Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen
Florian Bayer und Johannes Franke

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- Was macht man wenn man als Wissenschaftler eine wilde Theorie zu den Bausteinen des Lebens hat, die von der allgemeinen Wissenschaftswelt für unhaltbar gehalten wird? Ganz klar - man wird Grundschullehrer. Und Ryland Grace ist gerne Grundschullehrer, bis ihn ein Spezialkommando abholt, um ihn zu seiner unhaltbaren Theorie zu befragen. Er soll helfen, die Welt zu retten, die von sogenannten Astrophagen bedroht wird. Einem Organismus, der nach und nach die Sonne abdunkelt, weil er sich von ihrer Energie ernährt. Zumindest grob gesagt.
Als er in einem Raumschiff aufwacht, weiß er davon erst einmal nichts. Sein Kopf muss sich erstmal vom Bullshit-Coma erholen und erinnert sich erst nach und nach daran, wie er dort gelandet ist. Zu allem Überfluss sind seine Raumschiff-Buddys gestorben und er irrt alleine im Weltall umher. Weit weg von zu Hause. Bis er von einem Alien, das auch weit weg von zu Hause ist, eine Botschaft erhält, der Start einer interspezifischen Freundschaft.
Überraschend wissenschaftlich nachvollziehbar lernen sie die Sprachen des anderen zu verstehen und machen sich gemeinsam auf eine Mission. Die Erde und den Heimatplaneten von Rocky zu retten.
Ein Buddy-Movie-Science-Fiction Streifen mit Betonung auf Science - aber echter Science?
Plor, du als Astronomie-Profi.. wie würdest hier du die Fakten von Fiktion trennen?
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Lasst gerne auch einen Like oder Kommentar, einen Stern, einen Thumb up oder sonstwas da. Danke. :) - Lola rennt. Warum? Weil sie es eilig hat. Warum hat sie es eilig? Weil ihr Freund Manni Mist gebaut hat. Der Kleinkriminelle sollte für seinen Boss, den Hehler Ronnie, 100.000 Mark nach Berlin bringen und hat sie ausversehen in der U-Bahn liegen gelassen. Und jetzt ist die Kacke am Dampfen. Wenn er nicht irgendeine Möglichkeit findet, Ronnie in den nächsten 20 Minuten das Geld zu beschaffen, ist er dran. Sein Plan, einen Supermarkt um die Ecke überfallen. Lola sagt: “Warte, mir fällt schon was ein. Mir fällt immer was ein.” Und sie rennt los. Quer durch Berlin, um das Geld aufzutreiben und rechtzeitig bei Mann zu sein, bevor er was anstellt. Ihr Plan: Bei ihrem Vater, der Filialleiter in einer Bank ist, um das Geld zu bitten. Der hat jedoch andere Sorgen. Seine Affäre hat ihm gerade gesagt, dass sie schwanger ist. Und so versagt er Lola nicht nur die Hilfe, sondern lässt sie auch gleich rauswerfen. Lola hat die 100.000 Mark nicht, kommt zu spät, und muss mit ansehen, wie Manni den Supermarkt überfällt. Auf der gemeinsamen Flucht vor der Polizei wird Lola von einer Kugel getroffen, fällt und stirbt.
Und nun? Rewind, wie die Battle Rapper sagen würden. Zurück auf Anfang, den Beat von vorne abgespielt und erneut losgerannt. Lola erhält vom Schicksal eine zweite Chance, einen zweiten Lauf. Und ganz nach dem klassichen Butterfly Effect führen geringe Veränderungen in der Handlung zu weitreichenden Folgen.
Lola rennt von Tom Tykwer aus dem Jahr 1998, ein schneller, wilder, auf 90er Jahre Beats abgestimmter Trip. Dreimal 20 Minuten, drei Läufe, drei unterschiedliche Schicksalswege. Inszeniert in 35mm, und digital Video, und Polaroids, und Zeichentrickanimation: Wild ungezügelt, Videoclipästhetik trifft Arthaus trifft Actionkino und lässt sein Publikum atemlos zurück.
Johannes, du kennst auch das Berlin der späten 90er und frühen 2000er. Was glaubst du, wie war Strecke du hier zu Fuß zurückgelegt hast? Und vor allem, hast du deine Fußwege hier ähnlich wahrgenommen wie Lola in ihrem Marathonlauf?
Gefällt dir, was du hörst? Spendiere uns doch einen Kaffee (oder Mate): https://buymeacoffee.com/mussmansehen - Hank ist gestrandet, er ist am Ende, er kann nicht mehr. Auf seiner einsamen Insel, die aussieht, als wäre sie von einem 4-Jährigen erdacht, beschließt er, sich umzubringen. Aber halt, da ist doch was! Was liegt denn da am Strand? Ein Mensch? Ach shit, der Typ ist tot. Eine angespülte Leiche. Der kann ihm nicht weiterhelfen. Oder etwa doch?
Die Leiche hat Blähungen, irgendwo müssen die Zersetzungsgase im Körper ja hin. Der Furz, der dann kommt, ist so massiv, dass Hank das Potential endlich sieht: er schiebt die Leiche ins Wasser, setzt sich darauf und nutzt die entweichenden Gase als Bootsantrieb. Uuund schon sind wir im Bereich des Fantastischen und das nutzt der Film schamlos aus. Nicht nur Furzt die Leiche, wann immer es nützlich ist, sie kann auch Trinkwasser speien, als Rasierapparat herhalten, Dinge in hohem Tempo aus seinem Mund schießen, den Weg mit seinem Peniskompass weisen und mit der Zeit… wieder reden. Da kommt wieder Leben in den Körper und wir sehen dabei zu, wie sich eine Freundschaft zwischen Hank und der Leiche Manny entwickelt. Da Manny sein Gedächtnis verloren hat, muss Hank ihm erklären, was das Leben so lebenswert macht. Gemeinsam suchen sie den Weg nach Hause, zurück in die Zivilisation, die, wie sich herausstellt, nur um die Ecke, eine Böschung entfernt auf sie wartet.
Ein massiv absurder, weirder Roadmovie, voller Jokes unter der Gürtellinie, aber auch viel Liebe für das Leben. Es geht um Scham, Außenseiterdasein und gesellschaftliche Normen.
Die Regisseure, die Daniels, haben den Film damals folgendermaßen verkauft: “Wir wollen einen Film machen, in dem der erste Furz dich zum Lachen bringt und der letzte zum weinen.” - Plor, hat das bei dir funktioniert? Episode 295: Das Millionenspiel - Hunger Games mit Didi Hallervorden und Dieter Thomas Heck
26.08.2026 | 1 Std. 38 Min.Bernhard Lotz befindet sich auf der Flucht. Er ist kein Krimineller, kein Geheimagent, kein Superheld. Nichts weiter als ein einfacher Leverkusener, der von drei erbarmungslosen Killern gejagt wird. Der Grund: TV-Unterhaltung. Bernhard Lotz ist Kandidat der großen Spielshow “Das Millionenspiel”, die im Einklang mit dem Gesetz zur aktiven Freizeitgestaltung vom 7. Januar 1973 ihrem Kandidaten ermöglicht, eine Million Deutsche Mark zu gewinnen, wenn er es schafft, sieben Tage lang am Leben zu bleiben.
Während Bernhard versucht, der auf ihn angesetzten Köhler-Bande zu entkommen, wird das Publikum im Studio von Showmaster Thilo Uhlenhorst für das große Finale angeheizt. Dazwischen gibt es Interviews mit Zuschauern, Auftritte des Fernsehballetts und natürlich die obligatorischen Werbeeinspieler für Diätpillen und Potenzmittel.
Das Millionenspiel aus dem Jahre 1970, ein Fernsehfilm des WDR, wegen Nutzungsrechtsstreitigkeiten Jahrzehnte lang im ARD-Giftschrank eingeschlossen, aber Dank der damaligen Publikumsreaktionen schon immer ein kleiner Kultfilm: Dystopisch, zynisch und mit bereits damaliger und späterer TV-Prominenz in Form von Didi Hallervorden und Dieter Thomas Heck besetzt.
Johannes, Dank der Tribute von Panem, den Squid Games und Running Man erfreuen sich tödliche Spielshows als Sujet dystopischer Science Fiction bis heute großer Beliebtheit. Wie ordnest du Das Millionenspiel in dieser Reihe ein?
Wenn dir unser Podcast gefällt, unterstütze uns doch auf https://buymeacoffee.com/mussmansehen. Wir freuen uns über jeden Kaffee (oder Tee). Vielen Dank.- Im Mittelpunkt von There will be Blood steht der unabhängige Unternehmer Daniel Plainview, der im frühen 20. Jahrhundert in den USA umherreist, um nach Öl zu bohren. Von einem gewissen Paul Sunday erhält er den Tipp, dass es in Kalifornien in einem kleinen Städtchen namens Little Boston noch ein riesiges, nicht erschlossenes Erdölgebiet gibt. Zusammen mit seinem Sohn H.W. gelingt es Daniel relativ schnell, den dort ansässigen Farmern ihre Grundstücke abzukaufen und Bohrtürme zu errichten. Sein ambitionierter Plan: Eine Pipeline, die direkt von den Türmen zum pazifischen Ozean führt, um unabhängig von Rockefellers Standard Oil und deren horrenden Transportpreisen zu sein.
Aber er stößt auch auf Widerstände: Pauls Zwillingsbruder, der evangelikale Pastor Eli Sunday, will ein Stück des Kuchens abhaben, sowohl monetär als auch spirituell. Zwischen den beiden Männern entspinnt sich ein Zweikampf um Land, Seelen und die Deutungshoheit über Sinn und Zweck des amerikanischen Traums. Als schließlich HW bei einem Unfall seine Hörfähigkeit verliert und Daniels unbekannter Halbbruder Henry auftaucht, spitzt sich die Lage zu, und der prophetische Filmtitel findet seine Erfüllung: Es wird Blut fließen.
There will be Blood, Baby! Paul Thomas Anderson, der große Visionär und Sezierer des amerikanischen Traums, 2007 mit seinem wohl mainstreamtauglichsten Film: Ein opulenter Abgesang auf den Kapitalismus und die Religion im Amerika des 20. und vielleicht auch 21. Jahrhunderts. Und im Gegensatz zu Andersons vorherigen großen Filmen kein Ensemblestück, sondern ein Blick in die düstere Seele eines einzelnen leidenschaftlichen Menschens.
Johannes, was denkst du? Wie viel Daniel Plainview steckt in dir? Steckt in jedem von uns?
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Über Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen
Wir lieben Filme und wir lieben es, über Filme zu diskutieren. Die Sache ist nur, wir haben einen sehr unterschiedlichen Filmgeschmack. Daher drückt jeder von uns dem jeweils anderen für die aktuelle Episode einen neuen Film aufs Auge mit dem Ziel, dessen Horizont zu erweitern und ordentlich über den Film zu streiten. Jeden Mittwoch gibt es eine neue Episode mit einem Film, viel Diskussion, viel Streit und auch der ein oder anderen Topliste.
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