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Amtsgeheimnisse - Der Gemeindebund-Podcast

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40 Episoden

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    #34 Amtsgeheimnisse vor Ort: Wie funktioniert eine zweisprachige Gemeinde? – mit Bürgermeisterin Elisabeth Lobnik

    04.2.2026 | 22 Min.
    In dieser Folge von „Amtsgeheimnisse vor Ort“ – dem Gemeindebund-Podcast – spricht Bürgermeisterin Elisabeth Lobnik darüber, was eine zweisprachige Gemeinde ausmacht. Im Gespräch mit Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl erzählt die Bürgermeisterin von ihrer eigenen zweisprachigen Biografie, dem Wandel im Stellenwert der slowenischen Sprache, von Bildung, Verwaltung und dem Zusammenleben der Volksgruppen in einer Gemeinde.
    Thema des Gesprächs sind aber auch alte Wunden, aktuelle Konflikte und politische Spannungsfelder. Anlässe wie Hass gegen zweisprachige Ortstafeln, der Polizeieinsatz am Peršmanhof im Juli 2025, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Slowenien und die Bewältigung von Naturkatastrophen zeigen, wie sehr Geschichte, Identität und Verwaltung hier miteinander verflochten sind.
    Eine Podcast-Folge über Sprache als Überlebenskampf, über Kooperation über Grenzen hinweg – und darüber, warum Zweisprachigkeit mehr ist als nur ein Vermerk auf der Ortstafel.

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    #33 Ukraine unter Beschuss – wie ein Botschafter den Krieg erklärt - mit Vasyl Khymynets

    21.1.2026 | 1 Std. 1 Min.
    Seit 2021 vertritt Vasyl Khymynets die Ukraine in Österreich. In diesem Podcast spricht er mit Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl über seinen persönlichen Weg in die Diplomatie, die engen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Österreich und der Ukraine sowie die tiefgreifenden Veränderungen seit dem russischen Angriffskrieg.
    Khymynets erläutert die Entwicklung der Ukraine seit der Unabhängigkeit 1991 und betont die völkerrechtliche Anerkennung der ukrainischen Grenzen – auch durch das Referendum auf der Krim und im Donbas. Der heutige Krieg sei kein Stellvertreterkrieg, sondern ein Angriff auf die Freiheit der Ukraine und auf das Völkerrecht insgesamt.
    Er widerspricht klar den russischen Rechtfertigungen des Krieges: Sprachliche oder ethnische Zugehörigkeit spiele für die Menschen in der Ukraine keine Rolle – sie verteidigen ihre Heimat. Frieden sei nur dann möglich, wenn er gerecht und nachhaltig ist und der Aggressor nicht belohnt wird.
    Ein Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf dem Wiederaufbau. „Die Gemeinden spielen dabei eine zentrale Rolle“, sagt Botschafter Khymynets.  Angefangen von der Infrastruktur über Wohnbau, Schulen und Gesundheitsversorgung bis hin zu sozialer und psychologischer Unterstützung. Khymynets dankt in dem Zusammenhang auch den österreichischen Gemeinden für ihre Solidarität und betont die Bedeutung von Partnerschaften auf kommunaler Ebene.

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    #32 Amtsgeheimnisse vor Ort: Aus 3 mach 1 - warum Gemeinden freiwillig fusionieren - mit Bürgermeister Patrick Geir

    07.1.2026 | 22 Min.
    In der neuen Folge von „Amtsgeheimnisse vor Ort“ spricht Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl mit Bürgermeister Patrick Geir aus Matrei am Brenner über die freiwillige Fusionierung dreier Gemeinden. Vor vier Jahren, am 1. Jänner 2022, wurde aus den drei Gemeinden Matrei, Mühlbachl und Pfons die neue Gemeinde Matrei am Brenner. Im Gespräch beleuchten wir die Hintergründe dieses Schritts, die finanziellen Vorteile der Zusammenlegung, und sehen uns an, wie sich die Gemeinde seitdem entwickelt hat.
    Während die Bevölkerung 1974 eine Fusion noch klar ablehnte, stimmte sie 2020 deutlich dafür. Anders als bei einer Verwaltungskooperation oder einem Gemeindedienstleistungsverband (siehe Episode #30) geben Gemeinden bei einer Fusion ihre Selbstständigkeit vollständig auf und formieren sich zu einer neuen Einheit – mit neuem Gemeinderat, neuen Abteilungen und einem neuen Gemeindeamt. Nicht in jedem Fall ist das sinnvoll. Anders bei Matrei:
    Die drei Gemeinden Gemeinden Matrei, Mühlbachl und Pfons sind seit jeher eng miteinander verbunden. Zunächst wurde eine Verwaltungskooperation geprüft, doch schlussendlich entschied man sich für eine Fusion, erzählt der Bürgermeister. Diese erfolgte schrittweise und wurde systematisch vorbereitet. Hilfreich war, dass Verwaltung und Bauhöfe schon in der Vergangenheit miteinander zusammengearbeitet hatten. „Dafür war einiges an Vor- und Nacharbeit notwendig“, betont Patrick Geir. Der Aufwand habe sich jedoch gelohnt: Die neue Gemeinde profitiert heute von spürbaren finanziellen Vorteilen und erhielt zudem rund 1 Million Euro an ‚Hochzeitsgeld‘ vom Land Tirol zur Unterstützung der Fusionierung.
    Und die Bürgerinnen und Bürger? Die sollen von der Fusionierung so wenig wie möglich spüren. Für sie hat sich wenig verändert, denn die meisten Vereine wurden und werden auch weiterhin gemeindeübergreifend betrieben, wie der Ortschef erzählt. In persönlichen Gesprächen zeigt sich, dass das Identitätsgefühl der Menschen ohnehin stärker an ihre Ortsteile und Siedlungen gebunden ist als an die ehemalige Gemeindegrenze. „Das war schon vor der Fusion so und das bleibt auch so“, sagt Bürgermeister Geir.
    Aber warum entschied man sich für den Namen Matrei? Und wie reagierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Fusion? Diese und weitere Fragen beantworten wir in der aktuellen Episode. Erfahren Sie, was Matrei am Brenner heute ausmacht, welche Vorteile die Fusion brachte und wie der Weg zur neuen Gemeinde verlief – in der neuen Folge von „Amtsgeheimnisse vor Ort“ mit Bürgermeister Patrick Geir.

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    #31 Haben Gemeinden ein Korruptions-Problem? - mit Bettina Knötzl

    17.12.2025 | 58 Min.
    Bettina Knötzl von Transparency International Österreich, gibt in dieser Folge der „Amtsgeheimnisse“ einen Einblick in die Arbeit ihrer Organisation, über Korruptionsprävention bei Politikern, das neue Informationsfreiheitsgesetz und warum ein gläserner Staat wichtiger ist als je zuvor. Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl diskutiert mit seinem aktuellen Gast über Postenschacher, Freunderlwirtschaft, Transparenz in Gemeinden und die Frage, ob Offenheit mehr kostet, als sie nützt. Für Bettina Knötzl ist dabei zentral: „Die besten Köpfe zuerst – nicht die besten Kontakte.“
    Darüber hinaus sprechen die beiden darüber, wie Entscheidungen, Aufträge und öffentliche Gelder zugänglich gemacht werden können und warum dies entscheidend ist, um Vertrauen in die Demokratie zu stärken.
    Dabei geht es nicht nur um die Risiken, sondern auch die Chancen durch transparente Entscheidungen: Weniger Skandale, mehr Vertrauen in Bürgermeister:innen und Verwaltung sowie bessere Nutzung öffentlicher Gelder. Bettina Knötzl betont: „Wenn man sich anständig verhält, hat man nichts zu befürchten.“

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    #30 Amtsgeheimnisse vor Ort: Was bringt ein Gemeinde-Dienstleistungsverband? – Gespräch mit Wolfgang Lindorfer

    03.12.2025 | 22 Min.
    In der neuen Folge von „Amtsgeheimnisse vor Ort“ spricht Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl mit Wolfgang Lindorfer, dem langjährigen – mittlerweile pensionierten - Geschäftsführer des Gemeinde-Dienstleistungsverbands Amstetten (GDA). Der Verband zählt 38 Mitgliedsgemeinden und rund 30 Mitarbeiter:innen – und übernimmt Aufgaben, die einzelne Gemeinden personell oder fachlich kaum noch stemmen können. Das Ergebnis: enorme Effizienzgewinne, einheitliche Verfahren und Ersparnisse von bis zu Hunderttausenden Euro. Neben Effizienzsteigerungen bringt die Verbandslösung vor allem auch Rechtssicherheit und Fairness gegenüber den Bürger:innen.
    Wolfgang Lindorfer ist Amtsleiter – allerdings nicht in einer einzigen Gemeinde, sondern de facto in 38 Gemeinden gleichzeitig. Als Geschäftsführer des GDA koordiniert er Dienstleistungen, die Gemeinden entlasten, Prozesse vereinheitlichen und moderne Verwaltung ermöglichen. Er erzählt, warum sich Gemeinden für den Verband entscheiden: „In erster Linie passiert das im Zuge von Pensionierungen oder Personalwechseln innerhalb der Gemeinden. Andere entscheiden sich aus strategischen Gründen für den Verband.“ Die Abwicklung der Abfallwirtschaft ist zum Beispiel für einzelne Gemeinden nicht machbar. Auch in anderen Bereichen, wie etwa der Kanalflächenberechnung, brauche es manchmal fachspezifisches Know-how, das sich einzelne Gemeinden nicht leisten könnten.
    Neben Abgabenerhebung können Mitgliedsgemeinden auch ganz spezifische Leistungen in Anspruch nehmen, wie beispielsweise die Abwicklung von Kindergartentransport. In Zukunft will man auch vermehrt auf Digitalisierungsdienstleistungen setzen. Auch hier können sich Gemeinden viel Geld sparen. Lindorfer wagt auch einen Blick in die Zukunft: Viele Abläufe der Gemeindeverwaltung werden künftig automatisiert sein. Gleichzeitig gewinnen klassische Gemeindestrukturen wieder an Bedeutung – persönliche Begegnung, Vereine, Unterstützung vor Ort. Gemeinden, so Lindorfer, sollten sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können, während Verbände professionelle Hintergrundprozesse übernehmen.
     
    „Ich glaube daran, dass es eine Renaissance der Gemeinden geben wird. Wenn die Leute genug von den sozialen Medien haben und wieder persönliche Begegnungen suchen – dann werden sie froh sein, dass es die Strukturen vor Ort noch gibt“, so Wolfgang Lindorfer.
    Das und mehr hören Sie in der neuen Folge von „Amtsgeheimnisse vor Ort“ mit GDA-Geschäftsführer Wolfgang Lindorfer.
    Anmerkung: Wolfgang Lindorfer ist mittlerweile im Ruhestand, seine Nachfolgerin als Geschäftsführerin des GDA ist Eva Zirkler.

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Über Amtsgeheimnisse - Der Gemeindebund-Podcast

Willkommen bei „Amtsgeheimnisse – Der Gemeindebund-Podcast“, eurem Zugang zu Geschichten und Informationen über die österreichischen Gemeinden! In unserem Podcast werfen wir gemeinsam mit Präsident Johannes Pressl und spannenden Gästen einen detaillierten Blick hinter die Kulissen des kommunalen Lebens und beleuchten die Arbeit jener Menschen, die tagtäglich dafür sorgen, dass unsere Gemeinden funktionieren.
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