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- 27:5 Torschüsse, dreimal Aluminium, viermal auf der Linie geklärt – und trotzdem 0:0. Gerald Scheiblehners Premiere beim GAK war eine dieser Partien, nach denen man gleichzeitig zufrieden und richtig enttäuscht nach Hause gehen kann. Zufrieden mit dem Auftritt. Enttäuscht mit dem Ergebnis.
Denn gegen den WAC war bereits einiges von dem zu erkennen, was Scheiblehner in Graz verändern möchte: mehr Intensität, mehr Vertikalität, höheres Anlaufen und mehr Präsenz Richtung gegnerisches Tor. Die frühe rote Karte gegen Wimmer verändert natürlich das Spiel, trotzdem dominiert der GAK die Partie über weite Strecken. Nur eines fehlt: das Tor. Nach dem 0:1 in Ried bleiben damit schon wieder Punkte liegen, die im Kampf um den Klassenerhalt noch wehtun könnten. Immerhin: Seit neun Heimspielen sind die Roten mittlerweile ungeschlagen.
Während Scheiblehner an seiner Mannschaft arbeitet, läuft für Andreas Lienhart der Countdown. Am Donnerstag ist Deadline Day und der GAK-Kader ist für uns noch nicht fertig. Ein Innenverteidiger soll kommen, im Sturm fehlt eine zusätzliche Alternative und auch im defensiven Mittelfeld sehen wir weiterhin Handlungsbedarf. Was ist finanziell noch möglich – und wie kann der Kader noch besser an den Fußball des neuen Trainers angepasst werden?
Nach fünf Spieltagen ist außerdem Zeit für unser erstes richtiges Power Ranking der Bundesliga. Salzburg und der LASK geben für uns aktuell den Ton an, dahinter lauern Rapid und Sturm – und im Tabellenkeller ist noch überhaupt nichts entschieden. Wo ordnen wir den GAK nach vier Punkten aus fünf Spielen und dem ersten Auftritt unter Scheiblehner ein?
In der Nachspielzeit geht der Blick wieder über die Profis hinaus. Im Cup wartet am Sonntag Kitzbühel und damit die nächste Pflichtaufgabe für den neuen Trainer. Die Amateure feiern einen deutlichen 5:1-Sieg in Feldkirchen und stehen bereits auf Platz drei. Bei den Frauen läuft der Saisonstart dagegen noch nicht nach Wunsch: Nach dem 0:3 gegen Wacker Innsbruck wartet weiter das erste Erfolgserlebnis.
Eine Premiere, die Hoffnung macht. Ein Ergebnis, das trotzdem ärgert. Und ein Deadline Day, der mitentscheidet, womit Gerald Scheiblehner in den kommenden Monaten arbeiten kann. - Der GAK sucht einen Trainer. Und ausnahmsweise ist nicht das Problem, dass es keine Kandidaten gibt, sondern dass der Markt für die Roten erstaunlich viel hergibt. Scheiblehner, Schmid, Stöger, Atalan, Standfest oder Brunmayr: sechs Namen, sechs ziemlich unterschiedliche Wege für die Zukunft des Stadtklubs.
Deshalb machen wir den großen Trainercheck. Wer bringt den höchsten Floor und damit die größte Sicherheit im Abstiegskampf? Wer hat das größte Ceiling? Wie viel Risiko kann sich der GAK nach dem frühen Feldhofer-Aus überhaupt erlauben? Und welche Rolle spielt das Geld, wenn der ehemalige Trainer weiterhin auf der Payroll steht? Am Ende gibt es ein klares Ranking, inklusive eines persönlichen Wunschtrainers.
Wir müssen aber noch über das 0:1 bei der SV Ried sprechen. Nach dem 0:8-Debakel wurden unter Joachim Standfest zumindest die defensiven Basics wieder gefixt, trotzdem steht der GAK am Ende mit leeren Händen da. Ein Elfmeter entscheidet eine enge Partie, in der es die Roten vor allem verabsäumen, einem keineswegs überzeugenden Gegner etwas abzuknöpfen. Zu wenig Durchschlagskraft und Qualität im letzten Drittel verhindern zumindest einen eigenen Treffer. Unterm Strich sind das für uns wirklich verlorene Punkte – und das tut weh.
Während die Trainersuche läuft, wartet schon die nächste Aufgabe. Der WAC kommt nach Graz und damit ein Gegner, der dem GAK individuell und spielerisch einiges voraus hat. Für die Roten geht es gleichzeitig um die ungeschlagene Heimserie, wichtige Punkte und die Bewertung des gesamten Saisonstarts: Sechs Punkte wären stark, vier noch okay, drei ein Fehlstart.
In der Nachspielzeit schauen wir wieder auf den gesamten Stadtklub: Die Frauen starten mit einer Niederlage in die neue Saison und empfangen als Nächstes Wacker Innsbruck. Die Amateure sind dagegen mit einem 3:0 gegen St. Veit endgültig in ihrer Liga angekommen. Nächste Woche muss man nach Feldkichern.
GAK Fanberichte zu lesen auf RED-Aktion - Reaction Folge auf das Ende von Ferdinand Feldhofer
Nach dem 0:8-Debakel in Hütteldorf reagiert der GAK sofort: Ferdinand Feldhofer ist nicht mehr Trainer des Grazer AK, Joachim Standfest übernimmt interimistisch.
In dieser Reaction ordnen wir die Entscheidung ein. Feldhofers nackte Bilanz mit 13 Siegen, 16 Unentschieden und 17 Niederlagen aus 46 Spielen liest sich besser, als sich sein Ende beim GAK anfühlt. Schließlich erreichte er zweimal das wichtigste Saisonziel: den Klassenerhalt.
Trotzdem waren die Probleme spätestens in dieser Saison nicht mehr zu übersehen. Fehlende Entwicklung, schwache Leistungen wichtiger Spieler und vor allem keine erkennbare Stabilität als Mannschaft. Das 0:8 war am Ende die Steilvorlage für eine Entscheidung, die nach nur drei Spieltagen eigentlich niemand treffen möchte.
Aber: Nicht alles ist ein Trainerproblem. Auch Kaderplanung, Transferperiode und die Erwartungshaltung rund um den GAK gehören zur Diskussion. Denn der nächste Trainer wird nicht automatisch alle Baustellen lösen.
Was bleibt also von Feldhofers Zeit beim GAK? War die Trennung richtig? Was muss sich neben dem Trainer ändern? Und wer könnte jetzt übernehmen?
Eine spontane Reaction zur ersten großen Zäsur der noch jungen Saison 2026/27. - Acht zu null. Und jetzt?
Es gibt Niederlagen, über die man diskutiert. Niederlagen, bei denen ein paar Prozent fehlen. Und dann gibt es ein 0:8 in Hütteldorf. Nach einem der bittersten Abende der 124-jährigen Vereinsgeschichte geht es diesmal weniger darum, einzelne Szenen zu sezieren. Es geht um die größere Frage: Wie konnte der GAK nach drei Spieltagen an diesem Punkt landen – und wie reagiert der Verein jetzt darauf?
Zwölf Gegentore nach drei Runden, kaum funktionierende Abläufe mit oder gegen den Ball und eine Mannschaft, die gegen Rapid in keiner Phase konkurrenzfähig war. Ferdinand Feldhofer steht damit massiv unter Druck. Wir sprechen darüber, was gegen Rapid alles schiefgelaufen ist, warum die Verantwortung nicht nur beim Trainer liegt und weshalb die kommenden Spiele gegen Ried und den WAC zum Litmustest für Trainer, Mannschaft und Verein werden.
Und die nächste Prüfung folgt im Innviertel. Die SV Ried hält zwar selbst erst bei einem Punkt, hat sich bislang aber besser präsentiert, als es die Tabelle vermuten lässt. Wir schauen auf den umgebauten Gegner, die Schlüssel zum Spiel und darauf, was der GAK nach dem Rapid-Debakel dringend verändern muss. Eklig sein, Ried den Spielfluss nehmen, Schwab aus dem Spiel bekommen – und vor allem wieder als Mannschaft auftreten.
Auch abseits der Profis beginnt die Saison richtig. Die Amateure müssen zum Auftakt ein 0:3 in Kainbach verdauen und empfangen als Nächstes Aufsteiger St. Veit. Für die GAK-Frauen startet unterdessen die neue Saison in der 2. Bundesliga, und das gleich mit der schwierigen Aufgabe gegen den Meister Wildcats. Nach Platz sechs und einem wechselhaften vergangenen Jahr schauen wir auf den Umbruch im Kader und die Ziele für 2026/27.
Wir hören uns am Montag zur nächsten hoffentlich positiveren Folge!
Linktipp: RED-Aktion - Der GAK hat die ersten drei Punkte der Saison eingefahren - und trotzdem gibt es in Weinzödl noch einiges zu tun. Genau deshalb machen wir in dieser Folge einen größeren Baustellenbericht: Wo steht der Kader? Was funktioniert sportlich schon? Wo hakt es noch? Und was passiert eigentlich gerade in der roten Kurve?
Zuerst gibt es aber die wichtigsten News. Tino Wawra fällt für die restliche Sommertransferperiode aus, Andreas Lienhart übernimmt seine Agenden – und mit Souleyman Mandey präsentiert der GAK einen spannenden 20-jährigen Neuzugang für die Offensive. Dazu steht der Termin für das Cupduell mit Kitzbühel fest.
Im DaNachschuss blicken wir kompakt auf das 2:1 gegen Lustenau zurück. Drei wichtige Punkte, eine starke Defensive rund um Donovan Pines und Alexander Hofleitner mit seiner bisher besten Partie – gleichzeitig bleiben die Probleme im Spielaufbau deutlich sichtbar.
Danach richtet sich der Blick nach Hütteldorf. Rapid gegen GAK: ein formstarker Gegner, eine spielstarke Zentrale und eine schwierige Aufgabe für die Roten. Wir schauen darauf, wo Rapid aktuell besonders stark ist, welche Aufstellung für den GAK Sinn machen könnte und warum man trotzdem nicht völlig chancenlos nach Wien fahren muss. Dazu gibt es natürlich wieder unsere Rundentipps.
Im Thema der Woche geht es dann um die drei großen Baustellen rund um den Stadtklub. Beim Kader fehlen aus unserer Sicht noch Qualität im Sturm, im defensiven Zentrum und in der Innenverteidigung. Sportlich überzeugt vor allem die Defensive, während der Spielaufbau aus dem eigenen Drittel noch ordentlich Luft nach oben hat.
Und schließlich sprechen wir über die vielleicht unangenehmste Baustelle: die aktuelle Situation der GAK-Fanszene. Zwei Kurven, zwei Vorsänger, zwei Trommler – und eine Spaltung, die inzwischen auch im Stadion deutlich zu spüren ist. Dazu beantworten wir eure Community-Fragen rund um Infrastruktur und Kommunikation des Vereins.
In der Nachspielzeit geht es schließlich um die Amateure, ihren Saisonstart und die Frage, welche Rolle die zweite Mannschaft langfristig im Entwicklungsweg junger GAK-Spieler spielen soll.
Und nicht vergessen: Die 1902-FM-Hörerliga startet. Wer beim Bundesliga-Kicktipp dabei sein möchte, schreibt uns einfach auf Instagram. Gesucht wird der Hörerliga-Tippmeister 2026/27.
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