Esketamin ist eines der spannendsten Medikamente der Notfallmedizin — und gleichzeitig eines der am häufigsten missverstandenen. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Esketamin eben nicht nur „stark“ ist, sondern in kritischen Situationen gleich mehrere Systeme gleichzeitig beeinflusst: Schmerz, Kreislauf, Atmung und Bewusstsein. Genau das macht es präklinisch so relevant.
Wir schauen uns an, was pharmakologisch wirklich hinter Esketamin steckt, warum es sich von vielen klassischen Medikamenten unterscheidet und weshalb es gerade bei Polytrauma, starken Schmerzen, RSI, Agitation oder hämodynamisch instabilen Patienten eine so besondere Rolle spielt. Außerdem sprechen wir über dissoziative Anästhesie, Schutzreflexe, Atemweg, Kreislaufwirkungen, Nebenwirkungen, Mythen und typische Denkfehler im Einsatz.
Denn Esketamin ist kein Medikament für die „schöne“ Medizin. Es ist ein Medikament für die Momente, in denen du unter Zeitdruck Entscheidungen treffen musst, obwohl Schmerz, Bewusstsein und Kreislauf gleichzeitig auseinanderbrechen. Genau dann zeigt sich, warum man Esketamin nicht nur dosieren, sondern wirklich verstehen muss.
Schöppi spricht in der Folge außerdem über ein Ketamin-Dosierungsschaubild. Die passende Quelle dazu findet ihr hier:
https://schlagsnach.com/esketamin/
Transparenzhinweis: Diese Folge enthält keine bezahlte Werbung oder Produktplatzierung. Gezeigte Produkte wurden privat erworben.
Quellen in dieser Folge:
Sinner & Graf 2008
Sleigh et al. 2014
Brown et al. 2010
Filanovsky et al. 2010
Motov et al. 2015
Miller et al. 2018
Sin et al. 2017
Goyal & Agrawal 2013
Strayer & Nelson 2008
Schlagsnach – Esketamin Dosierungsschaubild