Ein erfolgreicher, kerngesunder Münchner Kinderarzt bricht am Morgen in seiner Wohnung zusammen. Nur wenige Stunden später verstirbt der 45-jährige Dr. Maximilian S. an einem unaufhaltsamen, rätselhaften Multiorganversagen. Was wie ein tragischer medizinischer Notfall aussieht, entpuppt sich schnell als einer der perfidesten und am präzisesten geplanten Morde der deutschen Kriminalgeschichte.
In dieser Folge blicken wir den Münchner Ermittlern und Rechtsmedizinern direkt über die Schulter. Wir zeigen, wie eine manipulative Krankenschwester ihr tiefes medizinisches Fachwissen missbrauchte, um eine tödliche Zeitbombe im Küchenschrank ihres Lebensgefährten zu platzieren.
Doch sie hat die unbestechlichen Gesetze der Naturwissenschaft unterschätzt. Erfahrt, wie ein hochauflösendes Rasterelektronenmikroskop und ein unscheinbares Haushaltsgerät aus der Abstellkammer das eiskalte Lügengebilde der Mörderin schließlich zum Einsturz brachten.
Quellen & Recherchenachweise
„Münchner Kaffeemord“ aus dem Jahr 2008/2009),
Fakten auf folgenden offiziellen Quellen:
Gerichtsurteil des Landgerichts München I (Frühjahr 2009): Aktenzeichen der Schwurgerichtskammer. Verurteilung der gelernten Krankenschwester wegen Mordes aus Habgier und Heimtücke zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.
Süddeutsche Zeitung (März & April 2009): Umfangreiche und detaillierte Archiv-Gerichtsberichte über den Prozessverlauf im Münchner Justizpalast, die Zeugenaussagen der Ermittler der Mordkommission sowie die finanziellen Hintergründe der Täterin.
DER SPIEGEL / SPIEGEL Panorama (März 2009): Bundesweite Berichterstattung unter dem Titel „Prozess um Kaffeemord: Tödliche Dosis im Pulver“. Dokumentation über die toxikologische Entdeckung im Kaffeemehl und das Motiv der drohenden Trennung.
Bayerisches Landeskriminalamt (LKA) & Rechtsmedizin München: Kriminaltechnische und forensische Fachberichte zum Einsatz der Rasterelektronenmikroskopie (REM) beim Nachweis mikro-thermischer Veränderungen an manipulationssicheren Kunststoffverpackungen sowie zum Abgleich individueller Heizdraht-Signaturen von Folienschweißgeräten.
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Hättet ihr geglaubt, dass ein einfaches Folienschweißgerät einen Mord aufklären kann?
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