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Reboot Society - KI, Diversität und die neue Weltordnung

Inken Paland und Sarah Rojewski
Reboot Society - KI, Diversität und die neue Weltordnung
Neueste Episode

70 Episoden

  • Reboot Society - KI, Diversität und die neue Weltordnung

    #66 Software am Ende? Wie ein einzelner Entwickler mit KI Adobe herausfordert

    19.10.2026 | 39 Min.
    Ein einzelner Entwickler baut mit KI kostenlose Nachbauten von sieben Adobe-Programmen, und kurz danach stuft die Bank HSBC die Adobe-Aktie herab. Brandon Thomas aus Atlanta nennt sein Projekt ArtCraft. Geht es jetzt den Softwareunternehmen an den Kragen?
    Wir ordnen ein, was wirklich passiert ist. ArtCraft ist noch in einer frühen Alpha-Phase, und es gibt bisher keine geprüften Zahlen zu abgewanderten Adobe-Kunden. Wir fragen uns, was Softwarefirmen noch schützt, wenn der Code kaum noch etwas wert ist. Wer haftet, wenn in KI-Code eine Sicherheitslücke steckt? Und folgt nach den Entlassungen jetzt der Druck auf die Produkte?
    Außerdem geben wir euch einen Einblick in unsere Vorträge auf der NeulandPro Connect: Sarah sprach über KI Future Skills, Inken über lokale KI und KI-Sicherheit. Inkens Takeaway: Sichere KI gibt es nicht von selbst. Sie entsteht durch Menschen, die Rückrufe über bekannte Nummern machen, für jeden Dienst ein eigenes Passwort nutzen und in Familie und Team ein Codewort vereinbaren.
    🔎 Begriff im Fokus:
    Open Source (quelloffen): Der Bauplan eines Programms ist öffentlich. Alle dürfen ihn ansehen, nutzen und verändern.
    Spear-Phishing: Ein Angriff, der auf eine einzelne Person zielt. KI-Agenten suchen vorher im Netz alles über sie zusammen, deshalb wirken die Mails so persönlich.
    Credential Stuffing: Ein gestohlenes Passwort wird automatisch bei vielen Diensten ausprobiert. Mit KI-Agenten geht das in Sekunden.
    🔗 Links:
    PetaPixel: Kostenlose Open-Source-Nachbauten von Photoshop, Premiere und Lightroom
    Yahoo Finance: HSBC stuft Adobe herab
    Bloomberg: Analysten waren gegenüber Adobe noch nie so skeptisch
    Gulf News: Rund 154.000 gestrichene Stellen in der Tech-Branche
    Wikipedia: Der OpenAI-Hugging-Face-Vorfall
    Al Jazeera: Cyberangriff auf französische Supermärkte
    Notebookcheck: Bitkom warnt vor 202 Milliarden Euro Cyber-Schaden
    vely.ai
    📲 Media-Kanäle:
    🔗 Sarah’s Instagram: @sarah_rojewski (https://www.instagram.com/sarah_rojewski)
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    #65 Warum sehen KI-Agenten plötzlich so niedlich aus? Dots, Muse, Grok Bot und OpenClaw

    12.10.2026 | 52 Min.
    In den letzten Wochen haben gleich drei große Firmen persönliche KI-Agenten gestartet. Muse von Meta, Dots von OpenAI und Grok Bot von xAI sollen nicht nur antworten, sondern selbst Aufgaben erledigen. Dazu kommt OpenClaw als Open-Source-Alternative, die ihr selbst betreiben könnt. Gleichzeitig fällt auf, dass Muse und Dots ein ziemlich niedliches Gesicht bekommen haben und Meta mit Muse Charm sogar ein Gerät zeigt, das an ein Tamagotchi erinnert.
    Wir sortieren, was die vier Agenten können, was sie kosten, wo sie verfügbar sind und worin sie sich unterscheiden. Wir klären, was Muse von Meta AI unterscheidet, und schauen darauf, warum Tech-Konzerne ihre Agenten gerade jetzt so süß aussehen lassen. Dazu kommen Forschung zum Kindchenschema, Studien zu Vertrauen in niedliche Roboter und die Kritik von Jugendschutzgruppen und Fachleuten.
    Unser Fazit lautet, dass Vertrauen an Zugriffsrechten, Transparenz und Sicherheit hängen sollte und nicht an großen Augen. Prüft also, welchen Zugriff ihr einem Agenten gebt, auch wenn er noch so freundlich aussieht.
    🔎 Begriff im Fokus:
    KI-Agent: Ein Chatbot antwortet auf Fragen. Ein Agent bekommt ein Ziel und arbeitet es selbst ab, zum Beispiel einen Flug buchen, eine Mail schreiben oder etwas einkaufen. Dafür hat er einen eigenen Computer in der Cloud und Zugriff auf eure Apps.
    Kindchenschema: Große Augen, ein runder Kopf und runde Wangen. Diese Merkmale wirken niedlich und wecken bei uns Fürsorge. Konrad Lorenz hat das in den 1940er Jahren beschrieben.
    Tamagotchi-Effekt: Menschen bauen eine emotionale Bindung zu digitalen Wesen auf, wenn sie das Gefühl haben, sich um sie kümmern zu müssen.
    Media Equation: Menschen behandeln Computer und Medien ganz automatisch wie echte Gegenüber. Das haben Byron Reeves und Clifford Nass in den 1990er Jahren gezeigt.

    🔗 Literatur & Studien:
    Uni Mannheim: Der wahrscheinlich süßeste Forschungsgegenstand der Welt (Kindchenschema)

    Glocker et al. (2009): Baby schema in infant faces induces cuteness perception and motivation for caretaking in adults https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3260535/ 

    Reeves und Nass: The Media Equation (Überblick bei Wikipedia)

    Pratt Institute (Studienarbeit): AI but Make it Cute, How Cute Design Fosters Trust between Human Robot Relationships

    Spektrum: Tamagotchis, psychologisch völlig ungefährlich

    IBM: How to stop AI from seeming conscious (zu Mustafa Suleymans Warnung)

    🔗 Links:
    TechCrunch: OpenAI launches Dots, its bubbly agentic avatar

    Al Jazeera: OpenAI launches Dots, personal AI assistant

    AI Weekly: Muse ships an 18+ AI agent behind a kids-toy mascot

    Creative Bloq: Meta’s new AI avatar is making me feel infantilise

    Rückzug der Grok Companions im Juli 2026

    Gizmodo: Metas neue Datenschutzrichtlinie öffnet KI-Chats für gezielte Werbung

    Digital Applied: Meta Muse, Features und Datenschutz-Leitfaden

    Agent Sonic: So stoppst du das Training von Muse mit deinen Daten

    Folgen
    Unsere Folge 6 mit Vivianas Tipps zu KI-Agenten und Sicherheit https://open.spotify.com/episode/29M9WPkhr5thNlSHk2idAa?si=34ef07cd86c747c3

    Kenza Ait Si Abbou “Hoffnung ist keine Strategie” - https://open.spotify.com/episode/18PXaorPODpGXWXupn1gg4 

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    #64 Was passiert, wenn KI-Agenten gehackt werden? Cybersecurity Intverview mit Viviana Sutedjo

    05.10.2026 | 19 Min.
    Nach unserer Doppelfolge „KI Stop“ über Weltuntergangs-Stimmung und Doomsday-Schlagzeilen wird es heute ganz praktisch. Unsere Gästin Viviana arbeitet als Cybersecurity Software Engineer bei Google in München. Mit ihr klären wir: Wie werden KI-Agenten gehackt, und wie können sie selbst hacken?
    Viviana erzählt, wie sie eher zufällig in der Cybersecurity gelandet ist und warum der Job so kreativ ist. Sie erklärt an einem Beispiel aus dem Alltag, was eine Prompt Injection ist. Wir sprechen darüber, wie ihr Team Angriffe automatisch gegen Googles KI-Produkte laufen lässt und warum die Sicherheitsteams dafür in München und Zürich sitzen. Außerdem geht es darum, warum die Cybersecurity mehr Frauen braucht.
    Pünktlich zum Start des Cybersecurity Awareness Month lautet unser Fazit: Lasst euch keine Angst machen. Bleibt wachsam und prüft, welche Zugriffe euer KI-Agent hat.
    📌 Begriff im Fokus:
    Prompt Injection: Jemand schmuggelt einen versteckten Befehl in Inhalte, die eine KI liest, zum Beispiel in eine E-Mail, eine Webseite oder ein Profil. Der Befehl kann etwa in weißer Schrift auf weißem Hintergrund stehen. Die KI hält ihn für eine Anweisung von euch und führt ihn aus.
    CIA-Prinzip: Die drei Grundziele der Cybersecurity.
    Confidentiality (Vertraulichkeit): Unbefugte können eure Daten nicht lesen.

    Integrity (Integrität): Niemand kann eure Daten unbemerkt verändern.

    Availability (Verfügbarkeit): Ein Dienst funktioniert, wenn ihr ihn braucht.

    Red Team / Offensive Security: Interne Hackerinnen und Hacker greifen die eigenen Produkte an. So finden sie Sicherheitslücken, bevor echte Angreifer sie finden.
    🛡️ Vivianas Tipps: So schützt ihr euch bei KI-Agenten
    Auf die Quelle schauen: Wer hat das Tool gebaut? Was will der Hersteller damit? Welche Sicherheitsstandards hält er ein, und gibt es dort ein Security-Team?

    Zugriffe gering halten: Welche Rechte braucht der Agent wirklich? Jeder zusätzliche Zugriff ist eine zusätzliche Angriffsfläche. Wenn ein Angriff klappt, richtet er damit auch mehr Schaden an.

    Einmal durch die Einstellungen gehen: Prüft, was der Agent mit euren Daten machen darf, zum Beispiel mit E-Mails, dem Kalender oder geteilten Dateien.

    Wachsam bleiben, aber ohne Panik: Informiert euch und bleibt kritisch. Lasst euch von Schreckens-Schlagzeilen keine Angst machen.

    📚 Literatur & Studien:
    OWASP Top 10 für LLM-Anwendungen, Punkt „Prompt Injection“: https://genai.owasp.org/llmrisk/llm01-prompt-injection/

    European Cybersecurity Month: https://cybersecuritymonth.eu

    🔗 Links:
    Vivianas Profil: Viviana Sutedjo | LinkedIn 

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    #63 KI Stop (Teil 2/2): Sicherheit, Strategie oder perfektes Marketing?

    28.09.2026 | 48 Min.
    Nach den jüngsten Sicherheitsvorfällen fordern ausgerechnet führende Köpfe der Tech-Branche, die Entwicklung besonders leistungsfähiger KI zu verlangsamen. Doch was soll eigentlich gebremst werden und wer kontrolliert, ob sich Unternehmen und Staaten daran halten?
    Wir schauen auf den Drei-Stufen-Plan von Anthropic-CEO Dario Amodei: unabhängige Prüfer innerhalb der KI-Unternehmen, gemeinsame Sicherheitsstandards in demokratischen Staaten und internationale Vereinbarungen mit China. Außerdem fragen wir, ob die neuen Warnungen echte Verantwortungsübernahme sind oder ob große KI-Unternehmen versuchen, Regeln zu ihrem eigenen Vorteil mitzugestalten.
    Zwischen Sicherheitsrisiken, geopolitischem Wettbewerb und wirtschaftlichen Interessen wird deutlich: Ein KI-Slowdown ist keine einfache Pause-Taste. Entscheidend ist, ob Kontrolle, Transparenz und internationale Zusammenarbeit mit dem Entwicklungstempo Schritt halten können.
    Quellen zur Folge
    Dario Amodei: „We Must Pace the Frontier“

    OpenAI: Bericht zum Sicherheitsvorfall bei Hugging Face

    OpenAI: Framework zur Veröffentlichung von Fehlverhalten

    Reuters: Warnungen von Jacob Coxon und Evan Hubinger

    Reuters: Anthropic zwischen Slowdown und Wettbewerbsdruck

    Stanford AI Index 2026: Öffentliche Wahrnehmung von KI

    Europäische Kommission: Regulierung durch den AI Act

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    #62 KI Stop (Teil ½) Warum die Tech Bros plötzlich bremsen wollen

    20.09.2026 | 40 Min.
    Jahrelang lieferten sich OpenAI, Anthropic und Google ein Wettrennen um immer leistungsfähigere KI. Doch plötzlich warnen ausgerechnet Menschen aus diesen Unternehmen vor den möglichen Folgen.
    Auslöser der aktuellen Debatte sind unter anderem ein folgenreicher Sicherheitsvorfall bei Hugging Face und der öffentliche Rücktritt des ehemaligen OpenAI- und Anthropic-Forschers Jacob Coxon. Was zeigen diese Ereignisse wirklich? Können KI-Agenten bereits eigenständig Grenzen überschreiten und zusammenarbeiten? Und wo beginnt die spekulative Erzählung von AGI, Superintelligenz und einer KI, die sich selbst verbessert?
    Wir sortieren Fakten und Zukunftsszenarien, sprechen über Silicon Valleys Echo Chambers und fragen: Sind die neuen Warnungen ein glaubwürdiger Alarm oder auch ein strategisches Instrument im Wettbewerb um Geld, Macht und Regulierung?
    In Teil zwei untersuchen wir, wie ein KI-Slowdown konkret aussehen könnte und warum dabei kein Weg an China vorbeiführt.
    Generative AI: Erstellt Texte, Bilder, Code und andere Inhalte.

    Agentic AI: Plant Arbeitsschritte, nutzt Werkzeuge und führt Aufgaben aus.

    AGI: Hypothetische KI mit breit gefächerten Fähigkeiten auf menschlichem Niveau.

    ASI: Hypothetische Intelligenz, die Menschen in fast allen relevanten Bereichen übertrifft.

    Recursive Self-Improvement: KI unterstützt die Entwicklung leistungsfähigerer KI-Systeme.
    Quellen:

    OpenAI: Der Hugging-Face-Vorfall und der weitere Weg

    OpenAI: Framework und sechs weitere Fälle von Fehlverhalten

    Reuters: Warnungen von Jacob Coxon und Evan Hubinger

    WIRED: Interview mit Jacob Coxon nach seinem Rücktritt

    Reuters: Weitere Stimmen zur aktuellen KI-Risikodebatte

    Dario Amodei: „We Must Pace the Frontier“

    OpenAI: Ursprüngliche Gründungsankündigung von 2015

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Über Reboot Society - KI, Diversität und die neue Weltordnung
In dieser ersten Staffel beschäftigen sich Inken & Sarah nicht nur mit neuesten technischen Entwicklungen, sondern um das, was KI wirklich mit uns als Gesellschaft macht. Unser Ziel: KI entmystifizieren, verständlich machen und eine echte Diskussion anregen – abseits von Sci-Fi-Klischees und Buzzword-Bingo. Für wen? Für alle, die sich fragen, wie KI unsere Welt verändert – egal ob Einsteiger oder Expert:innen. Eure Fragen & Gedanken Gestaltet den Podcast mit! Schreibt uns eure Themenvorschläge und diskutiert mit uns auf Social Media. Reboot Society – wir rebooten unsere Sicht auf die Zukunft! Inken: https://www.instagram.com/askinkenai/ Sarah: https://www.instagram.com/sarah_rojewski/
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