85 Episoden
- Islamismus, Rechts- und Linksextremismus: In seinem neuen Buch "Haltung ohne Hass" warnt der Psychologe und Autor Ahmad Mansour vor einer zunehmenden Radikalisierung. Bis in die Mitte der Gesellschaft hätten Menschen verlernt, Widerspruch auszuhalten und andere Meinungen gelten zu lassen. In "NZZ Machtspiel" beschreibt Mansour eine Gesellschaft, die sich in Echokammern eingerichtet hat und abweichende Meinungen zu schnell als feindselig empfindet.
Dagegen helfe nur, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, so Mansours Ansatz - gerade auch mit Andersdenkenden. Er habe sich vorgenommen, mit allen zu reden: "Ich werde nicht alle gewinnen, ich werde nicht alle irgendwie zum Nachdenken bringen. Aber jeder Versuch ist es wert, um Menschen zu erreichen. Gesellschaften spalten sich in dem Moment, wo sie nicht miteinander reden." Warum Ahmad Mansour gegen eine fortschreitende Spaltung der Gesellschaft kämpft - und trotzdem genau diese befürchtet, das hört ihr in dieser Folge von "Machtspiel".
Gast: Ahmad Mansour, Gründer und Geschäftsführer der MIND prevention (Mansour-Initiative für Demokratieförderung und Extremismusprävention) gGmbH und Teil der "R21-Experten" der Denkfabrik R21.
Host: Florian Eder, Chefredaktor NZZ Deutschland
Redaktion und Produktion: Utz Dräger, Max Kuball
Analysen und Berichte zur Lage nach den jüngsten Wahlen in Deutschland findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/deutschland).
Die Website von MIND prevention findet ihr [hier](https://www.mind-prevention.com/).
Mansours Buch "Haltung ohne Hass" ist am 4. September 2026 [im Berlin Verlag](https://www.piper.de/buecher/haltung-ohne-hass-isbn-978-3-8270-1544-0) erschienen.
Mansour in einem [ARD-Beitrag](https://www.ardmediathek.de/video/ttt-titel-thesen-temperamente/von-der-kunst-den-anderen-auszuhalten-haltung-ohne-hass-von-ahmad-mansour/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9hMGE0ZmNiYy1hZTUxLTQzNGUtYTZjNS1hNTc3ODU1OGFhNjg) über den islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD. - Er ist Professor für Wirtschaftspolitik, FDP-Mitglied und eine der markantesten wirtschaftsliberalen Stimmen Deutschlands: Stefan Kolev kritisiert in «NZZ Machtspiel» das schlechte Preis-Leistungs-Verhältnis des Staates und den Verlust des Aufstiegsversprechens für junge Menschen. Damit hängt aus seiner Sicht ihre zunehmende Entfremdung von der politischen Mitte zusammen.
Von seinem Heimatland Bulgarien und den osteuropäischen Ländern im Allgemeinen könne Deutschland Resilienz lernen: "Ich versuche nicht, wie eine deutsche Eiche zu stehen und dem Schock partout zu widerstehen, sondern ich verbiege mich, ein klein bisschen wie das Schilfrohr.“ Wie Kolev das mit der aktuellen politischen Lage zusammenbringt und welche Erfahrungen er im Strassenwahlkampf für seine Partei gemacht habt, hört ihr in dieser Folge.
Gast: Prof. Dr. Stefan Kolev, Leiter des Ludwig-Erhard-Forum für Wirtschaft und Gesellschaft und Professor für Wirtschaftspolitik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau
Host: Florian Eder, Chefredaktor NZZ Deutschland
Redaktion und Produktion: Clara Engelien, Dominik Schottner
Analysen und Berichte zur Lage nach den jüngsten Wahlen in Deutschland findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/deutschland).
Wenn ihr Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ habt, [ probiert es gerne drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Die Vita und die Publikationsliste unseres Gastes könnt ihr [hier nachlesen](https://www.ludwig-erhard-forum.de/unser-team/stefan-kolev/).
Eine Leseprobe seines neuen Buches "Wohlstand für Junge" gibt es auf [den Seiten seines Verlages](https://media.herder.de/leseprobe/978-3-451-07404-2/index.html). - Fabio De Masi spricht in "NZZ Machtspiel" über die Folgen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Der Co-Vorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht erteilt einer Koalition mit der AfD eine Absage und kündigt an, dass die BSW-Abgeordneten weder Ulrich Siegmund von der AfD noch Sven Schulze von der CDU zum Ministerpräsidenten wählen würden. Allerdings rechnet De Masi nicht damit, dass es überhaupt so weit kommt: "Mein Eindruck ist, dass die AfD aktuell gar nicht regieren möchte."
Im Gespräch mit Beatrice Achterberg erläutert De Masi, was er sich von den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern erhofft. Außerdem erläutert er den Vorschlag seiner Partei, in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern "überparteiliche Ministerpräsidenten" zu wählen. Und er wettet mit Beatrice Achterberg um sein geliebtes Rennrad, dass es das BSW in zehn Jahren noch gibt.
Gast: Fabio De Masi, Co-Vorsitzender des Bündnis Sahra Wagenknecht sowie Mitglied des Europäischen Parlaments
Host: Beatrice Achterberg, Redaktorin NZZ Deutschland
Redaktion: Max Kuball, Hanna Ender
Foto Fabio De Masi: European Union 2025 - Source: EP / Emilie Gomez
Übrigens: Diesen Podcast und alle Artikel in der NZZ-App könnt ihr ab sofort auch unterwegs im [Auto](https://go.nzz.ch/carplay) hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Probiert es doch mal aus!
Mehr zum Thema:
Ein Porträt von Fabio De Masi in der [FAZ](https://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-mecklenburg-vorpommern/wagenknechts-nachfolger-fabio-de-masi-ist-bsw-vorsitzender-ohne-freude-201168615.html) zum Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Ein Interview im [Freitag](freitag.de/autoren/sebastianpuschner/bsw-chef-fabio-de-masi-wir-wollen-die-afd-hinter-der-brandmauer-hervorziehen) mit BSW-Chef Fabio De Masi.
Die ["Volksstimme" aus Magdeburg](https://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/landespolitik/bsw-schliesst-koalition-mit-afd-nun-doch-aus-4319762) zu den Koalitionsdebatten nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
[t-online](https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101433528/-mecklenburg-vorpommern-kann-merz-stuerzen-wagenknecht-startet-wahlaufruf.html) über den Aufruf von Sahra Wagenkecht vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern. - Er kommt direkt aus dem Bundestag, wo er die Generaldebatte verfolgt hat, in die NZZ-Redaktion in Berlin: Ralf Schuler, langjähriger Hauptstadt-Korrespondent, früher für den Springer Verlag, jetzt bei Nius. Der gebürtige Berliner tauscht sich oft und intensiv mit Spitzenpolitikerinnen und -politikern aus, das Smartphone ist dafür sein zentrales Werkzeug.
Die Wahl in Sachsen-Anhalt und ihre Folgen sind natürlich auch im Gespräch mit NZZ-Redaktorin Beatrice Achterberg die zentralen Themen. Für ihn ist der Sieg der AfD «im Grunde eine Zäsur, die so tief ist, dass man sagen könnte, hier endet ein Stück weit bundesdeutsche Nachkriegsgeschichte.» Für Friedrich Merz sieht Schuler eigentlich keine Chance mehr, das Lenkrad herumzureissen. Er belegt das mit seiner Beobachtung des Kanzlers in der Generaldebatte im Bundestag: «Da merkte man einfach, dass ein Ertrinkender verzweifelt versucht, irgendwie etwas Festes zu bekommen. Ich fürchte, dass man in den Regierungsfraktionen jetzt begriffen hat, dass es mit diesem Kanzler nicht weiter geht.»
Gast: Ralf Schuler, Politikchef von Nius
Host: Beatrice Achterberg, Redaktorin NZZ Deutschland
Redaktion: Elisabeth Krafft, Dominik Schottner, Max Kuball
Foto Ralf Schuler: Wolf Lux
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Mehr zum Thema:
Eine Datenanalyse der [NZZ](https://www.nzz.ch/wirtschaft/die-afd-triumphiert-in-sachsen-anhalt-und-beweist-dass-alle-anderen-sie-voellig-falsch-eingeschaetzt-haben-ld.10022702) zum Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Der Newsblog des [Deutschlandfunks](https://www.deutschlandfunk.de/newsblog-zur-landtagswahl-in-sachsen-anhalt-100.html) zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Zahlen und Fakten zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bei der [Bundeszentrale für politische Bildung](https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/581006/landtagswahl-in-sachsen-anhalt-2026-afd-staerkste-kraft/) - Andreas Rödder, Historiker, Professor in Mainz und Gründer der Denkfabrik Republik21, spricht über die "absolute Sackgasse", in die sich die CDU hineinmanövriert habe - und benennt mögliche Auswege. Der ehemalige Leiter der CDU-Grundwertekommission sieht das politische System vor einem grundsätzlichen Paradigmenwechsel. "Das Pendel schwingt nach rechts. Und die entscheidende Frage ist, ob es der Union gelingt, das Pendel in der rechten Mitte abzufangen oder ob es nach rechts außen durchschwingt."
Im Gespräch stellt Rödder sein Konzept der roten Linien vor und erläutert, warum eine Minderheitsregierung der CDU mehr als nur eine Notlösung sein könnte. Zudem argumentiert er, weshalb er ein AfD-Verbotsverfahren für den einzig redlichen Weg hält und wie er die aktuelle Stimmung in der Union wahrnimmt.
Gast: Andreas Rödder, Historiker, Leiter der Denkfabrik "Republik21"
Host: Florian Eder, Chefredaktor NZZ Deutschland
Redaktion: Clara Engelien, Utz Dräger
Foto Andreas Rödder: Bert Bostelmann
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Mehr zum Thema:
Was steht in Sachsen Anhalt auf dem Spiel? Eine Analyse [NZZ](https://www.nzz.ch/deutschland/politik/es-ist-eine-wahl-auf-die-ganz-deutschland-schaut-was-steht-in-sachsen-anhalt-auf-dem-spiel-ld.10020721?srsltid=AfmBOoqVwVZaViLyiIYjoRlijNK9R8_O1_BY5Ep9SEEAVfi6bHRIerDa)
Informationen und Hintergründe zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt beim [MDR](https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landtagswahl)
"Rote Linien, statt Brandmauern". Andreas Rödder führt das Konzept in diesem Artikel der [Denkfabrik 21](https://denkfabrik-r21.de/rote-linien-statt-brandmauern-zehn-bedingungen-buergerlicher-politik/) inhaltlich weiter aus.
"Je höher die Brandmauer, desto stärker wurde die AfD", ein [NZZ Artikel](https://www.nzz.ch/report-und-debatte/rechter-populismus-wie-deutschland-mit-der-afd-umgehen-sollte-ld.1870631) von Andreas Rödder.
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Über NZZ Machtspiel
Die Debatten in Deutschland laufen oft gleichförmig, egal ob es um Migration, Wirtschaft oder die AfD geht. Im Politik-Podcast «Machtspiel» debattieren NZZ Deutschland-Chefredakteur Florian Eder und Redakteurin Beatrice Achterberg im Wechsel mit Gästen, die auch mal unbequem sein dürfen. Faktenbasiert und meinungsstark.
«Machtspiel» ist eine Kooperation zwischen NZZ und Brost-Stiftung.
Fragen und Feedback gerne an: machtspiel@nzz.de
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