NeuroKompass Eltern - ADHS,ASS & Neurodiversität verstehen
Fabio Azzarito

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- „Hast du deine Trinkflasche eingepackt?“
„Vergessen.“
„Hast du die Zähne geputzt?“
„Oh … vergessen.“
„Aber ich habe dir das doch gerade erst gesagt!“
Kommt dir das bekannt vor?
Gerade bei Kindern mit ADHS kann dieses ständige Vergessen Eltern ziemlich an ihre Grenzen bringen. Irgendwann fragt man sich: Hat mein Kind wirklich schon wieder vergessen, was ich gesagt habe – oder hört es mir einfach nicht zu?
In dieser kurzen Folge von NeuroKompass Eltern schauen wir uns an, warum Vergessen bei ADHS nicht automatisch etwas mit Faulheit, Desinteresse oder fehlendem Respekt zu tun hat.
Du erfährst:
welche Rolle das Arbeitsgedächtnis spielen kann
warum ein Kind etwas hören und kurze Zeit später trotzdem vergessen kann
weshalb mehrere Anweisungen auf einmal schnell zu viel werden können
wie Checklisten, feste Plätze und sichtbare Erinnerungen helfen können
warum Hilfsmittel nicht bedeuten, dass wir unseren Kindern alles abnehmen
und wie wir Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit fördern können
Denn unser Ziel ist nicht, unseren Kindern ihr Leben lang hinterherzulaufen und sie an alles zu erinnern.
Unser Ziel ist, ihnen zu helfen, eigene Strategien zu entwickeln, die zu ihnen und ihrem Alltag passen.
Die Botschaft dieser Folge:
Vergessen ist nicht dasselbe wie nicht wichtig nehmen.
Manchmal braucht ein Kind nicht die fünfte Ermahnung, sondern eine andere Strategie.
Weniger bewerten. Mehr verstehen. Und gemeinsam Lösungen finden, die wirklich funktionieren. - Warum mein Kind ständig dazwischenredet – Impulsivität bei ADHS verstehen
„Papa! Papa! Ich muss dir schnell etwas sagen!“
Du bist mitten im Gespräch, bittest dein Kind kurz zu warten – und wenige Sekunden später redet es schon wieder dazwischen.
Kommt dir das bekannt vor?
Viele Eltern fragen sich irgendwann:
„Warum kann mein Kind mich nicht einfach ausreden lassen?“
Doch gerade bei ADHS steckt dahinter häufig nicht mangelnder Respekt oder schlechte Erziehung. Impulskontrolle, Arbeitsgedächtnis und die Fähigkeit, einen Gedanken zurückzuhalten, können eine wichtige Rolle spielen.
In dieser kurzen Folge von NeuroKompass Eltern schauen wir darauf, was hinter dem ständigen Dazwischenreden stecken kann – und wie wir unseren Kindern helfen können, ohne das Verhalten einfach durchgehen zu lassen.
Du erfährst:
warum dein Kind oft genau weiß, dass es nicht unterbrechen soll – und es trotzdem tut
weshalb ein Gedanke manchmal sofort ausgesprochen werden „muss“
was Arbeitsgedächtnis und Impulskontrolle damit zu tun haben können
warum Verständnis nicht bedeutet, dass es keine Grenzen gibt
wie ein einfaches Handzeichen beim Warten helfen kann
wie Kinder lernen können, einen Gedanken zu „parken“
und warum kleine Fortschritte wichtiger sind als sofortige Perfektion
Eine wichtige Botschaft dieser Folge:
Verständnis ersetzt keine Grenze. Verständnis verändert, wie wir diese Grenze vermitteln.
Statt nur zu sagen:
„Hör auf, mich ständig zu unterbrechen!“
können wir unserem Kind zeigen, was es stattdessen tun kann.
Denn unser Ziel ist nicht, jedes impulsive Verhalten einfach hinzunehmen.
Unser Ziel ist, unserem Kind Schritt für Schritt dabei zu helfen, seine eigene innere Bremse zu entwickeln.
Nicht alles durchgehen lassen. Aber verstehen, bevor wir bewerten.
Dort findest du auch unseren Verein und unsere Gemeinschaft – von Eltern für Eltern.
Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen. Ist Neurodivergenz nur eine Mode? – „Früher gab es ADHS und Autismus doch auch nicht!“
30.08.2026 | 11 Min.„Heute hat doch plötzlich jeder ADHS.“
„Autismus ist mittlerweile nur noch ein Modewort.“
„Früher gab es das alles doch auch nicht.“
Solche Aussagen begegnen Eltern neurodiverser Kinder immer wieder. Gleichzeitig sehen wir auf Social Media das andere Extrem: Fast jede Eigenart wird plötzlich mit ADHS, Autismus oder Neurodivergenz erklärt.
Doch wo liegt die Wahrheit?
In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir offen über beide Seiten.
Ja, Begriffe wie ADHS, Autismus und Neurodivergenz sind heute viel sichtbarer als früher. Und ja, manchmal werden sie leichtfertig verwendet oder sogar zu einem Lifestyle-Etikett gemacht.
Aber bedeutet das, dass ADHS und Autismus deshalb Modeerscheinungen sind?
Ganz klar: Nein.
In dieser Episode sprechen wir darüber:
warum es ADHS und Autismus natürlich auch früher schon gab
weshalb heute mehr Menschen erkannt und diagnostiziert werden
warum „Früher gab es das nicht“ ein falsches Bild vermittelt
wie Social Media zu mehr Aufklärung beitragen, aber gleichzeitig vereinfachte Vorstellungen verbreiten kann
warum nicht jede Vergesslichkeit automatisch ADHS und nicht jede soziale Unsicherheit automatisch Autismus bedeutet
weshalb Selbstreflexion hilfreich sein kann, aber keine professionelle Diagnostik ersetzt
warum es genauso problematisch ist, ADHS und Autismus grundsätzlich nicht ernst zu nehmen
und weshalb wir einen verantwortungsvollen Mittelweg brauchen
Denn wir müssen uns nicht zwischen zwei Extremen entscheiden:
„Heute ist irgendwie jeder neurodivergent.“
oder
„ADHS und Autismus gibt es überhaupt nicht.“
Beides wird den Menschen nicht gerecht, die tatsächlich mit diesen Besonderheiten und den damit verbundenen Herausforderungen leben.
Eine Diagnose kann Verständnis schaffen, Unterstützung ermöglichen und einem Menschen helfen, die eigene Geschichte neu einzuordnen.
Aber eine Diagnose definiert niemals den ganzen Menschen.
Die Botschaft dieser Folge
Mehr Sichtbarkeit bedeutet nicht automatisch Mode.
Manchmal bedeutet sie einfach, dass wir heute Dinge erkennen und verstehen können, die früher als „faul“, „schwierig“, „schlecht erzogen“, „eigenartig“ oder „verträumt“ abgestempelt wurden.
Gleichzeitig tragen wir eine Verantwortung dafür, Begriffe wie ADHS, Autismus und Neurodivergenz nicht beliebig zu verwenden.
Denn hinter diesen Begriffen stehen keine Trends.
Dahinter stehen echte Menschen, echte Kinder, echte Familien und echte Geschichten.
NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern
Weniger Vorurteile. Weniger Schubladen. Mehr Wissen. Mehr Verständnis.- „Aber das andere Kind mit Autismus macht das doch auch nicht.“
„Er schaut mir doch in die Augen.“
„Sie spricht doch ganz normal.“
Solche Aussagen hören Eltern autistischer Kinder immer wieder. Doch sie zeigen vor allem eines: Noch immer gibt es viele feste Vorstellungen davon, wie Autismus aussehen soll.
Dabei steckt die Antwort bereits im Begriff Autismus-Spektrum.
In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum zwei Kinder dieselbe Diagnose haben können und trotzdem vollkommen unterschiedlich sind.
Das eine Kind spricht viel, das andere wenig oder kommuniziert auf andere Weise. Ein Kind sucht Nähe, ein anderes braucht häufiger Abstand. Manche Kinder reagieren besonders empfindlich auf Geräusche, Licht oder Berührungen, während andere bestimmte Reize aktiv suchen.
Du erfährst in dieser Folge:
warum Autismus ein Spektrum ist
weshalb dieses Spektrum keine einfache Linie von „wenig“ bis „stark“ autistisch ist
warum sich Kommunikation, Wahrnehmung, soziale Interaktion und Selbstregulation bei jedem Kind anders zeigen können
weshalb ein Kind nach außen völlig unauffällig wirken und innerlich trotzdem enorm gefordert sein kann
warum Vergleiche zwischen autistischen Kindern problematisch sind
und weshalb wir nicht fragen sollten: „Was machen andere autistische Kinder?“, sondern: „Was braucht mein Kind?“
Wir sprechen außerdem über Stärken.
Denn genauso wenig, wie alle autistischen Kinder dieselben Herausforderungen haben, besitzen sie auch nicht automatisch dieselben besonderen Fähigkeiten.
Nicht jedes autistische Kind ist ein Mathegenie oder hat eine außergewöhnliche „Superkraft“.
Und das muss es auch nicht.
Ein Kind muss nichts Außergewöhnliches leisten, um wertvoll und einzigartig zu sein.
Die wichtigste Botschaft dieser Episode lautet deshalb:
Kennst du einen autistischen Menschen, dann kennst du einen autistischen Menschen – nicht alle.
Wir brauchen weniger Schubladen, weniger Vergleiche und dafür mehr echtes Interesse an dem einzelnen Menschen.
Denn am Ende geht es nicht darum, dass ein Kind möglichst gut in unsere Vorstellung von „normal“ passt.
Es geht darum, herauszufinden, was genau dieses Kind braucht, um sich sicher, verstanden und angenommen zu fühlen.
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🎙️ Den NeuroKompass Eltern Podcast findest du auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, YouTube und vielen weiteren Podcast-Plattformen.
Weniger Schubladen. Mehr Verständnis. Jedes Kind individuell sehen. - Mein Kind entschuldigt sich – und macht es fünf Minuten später wieder
„Es tut mir leid. Ich mache es nicht mehr.“
Und fünf Minuten später passiert genau dasselbe wieder.
Kennst du das?
Gerade Eltern von Kindern mit ADHS fragen sich in solchen Situationen oft: Warum macht mein Kind das immer wieder, obwohl es doch ganz genau weiß, dass es falsch ist?
In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum Wissen und Impulskontrolle zwei völlig unterschiedliche Dinge sind.
Ein Kind kann eine Regel kennen, sein Verhalten ehrlich bereuen und sich fest vornehmen, es beim nächsten Mal anders zu machen – und trotzdem im entscheidenden Moment wieder impulsiv reagieren.
Du erfährst in dieser Folge:
warum Impulskontrolle bei ADHS herausfordernder sein kann
weshalb eine Entschuldigung trotzdem vollkommen ehrlich gemeint sein kann
was im entscheidenden Moment zwischen Impuls und Handlung passiert
warum „Aber du weißt es doch!“ oft nicht weiterhilft
weshalb Verstehen nicht bedeutet, problematisches Verhalten einfach zu akzeptieren
wie du klare Grenzen setzen kannst, ohne dein Kind zu beschämen
warum Strafen allein fehlende Selbstregulation nicht lösen
wie du deinem Kind helfen kannst, seine persönlichen Auslöser früher wahrzunehmen
und warum auch wir Eltern manchmal unsere eigene „innere Bremse“ brauchen
Wir sprechen außerdem darüber, warum Fortschritt nicht bedeutet, dass ein Verhalten von heute auf morgen verschwindet.
Vielleicht erkennt dein Kind seine Wut zunächst erst nach einem Konflikt. Später erkennt es sie währenddessen – und irgendwann vielleicht schon kurz davor.
Genau das ist Entwicklung.
Nicht Perfektion, sondern kleine Schritte.
Die zentrale Botschaft dieser Folge:
Dein Kind braucht nicht nur die Regel. Es braucht Unterstützung dabei, die Fähigkeiten zu entwickeln, um diese Regel im entscheidenden Moment auch umsetzen zu können.
Verständnis bedeutet dabei nicht, alles durchgehen zu lassen.
Wir dürfen Grenzen setzen und gleichzeitig versuchen zu verstehen, warum es unserem Kind gerade so schwerfällt, diese Grenze einzuhalten.
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Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.
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Über NeuroKompass Eltern - ADHS,ASS & Neurodiversität verstehen
Neurokompass Eltern ist der Podcast für Mütter und Väter von Kindern mit ADHS, ASS und anderen Formen von Neurodiversität – und für alle, die sich für das Thema Neurodivergenz interessieren und mehr darüber erfahren möchten. Hier findest du Orientierung, praktische Tipps und fachlich fundierte Impulse, die dich im Alltag stärken. Ob Schule, Familie oder Selbstfürsorge – wir sprechen offen über Herausforderungen und Lösungen, damit du dich verstanden und unterstützt fühlst.
Podcast-WebsiteHöre NeuroKompass Eltern - ADHS,ASS & Neurodiversität verstehen, Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.at-App

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