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Terra X History - Der Podcast

ZDF - Terra X
Terra X History - Der Podcast
Neueste Episode

98 Episoden

  • Terra X History - Der Podcast

    Wer waren die Germanen?

    05.11.2026 | 1 Std. 10 Min.
    Germany, Germania, Allemagne oder Alemania: So heißt Deutschland in vielen Teilen der Welt. Der Gründungsmythos lautet: Die Deutschen stammen von den Germanen ab. Hermann der Cherusker ist so etwas wie ein Nationalheld. Und die Niederlage der Römer in der legendären Varusschlacht im Jahr 9 n. Christus steht für Mut, Stärke und Tapferkeit der Germanen. Aber „die“ Germanen gab es gar nicht. Und dass wir Deutschen deren Nachfahren sein sollen, ist eine Erfindung des 18. und 19. Jahrhunderts. Hermann, oder Arminius, wie er eigentlich heißt, war zum Beispiel ein Cherusker. Nur eine von vielen verschiedenen germanischen Gruppen, die in der Antike jenseits des Römischen Reiches in Nord- und Mitteldeutschland lebten. Aber wer waren dann „die“ Germanen? Wer hat sie womöglich erfunden? Und warum beschwört ausgerechnet die extreme Rechte heute das angebliche Germanentum der Antike, das es so nie gegeben hat? Ein Podcast über Arminius, den Cherusker, über die Phantasie antiker Geschichtsschreiber und die Frage: Stimmt es, dass die Germanen gar keine nordische Götterwelt mit Odin, Thor und Freya kannten?

    Interviewpartner*innen:

    Stefan Burmeister
    Karl Banghard
    Nico Roymans
    Sabine Panzram
    Georg Schuppener

    Quellen:

    Banghard, Karl (2025): Die wahre Geschichte der Germanen. Berlin: Propyläen.
    Banghard, Karl / Raabe, Jan (2020): Das Germanenbild der extremen Rechten nach 1945. In: Langebach, Martin (Hg.): Germanenideologie. Einer völkischen Weltanschauung auf der Spur. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
    Burmeister, Stefan / Rottmann, Joseph (Hg.) (2015): Ich Germanicus. Feldherr – Priester – Superstar. Stuttgart: Theiss (Archäologie in Deutschland, Sonderheft 8/2015).
    Caesar, Gaius Iulius: De bello Gallico / Der Gallische Krieg. Dt. Ausgabe z. B. Stuttgart: Reclam.
    Cassius Dio: Römische Geschichte, Buch 56. Dt. Ausgabe z. B. übers. v. Otto Veh, Düsseldorf: Artemis & Winkler.
    Der Deutschbund: Was wir wollen! Werbebroschüre (o. J., frühe 1920er-Jahre). Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde, R 1507/360. Zitiert nach Puschner, Uwe (2020).
    Goscinny, René / Uderzo, Albert (1963): Asterix und die Goten (frz. Original: Astérix et les Goths). Dt. Ausgabe: Berlin: Egmont Ehapa Media.
    Halle, Uta (2020): Archäologie, Germanen und Wikinger im Nationalsozialismus. In: Langebach, Martin (Hg.): Germanenideologie. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
    Herder, Johann Gottfried (1784–1791): Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit. 4 Teile. Riga/Leipzig: Hartknoch (darin Buch 16, Kap. 3: „Deutsche Völker“).
    Hofmanová, Zuzana u. a. (2016): Early farmers from across Europe directly descended from Neolithic Aegeans. In: Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) 113 (25). DOI: 10.1073/pnas.1523951113.
    Langebach, Martin (Hg.) (2020): Germanenideologie. Einer völkischen Weltanschauung auf der Spur. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung (Schriftenreihe Bd. 10589).
    Lindenschmit, Wilhelm (1846): Die Räthsel der Vorwelt, oder: Sind die Deutschen eingewandert? Mainz.
    Meier, Mischa (2020): Caesar hat die Germanen erfunden – oder doch nicht? In: Langebach, Martin (Hg.): Germanenideologie. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
    Panzram, Sabine / Pachá, Paulo (Hg.) (2020): The Visigothic Kingdom. The Negotiation of Power in Post-Roman Iberia. Amsterdam: Amsterdam University Press.
    Puschner, Uwe (2020): Die Germanen im völkischen Weltanschauungskosmos. In: Langebach, Martin (Hg.): Germanenideologie. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
    Roymans, Nico (2004): Ethnic Identity and Imperial Power. The Batavians in the Early Roman Empire. Amsterdam: Amsterdam University Press (Amsterdam Archaeological Studies 10).
    Schuppener, Georg (2017): Sprache und germanischer Mythos im Rechtsextremismus. Leipzig: Edition Hamouda.
    Schuppener, Georg (2022): The Germanic Tribes, the Gods and the German Far Right Today. London/New York: Routledge (Routledge Studies in Fascism and the Far Right).
    Strabon: Geographika, Buch 7. Dt. Ausgabe: Strabons Geographika, hg. u. übers. v. Stefan Radt. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
    Tacitus, Publius Cornelius: Germania. Dt. Ausgabe z. B. Stuttgart: Reclam.
    Tacitus, Publius Cornelius: Historien. Dt. Ausgabe z. B. Stuttgart: Reclam.
    Tacitus, Publius Cornelius: Annalen. Dt. Ausgabe z. B. Stuttgart: Reclam.
    Wagner, Moritz (1871): Ursprung und Heimat des Urmenschen. In: Das Ausland. Zitiert nach Wiwjorra, Ingo (2020).
    Wiwjorra, Ingo (2020): Der Germanenmythos in der deutschen Altertumsforschung des 19. Jahrhunderts. In: Langebach, Martin (Hg.): Germanenideologie. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

    Podcast-Tipp:

    https://terra-x-history-der-podcast.blogs.audiorella.com/71-fussball-und-seine-geschichte

    Internetquellen:

    https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/35114
    (Nico Roymans: Ethnic Identity and Imperial Power, Open Access)

    https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/52813
    (Sabine Panzram / Paulo Pachá: The Visigothic Kingdom, Open Access)

    https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/53163
    Georg Schuppener: The Germanic Tribes, the Gods and the German Far Right Today, Open Access)

    https://doi.org/10.1073/pnas.1523951113
    (Studie zu den frühen Bauern Europas)

    https://www.zeno.org/Literatur/M/Herder,+Johann+Gottfried/Theoretische+Schriften/Ideen+zur+Philosophie+der+Geschichte+der+Menschheit
    (Herder: Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit)


    Team:

    Moderation: Mirko Drotschmann
    Sprecher*innen: Juana Guschl, Dominik Freiberger, Nils Kretschmer
    Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    Technik: Sascha Schiemann
    Musik: Sonoton
    Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach und Arne Peisker
  • Terra X History - Der Podcast

    Geschichte des Strafvollzugs

    22.10.2026 | 1 Std. 10 Min.
    Gefängnis: das ist für die meisten eine Horrorvorstellung. Ein Leben hinter Gittern ohne Selbstbestimmung, ohne jede Freiheit, getaktet nach einem immer gleichen Ablauf. Meist haben wir dunkle, heruntergekommen Zellen vor Augen, denken an Gewalt, Brutalität. Fiese Wärter, schlechtes Essen aus großen Suppentöpfen. Ein Bild, das vor allem von Filmen wie „Die Verurteilten“ oder Serien wie „Prison Break“ geprägt ist. Aber was ist dran an diesem Bild und wie hat sich der moderne Strafvollzug entwickelt? Wann fing man in der Geschichte an, Menschen in Kerker oder Verliese für lange Zeit einzusperren? Und worin unterscheidet sich ein Gefängnis von einem Zucht- und Arbeitshaus? In dieser Folge blicken wir hinter die Mauern. Ein Podcast über die Verwahrkerker der Antike. Darüber, was moderne Gefängnisse mit Klöstern zu tun haben und die Frage: Kann es so etwas wie ein „humanes“ Gefängnis überhaupt geben?

    Interviewpartner*innen:
    Falk Bretschneider
    Julia Hillner
    Jörg Kinzig
    Jonas Kreienbaum
    Michael Skirl

    Quellen:
    Beccaria, Cesare (1764): Über Verbrechen und Strafen. Dt. Ausgabe z. B. hg. v. Wilhelm Alff, Frankfurt am Main: Insel (ital. Original: Dei delitti e delle pene).
    Bonhoeffer, Dietrich (1951): Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. Hg. v. Eberhard Bethge. München: Chr. Kaiser Verlag.
    Bretschneider, Falk (2008): Gefangene Gesellschaft. Eine Geschichte der Einsperrung in Sachsen vom 18. bis zum 19. Jahrhundert. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft.
    Bretschneider, Falk / Muchnik, Natalia (2021): Geschichte(n) des Gefängnisses. In: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), Ausgabe „Gefängnis“. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
    Carpenter, Mary (1868): Six Months in India. 2 Bde. London: Longmans, Green & Co.
    Casanova, Giacomo (1788): Geschichte meiner Flucht aus den Gefängnissen der Republik Venedig, die man die Bleikammern nennt. (frz. Original: Histoire de ma fuite des prisons de la Republique de Venise).
    Cosel, Anna Constantia von: Überlieferte Briefe und Äußerungen aus der Festungshaft auf Burg Stolpen (1716–1765).
    Dostojewski, Fjodor M. (1860–1862): Aufzeichnungen aus einem Totenhaus. Dt. Ausgabe z. B. München: dtv / Frankfurt am Main: S. Fischer.
    Dumas, Alexandre (1844–1846): Der Graf von Monte Christo. (frz. Original: Le Comte de Monte-Cristo).
    Hillner, Julia (2015): Prison, Punishment and Penance in Late Antiquity. Cambridge: Cambridge University Press.
    Hobhouse, Emily (1901): Report of a Visit to the Camps of Women and Children in the Cape and Orange River Colonies. London: Friars Printing Association
    King, Stephen (1982): Rita Hayworth and Shawshank Redemption. In: Different Seasons. New York: Viking Press.
    Kinzig, Jörg (2010): Die Legalbewährung gefährlicher Rückfalltäter. Zugleich ein Beitrag zur Entwicklung des Rechts der Sicherungsverwahrung. 2. Aufl. Berlin: Duncker & Humblot.
    Kreienbaum, Jonas (2015): „Ein trauriges Fiasko“. Koloniale Konzentrationslager im südlichen Afrika 1900–1908. Hamburg: Hamburger Edition.
    Liszt, Franz von (1882/83): Der Zweckgedanke im Strafrecht („Marburger Programm“). In: Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft, Bd. 3.
    Maria Stuart: Abschiedsbrief vom 8. Februar 1587 (an Heinrich III. von Frankreich), geschrieben am Vorabend ihrer Hinrichtung.
    Marie Antoinette: Brief an Madame Élisabeth, 16. Oktober 1793.
    Nasson, Bill (2011): The Boer War. The Struggle for Southafrica. Stroud: History Press.
    Nawalny, Alexei (2024): Patriot. Autobiografie und Gefängnistagebücher. Köln: Kiepenheuer & Witsch (enthält den Tagebucheintrag aus dem Straflager Pokrow, 22. März 2022).
    Perpetua: Passio sanctarum Perpetuae et Felicitatis (Märtyrerakten der Perpetua, um 203 n. Chr.). Dt. Ausgabe z. B. in: Antike Märtyrerakten, Stuttgart: Reclam.
    Skirl, Michael (2012): Wegsperren!? Ein Gefängnisdirektor über Sinn und Unsinn der Sicherungsverwahrung. Frankfurt am Main: Edition Fischer.
    Skirl, Michael (2025): Zur Geschichte des Strafvollzugs. BoD – Books on Demand.
    Dienstanweisung für den Wesir Rechmire (18. Dynastie). Nach Kurt Sethe / Wolfgang Helck: Urkunden der 18. Dynastie. Leipzig/Berlin: Hinrichs / Akademie-Verlag.
    Reichsstrafgesetzbuch (1871), § 56, sowie Reichsjugendgerichtsgesetz (1923). Quellen zur deutschen Strafrechts- und Jugendstrafrechtsgeschichte.

    Internetquellen:
    https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/gefaengnis-2021/341774/geschichte-n-des-gefaengnisses/
    https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/jugend-2025/570143/jugendstrafrecht-auf-dem-pruefstand/
    https://www.prisonstudies.org/ (World Prison Brief – internationale Gefangenenraten)
    https://www.destatis.de/(Statistisches Bundesamt – Strafvollzug und Sicherungsverwahrung)

    Team:
    Moderation: Mirko Drotschmann
    Sprecher*innen: Juana Guschl, Andrea Kath, Dominik Freiberger, Nils Kretschmer
    Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    Technik: Sarah Fitzek
    Musik: Sonoton
    Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach und Arne Peisker
  • Terra X History - Der Podcast

    Kann das weg oder muss das ins Museum? Die Geschichte der Erinnerungskultur

    08.10.2026 | 1 Std. 8 Min.
    Kann das weg? Oder muss das ins Museum? Eine Frage, die wir uns heute oft stellen. Und auch ein Blick in die Geschichte zeigt: die Menschen wollten zu allen Zeiten nachfolgende Generationen etwas hinterlassen: Ihre Geschichten, ihre Taten, ihr Wissen, ihre Traditionen. In der Frühzeit bemalten Jäger und Sammler Höhlenwände. Die Römer in der Antike prägten Münzen oder ließen Inschriften in Bauwerke meißeln. Später hielt man die Erinnerungen in Büchern oder Pergamenten fest. Erklärte bestimmte Tage zu Gedenk- oder Feiertagen, baute Archive, Bibliotheken und Datenbanken auf. Doch Erinnern ist untrennbar mit Vergessen verbunden. Und manchmal werden Erinnerungen auch bewusst getilgt, wie in der römischen Antike das Vermächtnis unliebsamer Kaiser oder heutzutage durch das Entfernen von Statuen und Denkmälern, zum Beispiel der Kolonial- oder Diktaturgeschichte. Ein Podcast über unser kollektives Gedächtnis, warum Erinnern und Vergessen zu allen Zeiten wichtig war und die Frage: Was bleibt in unserer digitalen Welt von unseren Erinnerungen einmal übrig?

    Interviewpartner*innen:

    Stefan Hördler
    Harriet I. Flower
    Hannah Monyer
    Martin Sabrow
    Torkel Wächter
    Manfred Wichmann

    Literatur:

    Assmann, Aleida (1999): Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses. München: C.H. Beck.
    Assmann, Aleida (2013): Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur. Eine Intervention. München: C.H. Beck.
    Assmann, Aleida (2016): Formen des Vergessens. Göttingen: Wallstein Verlag.
    Assmann, Jan (1992): Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen. München: C.H. Beck.
    Beard, Mary (2016): SPQR. Die tausendjährige Geschichte Roms. Frankfurt am Main: S. Fischer (engl. Original: SPQR. A History of Ancient Rome, London 2015).
    Cassius Dio: Römische Geschichte (Buch 77/78). Deutsche Ausgabe z. B. übers. v. Otto Veh, Düsseldorf: Artemis & Winkler / Patmos.
    Flower, Harriet I. (2006): The Art of Forgetting. Disgrace and Oblivion in Roman Political Culture. Chapel Hill: University of North Carolina Press.
    Flower, Harriet I. (1996): Ancestor Masks and Aristocratic Power in Roman Culture. Oxford: Clarendon Press.
    Halbwachs, Maurice (1985): Das kollektive Gedächtnis. Frankfurt am Main: Fischer (frz. Original: La mémoire collective).
    Herodian: Geschichte des Kaisertums nach Mark Aurel (Buch 4). Deutsche Ausgabe, z. B. Stuttgart: Hiersemann.
    Hördler, Stefan (2015): Ordnung und Inferno. Das KZ-System im letzten Kriegsjahr. Göttingen: Wallstein Verlag.
    Monyer, Hannah / Gessmann, Martin (2015): Das geniale Gedächtnis. Wie das Gehirn aus der Vergangenheit unsere Zukunft macht. München: Albrecht Knaus Verlag.
    Nietzsche, Friedrich (1874): Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben (Unzeitgemäße Betrachtungen, Zweites Stück). Zahlreiche Ausgaben, z. B. Stuttgart: Reclam.
    Nora, Pierre (1990): Zwischen Geschichte und Gedächtnis. Berlin: Wagenbach (frz. Original: Les Lieux de mémoire, 1984–1992).
    Orwell, George (1949): 1984. Deutsche Ausgabe z. B. Berlin: Ullstein / Frankfurt am Main: S. Fischer.
    Plinius der Ältere: Naturalis historia (Buch 36). Deutsche Ausgabe z. B.: Naturkunde, lat.-dt., hg. u. übers. v. Roderich König, Düsseldorf/Zürich: Artemis & Winkler (Tusculum).
    Sabrow, Martin (Hg.) (2009): Erinnerungsorte der DDR. München: C.H. Beck.
    Sabrow, Martin / Frei, Norbert (Hg.) (2012): Die Geburt des Zeitzeugen nach 1945. Göttingen: Wallstein Verlag.
    Santayana, George (1905): The Life of Reason. Vol. 1: Reason in Common Sense. New York: Charles Scribner’s Sons (Zitat im Podcast in eigener Übersetzung).
    Schreiter, Christoph / Gerlach, Johann Heinrich (1689): Dissertatio iuridica de damnatione memoriae. Leipzig (Ursprung des Begriffs „Damnatio memoriae“).
    Strabon: Geographika (Buch 17). Deutsche Ausgabe z. B. hg. u. übers. v. Stefan Radt, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
    Tacitus: Annalen (Buch 2, 61 und Buch 4, 35). Deutsche Ausgabe z. B. Stuttgart: Reclam / Düsseldorf: Artemis & Winkler (Tusculum).
    Wächter, Torkel S. (2014): 32 Postkarten. Post aus Nazi-Deutschland. Hamburg: Acabus Verlag.
    Der Brief des Aristeas (Aristeasbrief). Deutsche Ausgabe z. B. in: Jüdische Schriften aus hellenistisch-römischer Zeit (JSHRZ), Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus.
    Mittelalterliche Schreiber-Kolophone, u. a. der St. Galler Schreibervers (9. Jh.), ein Kolophon in Wien, Österr. Nationalbibliothek, Cod. 2860 (1415), sowie der Kolophon des Hildebertus (Prag, um 1140, in einer Abschrift von Augustinus, „De civitate Dei“).

    Internetquellen:

    https://www.pewresearch.org/data-labs/2024/05/17/when-online-content-disappears/
    https://www.statista.com/statistics/871513/worldwide-data-created/?srsltid=AU7gw4UECdduKY-vdC0BFX5vcZ7yh6qqj-Mv4wy2qoDMLLpTHsDn764H
    https://www.bundesarchiv.de/nsdap-mitgliederkartei/
    https://www.hdgbw.de/?gad_source=1&gad_campaignid=24317678545&gbraid=0AAAABE3rURL9M3rNglt51K5ZclA7yeI6d&gclid=CjwKCAjwlY3WBhANEiwApsNrLUnj5V4SEupTinj9NbM7I8zzzFq1RrNq_nIvRzwLrRxdcfcepFzgBxoCrb8QAvD_BwE
    https://www.32postkarten.com/

    Podcast-Tipp:

    „NS-Cliquen – Von Menschen undMördern“ – ein Podcast des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR/ARD) mit dem Historiker Dr. Stefan Hördler über die Täter und Täterinnen der NS-Zeit.
    Verfügbar in der ARD Audiothek: www.ardaudiothek.de.

    Team:

    Moderation: Mirko Drotschmann
    Sprecher*innen: Juana Guschl, Nils Kretschmer, Makke Schneider
    Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    Technik: Sascha Schiemann
    Musik: Sonoton
    Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach und Arne Peisker
  • Terra X History - Der Podcast

    Geschichte des Alpinismus

    24.09.2026 | 1 Std. 17 Min.
    Der Berg ruft". Spätestens seit dem Bergfilmklassiker mit Luis Trenker aus dem Jahr 1938 ist das ein geflügeltes Wort. Aber seit wann „ruft der Berg“ eigentlich? Die Geschichte des Alpinismus, so wie wir ihn kennen, beginnt Ende des 18. Jahrhunderts. Angeblich hätten die Menschen davor jahrtausendelang die Berge gemieden und sogar gefürchtet. Doch das ist ein Mythos und gilt auch nur für die Gipfel. Natürlich stieg kein Bergbauer oder keine Bergbäuerin freiwillig so hoch hinauf. Warum auch? Die Berge waren Teil ihres Alltags: Sie boten Weideland und Handelswege, waren Orte der Begegnung und des Austauschs, manchmal waren sie sogar Sitz der Götter. Die Gipfel hingegen thronten über allem und erfüllten für die Menschen in den Bergen weder einen sozialen noch einen wirtschaftlichen Zweck. Das änderte sich erst im 18. Jahrhunderts mit der Zeit der Aufklärung. Die Berge wurden zu einer Art Forschungslabor, man kraxelte in nie geahnte Höhen, um Temperaturen zu messen, Gipfel zu kartieren oder am eigenen Leib zu erfahren, was es bedeutete, höhenkrank zu werden. Als der Mont Blanc Ende des 18. Jahrhunderts zum ersten Mal bestiegen und darüber in ganz Europa berichtet wurde, setzte ein wahrer Run auf die Alpen ein. Irgendwann kletterten die ersten Menschen einfach nur zum Spaß auf die höchsten Gipfel. „Weil er da ist“ soll der berühmte britische Bergsteiger George Mallory 1923 auf die Frage einmal geantwortet haben, warum er plane, den Mount Everest zu besteigen. Ein Podcast über die ersten Alpinisten, Bergsteigen in der NS-Propaganda und die Frage: Stimmt es, dass Frauen am Berg lange Zeit in einer Seilschaft nur im Nebel vorsteigen durften?

    Interviewpartner*innen:

    Philipp Felsch
    Martina Gugglberger
    Dawn Hollis
    Jason König
    Gudrun Weikert
    Walter Würtl

    Literatur:

    Arrian: Der Alexanderzug (Anabasis Alexandrou), 4. Buch (zahlreiche Ausgaben; im Podcast eigene Übersetzung). Deutsche Ausgabe z. B.: Arrian, Der Alexanderzug, griechisch und deutsch, hg. u. übers. v. Gerhard Wirth und Oskar von Hinüber, Düsseldorf/Zürich: Artemis & Winkler.
    Augustinus: Bekenntnisse (Confessiones), Deutsche Ausgabe, Reclam, Stuttgart.
    Felsch, Philipp (2007): Laborlandschaften. Physiologische Alpenreisen im 19. Jahrhundert. Göttingen: Wallstein Verlag.
    Grupp, Peter (2008): Faszination Berg. Die Geschichte des Alpinismus. Köln/Weimar/Wien: Böhlau Verlag.
    Gugglberger, Martina (2021): Grenzen im Aufstieg. Frauenexpeditionen in den Himalaya (1955–2014) (= Geschichte und Geschlechter, Bd. 77). Frankfurt am Main/New York: Campus Verlag.
    Hansen, Peter H. (2013): The Summits of Modern Man. Mountaineering after the Enlightenment. Cambridge, MA/London: Harvard University Press.
    Hollis, Dawn L. (2024): Mountains Before Mountaineering. The Call of the Peaks before the Modern Age. Stroud: The History Press.
    Hollis, Dawn L. und Jason König (Hg.) (2021): Mountain Dialogues from Antiquity to Modernity. London/New York: Bloomsbury Academic.
    Homer: Odyssee, 6. Gesang, Deutsche Fassung in der Übersetzung von Johann Heinrich Voß.
    König, Jason (2022): The Folds of Olympus. Mountains in Ancient Greek and Roman Culture. Princeton/Oxford: Princeton University Press.
    Petrarca, Francesco: Die Besteigung des Mont Ventoux (Familiares IV, 1). Lateinisch/Deutsch, übers. u. hg. v. Kurt Steinmann, Stuttgart: Reclam.
    Reinisch, Gertrude (1998): Wanda Rutkiewicz. Karawane der Träume. München: Bergverlag Rother.
    Scharfe, Martin (2007): Berg-Sucht. Eine Kulturgeschichte des frühen Alpinismus 1750–1850. Wien/Köln/Weimar: Böhlau Verlag.
    Stephen, Leslie (1871): The Playground of Europe. London: Longmans, Green & Co.
    Whymper, Edward (1871): Scrambles Amongst the Alps in the Years 1860–69. London: John Murray. (Deutsch: Berg- und Gletscherfahrten in den Jahren 1860–1869.)
    Wordsworth, William (1844): Kendal and Windermere Railway. Two Letters Re-printed from the Morning Post (erster Brief, 9. Dezember 1844).
    Würtl, Walter u. a. (2026): DIGIWAY – Geodaten für Sicherheit am Berg (gemeinsam mit Christoph Höbenreich, Christoph Kovacs, Klaus Pietersteiner, Lucia Felbauer und Peter Plattner), in: bergundsteigen. Zeitschrift für Risikomanagement im Bergsport. Walter Würtl ist zudem langjähriger Redakteur von bergundsteigen und analyse:berg (Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit).

    Internetquellen:

    Magazin des Deutschen Alpenvereins (DAV)
    Transhumance, the seasonal droving of livestock - UNESCO Intangible Cultural Heritage
    Alpinismus
    Engländerunglück – Wikipedia
    Ötzi, der Mann aus dem Eis - Südtiroler Archäologiemuseum

    Weitere Links:

    Die Geschichte des Urlaubs (Terra X History – der Podcast) - https://open.spotify.com/episode/5X5jsY9nIPtHWVSH2BwYFg?si=0028c2115f564d4f

    Podcast-Tipp:

    Erdsee: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/erdsee/index.html

    Team:

    Moderation: Mirko Drotschmann
    Sprecher*innen: Verena Glanos, Dominik Freiberger, Andrea Kath, Nils Kretschmer
    Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    Technik: Sarah Fitzek
    Musik: Sonoton
    Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach und Arne Peisker
  • Terra X History - Der Podcast

    250 Jahre USA - Die Geschichte der amerikanischen Revolution

    02.07.2026 | 1 Std. 13 Min.
    „All men are created equal“ – alle Menschen sind gleich erschaffen. Dies ist vielleicht der berühmteste Satz aus der Präambel der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776. Sie gilt als Geburtsstunde der Vereinigten Staaten. Am 4. Juli 2026 feiern die USA das 250. Jubiläum dieser Unabhängigkeitserklärung und damit auch das Ende der Herrschaft Großbritanniens über ihre damals dreizehn nordamerikanischen Kolonien. Aber woran wird da eigentlich erinnert? Für wen galten diese unveräußerlichen Rechte auf Leben, Freiheit und dem Streben nach Glückseligkeit? Und wie kam es zu diesem Unabhängigkeitskrieg, den eigentlich keiner wollte? Ein Podcast darüber, was bei der Boston Tea Party wirklich geschah, warum es einem preußischen Offizier zu verdanken ist, dass die Amerikaner am Ende gegen die britische Armee siegte und die Frage: Was ist eigentlich mit den Loyalisten passiert, die lieber britische Kolonie geblieben wären?

    InterviewparterInnen:

    Rebecca Brückmann
    Michael Hochgeschwender
    Jan Jansen
    Charlotte Lerg
    Jennifer Raff
    Stefan Rinke

    Literatur



    Brueckmann, Rebecca (2021): Massive Resistance and Southern Womanhood: White Women, Class, and Segregation. University of Georgia Press. Athens, 2021.
    Depkat, Volker (2026): Die Amerikanische Revolution, C.H. Beck Wissen. München.
    Ellis, Joseph (2026): 1776. Der Sommer der Revolution, C.H. Beck. München.
    Feuchtwanger, Lion (1946): Die Füchse im Weinberg, Aufbau Verlag. Frankfurt am Main.
    Hochgeschwender, Michael (2010): Der amerikanische Bürgerkrieg, C.H. Beck. München.
    Jansen, Jan C. / McKenzie, Kirsten (Hg.) (2024): Mobility and Coercion in an Age of Wars and Revolutions: A Global History. Cambridge University Press. Cambridge.
    Lerg, Charlotte (2022): Die Amerikanische Revolution, UTB. Stuttgart.
    Lerg, Charlotte (2011): Argument Amerika. Die Deutsche Amerika-Forschung im Vormärz und ihre politische Deutung in der Revolution 1848/49, transcript. Bielefeld
    Neitzel, Sönke (2000): Weltmacht oder Untergang. Die Weltreichslehre im Zeitalter des Imperialismus, Brill. Paderborn.
    Raff, Jennifer (2022): Origin: A Genetic History of the Americas. Twelve Books (Grand Central Publishing). New York.
    Rinke, Stefan (2022): Amerika - Amerikas: Zur Geschichte eines Namens von 1507 bis zur Gegenwart (Historamericana), Herder. Freiburg im Breisgau.

    Internetquellen

    https://www.verfassungsgeschichte.ch/US_1776_Declaration%20of%20Independence.pdf

    https://www.lexingtonma.gov/DocumentCenter/View/3887/Revolutionary-War-Monument-PDF

    https://themayflowersociety.org/history/the-mayflower-compact/

    https://www.verfassungsgeschichte.ch/US_1776_Declaration%20of%20Independence.pdf

    https://allthingsliberty.com/2014/01/sam-adams-signal/

    http://bostonteapartyship.com/wp-content/uploads/2018/01/Boston-Tea-Party-by-George-Hewes-2018.pdf

    https://www.verfassungsgeschichte.ch/US_1776_Declaration%20of%20Independence.pdf

    https://www.yorku.ca/comninel/courses/3025pdf/Locke.pdf

    https://www.heritage.org/progressivism/report/review-the-1619-project-curriculum

    https://www.nytimes.com/interactive/2019/12/20/magazine/1619-intro.html

    Mehr zum Thema im ZDF-Streaming

    https://www.zdf.de/250-jahre-usa-100

    https://schule.zdf.de/video/mw2gg-geschichte-der-usa-teil-i-100

    https://schule.zdf.de/video/mw2gg-geschichte-usa-teil-ii-100

    https://schule.zdf.de/video/kolumbus-unabhaengigkeit-der-usa-102

    https://schule.zdf.de/video/simon-bolivar-unabhaengigkeit-fuer-suedamerika-100





    Weitere Links



    Terra X History-Folge zur Geschichte der Wikinger: https://open.spotify.com/episode/0ExMxg49CXnltdcspGtYih?si=14b936028afb4205



    Zeitkapsel:

    https://story.ndr.de/zeitkapsel/index.html



    Team:

    Moderation: Mirko Drotschmann
    Sprecher*innen: Juana Guschl, Nils Kretschmer, Makke Schneider
    Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    Technik: Sarah Fitzek
    Musik: Sonoton
    Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach und Arne Peisker
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Über Terra X History - Der Podcast
Um ein komplexes Thema besser zu verstehen, lohnt sich oft ein Blick in die Geschichte. Denn hier beginnen die Dinge, die uns heute beschäftigen und das auch in Zukunft tun werden. "Terra X History – Der Podcast" geht mit Menschen aus Geschichtswissenschaft und Gesellschaft an die Anfänge zurück und fragt: Wie wurde unsere Welt so, wie sie ist? Und (was) können wir aus der Vergangenheit für die Gegenwart lernen? Alle zwei Wochen überall, wo es Podcasts gibt.
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