262 Episoden
- Tragikomische Momentaufnahmen einer festgefahrenen Ehe in berndeutscher Mundart. Sie träumt von der grossen Liebe, er ballert sich durch Computerspiele. Sie macht sich Sorgen um die 18-jährige Tochter, er redet mit dem Kanarienvogel. Was sie sich nicht sagen können, wird in witzige Songs verpackt.
Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Freitag, 25.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
Das dialogstarke Kleinbürgerdrama entwickelt sich aus gegensätzlichen Wunschvorstellungen bei gleichbleibender Misere: Sonja und Hans lernten sich vor 25 Jahren im Dancing «St. Tropez» kennen, tanzten sich zu Beatles-Melodien gegenseitig ins Glück. Und nun – sind sie noch immer zusammen. Sie reden und leben so lange in erstarrten Routinen und emotionaler Verkümmerung aneinander vorbei, bis es Sonja nicht mehr aushält.
Fitzgerald Kusz, Jahrgang 1944, lebt in seiner Geburtsstadt Nürnberg. Er war selbst Beatles-Fan und stark geprägt von den Studentenprotesten 1968. In seinem Hörspiel, das Charles Benoit 1996 in Bern produzierte, fragte er sich, was vom damaligen Aufbruch übriggeblieben, was aus den Illusionen vom Anderssein geworden ist.
Als Ehepaar ist das «Duo Fischbach» zu hören, Antonia Limacher und der 2022 verstorbene Peter Freiburghaus, der auch für die Mundartfassung des fränkischen Originals verantwortlich war. Die beschwingten Rap-Einlagen wurden von Hans-Peter Brüggemann (Keyboards) und Thomas Wild (Drums) eingespielt, damals Mitglieder von Polo Hofers «Schmetterband».
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Mit: Antonia Limacher (Sonja), Peter Freiburghaus (Hans), Olga Piazza (Radiofrau)
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Mundartbearbeitung: Peter Freiburghaus – Tontechnik: Roland Häberli – Musik: Hape Brüggemann und Thomas Wild – Regie: Charles Benoit
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Produktion: SRF 1996
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Dauer: 48’ - Klangstück aus den Tiefen des Weltalls. In ihrem vierten Hörstück befasst sich die Schweizer Künstlerin mit den Anfängen unseres Sonnensystems und beschreibt die spektakuläre «Rosetta-Mission» zum Kometen «Tschuri» – auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens.
Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Samstag, 19.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Kometen gelten als Zeitzeugen unseres Sonnensystems. Entstanden etwa zur gleichen Zeit wie die Planeten, aufgrund ihrer grossen Entfernung zur Sonne jedoch weniger verändert, also in einem ursprünglicheren, «authentischeren» Zustand. Ihre organischen Moleküle könnten entscheidende Hinweise auf die Entstehung von Leben im All liefern.
Die Erforschung des Kometen «Tschuri» (67P/Tschurjumow-Gerasimenko) durch die ESA-Mission Rosetta (2004–2014) vereinte ein internationales Team von Wissenschaftlern und wurde gekrönt von der erstmaligen Landung auf einem Kometen. Zu den zentralen Instrumenten gehörte ROSINA, ein in Bern entwickeltes hochpräzises Massenspektrometer.
Die «RosettaMission» zählt zu den aufregendsten und bedeutendsten Unternehmungen der Raumfahrtgeschichte. Ihr ultimatives Ziel: Erkenntnisgewinn über die Entstehung unseres Sonnensystems, der Erde und des Lebens selbst – eine Reise zurück zu unseren Ursprüngen.
Michèle Rusconis Klangwelten gleichen einem Myzel, das sich nicht nur organisch aus Wort, Ton und Geräusch zusammensetzt, sondern Vergangenheit und Zukunft, komplexe Wissenschaft und schwer fassbare Abstrakta sinnlich erfahrbar macht und zu einer unendlichen Einheit verwebt.
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Mit: Nikola Weisse, Graham Valentine, Peter von Strombeck, Leila Férault-Levy, Anna Clementi und Tehila Nini Goldstein (auch Gesang), Ingala Fortagne (Gesang), Estelle Costanzo (Harfe/Improvisation), Giovanni Barbato (Violine/Improvisation), Antonio Jiménez Marín (Posaune), Maurizio Grandinetti (elektrische Gitarre), Miguel Garcia Martin (Schlagwerk), Marcelo Nisinman (Bandoneon), Ludovic von Hellemont (Ondes Martenot), Nicolò Muzii (Klavier), Nikolai Olshansky (Kontrabass), Mehmet Ali Simayli (Schlagzeug), Ulrike Jühe (Geräusche), Pina Bettina Rücker (Quarzschalen), Wale, Seelöwen, Pulsar
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Komposition und Regie: Michèle Rusconi – Tontechnik: Michèle Rusconi und Björn Müller
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Produktion: Autorinnenproduktion mit SRF 2026
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Dauer: 57’ - 50-jähriges Jubiläum des erfolgreichen Mundartstückes. Das Theaterdebüt des Nürnberger Autors löste einen Skandal aus und war der Startschuss für eine ungewöhnliche Karriere. Seine Texte im fränkischen Dialekt wurden vielfach adaptiert, von Plattdeutsch bis Schwäbisch – und: auf Berndeutsch für SRF.
«Schweig, Bub!», am 6. Oktober 1976 im Schauspielhaus Nürnberg uraufgeführt, stand dort Jahrzehnte auf dem Spielplan und erlebte über 700 Aufführungen. DER SPIEGEL nannte es «das Paradestück der neuen Volkstheaterbewegung», denn Mundart auf der Bühne galt damals noch als unseriös, und auch im Hörspiel war sie meist beschränkt auf volkstümliche Genres wie Krimis und Schwänke. Fitzgerald Kusz aber ist bei seinen kunstvoll gebauten Alltagsdramen ein Meister des sozialrealistischen Dialogs, satirische Überzeichnung inklusive.
Den Rahmen für «Schwyg jetz, Bueb» bildet eine Konfirmationsfeier. Es wird viel gegessen (Pastetli!), diskutiert und monologisiert. Alkohol entfaltet seine Wirkung. Nur Fritz, als frisch Konfirmierter eigentlich die Hauptperson, darf nicht zu Wort kommen, er ist quasi zum Schweigen verurteilt. Stattdessen entgleisen und entgleiten die Gespräche unter den Verwandten und Bekannten immer wieder. Aber auch übergriffiges Verhalten wird geduldet, und zum Schluss verträgt man sich wieder und verabredet sich für die nächste Feier. So wird man beim Wiederhören dieser SRF-Produktion bei aller Freude an den herausragenden Schauspielerleistungen (zum Beispiel der jungen Birgit Steinegger) auf eine irritierend unangenehme Weise daran erinnert, dass die 1970er-Jahre in der Schweiz wohl mehr eine Bünzlihölle waren als jene heile, heimatlich-gemütliche Welt, als die sie heute gern verklärt werden.
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Mit: Aljan Hoffmann (Fritz, Konfirmant), Birgit Steinegger (Greti, Mutter), Franz Matter (Hans, Vater), Ellen Widmann (Tante Fridi), Ernst Stiefel (Onkel Willi), Susi Aeberhard (Rita, eine Bekannte), Dieter Stoll (Bruno, ihr Mann), Silvia Jost (Lotti, Cousine), Schülerchor der Sekundarschule Neuenegg/BE
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Mundartbearbeitung: Susi Aeberhard – Tontechnik: Werner Feldmann – Musik: Willy Bischof – Regie: Charles Benoit
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Produktion: SRF 1978
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Dauer: 61’ - Endlich achtzehn. Ihre Reise geht weiter. Hazal hat es satt, auf das Leben zu warten. Sie will sich verlieren und verlieben, sie weiss nicht, wohin mit ihren Gefühlen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht sie nach Istanbul, wo sie noch nie in ihrem Leben war.
Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Samstag, 12.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Der lang ersehnte Partyabend an ihrem Geburtstag war in einer Orgie der Gewalt geendet. Aus Frustration und Wut hatten Hazal und ihre Freundinnen einen jungen Mann schwer verprügelt. Schliesslich war es Hazal gewesen, die ihm den entscheidenden Stoss versetzt hatte. Nun muss sie fliehen – sie wählt als Fluchtort Istanbul, die so schillernde, reizvolle, unbekannte Stadt ihrer Träume. Dort lebt Memet, ihre Facebookliebe, bei dem sie zunächst unterkriecht. Aber sowohl Memet als auch die Stadt sind ganz anders als in ihrer Fantasie. Beide können ihr den so dringend benötigten Halt nicht geben – im Gegenteil, sie reissen Hazal nur noch tiefer in den Strudel der lebensgefährlichen Orientierungslosigkeit.
Ohne Kenntnisse der politischen Spannungen und dem gesellschaftlichen Leben in der Türkei gerät sie schliesslich in den Wirbel um den Putschversuch 2016.
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Mit: Aysima Ergün (Hazal), Burak Ötztürk (Memet), Mehmet Atesci (Halil), Yasemin Cetinkaya (Gözde), Jale Arikan (Tante Semra), Orhan Müstak (Polizist/Mann), Ilknur Bahadir (Frau)
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Musik: Peter Kaizar – Tontechnik: Tom Willen – Dramaturgie: Susanne Janson – Hörspielbearbeitung und Regie: Kirstin Petri
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Produktion: SRF 2019
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Dauer: 51’
Den ersten Teil des Hörspiels können Sie hier nachhören:
https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/1-2-ellbogen-von-fatma-aydemir?id=AUDI20260905_NR_0003 - Migrantische Coming-of-Age Geschichte aus dem Grossstadtkiez. Überlebenskampf in der Parallelgesellschaft. Ein Mädchen und ihre Freundinnen zwischen den Welten. Zweiteilige Literaturbearbeitung eines Erfolgromans.
Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Samstag, 05.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Die 17-jährige Hazal ist verletzlich und gleichzeitig grob, voller Energie und unnütz selbst in Billigjobs, überschäumend vor Hoffnungen und Ängsten. Eigentlich fast normal in diesem Alter. Aber Hazal lebt eingezwängt zwischen den traditionellen muslimischen Vorstellungen ihrer Eltern und der brutalen Realität ihres Berliner Kiezes. Auf der Suche nach Perspektive und Heimat macht sie schliesslich einen fatalen Fehler.
«Ellbogen» erzählt die Geschichte von Hazal und ihren Freundinnen in Berlin, die alle ums Überleben kämpfen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie im Leben war. Lustig und traurig, wütend und zart stellt die Autorin Fatma Aydemir in ihrem Debütroman, aus dem Kirstin Petri ein zweiteiliges Hörspiel gemacht hat, eine grosse Frage: Was kann in dieser Welt aus einem Mädchen wie Hazal schon werden? Und gibt eine ebenso grosse Antwort: Alles.
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Mit: Aysima Ergün (Hazal), Altine Emini (Elma), Deniz Orta (Gül), Uygar Tamer (Mutter), Orhan Müstak (Vater/Polizist/Mann), Thomas Reisinger (Detektiv), Burak Yigit (Onur), Jirka Zett (Eugen), Burkak Öztürk (Memet), Mehmet Atesci (Halil), Yasemin Cetinkaya (Gözde), Jale Arikan (Tante Semra), Elias Eilinghoff (Student), Ilknur Bahadir (Defne/Frau), Stephanie Ebner (Arzttochter 1), Julia Kunz (Arzttochter 2)
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Musik: Peter Kaizar – Tontechnik: Tom Willen – Dramaturgie: Susanne Janson – Hörspielbearbeitung und Regie: Kirstin Petri
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Produktion: SRF 2019
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Dauer: 50’
Den zweiten Teil des Hörspiels können Sie hier nachhören:
https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/2-2-ellbogen-von-fatma-aydemir?id=AUDI20260912_NR_0003
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