108 Episoden
- Sechs Runden sind gespielt und es ist Zeit für eine erste Bilanz: Punkte, Tore, Transfers, Trainerwechsel, Cup und Kaderentwicklung. Der GAK hatte mit nur zwei Heimspielen und vier Auswärtspartien keinen einfachen Start – aber welche Spiele sind für uns schon einfach? Wir bleiben Herausforderer in dieser Bundesliga. Nur sollen die Gegner diesen Herausforderer künftig immer öfter fürchten.
Wir schauen deshalb auf die nackten Zahlen und die Entwicklung dahinter. Dazu gibt es eure Bewertung des Transfersommers: Im Schnitt bekommt der GAK von euch die Schulnote 3 – und kommt damit sogar etwas besser weg als bei uns. Auch in der sportlichen Führung wird neu aufgestellt: Tino Wawra, Andreas Lienhart und Marco Perchtold bilden künftig das verantwortliche Trio.
Und dann war da noch Altach. Ohne Trummer, Klassen, Koch, Italiano, Guerti und kurzfristig auch ohne Donovan Pines gewinnt eine dezimierte GAK-Mannschaft 2:1 in Vorarlberg. Oberleitner trifft erneut nach einem Standard, Hofleitner macht den Džeko und hinten hält die Rumpftruppe gemeinsam dagegen. Fußballerisch war mit 58 Prozent Passgenauigkeit noch reichlich Luft nach oben – aber an diesem Abend zählen Geschlossenheit, Effizienz und vor allem drei Punkte. Ein Halleluja auf die siegreiche Rumpftruppe!
Jetzt wartet in Liebenau das nächste Traditionsduell gegen die Wiener Austria: Siebenter gegen Achter, Rot gegen Violett. Seit dem Wiederaufstieg waren die Roten mehrfach nah dran, ein Sieg gegen die Austria fehlt aber noch. Mit Aggressivität, frühem Stören und der Heimstärke soll sich das ändern. Schließlich ist der GAK mittlerweile neun Heimspiele in Folge ungeschlagen – und das soll auch nach Nummer zehn so bleiben.
In der Nachspielzeit gibt es gleich zweimal Grund zur Freude: Die Amateure schlagen Tabellenführer Frauental 3:0 und liegen nach Verlustpunkten sogar ganz vorne. Die Frauen retten in der 93. Minute ein 1:1 gegen Geretsberg/Bürmoos und holen damit einen wichtigen Punkt vor dem kommenden Kellerduell mit Rankweil.
Außerdem: Patricks Picks zur 7. Runde, die Cup-Auslosung mit dem Heimspiel gegen Altach am 27. Oktober – und warum uns die TV-Auswahl des ÖFB diesmal eher weniger begeistert.
Linktipp: Das Interview von Die beste Liga der Welt mit Marco Perchtold zur neuen sportlichen Verantwortung beim GAK. - Das Transferfenster ist geschlossen – und beim GAK bleibt ein durchwachsenes Gefühl zurück. Neuer Trainer, neuer Torhüter, neue Verteidiger und ein umgebautes Mittelfeld: An Bewegung hat es nicht gefehlt. Aber ist der Kader wirklich besser geworden – vor allem, weil eigentlich kein Stürmer kam?
Wir ziehen Bilanz über den Transfersommer 2026. Auf den Außenbahnen wurden gute Lösungen gefunden, im Mittelfeld zumindest quantitativ nachgelegt. Zwei Baustellen bleiben aber: defensive Qualität im Zentrum und vor allem der Sturm. Nach nur zwei Toren aus fünf Bundesligaspielen ist die fehlende Verstärkung ganz vorne schwer nachzuvollziehen. Das drückt auch unsere Gesamtnote.
Im Cup heißt es dagegen: 2:0 in Kitzbühel und Aufstieg in Runde drei. Pflicht erfüllt, defensiv kaum etwas zugelassen – offensiv zeigt sich aber auch gegen den Regionalligisten das bekannte Problem. Hofleitner trifft früh, Oberleitner spät. Dazwischen fehlt die letzte Konsequenz. Update: Die Auslosung des Achtelfinales fand bereits statt. Der GAK trifft zu Hause auf den SCR Altach
Nach der Länderspielpause wartet mit Altach gegen GAK – Platz 11 gegen Platz 10 ein richtungsweisendes Duell. Beide Mannschaften haben bislang vor allem offensiv Probleme und brauchen dringend Punkte. Vieles spricht für eine enge Partie in Vorarlberg.
In der Nachspielzeit: Das Spiel der Amateure wird beim Stand von 1:1 in Minute 90 wegen Flutlichtausfalls abgebrochen, als Nächstes wartet Tabellenführer Frauental. Die GAK-Frauen scheiden mit 0:3 gegen den LASK aus dem Cup aus und wollen gegen Bürmoos/Geretsberg die ersten Meisterschaftspunkte holen.
Lesetipp: Auf 90minuten.at gibt es ein ausführliches Interview mit GAK-Präsident René Ziesler über die aktuelle Situation und Entwicklung des Vereins. - 27:5 Torschüsse, dreimal Aluminium, viermal auf der Linie geklärt – und trotzdem 0:0. Gerald Scheiblehners Premiere beim GAK war eine dieser Partien, nach denen man gleichzeitig zufrieden und richtig enttäuscht nach Hause gehen kann. Zufrieden mit dem Auftritt. Enttäuscht mit dem Ergebnis.
Denn gegen den WAC war bereits einiges von dem zu erkennen, was Scheiblehner in Graz verändern möchte: mehr Intensität, mehr Vertikalität, höheres Anlaufen und mehr Präsenz Richtung gegnerisches Tor. Die frühe rote Karte gegen Wimmer verändert natürlich das Spiel, trotzdem dominiert der GAK die Partie über weite Strecken. Nur eines fehlt: das Tor. Nach dem 0:1 in Ried bleiben damit schon wieder Punkte liegen, die im Kampf um den Klassenerhalt noch wehtun könnten. Immerhin: Seit neun Heimspielen sind die Roten mittlerweile ungeschlagen.
Während Scheiblehner an seiner Mannschaft arbeitet, läuft für Andreas Lienhart der Countdown. Am Donnerstag ist Deadline Day und der GAK-Kader ist für uns noch nicht fertig. Ein Innenverteidiger soll kommen, im Sturm fehlt eine zusätzliche Alternative und auch im defensiven Mittelfeld sehen wir weiterhin Handlungsbedarf. Was ist finanziell noch möglich – und wie kann der Kader noch besser an den Fußball des neuen Trainers angepasst werden?
Nach fünf Spieltagen ist außerdem Zeit für unser erstes richtiges Power Ranking der Bundesliga. Salzburg und der LASK geben für uns aktuell den Ton an, dahinter lauern Rapid und Sturm – und im Tabellenkeller ist noch überhaupt nichts entschieden. Wo ordnen wir den GAK nach vier Punkten aus fünf Spielen und dem ersten Auftritt unter Scheiblehner ein?
In der Nachspielzeit geht der Blick wieder über die Profis hinaus. Im Cup wartet am Sonntag Kitzbühel und damit die nächste Pflichtaufgabe für den neuen Trainer. Die Amateure feiern einen deutlichen 5:1-Sieg in Feldkirchen und stehen bereits auf Platz drei. Bei den Frauen läuft der Saisonstart dagegen noch nicht nach Wunsch: Nach dem 0:3 gegen Wacker Innsbruck wartet weiter das erste Erfolgserlebnis.
Eine Premiere, die Hoffnung macht. Ein Ergebnis, das trotzdem ärgert. Und ein Deadline Day, der mitentscheidet, womit Gerald Scheiblehner in den kommenden Monaten arbeiten kann. - Der GAK sucht einen Trainer. Und ausnahmsweise ist nicht das Problem, dass es keine Kandidaten gibt, sondern dass der Markt für die Roten erstaunlich viel hergibt. Scheiblehner, Schmid, Stöger, Atalan, Standfest oder Brunmayr: sechs Namen, sechs ziemlich unterschiedliche Wege für die Zukunft des Stadtklubs.
Deshalb machen wir den großen Trainercheck. Wer bringt den höchsten Floor und damit die größte Sicherheit im Abstiegskampf? Wer hat das größte Ceiling? Wie viel Risiko kann sich der GAK nach dem frühen Feldhofer-Aus überhaupt erlauben? Und welche Rolle spielt das Geld, wenn der ehemalige Trainer weiterhin auf der Payroll steht? Am Ende gibt es ein klares Ranking, inklusive eines persönlichen Wunschtrainers.
Wir müssen aber noch über das 0:1 bei der SV Ried sprechen. Nach dem 0:8-Debakel wurden unter Joachim Standfest zumindest die defensiven Basics wieder gefixt, trotzdem steht der GAK am Ende mit leeren Händen da. Ein Elfmeter entscheidet eine enge Partie, in der es die Roten vor allem verabsäumen, einem keineswegs überzeugenden Gegner etwas abzuknöpfen. Zu wenig Durchschlagskraft und Qualität im letzten Drittel verhindern zumindest einen eigenen Treffer. Unterm Strich sind das für uns wirklich verlorene Punkte – und das tut weh.
Während die Trainersuche läuft, wartet schon die nächste Aufgabe. Der WAC kommt nach Graz und damit ein Gegner, der dem GAK individuell und spielerisch einiges voraus hat. Für die Roten geht es gleichzeitig um die ungeschlagene Heimserie, wichtige Punkte und die Bewertung des gesamten Saisonstarts: Sechs Punkte wären stark, vier noch okay, drei ein Fehlstart.
In der Nachspielzeit schauen wir wieder auf den gesamten Stadtklub: Die Frauen starten mit einer Niederlage in die neue Saison und empfangen als Nächstes Wacker Innsbruck. Die Amateure sind dagegen mit einem 3:0 gegen St. Veit endgültig in ihrer Liga angekommen. Nächste Woche muss man nach Feldkichern.
GAK Fanberichte zu lesen auf RED-Aktion - Reaction Folge auf das Ende von Ferdinand Feldhofer
Nach dem 0:8-Debakel in Hütteldorf reagiert der GAK sofort: Ferdinand Feldhofer ist nicht mehr Trainer des Grazer AK, Joachim Standfest übernimmt interimistisch.
In dieser Reaction ordnen wir die Entscheidung ein. Feldhofers nackte Bilanz mit 13 Siegen, 16 Unentschieden und 17 Niederlagen aus 46 Spielen liest sich besser, als sich sein Ende beim GAK anfühlt. Schließlich erreichte er zweimal das wichtigste Saisonziel: den Klassenerhalt.
Trotzdem waren die Probleme spätestens in dieser Saison nicht mehr zu übersehen. Fehlende Entwicklung, schwache Leistungen wichtiger Spieler und vor allem keine erkennbare Stabilität als Mannschaft. Das 0:8 war am Ende die Steilvorlage für eine Entscheidung, die nach nur drei Spieltagen eigentlich niemand treffen möchte.
Aber: Nicht alles ist ein Trainerproblem. Auch Kaderplanung, Transferperiode und die Erwartungshaltung rund um den GAK gehören zur Diskussion. Denn der nächste Trainer wird nicht automatisch alle Baustellen lösen.
Was bleibt also von Feldhofers Zeit beim GAK? War die Trennung richtig? Was muss sich neben dem Trainer ändern? Und wer könnte jetzt übernehmen?
Eine spontane Reaction zur ersten großen Zäsur der noch jungen Saison 2026/27.
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