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Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte

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Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte
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  • Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte

    Europa im Krieg: Determinanten von Krieg und Frieden

    31.05.2026 | 59 Min.
    Vortrag von Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder (Bonn) in der Vortragsreihe „Verlieren wir Osteuropa?!“

    Den Erwartungen an eine „Rückkehr nach Europa“ folgten in den letzten Jahren Populismus, Ethno­natio­na­lis­mus, Enttäuschung über die EU, Korruption, teilweise autoritäre Regression und Orientierung an Putin. Welche Konflikte prägen die Gesell­schaften, was beeinflusst den Werte­wandel, wie hängen wirt­schaft­liche Ent­wick­lung und Ein­stel­lungs­muster miteinander zusammen? Schließlich: Was ist an den ost­euro­pä­ischen Entwicklungen „östlich“, welche übergreifenden euro­pä­ischen Trends lassen sich identifizieren? Das Bild ist vielschichtig.

    Andreas Heinemann-Grüder ist Senior Fellow beim CASSIS und außer­plan­mäßiger Professor für Politik­wissen­schaft an der Universität Bonn. Seine Forschungs­schwer­punkte sind Politik und Konflikte im postsowjetischen Raum, vergleichender Föderalismus, das Wiederaufleben des Autoritarismus und gewaltsame politische Krisen mit irregulären bewaffneten Gruppen. Heinemann-Grüder studierte Geschichte, Politik­wissen­schaft und Germanistik an der Freien Universität Berlin und absolvierte ein Postgraduierten­studium an der Lomonossow-Universität in Moskau. Er promovierte 1989 an der Freien Universität Berlin und habilitierte sich 1999 an der Humboldt-Universität. Er ist Mitglied des Beirats der Bundes­regierung für zivile Konflikt­präven­tion und Friedens­för­de­rung.

    Die Veranstaltung fand am 26. März 2026 in der Württembergischen Landes­biblio­thek statt.

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/europa_im_krieg_determinanten_von_krieg_und_frieden?nav_id=13106
  • Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte

    Hitler übersetzen. Über die Sprache des Faschismus und ihre unheilvolle Wirkmacht

    22.05.2026 | 1 Std. 14 Min.
    Buchvorstellung mit Olivier Mannoni | Bibliothek für Zeitgeschichte

    Zehn Jahre lang übersetzte Mannoni Hitlers „Mein Kampf“ für eine kritisch-wissenschaftliche Edition ins Französische. Das Werk, mit dem Hitler seine antisemitischen Thesen und nationalsozialistische Weltanschauung auf über 700 Seiten in eine für den Normalbürger kaum zugängliche Prosa ergoss und sie dennoch „salonfähig“ machte. Zwölf Millionen Exemplare waren bis 1945 im Umlauf.

    Was macht es mit einem Menschen, sich jahrelang in die Tiefen von Hitlers Sprache zu versenken? Angesichts einer politischen Realität, in der rechtspopulistische Parteien Regierungen stellen, demagogische Reden ein Revival erleben und nationalsozialistisches Vokabular in unseren Alltag zurückkehrt, warnt uns Olivier Mannoni vor der Wirkmacht sprachlich irreführender Überfrachtungen und dem damit einhergehenden suggestiven Kalkül.

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_sprache_faschismus_mannoni
  • Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte

    Eltern – Kinder – Bildung. Wie Herkunft und Familie Chancen prägen

    02.05.2026 | 47 Min.
    Bildung ist in Deutschland immer noch eine Frage der sozialen Herkunft. Warum eigentlich? Und lässt sich daran etwas ändern? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Sandra Buchholz (Hannover). Es wird gezeigt, wie ungleich die Bildungschancen in Deutschland nach wie vor verteilt sind. Ein Beispiel: Haben die Eltern studiert, nehmen 78 von 100 Kindern im Laufe ihres Lebens selbst ein Studium auf. Haben die Eltern nicht studiert, sind es hingegen nur 25 von 100 Kindern. Haben die Eltern keine berufliche Ausbildung abgeschlossen, finden sogar nur 8 von 100 Kindern den Weg an die Hochschule. Wie sich die Forschung das Fortbestehen sozialer Ungleichheiten erklärt, wird diskutiert. Dabei zeigt sich, es sind nicht nur Unterschiede in den schulischen Leistungen, die den Ungleichheiten zugrunde liegen. Selbst bei Leistungen macht die soziale Herkunft einen großen Unterschied.

    Die Veranstaltung fand am 25. Februar 2026 in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart statt.

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sandra_buchholz_eltern_kinder_bildung
  • Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte

    Ist die Formel vom „Weniger, älter, bunter“ zu revidieren? Neue und alte Facetten des demographischen Wandels in ländlichen Räumen

    19.04.2026 | 48 Min.
    Vortrag von Annett Steinführer in der Reihe "Im Umbruch!": Es ist stiller geworden um das Thema des demographischen Wandels in ländlichen Räumen. Die noch vor wenigen Jahren verbrei­teten Untergangs­zenarien und Forderungen nach der „Schließung“ von Dörfern wurden von anderen Aufmerk­sam­keits­kon­junk­tu­ren verdrängt. Doch schreiten die Verände­run­gen der Zahl und der Zusammensetzung der Bevölkerung fort, und neue Wande­rungs­mus­ter tragen zu sozialer Vielfalt bei. Der Vortrag von Prof. Dr. Annett Steinführer (Braunschweig) beleuchtet die unter­schied­lichen Facetten des demographischen Wandels in ländl­ichen Räumen in Deutschland und ihre Folgen für das Zusammen­leben, das Wohnen und die Daseins­vor­sorge genauer, wobei gleichzeitig der großen regio­na­len und lokalen Vielfalt der Wanderungsprozesse und der natürlichen Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung Rechnung zu tragen ist.

    Die Veranstaltung fand am 10. Februar 2026 in der Württembergischen Landes­biblio­thek Stuttgart statt.

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/annett_steinfuehrer_laendliche_raeume
  • Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte

    Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes

    06.04.2026 | 1 Std. 2 Min.
    Stefanie Schüler-Springorum stellt erstmals die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft aus Sicht der Menschen dar, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Damit erzählt sie eine bislang weitgehend ausgeblendete Geschichte. Sie schildert die Erfahrungen von überlebenden Juden und Sinti und Roma, von ehemaligen Zwangsarbeitern und Homosexuellen im westlichen Teil Deutschlands in den ersten Nachkriegsjahrzehnten. Das gängige Bild von der gelungenen Demokratisierung der Bundesrepublik bekommt durch diese Geschichten einen Riss. Die Erfahrungen der ehemals Verfolgten zeigen, dass der Hass und die Ressentiments gegen sie nicht einfach verschwanden, sie waren tief im Denken der Menschen verankert und sind es zum Teil bis heute. Die Gründe und Funktionen dieser Einstellungen mögen sehr unterschiedlich sein, doch sie haben eines gemeinsam: den Wunsch der Mehrheitsgesellschaft, dass die betroffenen Menschen nicht da sein sollten.

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_verfolgte_ns_bundesrepublik_schueler_springorum
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Über Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte
Die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek veranstaltet regelmäßig in Stuttgart öffentliche Vorträge zu Politik und Zeitgeschichte. Auch Lesungen, Gespräche und Podiumsdiskussionen gehören zum Programm. Historiker kommen dabei ebenso zu Wort wie Journalisten, Publizisten, Schriftsteller und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Die Reihe richtet sich zugleich an Fachwissenschaftler wie an historisch Interessierte.
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