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  • NZZ Machtspiel

    Gewinnt Russland gerade, Carlo Masala?

    29.10.2026 | 38 Min.
    Drohnenangriffe auf Flughäfen, Brandanschläge auf Fabriken und ein US-Präsident, der Kiew die Pistole auf die Brust setzt: Russland führt längst einen verdeckten Zermürbungskrieg gegen den Westen. Für Carlo Masala, Professor für internationale Politik an der Universität der Bundeswehr München, handelt es sich dabei nicht mehr um bloße Provokationen: "Wir befinden uns eigentlich in einer Vorkriegszeit.' Die Bundeswehr rüste zwar materiell auf, doch die grösste Baustelle bleibe das Personal und das fehlende Gefahrenbewusstsein in der Bevölkerung: "Das hilft Ihnen alles nichts, wenn Sie keine Gesellschaft haben, die bereit ist, die Kosten zu tragen."

    Im Gespräch mit NZZ-Deutschland-Redaktorin Beatrice Achterberg analysiert Masala, warum der Kreml auf die politische Spaltung des Westens setzt und wie gefährlich ein Zögern der Partner sein könnte. Ein Einknicken im Baltikum wäre fatal: "Das wäre der Anfang vom Ende der NATO." Warum Moskau vor allem auf Zeit spielt, wie weit die Ukraine für einen Verhandlungsfrieden wohl gehen würde und was passieren muss, damit Deutschland endlich wehrhaft wird – darum geht es in dieser Folge von "Machtspiel".

    Gast: Carlo Masala, Professor für Internationale Politik und Experte für bewaffnete Konflikte

    Host: Beatrice Achterberg

    Redaktion: Utz Dräger, Elisabeth Krafft

    Foto Carlo Masala: Michael Herman

    Übrigens: Diesen Podcast und alle Artikel in der NZZ-App könnt ihr ab sofort auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Probiert es doch mal aus!

    Mehr zum Thema:

    [Deutschland im Visier russischer Spione](https://www.nzz.ch/deutschland/schon-wieder-ein-mutmasslicher-spion-russlands-festgenommen-deutschlands-geheimdienst-kontrolleure-fordern-schaerfere-massnahmen-ld.10005008?srsltid=AYCX9vIPoXDvcUDp7WLWxv0vy1VhcUI4a8UciUbyBAcUkdOE6BG-xkAf)

    Zum Buch von Carlo Masala: [Wenn Russland gewinnt: Ein Szenario](https://www.amazon.de/Wenn-Russland-gewinnt-Szenario-Paperback/dp/340682448X)

    [Das sollen die Männer hinter der Drohnen-Attacke sein](https://www.spiegel.de/panorama/justiz/leipziger-flughafen-das-sollen-die-maenner-hinter-der-drohnen-attacke-sein-a-582fc7c1-8a69-41bc-bc3e-64358b8e59ba) - eine Recherche der Kollegen vom Spiegel.

    [Zielscheibe Bundeswehr](https://www.sueddeutsche.de/politik/russland-deutschland-angriff-bundeswehr-sabotage-gefahr-li.3566249?reduced=true) - eine Recherche der Kollegen der Süddeutschen Zeitung

    Merz' viel zitierte Rede: [Wir sind nicht mehr im Frieden](https://www.zdfheute.de/politik/ausland/merz-frieden-bedrohung-russland-100.html)
  • NZZ Machtspiel

    Bremst die Politik Mütter aus, Franca Lehfeldt?

    22.10.2026 | 38 Min.
    Franca Lehfeldt, Journalistin und Unternehmerin, spricht über alte Rollenzuschreibungen und übergriffige Erwartungen, die die Gesellschaft an Mütter stelle. Nicht die Frau, sondern die Mutter sei benachteiligt. Den Grund dafür sieht sie vor allem im Steuer- und Betreuungssystem. Ein „Dreiklang der Fehlanreize“ - bestehend aus kostenloser Mitversicherung, Steuerklassenmodell und Minijobs - führe dazu, dass Frauen oft nicht frei über ihre Berufs- und Lebensplanung entscheiden würden, sondern entlang politischer Rahmenbedingungen und fehlender Alternativen.

    Im Gespräch erklärt Lehfeldt außerdem, warum Kürzungen beim Elterngeld und der Abbau von Betreuungsinfrastruktur aus ihrer Sicht die falschen Antworten auf die demographischen Herausforderungen Deutschlands sind. In Zeiten von Sparzwang würde reflexartig Infrastruktur zurückgebaut werden: "Kitas werden geschlossen, Eltern werden konfrontiert mit weiteren Wegen." Dabei gebe es wegen der niedrigen Geburtenrate ein Momentum für die frühkindliche Bildung: Ohne einen Euro mehr auszugeben, könne es endlich einen "wirklich kind-gerechten" Betreuungsschlüssel geben. Nur: "Familien haben keine Lobby, Eltern gehen nicht auf die Straße, weil sie dafür gar keine Zeit haben und Kinder können nicht wählen." Das sei die Ausgangslage, wegen der man Familien im politischen Diskurs gern mal hinten überfallen lasse.

    Gast: Franca Lehfeldt, Journalistin und Unternehmerin

    Host: Beatrice Achterberg

    Redaktion: Clara Engelien, Utz Dräger

    Foto Franca Lehfeldt: Luca Giselle

    Übrigens: Diesen Podcast und alle Artikel in der NZZ-App könnt ihr ab sofort auch unterwegs im [Auto](https://go.nzz.ch/carplay) hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Probiert es doch mal aus!

    Mehr zum Thema:

    [Ifo-Studie: Elterngeldreform könnte Sparziel deutlich verfehlen ](https://www.ifo.de/pressemitteilung/2026-10-21/elterngeldreform-koennte-sparziel-deutlich-verfehlen)

    [Wie der Neoliberalismus die Familien frisst. Eine Gastkommentar](https://www.nzz.ch/nzz-am-sonntag/report-und-debatte/neoliberalismus-und-familien-warum-eltern-unter-druck-stehen-ld.1892701)

    Monitor Familienforschung des Bundesfamilienministeriums: [Was heißt hier familienfreundlich? Vorstellungen und Erwartungen von (potenziellen) Eltern ](https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/214804/1c81ea8e6ecd001d17bba9184141ebc3/mff-familienfreundlichkeit-data.pdf)
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    Wie unmenschlich ist Politik, Michael Roth?

    15.10.2026 | 39 Min.
    Michael Roth kennt die Unnachgiebigkeit und Härte des politischen Geschäfts, er konnte sie schliesslich selbst 27 Jahre lang als Mitglied des Bundestags miterleben. Und: Er hat sie auch mitbefördert. «Sicher habe ich auch Menschen durch meine sehr direkte Art bisweilen verletzt.» Dieser raue Wind war aber auch einer der Gründe, wieso Roth sich im März 2025 aus dem Bundestag verabschiedete. Der SPD-Aussenpolitiker blickt daher aus einer besondere Perspektive auf den jüngsten Rücktritt von Bärbel Bas als SPD-Parteivorsitzende und Bundesarbeitsministerin. Und auf die Bilanz der Regierung von Kanzler Friedrich Merz: «Die Vorstellung, dass die Koalition aus CDU, CSU und SPD dieselben Fehler macht mit anderen Leuten und die Republik noch schlimmer in den Quark haut, hätte ich nicht für möglich gehalten.»

    Gast: Michael Roth, SPD-Politiker
    Host: Florian Eder, Chefredaktor NZZ Deutschland

    [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)

    Weiterführende Informationen:

    In Michael Roths Buch "Zonen der Angst" könnt ihr [hier reinlesen](https://cdn-assetservice.ecom-api.beck-shop.de/productattachment/readingsample/15865866/38844406_leseprobe%20zonen%20der%20angst.pdf).

    Auf der Website des Bundestags kann man Michael Roths letzte Rede als Bundestagsabgeordneter noch einmal [ansehen](https://www.bundestag.de/mediathek/video?videoid=7629088).

    Auf[ seinem Instagram-Profil ](https://www.instagram.com/michael.roth.mdb/)gibt Michael Roth Einblick in sein Leben.

    Foto Michael Roth: Ali Arslan
  • NZZ Machtspiel

    Wie reden wir ehrlich über Migration, Anette Dowideit?

    08.10.2026 | 47 Min.
    Fakten statt Gefühle, Ambiguität und die Realität der Integration: In ihrem neuen Buch «Ich bin doch kein Rassist, aber...» fordert Korrektiv-Chefredakteurin Anette Dowideit eine neue Nüchternheit in der Migrationsdebatte. Ob bei Queerfeindlichkeit an Schulen, der Interpretation der Polizeilichen Kriminalstatistik oder den Schwächen des Asylsystems: Konkrete Probleme dürften weder aus Angst vor dem falschen Framing totgeschwiegen noch von den politischen Rändern übersteigert werden. In «NZZ Machtspiel» plädiert Dowideit für eine lösungsorientierte Debatte in der Mitte der Gesellschaft und mehr Ambiguitätstoleranz.

    Es gelte auszuhalten, «dass beides gleichzeitig stimmen kann», so Dowideit im Gespräch mit Beatrice Achterberg. Warum sie auf Vorwürfe von Ahmad Mansour gegenüber Correktiv reagiert, wie sie sich den kritischen Fragen zur juristischen Aufarbeitung der Potsdam-Recherche stellt und wo die feine Linie zwischen notwendiger Einordnung und Framing verläuft, das hört ihr in dieser Folge von «Machtspiel».

    Gast: Anette Dowideit, Correctiv-Chefredakteurin, Investigativjournalistin und Autorin des Buches "Ich bin doch kein Rassist, aber".

    Host: Beatrice Achterberg, Redaktorin NZZ Deutschland

    Redaktion und Produktion: Hanna Ender, Elisabeth Krafft

    Foto Anette Dowideit: Ivo Mayr

    Übrigens: Diesen Podcast und alle Artikel in der NZZ-App könnt ihr ab sofort auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Probiert es doch mal aus!

    Mehr zum Thema:

    Analysen und Berichte zur Migration findet ihr hier

    Correctiv-Recherche Geheimplan gegen Deutschland

    Mehr zur Kritik an der Geheimplan-Recherche von Correctiv bei Übermedien

    Hier geht's zum zitierten Welt-Artikel über antisemitische Straftaten
  • NZZ Machtspiel

    Wie lässt sich die zunehmende Radikalisierung stoppen, Ahmad Mansour?

    01.10.2026 | 39 Min.
    Islamismus, Rechts- und Linksextremismus: In seinem neuen Buch "Haltung ohne Hass" warnt der Psychologe und Autor Ahmad Mansour vor einer zunehmenden Radikalisierung. Bis in die Mitte der Gesellschaft hätten Menschen verlernt, Widerspruch auszuhalten und andere Meinungen gelten zu lassen. In "NZZ Machtspiel" beschreibt Mansour eine Gesellschaft, die sich in Echokammern eingerichtet hat und abweichende Meinungen zu schnell als feindselig empfindet.

    Dagegen helfe nur, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, so Mansours Ansatz - gerade auch mit Andersdenkenden. Er habe sich vorgenommen, mit allen zu reden: "Ich werde nicht alle gewinnen, ich werde nicht alle irgendwie zum Nachdenken bringen. Aber jeder Versuch ist es wert, um Menschen zu erreichen. Gesellschaften spalten sich in dem Moment, wo sie nicht miteinander reden." Warum Ahmad Mansour gegen eine fortschreitende Spaltung der Gesellschaft kämpft - und trotzdem genau diese befürchtet, das hört ihr in dieser Folge von "Machtspiel".

    Gast: Ahmad Mansour, Gründer und Geschäftsführer der MIND prevention (Mansour-Initiative für Demokratieförderung und Extremismusprävention) gGmbH und Teil der "R21-Experten" der Denkfabrik R21.

    Host: Florian Eder, Chefredaktor NZZ Deutschland

    Redaktion und Produktion: Utz Dräger, Max Kuball

    Analysen und Berichte zur Lage nach den jüngsten Wahlen in Deutschland findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/deutschland).

    Die Website von MIND prevention findet ihr [hier](https://www.mind-prevention.com/).

    Mansours Buch "Haltung ohne Hass" ist am 4. September 2026 [im Berlin Verlag](https://www.piper.de/buecher/haltung-ohne-hass-isbn-978-3-8270-1544-0) erschienen.

    Mansour in einem [ARD-Beitrag](https://www.ardmediathek.de/video/ttt-titel-thesen-temperamente/von-der-kunst-den-anderen-auszuhalten-haltung-ohne-hass-von-ahmad-mansour/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9hMGE0ZmNiYy1hZTUxLTQzNGUtYTZjNS1hNTc3ODU1OGFhNjg) über den islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD.
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Über NZZ Machtspiel
Die Debatten in Deutschland laufen oft gleichförmig, egal ob es um Migration, Wirtschaft oder die AfD geht. Im Politik-Podcast «Machtspiel» debattieren NZZ Deutschland-Chefredakteur Florian Eder und Redakteurin Beatrice Achterberg im Wechsel mit Gästen, die auch mal unbequem sein dürfen. Faktenbasiert und meinungsstark. «Machtspiel» ist eine Kooperation zwischen NZZ und Brost-Stiftung. Fragen und Feedback gerne an: machtspiel@nzz.de
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