Prag, Frühjahr 1985. Während sich die sozialistische Tschechoslowakei auf die große Spartakiade vorbereitet und der Staat ein Bild von Ordnung und Sicherheit aufrechterhalten will, beginnt im Schatten der Stadt eine Serie brutaler Verbrechen.
Ein jugendlicher Täter greift nachts allein gehende Frauen an – zunächst tastend, dann immer gewalttätiger. Innerhalb von nur drei Monaten eskaliert die Serie: 11 Angriffe, darunter mehrere Vergewaltigungen, Mordversuche und schließlich drei Tötungen.
Doch die Öffentlichkeit erfährt nichts. Die Medien schweigen, die Polizei arbeitet unter strengster Geheimhaltung. Gerüchte verbreiten sich, Angst wächst – aber offiziell existiert der Täter nicht.
Erst als ein Ermittler ein Muster erkennt und eine entscheidende Spur zu einem jungen Pendler führt, kommt es zur Festnahme. Das Geständnis folgt schnell – ohne Reue, mit erschreckender Klarheit über Motiv und Taten.
Diese Folge beleuchtet nicht nur die Tatserie selbst, sondern auch das System, das sie unsichtbar machen wollte – und stellt die Frage, wie viele Verbrechen verhindert worden wären, wenn man früher darüber gesprochen hätte.