robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus
Dietmar Gumprecht

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- Enttäuschung behandeln wir wie einen Fehler, den man möglichst schnell hinter sich bringt. Dabei ist sie eines der ehrlichsten Signale, die wir haben. Sie trifft uns nie dort, wo uns etwas gleichgültig ist, sondern immer dort, wo wir vorher etwas investiert haben – eine Hoffnung, ein Bild davon, wie es kommen würde.
Diese Folge geht dem nach, was im Moment der Enttäuschung eigentlich endet. Warum wir nicht um die Sache selbst trauern, sondern um eine Zukunft, die nur in unserem Kopf existiert hat. Warum die Enttäuschung genau dort am härtesten zuschlägt, wo wir am stärksten sind – und was sie damit über unseren heimlichen Selbstwert verrät. Und warum der bequeme Ausweg, einfach nichts mehr zu erwarten, keine Gelassenheit ist, sondern eine Betäubung.
Worum es geht
Was im Wort „Ent-Täuschung" steckt. Die Unterscheidung zwischen dem, was in unserer Verfügung liegt, und dem, was nicht. Warum wir kränkbar sind, wo wir stark sind. Die Falle des Nichts-mehr-Erwartens. Und die soziale Seite: milder werden mit der Enttäuschung anderer und mit der Angst, selbst zu enttäuschen.
Wer der Frage weiter nachgehen möchte, woran der eigene Selbstwert hängt und wie man ihn aus fremden Händen zurückholt, findet in der Audio-Masterclass „Mehr bei dir" den ausführlichen Weg dorthin.
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Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge. - Vor dir steht etwas Schönes – ein Glas Wein, ein Abend, ein Ort, den du dir lange gewünscht hast. Und während du es genießt, ist dein Kopf schon woanders. Warum geht uns das Genießen so oft durch die Finger, obwohl wir alles dafür hätten? Diese Folge ist ein Nachdenken über das Genießen, kein Ratgeber mit fünf Schritten. Sie nimmt dich mit zu zwei Männern, die sich zu Lebzeiten aufs Bitterste verachteten und an einer einzigen Stelle trotzdem dasselbe rieten: Epikur, dem angeblichen Lustphilosophen, dessen Ruf einer der erfolgreichsten Rufmorde der Philosophiegeschichte ist, und Seneca, dem reichsten Römer seiner Zeit, der über Genügsamkeit schrieb und am eigenen Reichtum scheiterte.
Es geht um die Abstumpfung, die wir für einen Defekt halten und die in Wahrheit ein Schutz ist. Um Senecas Kargheitsübung, die den Genuss schärft, indem sie ihn für ein paar Tage wegnimmt. Und um eine Übung in die andere Richtung, die weder Seneca noch Epikur in dieser Form kannten: die Luxusübung, das bewusste Genießen von etwas, das nie dein Standard werden kann. Mit der ehrlichen Frage, ob das wirklich gelingt oder ob es einen nur unzufriedener zurücklässt. Am Ende stehen drei Menschen im selben Hotelzimmer, und nur einer von ihnen ist frei.
Den biologischen Mechanismus hinter dem Ganzen – warum die Vorfreude größer ist als die Erfüllung und was Dopamin damit zu tun hat – habe ich in einer früheren Folge ausführlich behandelt. Wenn du tiefer einsteigen willst, findest du sie hier: Dopamin und Seneca.
Wer beim Genießen frei bleiben will, stößt früher oder später auf eine verwandte Frage: Wie viel von dem, was wir tun und ertragen und mit uns machen lassen, gehört eigentlich uns – und wie viel geben wir nur her, weil wir nicht Nein sagen können? Genau darum geht es in meiner Audio-Masterclass Mehr bei dir – stoische Abgrenzung und innere Freiheit. Sie vermittelt die stoischen Prinzipien direkt und ohne historischen Umweg, für alle, die bei sich bleiben wollen, ohne hart zu werden. Du findest sie hier: stoicmind.at/audiomasterclass.
Jeden Mittwoch erscheint außerdem eine neue geführte Meditation im Meditations-Abo – ein wachsendes Repertoire aus thematischen und grundlegenden Übungen, monatlich kündbar. Wenn du das Innehalten, von dem diese Folge spricht, nicht nur denken, sondern üben willst, findest du das Abo hier: Meditations-Abo.
Mehr über meine Arbeit, das Coaching und das Buch findest du auf stoicmind.at. Schreib mir gern, wenn dir zu dieser Folge etwas durch den Kopf geht.
Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge. - Schuld ist ein schweres Wort, und wir vermeiden es, wo wir können. Wir sagen lieber, wir hätten ein schlechtes Gewissen. Doch hinter diesem freundlichen Etikett steckt fast immer das stärkere Gefühl – und es meldet sich oft genau dann, wenn wir eigentlich nichts falsch gemacht haben. Nach einem Nein. Nach einer Entscheidung, die für jemand anderen schlecht ausging, obwohl sie vernünftig war.
In dieser Folge sehen wir uns an, warum sich so viele Menschen schuldig fühlen, wo kein Gericht der Welt ein Urteil sprechen würde. Wir trennen drei Dinge, die im Gefühl ständig verschwimmen: etwas verursacht zu haben, schuld zu sein und für etwas verantwortlich zu sein. Und wir gehen der unbequemen Frage nach, warum etwas in uns die Schuld geradezu sucht – warum wir uns lieber zum Täter machen, als ein kleines Rad im Getriebe der Ursachen zu sein.
Im Zentrum steht eine Unterscheidung, die alles verändert: der Unterschied zwischen Schuld und Scham. Zwischen dem Satz „Ich habe einen Fehler gemacht“ und dem Satz „Ich bin ein Fehler“. Das eine lässt sich bearbeiten, das andere legt uns lahm. Und genau an der Schwelle, an der das eine ins andere kippt, entscheidet sich, ob ein schlechtes Gewissen uns mit den anderen verbindet oder von ihnen trennt.
Eine Folge über das nächtliche Kreisen, über die heimliche Größe, die in der Selbstanklage steckt, und über einen Rückweg, der nicht über mehr Strenge führt, sondern über die schlichte Frage: Würde ich mit einem Freund so reden, wie ich gerade mit mir selbst rede?
Wer mit diesen Gedanken tiefer arbeiten und lernen möchte, eine Grenze zu ziehen, ohne sich dafür innerlich anzuklagen, findet das in meiner Audio-Masterclass „Mehr bei dir“: stoicmind.at/audiomasterclass
Mehr zu meiner Arbeit, zu Coaching und Beratung: stoicmind.at und stoicmind.at/coaching-beratung
Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge. - Du verschickst eine Mail, und in der zweiten Zeile fehlt ein Wort. Niemand würde stolpern. Und trotzdem kriecht eine Hitze den Nacken hoch, und ein Satz meldet sich, der gar nicht der Mail gilt, sondern dir: Wie konnte mir das passieren. Vierzig Dinge sind gelungen, eines nicht, und das eine gewinnt. Jedes Mal.
In dieser Folge geht es um den Unterschied, den der Alltag ständig verwischt: zwischen hohen Ansprüchen und der Angst, die hinter ihnen sitzt. Wer hohe Standards hat und sie erreicht, lebt oft erstaunlich gut damit. Das Leiden beginnt woanders – dort, wo der eigene Wert an die Leistung gekoppelt ist und beim kleinsten Fehler einstürzt. Die Psychologie nennt das den bedingten Selbstwert. Du erfährst, woher diese Kopplung kommt, warum der gängige Ratschlag „sei einfach milder zu dir" ins Leere läuft, und was Tory Higgins' Modell der Diskrepanz mit dem Alarm zu tun hat, der dich beim verfehlten Detail überfällt.
Und du erfährst, was die Stoa dem entgegensetzt – nicht als schneller Trost, sondern als Übung. Warum dein Wert nicht am Ergebnis hängen kann, das dir ohnehin nie ganz gehört. Warum die vier Kardinaltugenden zusammen ein Gegengewicht bilden. Und warum eine Philosophie, die ausgerechnet mit dem Schiffbruch eines Mannes begann, der alles verlor, das Scheitern nicht als Panne behandelt, sondern als den eigentlichen Weg.
Wenn du an dem Thema dieser Folge weiterarbeiten möchtest – am Abstand zwischen dem, was du leistest, und dem, was du dir selbst zugestehst –, dann ist die Audio-Masterclass „Mehr bei dir. Stoische Abgrenzung & innere Freiheit" der nächste Schritt; alles dazu findest du unter https://www.stoicmind.at/audiomasterclass.
Mehr über meine Arbeit, Texte und Angebote gibt es auf https://www.stoicmind.at/, und wenn du mit mir an deinen eigenen Themen arbeiten willst, findest du die Möglichkeiten zur Beratung und zum Coaching unter https://www.stoicmind.at/coaching-beratung. Wer den Podcast mag und tiefer einsteigen möchte, findet die wöchentlichen Meditationen im Meditations-Abo unter https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe.
Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge. - Ein einziges Wort, und plötzlich erklärt sich alles. Jahre der Verwirrung, des Zweifelns an der eigenen Wahrnehmung – und dann fällt der Begriff „Narzisst“, und alles fügt sich. Diese Erleichterung ist echt und verdient Respekt. Die Folge fragt, was sie sonst noch leistet, und warum das verführerische Wort fast immer mehr verdeckt als erklärt.
„Narzisst“ ist kein Schimpfwort, sondern ein klinischer Begriff. Nach dem amerikanischen Diagnosehandbuch DSM-5 müssen für die narzisstische Persönlichkeitsstörung mindestens fünf von neun Merkmalen über Jahre und alle Lebensbereiche hinweg erfüllt sein – eine hohe Schwelle, die die wenigsten erreichen, denen das Etikett im Alltag verpasst wird. Zugleich zählt die Störung zu den am wenigsten erforschten: Ein systematischer Review fand eine durchschnittliche Häufigkeit von rund einem Prozent (Spanne null bis 6,2 Prozent) und keine einzige kontrollierte Studie, die eine Behandlung als wirksam nachwies. In der größten US-Erhebung lag die Lebenszeitprävalenz bei 6,2 Prozent, deutlich höher bei Männern.
Noch grundlegender: Das in Europa maßgebliche System der Weltgesundheitsorganisation, die ICD-11, hat die narzisstische Persönlichkeitsstörung als eigenständige Kategorie abgeschafft und durch ein dimensionales Modell aus Schweregrad und fünf Merkmalsbereichen ersetzt. Während Millionen das Wort wie eine feststehende Diagnose verwenden, haben die zuständigen Stellen diese Schublade gerade geräumt.
Die Folge geht der Unterscheidung zwischen grandiosem und verletzlichem Narzissmus nach – dem lauten Typ, den jeder vor Augen hat, und dem stillen, der dem Klischee widerspricht und gerade bei Frauen oft übersehen wird.
Wer tiefer an der Frage arbeiten möchte, wie man sich abgrenzt, ohne sich zu verschließen, findet das im Zentrum meiner Audio-Masterclass „Mehr bei dir. Die Audio-Masterclass für stoische Abgrenzung & innere Freiheit“: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass
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Quellen und zum Weiterlesen
Zur diagnostischen Schwelle des DSM-5 (fünf von neun Kriterien) und zu den Grenzen dieser Definition: Caligor, Levy & Yeomans, Narcissistic Personality Disorder: Diagnostic and Clinical Challenges, American Journal of Psychiatry 2015, https://psychiatryonline.org/doi/10.1176/appi.ajp.2014.14060723.
Zur Häufigkeit und zum Mangel an Behandlungsforschung (systematischer Review, Durchschnitt rund ein Prozent, Spanne null bis 6,2 Prozent): Dhawan et al., Prevalence and treatment of narcissistic personality disorder in the community: a systematic review, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK78977/. Zur größten epidemiologischen Erhebung (6,2 Prozent, Männerüberhang): Stinson et al., J Clin Psychiatry 2008, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18557663/.
Zur Abschaffung der Kategorie in der ICD-11 und zum dimensionalen Modell der WHO: Bach et al., The ICD-11 classification of personality disorders: a European perspective on challenges and opportunities, https://link.springer.com/article/10.1186/s40479-022-00182-0.
Zur Unterscheidung von grandiosem und verletzlichem Narzissmus und zur Schwierigkeit, beide diagnostisch zu erfassen: Day et al., Narcissistic personality disorder in the ICD-11: Severity and trait profiles of grandiosity and vulnerability, Journal of Clinical Psychology 2024, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38742471/.
Zur Geschichte des Begriffs als wiederkehrende Kulturklage: Jean Twenge & Keith Campbell, The Narcissism Epidemic (2009), sowie Christopher Lasch, The Culture of Narcissism (1979).
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Über robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus
Grübeln, Überreaktionen, emotionale Abhängigkeit – keine Charakterfehler, sondern Gewohnheiten. Und Gewohnheiten lassen sich ändern.
robust glücklich ist der Podcast für innere Stabilität und Widerstandskraft – ohne Selbstoptimierungshype. Grundlage ist die Stoa: eine Philosophie, die sich als erstaunlich brauchbar für den Alltag erweist.
Themen: Ärger, Kontrollverlust, innere Unruhe, Grübeln, Gelassenheit.
Von Dietmar Gumprecht, Autor, psychologischer Berater und Coach.
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