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Jazz Collection

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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42 Episoden

  • Jazz Collection

    Tom Harrell – der eigenwillige Lyriker

    23.06.2026 | 1 Std.
    Als Trompeter technisch top, wählt der 80jährige Tom Harrell als Komponist und Solist einen lyrischen Weg. Elegante Melodielinien sind sein Markenzeichen in harmonisch durchdachten Stücken. Diese zeichnen sich durch grosse Vielseitigkeit aus.

    Harrell hat einen Hang zu Brasil. Freude an abstrakten Stücken. Und ganz besonders wichtig sind ihm melancholisch zarte Balladen. Gerade die Fähigkeit zu überraschen ist die Konstante in seinem Schaffen, in dem er als Instrumentalist über Jahrzehnte hinweg überzeugt. Und das, obwohl Harrell mit gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen hat. Er ist aufgrund seiner bereits in der Jugendzeit diagnostizierten Schizophrenie dauerhaft auf Medikamente angewiesen, mit deren Nebenwirkungen er sich stets von Neuem arrangieren muss.

    Zu seinem achtzigsten Geburtstag feiern wir ihn mit dem Schweizer Trompeter Daniel Schenker. Der Tom Harrells Schaffen besonders gut kennt und auch vor zwanzig Jahren schon unser Experte war. Auf dem Spätwerk liegt der Fokus diesmal - in der Jazz Collection mit Annina Salis.

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label)
    - Horace Silver Quintet: Adjustment (Live at the Umbria Jazz Festival 1976 / Youtube)
    - Tom Harrell: Maharaja (Prana Dance / HighNote Records)
    - Tom Harrell: State (Colors of a Dream / Hight Note Records)
    - Tom Harrell: Travelin' (Something Gold, Something Blue / HighNote Records)
    - Tom Harrell: Apple House (Moving Picture / HighNote Records)
    - Tom Harrell, Mark Turner: Duet (Infinity / HighNote Records)
    - Tom Harrell: Heliotrope (Alternate Summer / HighNote Records)
  • Jazz Collection

    Pat Metheny - mit Streifenleibchen und Löwenmähne

    09.06.2026 | 1 Std.
    Ab Ende der 70er Jahre unterwegs mit seinen Bands, erreichte der Gitarrist Pat Metheny spielend das grosse Publikum. Die Mischung aus Sunnyboy und süffigem Fusion-Jazz, die Leichtigkeit der Improvisation, die euphorisierenden Songs - der Erfolg und die Herzen schienen Pat Metheny stets zuzufliegen.

    Was vielleicht insofern erstaunlich ist, als er durchaus auch Risiken einging mit seiner Musik und - gerade auch nach dem Ende der Pat Metheny Group 2010 - immer wieder neue Wege suchte. Wie er es schafft, auch mit über 70 jugendlich zu wirken und live unterwegs zu sein, was seine Musik auszeichnet und wie man sich selber als Gitarrist von einer solchen Über-Figur lösen kann, das diskutiert der selber sehr erfolgreiche Jazzgitarrist Wolfgang Muthspiel in der JazzCollection mit Jodok Hess.

    Musiktitel:
    Interpet:in: Titel (Album / Label):
    - Pat Metheny: First Circle (First Circle / ECM)
    - Pat Metheny: Bright Size Life (Bright Size Life / ECM)
    - Pat Metheny: 80/81 (80/81 / ECM)
    - Pat Metheny: Are You Going With Me? (OffRamp / ECM)
    - Pat Metheny: Kathelin Gray (Song X / Nonesuch)
    - Pat Metheny: Waltz for Ruth (Beyond the Missouri Sky. Short Stories by Charlie Haden & Pat Metheny / Verve)
    - Pat Metheny: You're Everything? (MoonDial / Modern Recordings)
    - Pat Metheny: In On It (Side-Eye III+ / Green Hill)
  • Jazz Collection

    Marilyn Monroe – als Sängerin unterschätzt?

    01.06.2026 | 1 Std.
    Ein gehauchtes «Happy Birthday, Mr. President» wird Ihnen vielleicht in den Sinn kommen, wenn Sie an die Sängerin Marilyn Monroe denken, oder ihre kecke Versicherung, dass Diamanten die besten Freunde seien für ein Mädel. Zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe ein Wiederhören.

    Marilyn Monroe hat aber mehr zu bieten als uns das kollektive Gedächtnis überliefert. Die Popikone nahm Gesangsunterricht und war eine begeisterte Jazzhörerin. Davon zeugt z.B. das kindlich-laszive Kauderwelsch in «I Wanna Be Loved By You», das eben auch eine Hommage ist an den Scatgesang. Boop-boop-de-boop!

    An einem ihrer Konzertbesuche freundete sich Marilyn Monroe übrigens mit Ella Fitzgerald an und unterstützte die damals noch aufstrebende Jazzsängerin aktiv im Kampf gegen Rassendiskriminierung. Die beiden Frauen blieben ihr Leben lang befreundet.

    Welche Qualitäten die Monroe als Sängerin und Performerin hat, ob sie swingen konnte und wie ihr Talent als Komikerin mit einfloss, darüber diskutiert Manfred Papst in der Jazz Collection mit Annina Salis.

    Erstausstrahlung: 22.06.2021

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label)

    - Madonna: Material Girl (Like a Virgin / Sire Records, Warner)
    - Elton John: Candle in the Wind (Elton John: Greatest Hits 1970-2002 / Mercury)
    - Pharrell Williams: Marilyn Monroe (Girl / Columbia Records)
    - Marilyn Monroe: Runnin' Wild (aus «Some Like It Hot» 1959) (Collector / Milan)
    - Marilyn Monroe: Every Baby Needs a Dad-Dad-Daddy (aus «Ladies of the Chorus» 1948)
    - Marilyn Monroe, Jane Russell: Diamonds Ar a Girl's Best Friend / Two Little Girls from Little Rock (aus «Gentlemen Prefer Blondes» 1953) (Marilyn Monroe: Complete Recordings / Legend)
    - Marilyn Monroe: Down in the Meadow (aus «River of No Return» 1954) (Marilyn Monroe: Complete Recordings / Legend)
    - Marilyn Monroe: Lazy (There's No Business Like Show Business: La Joyeuse Parade / BNF Collection)
    - Marilyn Monroe: That Old Black Magic (aus «Bus Stop» 1956)
    - Marilyn Monroe: I'm Through With Love / I Wanna Be Loved by You (aus «Some Like It Hot» 1959 / Some Like It Hot. Original Motion Picture Soundtrack / Varèse Sarabande Records)
    - Marilyn Monroe: Happy Birthday, Mr. President (Collector / MIlan)
    - Marilyn Monroe: My Heart Belongs to Daddy (aus «Let's Make Love» 1960) (Collector / Milan)
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    «Playing With Miles» - die Geburtstags-JazzCollection

    26.05.2026 | 1 Std.
    Genial, unangepasst, visionär: Vor hundert Jahren ist Miles Davis zur Welt gekommen, und noch heute gilt er als Prototyp des Jazzmusikers. Viele seiner Alben sind Meilensteine, einige seiner Bands gelten bis heute als unübertroffen.

    Was fasziniert die junge Generation an diesem Trompeter und Komponisten? Warum wurden so viele der Sidemen von Miles später selber Bandleader? Und kann man heute überhaupt noch ein Bandleader sein wie Miles Davis es war?

    Die Trompeterin Sonja Ott und der Schlagzeuger Philipp Leibundgut sind nicht nur mitgeprägt vom Kosmos Miles, sie spielen auch in vielen kleinen und grossen und zum Teil gemeinsamen Bands und kennen die Leiden und Freuden des Musikerlebens. Für die Miles Davis Geburtstags-Jazz Collection bringen sie ihre Miles-Lieblingsmusik mit, diskutieren die Bedingungen von Sidemen und -women damals und heute und plaudern aus dem Nähkästchen ihrer Banderfahrungen – als Gäste von Jodok Hess.

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label):
    - Miles Davis & Gil Evans: My Ship (Miles Davis + 19: Miles Ahead / CBS)
    - Miles Davis: So What (Kind of Blue / CBS)
    - Miles Davis: Seven Steps to Heaven - Seven Steps to Heaven (Take 3) (Miles Davis: Seven Steps. The Complete Columbia Recordings 1963-1964 / Columbia)
    - Miles Davis: My Funny Valentine (The Complete Concert 1964. My Funny Valentine + Four & More / Columbia)
    - Miles Davis: Pharao's Dance (Bitches Brew / CBS)
    - Miles Davis: Tutu (Tutu / Warner Bros)
  • Jazz Collection

    Tenorsaxofon mit Biss: Eddie «Lockjaw» Davis

    12.05.2026 | 1 Std.
    Obschon der erdige Sound und die zupackende Spielweise von Eddie «Lockjaw» Davis völlig eigenständig waren, passte er hervorragend in unterschiedlichste Formationen und Stilwelten.

    Verwurzelt im Rhythm and Blues begleitete er später mit der swingenden Count Basie Big Band Grössen wie Frank Sinatra, und zusammen mit der Hammondorganistin Shirley Scott schrieb er Souljazz-Geschichte.

    Warum man den Jazzmusiker Eddie Davis kennen sollte – und woher sein Spitzname «Lockjaw» (Kieferklemme) stammt –, erzählt der Zürcher Tenorsaxofonist Christoph Grab im Gespräch mit Roman Hošek.

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label):

    - Eddie «Lockjaw» Davis & Johnny Griffin Quintet: Hey, Lock! (Blues Up And Down / Jazzland)
    - Eddie «Lockjaw» Davis: I Can't Get Started (Live in Zurich's Widder-Bar / Divox Jazz)
    - Count Basie and His Orchestra: At Long Last Love (Pop Goes the Basie / Reprise)
    - Eddie «Lockjaw» Davis & Shirley Scott: Our Delight (Jaws in Orbit / Prestige)
    - Johnny Griffin and Eddie «Lockjaw» Davis Quintet: Twins (Tough Tenors / Jazzland)
    - Eddie «Lockjaw» Davis Big Band: The Stolen Moments (Trane Whistle / Prestige)
    - Eddie «Lockjaw» Davis: Night And Day (Goin' to the Meetin' / Prestige)
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Wir stellen die Grossen des Jazz und verwandter Musiksparten in exemplarischen Aufnahmen vor – im Gespräch mit Gästen, die sich bestens auskennen im weiten Feld von Blues bis World. Analysen haben hier ebenso Platz wie Anekdoten.
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