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Wohlstand für Alle

Ole Nymoen, Wolfgang M. Schmitt
Wohlstand für Alle
Neueste Episode

501 Episoden

  • Wohlstand für Alle

    Ep. 356: Stalin und die Kollektivierung der Landwirtschaft

    03.06.2026 | 24 Min.
    Wie ist die Zwangskollektivierung, die Josef Stalin Anfang der 1930er-Jahre durchführen ließ, ökonomisch zu bewerten? Zunächst ist festzuhalten, dass es sich nicht nur um ein wirtschaftliches Programm handelte. Gewiss, man wollte die Produktivität der Agrarwirtschaft erhöhen und dadurch genügend freie Arbeitskräfte gewinnen, die in der neuen Industrie arbeiten konnten.
    Zugleich verfolgte die Kollektivierung ideologische Ziele: Die Einführung des Sozialismus bedeutete den radikalen Bruch mit der Eigentumsordnung des Zarenreichs, weshalb man sich mit den Großbauern anlegen musste. Auf Geheiß von Stalin wurde die Kollektivierung temporeich und gewaltsam vorangetrieben.
    Auch wenn Stalin bald in einem Artikel in der „Prawda“ zurückruderte und so tat, als habe er diese gewaltvollen Aktionen nie gewollt, war völlig klar, worauf seine Anweisungen hinauslaufen würden. Ökonomisch betrachtet, ebneten die brutalen Maßnahmen den Weg zu einer erstaunlichen Industrialisierung. Wäre es aber auch anders und zwar mit weniger Zwang und Repression möglich gewesen?
    Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!

    Literatur:

    Robert C. Allen: Farm to Factory. A Reinterpretation of the Soviet Industrial Revolution, Princeton University Press.

    Manfred Hildermeier: Geschichte der Sowjetunion, 1917-1991. Entstehung und Niedergang des ersten sozialistischen Staates, C. H. Beck.

    Josef Stalin: "Vor Erfolgen von Schwindel befallen. Zu den Fragen der kollektivwirtschaftlichen Bewegung", online verfügbar unter:
    https://www.1000dokumente.de/Dokumente/Volltext:Stalin,_%27%27Vor_Erfolgen_von_Schwindel_befallen._Zu_den_Fragen_der_kollektivwirtschaftlichen_Bewegung%27%27#cite_ref-1

    Termine:

    Am 7.6. spricht Wolfgang mit Judith Schalansky in Köln: https://www.philcologne.de/de/programm/phil-cologne/marmor-quecksilber-nebel-woraus-die-welt-gemacht-ist-mit-judith-schalansky

    Am 9.6. spricht Wolfgang mit Patrick Kaczmarcyk in Köln: https://www.philcologne.de/de/programm/klassedenken/klassedenken-was-ist-geld-mit-patrick-kaczmarczyk-und-wolfgang-m-schmitt

    Schlager für Alle:

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  • Wohlstand für Alle

    Literatur #65: Tomer Gardi – Liefern

    30.05.2026 | 15 Min.
    Weltumspannende Literatur verfasst der israelische Schriftsteller Tomer Gardi mit seinem Roman „Liefern“.
    Im Mittelpunkt stehen Rider auf E-Bikes, die in New Delhi, Berlin und Tel Aviv Essen, Getränke und Einkäufe zu denen bringen, die auf einer Liefer-App bestellt haben. Die Arbeit dieser Rider findet zum großen Teil im Verborgenen statt, Gardi nimmt einen literarisch clever konstruierten Perspektivwechsel vor, der uns mit einem globalen Proletariat konfrontiert, das sich nicht solidarisch verbinden kann, sondern untereinander im Konkurrenzkampf steht; das auf Kunden trifft, die sich den niedrigsten Preis bei höchstem Tempo wünschen und die heillos dem Algorithmus der Plattformen und den Bewertungen der Kunden ausgeliefert sind.
    Die digitale Verfügbarkeit kontrastiert Gardi mit radikaler Abhängigkeit: Der Roman findet eine Sprache und eine Erzählweise, um diesen fundamentalen Souveränitätsverlust packend zu beschreiben.
    In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ diskutieren wir über diesen außergewöhnlichen Gegenwartsroman.

    Literatur:

    Tomer Gardi: Liefern. In Teilen aus dem Hebräischen übersetzt von Anne Birkenhauer, Tropen.

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  • Wohlstand für Alle

    Ep. 355: Die Sowjetunion – ein ökonomischer Erfolg?

    27.05.2026 | 28 Min.
    Als die Sowjetunion 1991 aufgelöst wurde, war die Bilanz rasch gezogen: Ein wirtschaftliches Fiasko nahm sein Ende. Gewiss, im Vergleich zu Bürgern in Deutschland oder den USA waren die Menschen in der Sowjetunion bedeutend ärmer. Jedoch hilft einem dieser direkte Vergleich nicht weiter, viel wichtiger ist es, in Relationen zu denken.
    Vergleicht man die Entwicklungen anderer Länder und erkennt man, dass die globale Ungleichheit zwischen den Ländern während des 20. Jahrhunderts stark gestiegen ist, schneidet das realsozialistische Experiment gar nicht so schlecht ab. Die Sowjet-Wirtschaft startete auf einem viel niedrigeren Niveau als die Ökonomien des Westens, konnte aber gleich schnell wachsen.
    In der neuen Folge von “Wohlstand für Alle” sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über einen unkonventionellen Historiker und dessen Blick auf die Dinge.

    Literatur:

    Robert C. Allen: Farm to Factory. A Reinterpretation of the Soviet Industrial Revolution, Princeton University Press.

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  • Wohlstand für Alle

    Wie Philip Manow den Populismus erklärt

    23.05.2026 | 21 Min.
    In der neuen Speakeasy-Bar diskutieren wir zunächst über den neuesten Streich von Wolfram Weimer. Dieses Mal will der Kulturkampfminister Inhalte bei YouTube regulieren – natürlich ganz staatsfern und ohne den Eindruck von Zensur zu erwecken. In einem Zeitungsbeitrag fordert er, YouTube von den Landesmedienanstalten beaufsichtigen zu lassen; zugleich möchte er den privaten Medienhäusern ein Geschenk machen.
    Das zweite große Thema ist das neue Buch des Politikwissenschaftlers Philip Manow. In „Spaltungslinien“ erklärt er, warum auf EU-Ebene das alte Rechts/Links-Schema nicht mehr greift und damit eine neue Konfliktlinie ausgemacht werden muss zwischen jenen, die für die EU sind und damit die ökonomische wie gesellschaftliche Liberalisierung mittragen, und jenen, die gegen die EU sind, aber sich aufspalten in zwei Lager – eines auf der rechten, eines auf der linken Seite.
    Manow provoziert zudem mit der These, dass die rechten Parteien Europas sich ökonomisch nach links bewegen. Des Weiteren sprechen wir über rechte und linke Architektur, über die Aktualität von Marx‘ Werttheorie, über NGOs im Kapitalismus sowie das Staatsverständnis der Querdenker.

    Literatur:

    Philip Manow: Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats, C.H. Beck.

    Wolfram Weimer über YouTube: https://www.welt.de/debatte/plus69fd75d87e3ff373d429dbd6/kulturstaatsminister-wenn-youtube-das-neue-fernsehen-ist-braucht-es-neue-regeln.html

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    Ep. 354: Sollten Linken-Politiker ihr Gehalt deckeln?

    20.05.2026 | 53 Min.
    Verdienen Bundestagsabgeordnete der Partei die Linke zu viel, um weiterhin die Sache der Arbeiter zu vertreten? Die Linken streiten derzeit intern über einen Gehaltsdeckel für alle Abgeordneten der Partei, der in etwa vorsehen soll, dass die Diät auf knapp 3000 Euro netto bzw. 5500 Euro brutto begrenzt wird.
    Die Kostenpauschale in Höhe von 5500 Euro soll dabei aber mutmaßlich unangetastet bleiben. Zusätzlich sollen Abgeordnete pro Kind oder zu pflegendem Angehörigen 350 Euro pro Monat erhalten. In anderen europäischen Länder haben sozialistische Parteien lange schon solche Limitierungen der Gehälter.
    Bei der Bevölkerung gibt es ohnehin mehrheitlich die Ansicht, dass Politiker zu viel verdienen. Linke könnten hier mit gutem Beispiel vorangehen. Was aber würde das bedeutet? Leidet darunter eine Professionalisierung der Politik? Wird damit verhindert, dass Politiker die Interessen der Arbeiter verraten? Das kann durchaus bezweifelt werden. Wer sich dem Establishment anpasst, tut das nicht unbedingt wegen des Geldes, sondern aus Überzeugung.
    Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur/Quellen:

    Sebastian Friedrich über den Gehaltsdeckel: https://www.ueberrechts.de/p/gehaltsdeckel-gegen-rechts

    Fabian Lehr über die Debatte: https://www.youtube.com/watch?v=76BF7_mm0GA&t=

    Termine:

    Wolfgang ist am 7.6. mit Judith Schalansky auf der LitCologne: https://www.philcologne.de/de/programm/phil-cologne/marmor-quecksilber-nebel-woraus-die-welt-gemacht-ist-mit-judith-schalansky

    Wolfgang ist am 9.6. mit Patrick Kaczmarczyk auf der LitCologne: https://www.philcologne.de/de/programm/klassedenken/klassedenken-was-ist-geld-mit-patrick-kaczmarczyk-und-wolfgang-m-schmitt

    „Schlager für Alle“:

    25.06. Hamburg: https://tickets.centralkomitee.de/product/95403/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-25-06-2026

    05.07. Düsseldorf: https://zakk.de/event-detail?event=16010

    15.08. Berlin: https://d2mberlin.de/veranstaltung/schlagerfueralle/

    30.10. Frankfurt: https://diekaes.ditix.shop/event/n1xk0eq2dyksnve3

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Über Wohlstand für Alle
Wir, Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, sprechen wöchentlich über Geld. Jeden Mittwoch behandeln wir in "Wohlstand für Alle" ein Wirtschaftsthema und werfen dabei einen anderen Blick auf ökonomische Zusammenhänge. Impressum (Angaben gemäß § 5 TMG): Bitte keine Fanpost/Anfragen an folgende Adresse! Wolfgang M. Schmitt c/o Rechtsanwalt Markus Kompa (zustellungsbevollmächtigt) Geißelstraße 11 50823 Köln Deutschland Kontakt: E-Mail: [email protected] Telefon: +49 (0)221 29960001 Fax: +49 (0)221 29960002 Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE3303228702
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Generated: 6/3/2026 - 6:15:08 AM