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Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast

Ronny Rüsch
Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast
Neueste Episode

321 Episoden

  • Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast

    Zwei große Namen, wenig zu lachen

    02.10.2026 | 33 Min.
    Diese Woche bei Oscars & Himbeeren:
    “Brothers” bringt mit Matthew McConaughey und Woody Harrelson zwei Schauspieler zusammen, von denen man eigentlich erwarten würde, dass sie sich gegenseitig die Bälle nur so zuspielen, herausgekommen ist allerdings eine ziemlich öde Komödie, deren Gags selten zünden und bei der man sich fragt, wie aus zwei derart guten Namen so wenig Unterhaltung werden konnte; “Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe” mit Lili Reinhart hat zumindest eine großartige Hauptdarstellerin, nur leider kaum Tempo oder echtes Knistern, weshalb sich der Film ziemlich lange zu einem Ende schleppt, das man schon früh kommen sieht; “Unabomber” mit Russell Crowe ist dagegen ein düsterer Thriller, der seinen Stoff ernst nimmt, Spannung nicht mit Dauer-Action verwechselt und gerade deshalb über weite Strecken hervorragend funktioniert; “Inside Llewyn Davis” von Joel und Ethan Coen ist auch mehr als ein Jahrzehnt später ein kleines Meisterwerk, melancholisch, wunderschön fotografiert und mit einem großartigen Oscar Isaac, der gleichzeitig arrogant und verloren sein darf; “Killer Whale” schließlich beweist, dass ein bedrohliches Tier, viel Wasser und Panik noch keinen spannenden Thriller ergeben, denn mit dünnen Figuren und vorhersehbaren Schreckmomenten wird irgendwann nicht mehr der Killerwal zum größten Problem, sondern die Frage, wie lange der Film eigentlich noch geht.
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    Streaming-Plattformen, die die Inhalte dieser Episode anbieten (Stand: Oktober 2026):
    “Brothers” - Apple TV+
    “Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe” - Prime Video
    “Unabomber” - Netflix
    “Inside Llewyn Davis”- Disney+
    “Killer Whale” - Prime Video


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  • Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast

    Blutig, düster, öde

    25.09.2026 | 41 Min.
    Diese Woche bei Oscars & Himbeeren:
    “City of Blood” auf Disney+ will düsteres Crime-Drama, Gesellschaftsporträt und nervenaufreibender Thriller zugleich sein, ist aber vor allem erstaunlich öde, verliert sich in bekannten Genre-Mustern, schleppt Figuren durch die Handlung, für die man sich kaum interessiert, und verwechselt eine möglichst finstere Atmosphäre viel zu oft mit tatsächlicher Spannung; “Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden” setzt die bekannte True-Crime-Geschichte mit starken Darstellern, großartiger Ausstattung und dem gewohnt unbehaglichen Blick auf Gewalt, Begehren und gesellschaftliche Abgründe in Szene, ist packend und sehenswert, neigt allerdings einmal mehr dazu, Spekulation, Psychologisierung und historische Fakten so geschickt miteinander zu vermischen, dass man gelegentlich daran erinnern muss, dass eine gute Geschichte noch lange keine gesicherte Wahrheit ist; “Wardriver” mit Dane DeHaan ist dagegen ein angenehm schnörkelloser, atmosphärisch dichter Thriller, der aus einer ziemlich einfachen Ausgangsidee erstaunlich viel Spannung herausholt, sich nicht mit unnötigem Ballast aufhält und vor allem von einem großartigen DeHaan lebt, dessen nervöse, schwer greifbare Präsenz perfekt zu diesem kleinen, finsteren Film passt.
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    Streaming-Plattformen, die die Inhalte dieser Episode anbieten (Stand: September 2026):
    “City of Blood” - Disney+
    “Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden” - Netflix
    “Wardriver” - HBO Max


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  • Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast

    Die Hölle sind die anderen

    18.09.2026 | 35 Min.
    Diese Woche bei Oscars & Himbeeren:
    “Und hüte dich vor dem Bösen” auf Netflix blickt hinter die gepflegten Fassaden einer holländischen Wohlstandsgesellschaft und entwickelt aus Freundschaften, Ehen und alten Geheimnissen einen überraschend fesselnden Thriller, der seine Wendungen klug dosiert und gerade deshalb bis zum Ende funktioniert; “Frank Miller: American Genius” erzählt vom Leben und Werk des “Sin City”- und “The Dark Knight Returns”-Schöpfers und zeigt mit viel Begeisterung und interessantem Archivmaterial, warum Miller zu den einflussreichsten Comic-Künstlern der vergangenen Jahrzehnte gehört und weit über die Comicwelt hinaus seine Spuren hinterlassen hat; “Misdirection” auf Prime hingegen möchte unbedingt ein raffinierter Rachethriller voller überraschender Wendungen sein, ist aber derart konstruiert und spannungsarm geraten, dass man irgendwann nur noch darauf wartet, dass auch die letzte vermeintliche Überraschung endlich abgearbeitet ist; “Wie ein einziger Tag” von 2004 ist dagegen großes, hemmungslos romantisches Kino, das sämtliche Zutaten des Melodrams auffährt und vor allem dank der wunderbaren Rachel McAdams und ihrer Chemie mit Ryan Gosling auch mehr als zwanzig Jahre später noch genauso zuverlässig das Herz trifft; “Send Help” von Sam Raimi verirrt sich zwischen schwarzem Humor, Survival-Thriller und grotesker Eskalation und ist dabei längst nicht so originell oder unterhaltsam, wie er offenbar gern wäre, hat mit Rachel McAdams allerdings eine Hauptdarstellerin, die sich mit beeindruckendem Einsatz durch den ganzen Irrsinn spielt und deutlich besser ist als der Film um sie herum.
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    Streaming-Plattformen, die die Inhalte dieser Episode anbieten (Stand: September 2026):
    “Und hüte dich vor dem Bösen” - Netflix
    “Frank Miller: American Genius” - Prime Video
    “Misdirection” - Prime Video
    “Wie ein einziger Tag” - RTL+/Prime Video
    “Send Help” - Disney+


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  • Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast

    Gal Gadot rennt der Spannung davon

    11.09.2026 | 32 Min.
    Diese Woche bei Oscars & Himbeeren:
    “Mayday” auf Apple TV verbindet Kalter-Krieg-Abenteuer und Buddykomödie zu einem erstaunlich zähen Spektakel, in dem Ryan Reynolds einmal mehr Ryan Reynolds spielt und selbst Kenneth Branaghs sichtlich spielfreudiger Auftritt nicht verhindern kann, dass sich der Film zwischen routinierter Action und vorhersehbaren Pointen verläuft; “The Runner” mit Gal Gadot macht aus der Entführung eines Kindes einen Wettlauf durch London, findet dabei jedoch weder psychologische Tiefe noch echte Spannung und hetzt so mechanisch von einer Bedrohung zur nächsten, dass selbst Gadots körperlicher Einsatz irgendwann nur noch wie ein Bestandteil eines ziemlich ausgeleierten Actionbaukastens wirkt; “Die Frau ohne Vergangenheit” von Barbara Topsøe-Rothenborg hingegen entwickelt aus einer zunächst vertrauten Amnesiegeschichte einen elegant inszenierten und zunehmend fesselnden Noir-Thriller, dessen mitunter abenteuerliche Wendungen von Natalie Madueño und Claes Bang so überzeugend getragen werden, dass man ihm selbst seine gröbsten Unwahrscheinlichkeiten gern verzeiht; “Der Kinderflüsterer” schließlich versammelt mit Robert De Niro, Michelle Monaghan, Adam Scott und Michael Keaton eine Besetzung, für die andere Filme vermutlich ihre Seele verkaufen würden, macht daraus jedoch einen bleischweren Serienkiller-Thriller, der jede bekannte Zutat des Genres noch einmal aufwärmt und dabei so wenig Spannung entwickelt, dass selbst De Niro aussieht, als warte er nur darauf, endlich nach Hause gehen zu dürfen.
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    “Mayday” - Apple TV
    “The Runner” - Prime Video
    “Die Frau ohne Vergangenheit” - Netflix
    “Der Kinderflüsterer” - Netflix


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  • Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast

    Ridley Scotts leise Apokalypse

    04.09.2026 | 49 Min.
    Diese Woche bei Oscars & Himbeeren:
    Ridley Scotts Endzeitdrama “Das Ende der Sterne” findet in einer fast menschenleeren Welt nicht nur überwältigende Bilder, sondern auch erstaunlich viel Wärme und Hoffnung und zeigt, dass der inzwischen 88-jährige Regisseur noch immer Filme drehen kann, die zugleich gewaltig und sehr persönlich wirken; “Marshals” aus Taylor Sheridans “Yellowstone”-Welt dagegen macht aus Kayce Dutton ausgerechnet den Helden einer überraschend gewöhnlichen Polizeiserie, die zwar solide gespielt und routiniert inszeniert ist, aber weder die Wucht noch die erzählerische Eigenwilligkeit ihres Vorgängers besitzt; “Dutton Ranch” wiederum führt die Geschichte von Beth und Rip genau dort weiter, wo “Yellowstone” am stärksten war, verbindet große Gefühle und handfesten Ranchkrieg und beweist, dass Taylor Sheridans Westernuniversum noch lange nicht auserzählt ist; “In the Lost Lands” mit Milla Jovovich und Dave Bautista sieht zwar prächtig künstlich aus und wirft Fantasy, Western und Endzeitkino mit sichtlicher Begeisterung durcheinander, findet zwischen all den Monstern, Hexen und digitalen Landschaften aber leider keine Geschichte, die ähnlich viel Eindruck hinterlässt; “Protector” lässt Milla Jovovich einmal mehr mit bewundernswertem körperlichem Einsatz durch einen geradlinigen Rachethriller kämpfen, der seine vertraute Entführungsgeschichte jedoch so schematisch erzählt, dass selbst die durchaus brauchbaren Actionszenen kaum echte Spannung entwickeln; und “Worldbreaker” schließlich besitzt mit seiner düsteren Welt, einigen starken Kreaturen und einer berührenden Vater-Tochter-Beziehung durchaus gute Ansätze, wirkt aber über weite Strecken eher wie der ausführliche Auftakt zu einem Film, der gerade dann endet, wenn er eigentlich richtig beginnen müsste.
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    “Das Ende der Sterne” läuft seit dem 27. August 2026 in den deutschen Kinos.
    Streaming-Plattformen, die die Inhalte dieser Episode anbieten (Stand: September 2026):
    “Marshals” - Paramount+
    “Dutton Ranch” - Paramount+
    “In the Lost Lands” - Sky/WOW
    “Protector” - Prime Video
    “Worldbreaker” - Prime Video


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Über Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast
Immer freitags präsentiert Ronny Rüsch "Oscars & Himbeeren", den Podcast rund ums Streaming und Kino! Jede Woche stellen sich Filmexperte Ronny Rüsch und sein Co-Host Axel Max die Fragen: Was ist neu bei Netflix, Disney+, Amazon Prime & Co.? Was gibt es Neues im Kino? Welcher Film erhitzt die Gemüter? Welche Serie wird jetzt schon gefeiert? Informativ. Unterhaltsam. Kompakt. hausmeisterronny.substack.com
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