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    Ist die Steuerreform der Bundesregierung Etikettenschwindel, Reiner Holznagel?

    09.07.2026 | 39 Min.
    Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Reiner Holznagel hauptberuflich mit Steuern und Abgaben: Als Präsident des Bundes der Steuerzahler ist er für die einen der hartnäckigste Mahner gegen einen immer größeren Staat, für die anderen ein Lobbyist für niedrige Steuern. Mit seinem Verein setzt sich Holznagel dafür ein, dass der Staat die Bürger nicht übermäßig belastet, sparsam mit Steuergeld umgeht und klug investiert.

    In dieser Woche hat die Bundesregierung ihren Haushaltsentwurf für 2027 beschlossen. Geplant ist eine Neuverschuldung von knapp 110 Milliarden Euro, mit den Sondervermögen kommt man auf fast 200 Milliarden Euro. Die Episode wirft die Frage auf, was der Haushalt über den Zustand Deutschlands aussagt. Aus Holznagels Sicht sind nicht fehlende Einnahmen das Problem, sondern schlecht organisierte Ausgaben. Daher plädiert er dafür, vor allem die staatlichen Kapazitäten bei Planung und Preiskontrolle aufzustocken.

    Gast: Rainer Holznagel, Präsident Bund der Steuerzahler
    Host: Florian Eder, Chefredaktor NZZ Deutschland

    Redaktion: Dominik Schottner, Max Kuball

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    Weiterführende Informationen zu dem Thema der Folge:

    Pressemitteilung des Bundesfinanzministeriums: ["Bundeshaushalt 2027 - Für ein starkes und krisenfestes Deutschland"](https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/07/2026-07-06-regierungsentwurf-bundeshaushalt-2027.html)

    Bund der Steuerzahler zum Haushalt 2027: ["210 Milliarden neue Schulden – und das im Eiltempo!"] (https://www.steuerzahler.de/aktuelles/detail/210-milliarden-neue-schulden-und-das-im-eiltempo/?cHash=c3f8717a32715292db69063918594d43&L=0)

    Ein Welt-Artikel zum Haushalt 2027: ["'Müssen drei Jahrzehnte aufholen' – Klingbeil rechtfertigt neue Verteidigungsschulden"]
    (https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a4bc990b2ab39bc4a323288/haushalt-2027-muessen-drei-jahrzehnte-aufholen-klingbeil-rechtfertigt-neue-verteidigungsschulden.html)

    Reiner Holznagel im ZDF-Interview: ["'Wir erleben eine Selbstverherrlichung von Reformpaketen'"] (https://www.zdfheute.de/video/phoenix-vor-ort/phoenix-wir-erleben-eine-selbstverherrlichung-von-reformpaketen-100.html)

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    Höcke, Weidel, Chrupalla - wer führt die AfD wirklich, Martin Debes?

    02.07.2026 | 46 Min.
    Am 4. Juli 2026 findet in Erfurt der Parteitag der Alternative für Deutschland statt. In der Landeshauptstadt Thüringens werden, wie schon bei früheren AfD-Versammlungen, grosse Gegenproteste erwartet – für die AfD selbst könnten bereits die damit verbundenen medialen Bilder zum ersten Erfolg des Wochenendes werden.

    Vor den wichtigen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin dient der Bundesparteitag aber auch als Standortbestimmung: Wer führt die Partei eigentlich wirklich - der Thüringer Landesvorsitzende Björn Höcke oder die beiden Bundessprecher Alice Weidel und Tino Chrupalla? Darüber spricht NZZ-Deutschland-Redaktorin in dieser Folge mit dem Politikjournalisten und Autor Martin Debes vom "Stern", selbst Thüringer und exzellenter Kenner der AfD-Machttektonik.

    Gast: Martin Debes, Journalist und Autor
    Host: Beatrice Achterberg, NZZ-Deutschland-Redaktorin
    Redaktion: Utz Dräger, Dominik Schottner

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    Weiterführende Links zum Thema:

    Martin Debes erzählt in seinem Buch [Deutschland der Extreme](https://www.aufbau-verlage.de/aufbau-digital/deutschland-der-extreme/978-3-8412-3502-2), wie Thüringen schon einmal zum Experimentierfeld extremer politischer Strömungen wurde.

    Wie tickt Jean-Pascal Hohm, der Chef der AfD-Nachwuchsorganisation "Generation Deutschland"? Die Antwort liefert er [im Interview](https://www.nzz.ch/deutschland/wenn-wir-irgendwann-allein-regieren-haben-wir-keine-ausreden-mehr-sagt-afd-jugendchef-jean-pascal-hohm-ld.10009910) mit Beatrice Achterberg.

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    Was denken Polizeibeamte über Deutschland, Liv von Boetticher?

    25.06.2026 | 41 Min.
    Für Ihr Buch "Wir verlieren dieses Land" hat die Journalistin Liv von Boetticher mit Polizeibeamten aus allen Bundesländern sowie verschiedenen Hierarchieebenen gesprochen. Aus den Gesprächen ist ein Stimmungsbild entstanden, wie Polizistinnen und Polizisten auf ihre Arbeit blicken - mit besonderem Fokus auf Kriminalität und Migration.

    Die Episode geht der Frage nach, wie es dazu kommen konnte, dass Straftaten heute vergleichsweise geringe Konsequenzen haben. Nach von Boettichers Analyse hat die heutige Entwicklung mit der EU-Osterweiterung begonnen: Um den europäischen Gedanken nicht zu beschädigen, sei Kriminalität nicht thematisiert und seien Tätergruppen nicht benannt worden.

    Gast: Journalistin und Autorin Liv von Boetticher

    Host: NZZ-Deutschland-Redaktorin Beatrice Achterberg

    Redaktion: Hanna Ender, Max Kuball

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    Weiterführende Informationen zu dem Thema der Folge:

    ["Wir verlieren dieses Land. Polizisten erzählen, worüber niemand offen spricht"(https://www.deutscherwirtschaftsbuchverlag.com/products/wir-verlieren-dieses-land)]

    Das ["Bundeslagebild Kriminalität im Kontext von Zuwanderung 2024"] findet ihr hier: (https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/KriminalitaetImKontextVonZuwanderung/KriminalitaetImKontextVonZuwanderung_2024.html?nn=62336)

    Ein Focus-Artikel zum Thema ["Clans wollen viele Babys, um 'Krieg gegen Polizei' zu gewinnen"]: (https://www.focus.de/panorama/clan-experte-sehen-deutschland-als-beutegesellschaft_bfb2ec00-d865-437f-a454-8627ab7e3f7a.html)

    ["Eine Reportage zeigt, wie gerne afghanische Flüchtlinge ihre Heimat besuchen"](https://www.nzz.ch/international/urlaub-im-land-aus-dem-man-floh-eine-reportage-ueber-afghanische-asylmigranten-ld.1843902)

    ["Steigert Migration die Kriminalität? Ein datenbasierter Blick"](https://www.ifo.de/publikationen/2025/aufsatz-zeitschrift/steigert-migration-die-kriminalitaet-ein-datenbasierter-blick)

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    Was ist ein Bückbürger, Ulf Poschardt?

    18.06.2026 | 48 Min.
    Der Journalist und Autor Ulf Poschardt analysiert in seinem neuen Buch "Bückbürgertum", warum Liberale und Konservative in Deutschland seiner Ansicht nach kulturelle Kämpfe immer wieder kampflos aufgegeben haben. Er spart dabei nicht mit scharfer Kritik an prominenten politischen Figuren wie Friedrich Merz und Angela Merkel, die er als symptomatisch für dieses Phänomen sieht.

    Darüber hinaus wirft die Episode einen Blick auf aktuelle gesellschaftliche Debatten. Poschardt teilt seine provokanten Ansichten zur deutschen Staatsquote, zur Brandmauer gegenüber der AfD und erklärt auf Basis von Kommunikationstheorien, warum Ausgrenzung im Diskurs für ihn der falsche Weg ist.

    Gast: Journalist und Autor Ulf Poschardt
    Host: NZZ-Deutschland-Redaktorin Beatrice Achterberg
    Redaktion: Utz Dräger, Dominik Schottner

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    Weiterführende Informationen zu dem Thema der Folge:

    ["Bückbürgertum"](https://westendverlag.de/Bueckbuergertum/2443) von Ulf Poschardt

    ["Das Shitbürgertum ist schon wahnsinnig nervös" ](https://www.nzz.ch/feuilleton/das-shitbuergertum-ist-schon-wahnsinnig-nervoes-weil-seine-rolle-schwindet-darueber-zu-entscheiden-was-demokratie-ist-und-was-nicht-ld.1866343) Ein NZZ Artikel zu Ulf Poschardts Bestseller Buch "Shitbürgertum".

    ["Ist Deutschlands Meinungsfreiheit nur mit der Kettensäge zu retten?" ](https://www.nzz.ch/podcast/ist-deutschlands-meinungsfreiheit-nur-mit-der-kettensaege-zu-retten-ulf-poschardt-ld.1899509) Ulf Poschardt, 2025 zu Gast bei "Machtspiel".

    ["Die Mechanikerin der Macht"](https://www.nzz.ch/feuilleton/angela-merkels-memoiren-authentisch-aber-ohne-selbstkritik-ld.1859975), ein NZZ-Artikel über die Memoiren von Angela Merkel.

    ["Welche Freiheit wollen wir?"](https://www.youtube.com/watch?v=YPcJgFhrIf8)
    Ulf Poschardt im Gespräch mit dem Verfassungsrechtler Christoph Möllers.

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    Wie wird mit Umfragen Politik gemacht, Thomas Petersen?

    11.06.2026 | 28 Min.
    Umfragen gelten als Seismograf der öffentlichen Meinung. Die Beliebtheit von Parteien, Politikern oder die Haltung zu bestimmten Themen: Alles kann gemessen werden. Doch wie aussagekräftig sind sie wirklich? Meinungsforscher Thomas Petersen vom Allensbach Institut erklärt, was Umfragen mit einem Fotoapparat gemeinsam haben, warum viele Schlagzeilen auf statistischen Zufällen beruhen und dass die Wirkung von Umfragen auf Wähler meist geringer ist als gemeinhin angenommen.

    Gast: Meinungsforscher Thomas Petersen
    Host: NZZ-Deutschland-Redaktorin Beatrice Achterberg
    Redaktion: Utz Dräger, Clara Engelien

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    Weiterführende Informationen zu dem Thema der Folge:

    Veröffentlichte Studien des Allensbach Instituts findet ihr [hier](https://www.ifd-allensbach.de/studien-und-berichte/veroeffentlichte-studien.html).

    Alle reden. Aber hört jemand zu? - [FAZ-Kolumne](https://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/kurzberichte_dokumentationen/FAZ_April2026_Zuho__ren.pdf) unseres Gastes Thomas Petersen

    [Hier](https://www.nzz.ch/meinung/ist-deutschland-rechts-die-deutschen-sehen-sich-gerne-als-links-aber-sie-irren-ld.1749645?gift=R4QIyAga) geht es um die politische Selbstwahrnehmung der Deutschen in Umfragen im Abgleich mit tatsächlichen Wahlergebnissen.

    Wie würden die Deutschen wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre? [Hier](https://www.nzz.ch/visuals/bundestagswahl-die-neuesten-umfragen-im-wahltrend-ld.1605950) werden die Ergebnisse verschiedener Meinungsforschungsinstitute verglichen.

    Feedback und Kontakt zur Redaktion: machtspiel@nzz.de
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Die Debatten in Deutschland laufen oft gleichförmig, egal ob es um Migration, Wirtschaft oder die AfD geht. Im Politik-Podcast «Machtspiel» debattiert NZZ Deutschland-Redakteurin Beatrice Achterberg mit Gästen, die auch mal unbequem sein dürfen. Faktenbasiert und meinungsstark. «Machtspiel» ist eine Kooperation zwischen NZZ und Brost-Stiftung. Fragen und Feedback gerne an: machtspiel@nzz.de
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