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robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

Dietmar Gumprecht
robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus
Neueste Episode

155 Episoden

  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Unkaputtbarer Selbstwert? — Geschäftsmodell: Zweifel

    04.10.2026 | 41 Min.
    Unkaputtbarer Selbstwert? — Geschäftsmodell: Zweifel
    Neunzehnhundertneunzig erfand eine Werbeagentur drei Wörter für eine Getränkeflasche. Zwei davon sind wieder verschwunden. Das dritte steht heute im Duden, und wir hängen es inzwischen an Menschen.
    Diese Folge geht einer Kette von Annahmen nach, die wir jeden Tag benutzen, ohne sie je zu prüfen. Wer nicht wankt, in dem wankt auch nichts. Wer innerlich nicht wankt, weiß, was er wert ist. Und wer zögert, weiß es nicht.
    Alle drei Glieder sind untersucht worden, und die Ergebnisse bringen die Reihenfolge durcheinander. Michael Kernis hat Selbstwert nicht einmal gemessen, sondern über Tage hinweg, und dabei entdeckt, dass die Schwankung mehr verrät als die Höhe. Ed Diener hat Menschen fotografieren und von Fremden beurteilen lassen und ist auf eine Lücke zwischen Selbstbild und Fremdurteil gestoßen, die kaum jemand vermutet hätte. Roy Baumeister hat die gesamte Forschungslage gesichtet und die Wirkungsrichtung umgedreht. Und die berühmteste aller Haltungsübungen hat ihre eigene Überprüfung nicht überlebt.
    Dazu eine Frau, die an einem Abend mehr Zustimmung bekommt als die meisten Menschen in einem Berufsleben und danach im Hotelzimmer nach dem einen abfälligen Satz sucht. Ein Bundesstaat, der das Experiment im großen Maßstab durchgeführt hat. Und ein Markt, dessen Versprechen und dessen Weg dorthin in entgegengesetzte Richtungen zeigen.
    Seneca beschreibt den Schauspieler, der auf der Bühne König ist und im Leben ein Sklave mit Tageslohn. Marc Aurel wundert sich, dass wir dem Urteil von Menschen folgen, deren ungefilterte Gedanken wir keine Stunde lang ertragen würden. Und Epiktet stellt die Frage, was ein Abendessen eigentlich kostet, zu dem man eingeladen werden möchte.
    Am Ende steht kein Rezept für stabilen Selbstwert. Es steht die Frage, ob das Messgerät, an dem wir ihn ablesen, überhaupt uns gehört.
    Links
    Website: stoicmind.at
    Coaching und Beratung: stoicmind.at/coaching-beratung
    Audio-Masterclass "Mehr bei dir": stoicmind.at/audiomasterclass
    Meditations-Abo, jeden Mittwoch neu: Abo auf Spotify
    Das Vinyl-Projekt
    Die Closing-Songs aus dem Podcast erscheinen als Schallplatte. Neun Songs auf einer 12-Zoll, gesungen von Echo Vale, unter dem Titel "Closing Songs". Ob die Platte tatsächlich gepresst wird, entscheidet sich an der Zahl der Vorbestellungen — und damit an euch.
    Alle Infos dazu: vinyl.stoicmind.at
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Ich gönne mir das! – Das Ende der Willenskraft?

    27.09.2026 | 44 Min.
    Der Tag war lang. Die Woche war hart. Gerade ist ohnehin viel los.
    Alle drei Sätze stimmen. Keiner von ihnen erlaubt irgendetwas.
    Trotzdem steht abends jemand in der Küche, und die Kühlschranktür geht auf. Die übliche Erklärung lautet, die Willenskraft sei aufgebraucht: ein Tank, der leerläuft. Diese Erklärung ist über Jahre in vielen Laboren geprüft worden, und übrig geblieben ist fast nichts.
    Was stattdessen passiert, ist unbequemer. Wir geben nicht nach, wir genehmigen. Vor jeder Handlung gegen den eigenen Vorsatz steht ein Satz, der die Erlaubnis erteilt, und dieser Satz ist meistens wahr. Genau deshalb hält er stand.
    Diese Folge geht dem Erlaubnisschein nach: woran man ihn erkennt, wie er sich verändert, wenn aus dem Sich-etwas-Holen ein Wegschieben wird, und warum Chrysipp und Seneca den Freibrief vor zweitausend Jahren dort verortet haben, wo ihn die heutige Forschung findet. Dazu der ernsteste Einwand gegen diese Sichtweise, vorgetragen von einem Stoiker.
    Am Ende steht eine Umkehrung: Wer sich nichts vorgenommen hat, braucht keine Erlaubnis. Der Satz, den du dir abends erzählst, ist der Beweis, dass die Regel noch steht.
    Die Audio-Masterclass „Mehr bei dir"
    In der Folge kommt ein zweiter Erlaubnissatz vor, der genauso gebaut ist und seltener bemerkt wird: „Ich kann jetzt schlecht nein sagen." Er genehmigt das Übergehen der eigenen Grenze, und von außen sieht er aus wie Pflichterfüllung.
    Genau darum geht es in „Mehr bei dir. Die Audio-Masterclass für stoische Abgrenzung und innere Freiheit".
    👉 stoicmind.at
    Forschungsgrundlagen
    Selbstlizenzierung: De Witt Huberts, Evers & De Ridder (2014), „Because I Am Worth It". doi.org/10.1177/1088868313507533 — dazu die Metaanalyse von Blanken, van de Ven & Zeelenberg (2015). doi.org/10.1177/0146167215572134
    Willenskraft als Ressource: Hagger et al. (2016), Multilab-Replikation, frei zugänglich. doi.org/10.1177/1745691616652873 — bestätigt durch Vohs et al. (2021). PDF
    Von der Hin-zu- zur Weg-von-Bewegung: Brand et al. (2025), I-PACE-Modell, frei zugänglich, enthält auch den Abschnitt zu permissiven Überzeugungen. doi.org/10.1556/2006.2025.00020 — Grundlage dazu: Solomon & Corbit (1974), Opponent-Process-Theorie. Populär aufbereitet bei Anna Lembke, Dopamine Nation (2021).
    Verantwortung ohne Verachtung: Pickard (2017), Responsibility without Blame for Addiction, frei zugänglich. doi.org/10.1007/s12152-016-9295-2
    Antike Quellen: Seneca, De ira II. Galen, De placitis Hippocratis et Platonis — die Hauptquelle für Chrysipps Affektlehre und den Widerspruch des Poseidonios, überliefert von einem Gegner der Position.
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Dieses elende Sonntagsgefühl! – Einer Emotion auf der Spur.

    20.09.2026 | 43 Min.
    Sonntagsblues, Sunday Scaries, Sonntagsneurose — das Gefühl hat viele Namen und kaum jemand eine Erklärung. Man hat frei und fühlt sich schlecht. Es kommt nicht am Samstagabend, obwohl da schon die Hälfte weg ist. Es kommt am Sonntagnachmittag, und am Montag um neun ist es verschwunden.
    Diese Folge geht dem nach. Warum ein Freitagabend, an dem nichts passiert, besser ist als ein Sonntagvormittag mit zwölf freien Stunden. Warum am Sonntagnachmittag niemand mehr etwas Größeres anfängt. Und warum der Blues bei denen am tiefsten sitzt, denen der Montag am wenigsten Angst macht.
    Das Meditations-Abo
    Zu diesem Podcast gibt es ein zweites Format: ein Meditations-Abo über Spotify. Über dreißig geführte Meditationen sind zusammengekommen, jeden Mittwoch kommt eine dazu. Sie greifen auf, woran die Folge vom Sonntag gearbeitet hat.
    Sie beginnen wie eine Achtsamkeitsübung und werden dann zu dem, was die Stoiker Prosochê nannten: Aufmerksamkeit auf das, was gerade in einem vorgeht. Keine Klangschalen, keine Fantasiereisen, keine Sätze zum Nachsprechen.
    Diese Woche geht es um das Warten. Vier Euro neunundneunzig im Monat, jederzeit kündbar: Zum Meditations-Abo
    Mehr von stoic mind
    Website — Audio-Masterclass „Mehr bei dir" — Einzelcoaching
    Studien und Quellen
    Ryan, Bernstein & Brown (2010): Weekends, work, and well-being
    Maennig, Steenbeck & Wilhelm (2014): Rhythms and cycles in happiness
    Chandola, Ling & Rouxel (2025): Anxious Mondays and HPA-axis dysregulation
    Kurtz (2008): Looking to the future to appreciate the present
    Masicampo & Baumeister (2011): Consider it done!
    Tonietto & Malkoc (2016): Scheduling leisure
    Wittmann, Dinich, Merrow & Roenneberg (2006): Social jetlag
    Metaanalyse zum Wochentagseffekt (221 Stichproben)
    Martinez & Cortina (2024): Leisure time and parenting in Europe
    Dazu: Ferenczi, Sonntagsneurosen (1919). Abraham, Zur Charakterbildung auf der genitalen Entwicklungsstufe (1925). Frankl, Das Leiden am sinnlosen Leben. Seneca, De brevitate vitae, Kap. 9. Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, Buch 2.
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Sich entbehrlich machen. – Verantwortung, die nie schläft

    13.09.2026 | 37 Min.
    Du drehst das Telefon um, statt es auszuschalten. Ein kleiner Unterschied, und er sagt mehr, als dir lieb ist. Diese Folge handelt von einem Reflex, den fast alle für eine Tugend halten: immer erreichbar zu sein, immer einzuspringen, die Person zu sein, ohne die es nicht geht. Und von der unbequemen Frage, ob diese ständige Bereitschaft wirklich den anderen dient — oder zuerst uns selbst.
    Es geht um die feine Grenze zwischen echter Zuwendung und dem Bedürfnis, gebraucht zu werden. Um einen Test, der unbestechlich ist: nicht, ob du rangehst, sondern was in dir passiert, wenn du es einmal lässt. Und um eine Umwertung, die zweieinhalbtausend Jahre alt ist und trotzdem gegen alles läuft, wofür wir heute gelobt werden — die Einsicht, dass die höchste Form, für andere da zu sein, darin besteht, sich mit der Zeit überflüssig zu machen.
    Eine Folge über Erreichbarkeit, über die stille Last derer, an denen viele hängen, und über die Frage, ob du es ertragen könntest, entbehrlich zu sein.
    In dieser Folge: Warum ständige Erreichbarkeit als Stärke gilt und oft etwas anderes verbirgt. Was die Erleichterung bedeutet, wenn du nachsiehst und nichts ist. Die „offene Tür", die Menschen abhängig statt selbstständig macht. Was die Stoiker über den Wert wussten, den wir an das Gebrauchtwerden hängen. Und ein Satz aus dem alten China, der beschreibt, wie die beste Art zu wirken aussieht: so, dass am Ende niemand dich dafür braucht.
    Wenn dich das Thema Abgrenzung tiefer beschäftigt — das ständige Verfügbarsein, das Schwer-nein-sagen-Können, das Gefühl, für alle zuständig zu sein — dann ist die Audio-Masterclass „Mehr bei dir. Stoische Abgrenzung und innere Freiheit" der nächste Schritt. Kein Ratgeber, sondern eine Übung darin, wieder mehr bei dir selbst zu bleiben: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass
    Wer regelmäßig zur Ruhe kommen möchte, findet jeden Mittwoch eine neue geführte Meditation im Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe
    Und wenn du an diesen Fragen nicht allein, sondern in Begleitung arbeiten willst, findest du hier alles zum Einzel-Coaching: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung
    Mehr zu StoicMind: https://www.stoicmind.at/
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
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    Wofür entschuldigst du dich? – Der Reflex, sich klein zu machen

    06.09.2026 | 36 Min.
    Manche Menschen sagen „Tschuldigung", bevor überhaupt etwas geschehen ist. Nicht für eine Tat, sondern für die bloße Anwesenheit — für Raum, für ein Bedürfnis, fürs Dasein. Diese Folge geht dem reflexhaften Entschuldigen nach: woher es kommt, was es mit uns macht, und warum ausgerechnet die Formel, die am demütigsten klingt, im Kern ein Griff nach Kontrolle sein kann.
    Der Weg führt über drei Sätze, die wir für austauschbar halten — „Ich entschuldige mich", „Ich bitte um Entschuldigung", „Ich bitte um Verzeihung" — und die grammatisch drei verschiedene Dinge tun. Über Sokrates, dessen berühmte Verteidigungsrede „Apologie" heißt und doch keine Entschuldigung ist. Über die stoische Dichotomie der Kontrolle und die Frage, was eigentlich uns gehört und was nicht. Und über eine Wende: dass derselbe Mensch, der sich für Nichtigkeiten entschuldigt, sich mit der einen Entschuldigung, die wirklich zählt, oft besonders schwertut.
    Am Ende steht kein Ratschlag, sondern eine Unterscheidung — und zwei Fragen, die jeder für sich nach Hause trägt.
    Empirische Hinweise zur Folge:
    Zur Schwelle, ab der etwas überhaupt als Vergehen wahrgenommen wird: Schumann, K. & Ross, M. (2010). Why Women Apologize More Than Men. Psychological Science, 21(11), 1649–1655. https://doi.org/10.1177/0956797610384150
    Zur Unterscheidung zwischen „Ich habe schlecht gehandelt" und „Ich bin schlecht": Tangney, J. P., Stuewig, J. & Mashek, D. J. (2007). Moral Emotions and Moral Behavior. Annual Review of Psychology, 58, 345–372. https://doi.org/10.1146/annurev.psych.56.091103.070145
    Mehr von stoic mind:
    Website: https://www.stoicmind.at/
    Einzelcoaching & Beratung: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung
    Audio-Masterclass „Mehr bei dir": https://www.stoicmind.at/audiomasterclass
    Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
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Über robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus
Grübeln, Überreaktionen, emotionale Abhängigkeit – keine Charakterfehler, sondern Gewohnheiten. Und Gewohnheiten lassen sich ändern. robust glücklich ist der Podcast für innere Stabilität und Widerstandskraft – ohne Selbstoptimierungshype. Grundlage ist die Stoa: eine Philosophie, die sich als erstaunlich brauchbar für den Alltag erweist. Themen: Ärger, Kontrollverlust, innere Unruhe, Grübeln, Gelassenheit. Von Dietmar Gumprecht, Autor, psychologischer Berater und Coach.
Podcast-Website

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