169 Episoden
- Seit gut einem Jahr hat Mareike G. ihre eigene Wohnung im kleinen bayrischen Waldmünchen. Sie hat einen Job und viele Freunde. Die 20-Jährige gilt als zuverlässig. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist weiterhin eng, sie sehen sich beinahe täglich. Umso beunruhigender ist es, als Mareike nicht zur Arbeit und auch nicht zu einem vereinbarten Treffen erscheint. Ihre Familie spürt: Da stimmt etwas nicht - und geht zur Polizei.
Als Nachbarinnen sich melden und von Klopfgeräuschen und Hilferufen in der Nacht erzählen, übernimmt die Kriminalpolizei Regensburg, darunter Ermittler Stefan Halder. Die Beamten sind tagelang in Mareikes Wohnung damit beschäftigt, Spuren zu sammeln. Es werden so viele wie noch nie: 2.600 insgesamt. Doch die entscheidende heiße Spur fehlt – und Mareike bleibt verschwunden.
Nach Monaten ohne wirkliche Fortschritte entschließen sich die Regensburger, die Operative Fallanalyse hinzuzuziehen. Das Team um Leiter Alexander Horn betrachtet den Fall noch einmal komplett neu, erstellt ein sehr konkretes Täterprofil – und kommt der Aufklärung immer näher. Über den Fall Mareike G. spricht Host Anne Eichhorn mit Journalist Sandro Gerber im ARD Crime Time Podcast.
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Hör-Empfehlung: „Eltern ohne Filter“
Email: crimetime@mdr.de - Im Dezember 2022 verschwindet die 39-jährige, hochschwangere Bankmanagerin Alexandra R. aus Schwabach in Bayern. Zunächst wirkt alles wie ein Vermisstenfall: eine Abschiedsnachricht, ein Handy, das plötzlich in Italien geortet wird und ein Ex-Partner, der behauptet, sie sei freiwillig gegangen. Doch Alexandra lässt ihr Pflegekind zurück, mitten in den Vorbereitungen auf die Geburt und in ihrer Wohnung bleiben Mutterpass, Autoschlüssel und halb zubereitetes Essen zurück.
Podcast-Host Felix Gebhardt spricht in ARD Crime Time mit Autor Markus Cebulla über die Ermittlungen der Nürnberger Kripo. Es geht um ein leerstehendes Haus mit Klebeband und Haaren von Alexandra, Überwachungskameras, die ein verdächtiges Auto festhalten, einen an einem Kanal abgestellten Range Rover, eine Lagerhalle mit merkwürdigem Estrich – aber nirgends eine Leiche. Ein Kassenbon von einer österreichischen Autobahnraststätte, ein zweites Handy, ein handschriftlicher Brief an das Landgericht und linguistische Gutachten des BKA werden zu zentralen Bausteinen des Verfahrens zum "Mord ohne Leiche".
Im Mittelpunkt steht schließlich ein komplexes Beziehungs- und Finanzgeflecht: Alexandra hatte ihren Ex-Partner Dejan B. angezeigt und von ihm rund eine halbe Million Euro zurückgefordert. Die Staatsanwaltschaft geht von Habgier und dem Versuch aus, ein Strafverfahren zu stoppen.
Mord ohne Leiche – Der Fall Alexandra R. in der ARD Mediathek
BR-Artikel zum Urteil im "Fall Alexandra R."
Podcast-Empfehlung "NS-CLIQUEN Von Menschen und Mördern" in ARD Sounds - Der 4. Mai 2026: Zwei Menschen werden durch eine Amokfahrt in Leipzig getötet, sechs weitere werden verletzt. Wieder einmal kommen in den Stunden und Tagen danach Menschen zusammen, um sich Trost zu spenden, Kerzen aufzustellen, sich in den Arm zu nehmen.
Noch am Tag der Tat beginnen die Ermittler mit der Aufarbeitung – ebenso die Medien. Sie beschäftigt vor allem der mutmaßliche Täter. Schnell ist bekannt: Er lebt in Trennung, hatte sich in den Monaten zuvor stark verändert, sogar in psychiatrische Behandlung begeben. Trotzdem hielt ihn das offenbar nicht davon ab, sein Auto am Nachmittag des 4. Mai in eine Fußgängerzone Leipzigs zu lenken.
Unabhängig von der Frage, was den mutmaßlichen Täter antrieb: Warum sind es statistisch gesehen fast nur Männer, die Amokfahrten verüben oder auch generell einen Großteil aller Straftaten begehen?
Dieser Frage gehen Host Anne Eichhorn und ihr Gast, Journalist Malte Wilms, in dieser Folge des ARD Crime Time Podcasts auf den Grund – mit Einschätzungen der Kriminalpsychologin Dr. Gilda Giebel.
LINKS:
ARD Crime Time YouTube: Amokfahrt Leipzig
Recherche MDR investigativ – Wer wusste wann was?
MDRfragt: Wie Menschen die Amokfahrt in Leipzig erlebt haben
Forum Kriminalprävention – Artikel Amokfahrten
Universität Gießen: Schlussbericht Projekt TARGET
Universität Gießen: Beratungsnetzwerk Amokprävention Universität Gießen
Email: crimetime@mdr.de - In der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 2016 sind Niklas P., seine Schwester und Freunde auf dem Weg nach Hause vom Festival "Rhein in Flammen". Angekommen in Bad Godesberg werden sie von einer Gruppe Jugendlicher angepöbelt. Plötzlich trifft Niklas ein Faustschlag an der Schläfe, er sackt zusammen und wird noch gegen den Kopf getreten. Niklas fällt ins Koma und stirbt eine Woche später.
Genau 10 Jahre ist das jetzt her. Für viele Bad Godesberger ist das der Tiefpunkt im Niedergang ihres Stadtviertels – seit die Hauptstadt nach Berlin verlegt wurde und die Diplomaten wegzogen. Die Stimmung heizt sich auf, als Zeugenaussagen auf einen Täter "südländischen Aussehens" hinweisen, wie es die Polizei formuliert.
Auf einer Demo werden rechtsextreme Parolen gerufen, Politik und Polizei stehen unter Druck: Der Täter muss gefunden und die Polizeipräsenz im Stadtteil verstärkt werden. Schließlich wird ein junger Mann mit arabischen Wurzeln festgenommen. Ist er der Täter? Darüber spricht Podcast-Host Felix Gebhardt mit Filmautor Ulf Eberle in ARD Crime Time.
"Warum starb Niklas P.? Bonn sucht einen Täter" in der ARD Mediathek: https://1.ard.de/NiklasP_Doku?podcast
Podcast-Tipp "Das Imperium Pamela Reif – Workout zur Macht": https://1.ard.de/DasImperiumPamelaReifcpCT
E-Mail: crimetime@mdr.de - Ein abgelegenes Haus in Höxter-Bosseborn wird zum Schauplatz eines der verstörendsten Kriminalfälle Deutschlands: Über Jahre hinweg lockt ein Paar Frauen über Kontaktanzeigen an – und misshandelt sie systematisch. Zwei Opfer überleben die Gewalt nicht.
In dieser Folge von ARD Crime Time geht es um die erschütternde Geschichte hinter dem sogenannten "Horrorhaus von Höxter": Wie konnten die Täter so lange unentdeckt bleiben? Welche Dynamik herrschte zwischen ihnen? Und wie verliefen die Ermittlungen und der Prozess? Und was hat sich in den zehn Jahren, die seit der Entdeckung der Taten vergangen sind, getan?
LINKS
Doku in der ARD Mediathek: Das Horrorhaus von Höxter – Die ganze Geschichte https://1.ard.de/mediathek-doku-horrorhaus-hoexter
Chronologie auf ndr.de: Vor zehn Jahren: Kriminalfall um das "Horrorhaus" von Höxter https://1.ard.de/horrorhaus-hoexter-chronologie
Podcast-Tipp: Bayern 3 True Crime https://1.ard.de/Bayern3_True_Crime
E-Mail: crimetime@mdr.de
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Über ARD Crime Time – Der True Crime Podcast
In diesem True Crime Podcast werden keine Fälle nacherzählt und reißerisch aufgeblasen. Bei „ARD Crime Time“ machen wir die aufwändigen Ermittlungen zu aufsehenerregenden Verbrechen noch einmal authentisch erlebbar. In den einzelnen Episoden erzählen Autorinnen und Autoren aus der ganzen ARD von ihren intensiven, monatelangen Recherchen zu den True-Crime-Fällen. Außerdem öffnen für uns Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften exklusiv ihre Ermittlungsakten und berichten selbst von ihrer Arbeit. So zeigen wir, mit welchen kriminalistischen Methoden es den Ermittlerinnen und Ermittlern gelingt, die Verbrecher zu überführen. Die tiefe Recherche und sachliche Auseinandersetzung mit den Fällen zeichnet den Podcast „ARD Crime Time“ ebenso aus, wie der stets respektvolle und menschliche Umgang der Hosts Anne Eichhorn, Felix Gebhardt und Mattis Kießig mit den Opfern und ihren Angehörigen. „ARD Crime Time“ erscheint samstags, zweimal pro Monat.
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