Wann habt ihr zuletzt am Fluss gestanden? In dieser Folge von „Michel“ sprechen wir mit Dr. Katja Wiebe, Kuratorin der Ausstellung „Am großen Strom – Der Fluss in aktuellen Bilderbüchern aus aller Welt“ in der Internationalen Jugendbibliothek auf Schloss Blutenburg. Warum fasziniert Wasser weltweit – beruhigend und zugleich voller Bewegung? Katja Wiebe zeigt, wie Bilderbücher Flüsse als Lebensader, Mythos und Metapher für den Lauf des Lebens erzählen: mal als Sachbilderbuch, mal als poetische Geschichte, in der am Ufer philosophiert wird. Wir hören, warum das Leporello-Format wie gemacht für Flussgeschichten ist und warum so viele Titel im großen Querformat erscheinen. Dazu geht’s um Perspektiven aus über 20 Ländern (Bücher von 2011 bis 2025) – von schwimmenden Märkten bis zum vietnamesischen Wasserpuppentheater. Auch die Kehrseite kommt vor: Verschmutzung, Verbauung und Hoffnung durch Renaturierung, etwa am Beispiel des Singapore River. Plus: Wie Kinder die Ausstellung erleben – mit nachgebautem Fluss im Foyer, Audioguide, Angelspiel und vielen Leseexemplaren. Buchtipp: „Dann kam Bär“ – eine rasante Floßfahrt Richtung Wasserfall. Jetzt reinhören und anschließend eintauchen!