers erhöhen.
    Gesundheit geht jedenfalls durch den Magen. In diesem Sinne eine AUF TRAB-Podcast-Folge, die ihr nicht verpassen solltet.
    Viel Hörvergnügen wünschen Julia Kistner und ihre Welshies.
     Musik- und Soundrechte: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
    #pferdegrecht #füttern #Mineralstoffe #Vitamine #Mikrobiom #Darm #Kräuter #Allergien #Bewegung #podcast
    Foto: #AnjaBeifuss/Bearbeitung AUF TRAB

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Über Auf Trab

Der Podcast für alle Pferde-verrückten Freizeitreiter und Kutschenfahrer. Hier geht es um alles mit Stallgeruch -Pferdebeziehungen, Pferdefutter, Stall- und Bodenarbeit, Pferdepflege, Pferdezucht, sämtliches nötiges und unnötiges Pferdezubehör und last but not least um ambitioniertes Freizeitreiten und Fahren.
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