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143 Episoden

  • Stalingrad Podcast

    Folge 325: "Lady Death" – Die Scharfschützin Ljudmilla Pavlichenko

    24.07.2026 | 19 Min.
    Das Militär gilt historisch oft als reine Männerdomäne, doch die Geschichte ist voller Ausnahmen, die dieses Bild ins Wanken bringen. Eine der wohl beeindruckendsten Ausnahmen ist Ljudmila Pawlitschenko, die die Welt als „Lady Death“ kennenlernte. Als eine der erfolgreichsten Scharfschützinnen der Militärgeschichte prägte sie das Bild der Frau im Krieg grundlegend. Ihr Weg führte sie aus dem zivilen Leben in der Ukraine, wo sie sich in einem lokalen Schützenverein ausbilden ließ, direkt an die Ostfront. Obwohl man versuchte, sie anfangs als Krankenschwester einzusetzen, bewies sie schnell ihre außergewöhnliche Treffsicherheit. In den blutigen Schlachten um Odessa und Sewastopol erzielte sie eine unvorstellbare Bilanz von 309 nachweislich tödlichen Treffern und überlebte nervenaufreibende, tagelange Duelle beim sogenannten Countersniping gegen gegnerische Scharfschützen.

    Ihre enorme Symbolkraft für die Rote Armee führte schließlich dazu, dass sie nach einer schweren Verwundung aus dem aktiven Dienst genommen wurde, um als Ausbilderin zu arbeiten und eine diplomatische Mission anzutreten. Auf Stalins Befehl reiste sie mitten im Zweiten Weltkrieg in die USA, nach Kanada und Großbritannien, um für die lebensnotwendige Unterstützung einer zweiten Front im Westen zu werben. Als erste Sowjetbürgerin überhaupt wurde sie im Weißen Haus empfangen und reiste an der Seite von Eleanor Roosevelt durch Nordamerika. Dabei trotzte sie der oberflächlichen und herablassenden US-Presse, die sie zunächst nur als „Girl Sniper“ betitelte, mit scharfsinnigen Antworten und erlangte nach einer provokanten Rede in Chicago endgültig Weltruhm. Nach 1945 schloss sie ihr Geschichtsstudium ab, arbeitete als Historikerin für die sowjetische Marine und wurde mit dem Titel „Held der Sowjetunion“ geehrt. In dieser Folge beleuchten wir ihr facettenreiches Leben, ihr bleibendes Vermächtnis als Pionierin für Frauen im Militär und die spätere Verfilmung ihrer packenden Lebensgeschichte.
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    Folge 324: Der Fotograf von Auschwitz – Wie Wilhelm Brasse die Opfer unsterblich machte

    17.07.2026 | 27 Min.
    In dieser Folge beleuchten wir eines der bewegendsten und wichtigsten Kapitel der Zeitgeschichte: Das Schicksal von Wilhelm Brasse, dem Fotografen von Auschwitz. Als polnischer Soldat und gelernter Porträtfotograf weigerte er sich nach dem deutschen Überfall auf Polen, ein Dokument zu unterschreiben, das ihn zum Deutschen gemacht hätte, und wurde als Häftling mit der Nummer 3444 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt. Seine Deutschkenntnisse und sein fotografisches Talent retteten ihm dort das Leben: Er wurde gezwungen, für den Lagererkennungsdienst in Block 26 zu arbeiten. In jeweils nur drei Minuten pro Person fertigte er mehr als 50.000 Häftlingsfotos an und hielt dabei die nackte Angst, das Leid und die Würde der zum Tode Verurteilten fest – darunter das unvergessliche Gesicht der 14-jährigen Czeslawa Kwoka. Brasse wurde unfreiwillig zum Zeugen des unvorstellbaren sadistischen Systems und musste sogar die grausamen Menschenexperimente von SS-Lagerarzt Josef Mengele fotografisch dokumentieren. Doch kurz vor der Befreiung durch die Rote Armee wagte er den stillen, lebensgefährlichen Protest: Er widersetzte sich dem SS-Befehl, alle Aufnahmen zu vernichten, löschte die brennenden Negative und rettete rund 38.000 Bilder für die Nachwelt. Erfahre in dieser Episode, wie diese Dokumente den Opfern des Holocaust bis heute ein Gesicht geben und warum Wilhelm Brasse nach dem Krieg aus tiefem traumatischem Schmerz nie wieder durch einen Kamerasucher blicken konnte. Ein tief berührendes Porträt über den schmalen Grat des Überlebens im Zentrum des Grauens und die bleibende Verpflichtung des Erinnerns.
  • Stalingrad Podcast

    Folge 322: Drogen an der Front

    03.07.2026 | 19 Min.
    In dieser Folge  werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der deutschen Kriegsführung und beleuchten ein düsteres, chemisches Kapitel der Geschichte: den systematischen Einsatz von Drogen an der Front. Während Rauschmittel heute dank Aufklärungsprogrammen völlig zurecht als gefährlich eingestuft werden, waren sie im Dritten Reich kein Randphänomen, sondern ein strategisches Werkzeug der Macht, um das Durchhaltevermögen der Soldaten massiv zu steigern. Im Fokus dieser Episode steht vor allem die damals weit verbreitete Droge Pervitin, die wir heutzutage unter dem Namen Crystal Meth kennen. Erfahre, wie dieses vermeintliche „Allheilmittel“ und seine populären Ableger wie die „Panzerschokolade“ oder „Stuka-Tabletten“ gezielt bei Heer, Luftwaffe und Marine eingesetzt wurden, um Müdigkeit, Schmerz und Angst einfach wegzuspritzen oder wegzukauen.

    Wir beleuchten jedoch auch die Kehrseite der staatlich verordneten Wachsamkeit: von schweren gesundheitlichen und psychischen Folgen wie Psychosen und Paranoia bis hin zur absoluten Skrupellosigkeit der Führung, die in den letzten Zügen des Krieges sogar den hochgefährlichen Drogencocktail D-IX an KZ-Häftlingen testete, um den drohenden Zusammenbruch abzuwenden. Eine packende Folge über die schmale Grenze zwischen medizinischem Fortschritt und staatlich verordnetem Missbrauch, die zeigt, wie bereitwillig ein Regime die Gesundheit einer ganzen Generation opferte.
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    Folge 321: Operation Blockbuster – Der blutige Weg zum Rhein

    26.06.2026 | 23 Min.
    Der berühmte Plan von Feldmarschall Montgomery für den alliierten Angriff gehört zu den Schlüsselideen des Zweiten Weltkriegs, doch der Weg dorthin war mit unvorstellbaren Opfern gepflastert. In dieser Folge von unserem Podcast tauchen wir tief ein in die dramatischen Ereignisse des Spätwinters 1945. Nach den verheerenden Überschwemmungen der Operation „Veritable“ und dem zähen Ringen im Schlamm standen die kanadischen Truppen im Raum Nijmegen oft auf sich allein gestellt einer unerbittlichen Wehrmacht gegenüber. Um den strategisch entscheidenden Hochwald und die Städte Xanten und Üdem zu erobern, entwarf General Simonds die vierstufige Operation „Blockbuster“.

    Wir rekonstruieren die nervenzerreißenden Phasen ab dem 26. Februar 1945: vom chaotischen Häuserkampf im kleinen Dorf Moosfeld über den brutalen Panzerkrieg in der berüchtigten „Hochwald-Lücke“ bis hin zur finalen, mühsamen Einnahme von Xanten – einem Kampf, der aufgrund seiner Intensität sogar den Beinamen „Blockbuster II“ erhielt. Gestützt auf persönliche Berichte, Tagebücher und Erinnerungen kanadischer Soldaten beleuchten wir nicht nur die taktischen Manöver, sondern vor allem die menschliche Tragödie hinter den Kulissen. Höre jetzt rein und erfahre, wie diese letzte große Kriegskampagne an der Westfront das Schicksal des NS-Regimes im rheinischen Herzen traf und warum diese dramatischen zwei Wochen, die über 5.300 kanadischen Soldaten das Leben kosteten, bis heute zu den intensivsten Pflichten der Militärgeschichte gehören.
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    Folge 320: Mythos der deutschen Panzer

    19.06.2026 | 31 Min.
    Warum gelten Tiger, Panther und Co. bis heute für viele als die unbesiegbaren Wunderwaffen des Zweiten Weltkriegs?

    In dieser Folge nehmen wir den hartnäckigen „Mythos der deutschen Panzer“ genauer unter die Lupe und trennen historische Realität von reiner Propaganda. Wir reisen zurück zu den Anfängen des Krieges und zeigen, warum der sagenumwobene „Blitzkrieg“ im Westfeldzug 1940 weniger ein Produkt überlegener Technik, sondern vielmehr das Resultat von rasanter Funkkoordination und taktischer Flexibilität war. Doch wie entstand später die Legende um den tonnenschweren Tiger? Wir beleuchten die technischen Meilensteine und die psychologische Wirkung der stählernen Kolosse. Gleichzeitig blicken wir hinter die Kulissen der NS-Propaganda und decken die ungeschönte Wahrheit auf: Warum blieben viele dieser hochkomplizierten „High-Tech-Waffen“ im Schlamm stecken, scheiterten an der Logistik oder fielen schlicht durch technische Defekte aus?
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Über Stalingrad Podcast
Christoph Fromm, Autor des Historienromans ”Stalingrad - Die Einsamkeit vor dem Sterben” spricht in diesem wöchentlichen Podcast über Themen rund um das Dritte Reich: Idealismus, Fanatismus und bedeutende Persönlichkeiten des Dritten Reiches, sowie die schrecklichen Folgen des Krieges, die teils bis heute spürbar sind. Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns gerne auf Instagram (@primero_verlag) oder per Mail an primero@primeroverlag.de. Helft uns, den Podcast weiterhin für euch zu produzieren! https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=XFVPLBVWM4FTE Falls auf eurer Lieblingsplattform die ersten Stalingrad Podcast Folgen nicht mehr verfügbar sind, hört sie auf PodBean, völlig kostenlos und ohne Anmeldung: https://stalingradpodcast.podbean.com/page/14/
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