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    Folge 314: Entstehung von Antisemitismus

    08.05.2026 | 27 Min.
    Deutschlands grausame Vergangenheit im Bezug auf den Antisemitismus ist uns allen bewusst, doch die Wurzeln dieses Hasses reichen weit über die Zeit des Nationalsozialismus hinaus. In dieser Folge begeben wir uns auf eine historische Spurensuche: Wie konnte es dazu kommen, dass Jüdinnen und Juden über Jahrhunderte hinweg dämonisiert wurden?

    Wir beleuchten die Anfänge in der hellenistischen Antike, als religiöse Unterschiede erstmals zu massiven Spannungen führten , und untersuchen den folgenschweren Wandel zum christlichen Antijudaismus. Wir diskutieren, wie aus theologischen Konflikten die gefährliche „Gottesmordlegende“ entstand und warum Konzepte wie „Othering“ bereits im Mittelalter genutzt wurden, um jüdische Gemeinden systematisch auszugrenzen.

    Von grausamen Verschwörungserzählungen wie der „Blutlüge“ und der Brunnenvergiftung während der Pest bis hin zur wirtschaftlichen Stigmatisierung und den antijüdischen Schriften Martin Luthers: wir zeigen auf, wie sich Vorurteile über die Jahrhunderte verfestigten. Den tragischen und industriell organisierten Höhepunkt findet diese Entwicklung im Holocaust, in dem sechs Millionen Menschen der systematischen Entmenschlichung und staatlichen Gewalt zum Opfer fielen.

    Diese Folge ist mehr als nur ein Blick in die Geschichtsbücher, sie ist auch ein Appell für die Gegenwart. Denn wer versteht, wie antisemitische Denkmuster entstehen und funktionieren, kann ihnen heute entschlossener entgegentreten.
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    Folge 313: Schwarze Stimmen im Schatten des Reiches

    01.05.2026 | 44 Min.
    Anmeldung zur kostenfreien Online-Lesung mit Christoph Fromm am 7. Mai um 19 Uhr 

     

    Ausgrenzung und einer tiefen Tradition des Schweigens geprägt ist. In dieser Folge von  beleuchten wir die Lebensrealität einer Community, die bereits vor 1933 fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens war, bevor die nationalsozialistische Rassenideologie sie als „fremd“ konstruierte und gezielt aus der sogenannten Volksgemeinschaft ausschloss. Wir zeichnen den Weg von der urbanen Sichtbarkeit der Weimarer Republik bis hin zur juristischen Entrechtung durch die Nürnberger Gesetze nach, die rassistische Vorurteile in staatlich organisierte Verfolgung verwandelten. Dabei blicken wir tief in den Alltag: von Schulhöfen, die zu Orten der Isolation wurden, über die pseudowissenschaftliche „Vermessung des Menschen“ bis hin zu den existenziellen Herausforderungen während des Zweiten Weltkriegs. Doch die Erzählung handelt nicht nur von Unterdrückung, sondern auch von leisen Formen des Widerstands, von Überlebensstrategien und dem mutigen Beharren auf Menschlichkeit unter extremen Bedingungen. Diese Folge bricht das lange Schweigen der Nachkriegszeit und macht deutlich, dass eine ehrliche Erinnerungskultur nur dort beginnt, wo wir auch die Stimmen hören, die lange unsichtbar gemacht wurden.
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    Folge 312: Stimmen der Macht ‒ Wie das Radio das Denken formte

    24.04.2026 | 40 Min.
    Das leise Knistern eines Radios und das Suchen nach einer klaren Frequenz markierten in den 1930er Jahren für viele Menschen den Zugang zu einer völlig neuen Welt. Doch was als faszinierender technischer Fortschritt begann, entwickelte sich mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus schnell von einem Instrument der Information zu einem strategischen Werkzeug der Macht.

    Diese Folge von „Stimmen der Macht“ beleuchtet, wie das Radio durch seine Unmittelbarkeit und emotionale Direktheit tief in den Alltag der Menschen eindrang und dort ein oft ungeprüftes Vertrauen schuf. Wir untersuchen die Rolle des Volksempfängers, der als erschwingliches Massengerät die Reichweite maximierte, während er gleichzeitig den Zugang zu alternativen, ausländischen Stimmen technisch einschränkte. Dabei wurde Propaganda selten nur laut, sondern oft als subtile Klangkulisse aus Musik, Nachrichten und ritualisierten Sendungen verbreitet, die das Weltbild der Zuhörer nachhaltig formte.

    Von der gezielten Inszenierung politischer Stimmen bis hin zum heimlichen Hören verbotener Frequenzen im Schatten des Äthers zeigt diese Analyse, wie eng Technik und Ideologie verwoben sein können. Abschließend schlagen wir die Brücke in die Gegenwart: Denn auch wenn die Kontrolle heute durch Algorithmen und digitale Plattformen fragmentierter wirkt, bleiben die grundlegenden Mechanismen der Auswahl, Wiederholung und emotionalen Lenkung bestehen. Erfahren Sie, warum das Verständnis dieser Geschichte entscheidend für unseren heutigen, bewussten Umgang mit Medien ist – denn jede Stimme, die wir hören, gestaltet unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit.
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    Folge 311: Das Leben und Werk der Else Lasker-Schüler

    17.04.2026 | 35 Min.
    In dieser Folge tauchen wir ein in das bewegte Leben und das visionäre Schaffen von Else Lasker-Schüler, einer der bedeutendsten Lyrikerinnen der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Geboren 1869 im bergischen Elberfeld, entwickelte sie sich von einem „Wunderkind“ der bürgerlichen Gesellschaft zur radikalen Vorreiterin des Expressionismus und der avantgardistischen Moderne. Ihr Werk ist untrennbar mit ihrer Biografie verwoben: Wir beleuchten, wie der frühe Verlust ihrer Eltern und ihres Lieblingsbruders Paul ihre literarische Welt prägten und sie Zeit ihres Lebens auf eine sehnsuchtsvolle Suche nach Geborgenheit und Identität schickten.

    Begleitet uns durch das Berlin der Jahrhundertwende, wo Lasker-Schüler im Kreis der „Neuen Gemeinschaft“ ihre Leidenschaft für das Schreiben entdeckte und Freundschaften mit Größen wie Peter Hille, Gottfried Benn und dem Maler Franz Marc pflegte. Erfahrt mehr über ihre berühmten lyrischen Alter Egos wie den „Prinzen Jussuf“ oder die „Prinzessin Tino von Bagdad“, mit denen sie die Grenzen zwischen Fiktion und Realität kunstvoll verwischte. Doch ihr Leben war auch von schweren Krisen gezeichnet – von der schmerzvollen Emigration vor den Nationalsozialisten über das Arbeitsverbot im Schweizer Exil bis hin zu ihren letzten Jahren in Jerusalem, wo sie trotz Armut und Isolation ihr letztes großes Werk „Mein blaues Klavier“ vollendete.

    Wir werfen einen Blick auf ihre wichtigsten Werke wie das Drama „Die Wupper“ und das posthum veröffentlichte Weltdrama „Ichundich“, in dem sie mutig mit dem Faschismus abrechnete. Ob als exzentrische Künstlerin in bunten Gewändern oder als „Schwarzer Schwan Israels“ – Else Lasker-Schüler bleibt eine faszinierende Figur, deren emotionale Tiefe und spirituelle Bildsprache bis heute nachwirken. Eine Episode über Mut zur Selbstinszenierung, jüdisches Erbe und die unbändige Kraft der Poesie gegen die Dunkelheit der Weltkriege
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    Folge 310: Panzerschlacht bei Kursk 1943

    10.04.2026 | 33 Min.
    Im Juli 1943 neigt sich der Zweite Weltkrieg langsam dem Ende zu, während der Status der Unbesiegbarkeit der Nationalsozialisten nach der Niederlage in Stalingrad massiv schwindet. Mit dem „Unternehmen Zitadelle“ wollen die deutschen Machthaber im Kursker Bogen noch einmal einen großen Sieg gegen die Rote Armee erzwingen und die strategische Initiative im Osten zurückgewinnen. Es entwickelt sich zur größten Landschlacht des Zweiten Weltkrieges, in der rund drei Millionen Soldaten und etwa 7.500 Panzer aufeinanderprallen.

     

    Trotz einer technischen Überlegenheit der neuen deutschen Modelle wie dem Panther und dem Tiger, die den sowjetischen Standardpanzern in Bewaffnung und Panzerung deutlich überlegen sind, kämpft die Wehrmacht mit massiven Problemen. Während der Panther oft durch technische Defekte und Getriebeschäden schon vor dem ersten Schuss ausfällt, kann der schwere Tiger seine psychologische Wirkung nur entfalten, solange er nicht von der eigenen Truppe isoliert wird. Die Rote Armee hält mit einer gewaltigen Überzahl an T-34 Panzern und spezialisierten „Bestiendreschern“ wie dem SU-152 dagegen, unterstützt durch tief gestaffelte Verteidigungssysteme und eine überlegene Luftstreitmacht.

     

    Den Höhepunkt erreicht das Ringen am 12. Juli 1943 bei Prochorowka, wo hunderte Panzer aus nächster Nähe aufeinanderfeuern und sich teils gegenseitig rammen. Obwohl die Kämpfe verlustreich für beide Seiten sind, bricht Hitler die Offensive schließlich ab, woraufhin das Gesetz des Handelns endgültig auf die Sowjetunion übergeht. Die Schlacht wird so zum „Schwanengesang der deutschen Panzerwaffe“: Die Offensivkraft des Heeres ist endgültig gebrochen, und es beginnt eine Ära der deutschen Rückzüge, die das Ende des Krieges einläutet.

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Über Stalingrad Podcast

Christoph Fromm, Autor des Historienromans ”Stalingrad - Die Einsamkeit vor dem Sterben” spricht in diesem wöchentlichen Podcast über Themen rund um das Dritte Reich: Idealismus, Fanatismus und bedeutende Persönlichkeiten des Dritten Reiches, sowie die schrecklichen Folgen des Krieges, die teils bis heute spürbar sind. Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns gerne auf Instagram (@primero_verlag) oder per Mail an [email protected]. Helft uns, den Podcast weiterhin für euch zu produzieren! https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=XFVPLBVWM4FTE Falls auf eurer Lieblingsplattform die ersten Stalingrad Podcast Folgen nicht mehr verfügbar sind, hört sie auf PodBean, völlig kostenlos und ohne Anmeldung: https://stalingradpodcast.podbean.com/page/14/
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