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robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

Dietmar Gumprecht
robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus
Neueste Episode

153 Episoden

  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Dieses elende Sonntagsgefühl! – Einer Emotion auf der Spur.

    20.09.2026 | 43 Min.
    Sonntagsblues, Sunday Scaries, Sonntagsneurose — das Gefühl hat viele Namen und kaum jemand eine Erklärung. Man hat frei und fühlt sich schlecht. Es kommt nicht am Samstagabend, obwohl da schon die Hälfte weg ist. Es kommt am Sonntagnachmittag, und am Montag um neun ist es verschwunden.
    Diese Folge geht dem nach. Warum ein Freitagabend, an dem nichts passiert, besser ist als ein Sonntagvormittag mit zwölf freien Stunden. Warum am Sonntagnachmittag niemand mehr etwas Größeres anfängt. Und warum der Blues bei denen am tiefsten sitzt, denen der Montag am wenigsten Angst macht.
    Das Meditations-Abo
    Zu diesem Podcast gibt es ein zweites Format: ein Meditations-Abo über Spotify. Über dreißig geführte Meditationen sind zusammengekommen, jeden Mittwoch kommt eine dazu. Sie greifen auf, woran die Folge vom Sonntag gearbeitet hat.
    Sie beginnen wie eine Achtsamkeitsübung und werden dann zu dem, was die Stoiker Prosochê nannten: Aufmerksamkeit auf das, was gerade in einem vorgeht. Keine Klangschalen, keine Fantasiereisen, keine Sätze zum Nachsprechen.
    Diese Woche geht es um das Warten. Vier Euro neunundneunzig im Monat, jederzeit kündbar: Zum Meditations-Abo
    Mehr von stoic mind
    Website — Audio-Masterclass „Mehr bei dir" — Einzelcoaching
    Studien und Quellen
    Ryan, Bernstein & Brown (2010): Weekends, work, and well-being
    Maennig, Steenbeck & Wilhelm (2014): Rhythms and cycles in happiness
    Chandola, Ling & Rouxel (2025): Anxious Mondays and HPA-axis dysregulation
    Kurtz (2008): Looking to the future to appreciate the present
    Masicampo & Baumeister (2011): Consider it done!
    Tonietto & Malkoc (2016): Scheduling leisure
    Wittmann, Dinich, Merrow & Roenneberg (2006): Social jetlag
    Metaanalyse zum Wochentagseffekt (221 Stichproben)
    Martinez & Cortina (2024): Leisure time and parenting in Europe
    Dazu: Ferenczi, Sonntagsneurosen (1919). Abraham, Zur Charakterbildung auf der genitalen Entwicklungsstufe (1925). Frankl, Das Leiden am sinnlosen Leben. Seneca, De brevitate vitae, Kap. 9. Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, Buch 2.
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Sich entbehrlich machen. – Verantwortung, die nie schläft

    13.09.2026 | 37 Min.
    Du drehst das Telefon um, statt es auszuschalten. Ein kleiner Unterschied, und er sagt mehr, als dir lieb ist. Diese Folge handelt von einem Reflex, den fast alle für eine Tugend halten: immer erreichbar zu sein, immer einzuspringen, die Person zu sein, ohne die es nicht geht. Und von der unbequemen Frage, ob diese ständige Bereitschaft wirklich den anderen dient — oder zuerst uns selbst.
    Es geht um die feine Grenze zwischen echter Zuwendung und dem Bedürfnis, gebraucht zu werden. Um einen Test, der unbestechlich ist: nicht, ob du rangehst, sondern was in dir passiert, wenn du es einmal lässt. Und um eine Umwertung, die zweieinhalbtausend Jahre alt ist und trotzdem gegen alles läuft, wofür wir heute gelobt werden — die Einsicht, dass die höchste Form, für andere da zu sein, darin besteht, sich mit der Zeit überflüssig zu machen.
    Eine Folge über Erreichbarkeit, über die stille Last derer, an denen viele hängen, und über die Frage, ob du es ertragen könntest, entbehrlich zu sein.
    In dieser Folge: Warum ständige Erreichbarkeit als Stärke gilt und oft etwas anderes verbirgt. Was die Erleichterung bedeutet, wenn du nachsiehst und nichts ist. Die „offene Tür", die Menschen abhängig statt selbstständig macht. Was die Stoiker über den Wert wussten, den wir an das Gebrauchtwerden hängen. Und ein Satz aus dem alten China, der beschreibt, wie die beste Art zu wirken aussieht: so, dass am Ende niemand dich dafür braucht.
    Wenn dich das Thema Abgrenzung tiefer beschäftigt — das ständige Verfügbarsein, das Schwer-nein-sagen-Können, das Gefühl, für alle zuständig zu sein — dann ist die Audio-Masterclass „Mehr bei dir. Stoische Abgrenzung und innere Freiheit" der nächste Schritt. Kein Ratgeber, sondern eine Übung darin, wieder mehr bei dir selbst zu bleiben: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass
    Wer regelmäßig zur Ruhe kommen möchte, findet jeden Mittwoch eine neue geführte Meditation im Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe
    Und wenn du an diesen Fragen nicht allein, sondern in Begleitung arbeiten willst, findest du hier alles zum Einzel-Coaching: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung
    Mehr zu StoicMind: https://www.stoicmind.at/
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Wofür entschuldigst du dich? – Der Reflex, sich klein zu machen

    06.09.2026 | 36 Min.
    Manche Menschen sagen „Tschuldigung", bevor überhaupt etwas geschehen ist. Nicht für eine Tat, sondern für die bloße Anwesenheit — für Raum, für ein Bedürfnis, fürs Dasein. Diese Folge geht dem reflexhaften Entschuldigen nach: woher es kommt, was es mit uns macht, und warum ausgerechnet die Formel, die am demütigsten klingt, im Kern ein Griff nach Kontrolle sein kann.
    Der Weg führt über drei Sätze, die wir für austauschbar halten — „Ich entschuldige mich", „Ich bitte um Entschuldigung", „Ich bitte um Verzeihung" — und die grammatisch drei verschiedene Dinge tun. Über Sokrates, dessen berühmte Verteidigungsrede „Apologie" heißt und doch keine Entschuldigung ist. Über die stoische Dichotomie der Kontrolle und die Frage, was eigentlich uns gehört und was nicht. Und über eine Wende: dass derselbe Mensch, der sich für Nichtigkeiten entschuldigt, sich mit der einen Entschuldigung, die wirklich zählt, oft besonders schwertut.
    Am Ende steht kein Ratschlag, sondern eine Unterscheidung — und zwei Fragen, die jeder für sich nach Hause trägt.
    Empirische Hinweise zur Folge:
    Zur Schwelle, ab der etwas überhaupt als Vergehen wahrgenommen wird: Schumann, K. & Ross, M. (2010). Why Women Apologize More Than Men. Psychological Science, 21(11), 1649–1655. https://doi.org/10.1177/0956797610384150
    Zur Unterscheidung zwischen „Ich habe schlecht gehandelt" und „Ich bin schlecht": Tangney, J. P., Stuewig, J. & Mashek, D. J. (2007). Moral Emotions and Moral Behavior. Annual Review of Psychology, 58, 345–372. https://doi.org/10.1146/annurev.psych.56.091103.070145
    Mehr von stoic mind:
    Website: https://www.stoicmind.at/
    Einzelcoaching & Beratung: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung
    Audio-Masterclass „Mehr bei dir": https://www.stoicmind.at/audiomasterclass
    Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Es ist nie genug — es sei denn, du weißt, wo

    30.08.2026 | 39 Min.
    Du wartest wochenlang auf etwas. Das neue Auto, die Zusage, die Reise. Und dann ist es da — und nach ein paar Tagen ist das Auto ein Auto, der Blick aus dem Hotelfenster nur noch Kulisse, vor der du deinen Kaffee trinkst. Das, was du wolltest, hast du bekommen. Und es ist still geworden.
    Worum es geht
    Diese Folge handelt von einem Mechanismus, den wir ständig erleben und fast nie betrachten: die Freude, die so schnell wieder verschwindet, wie sie gekommen ist. Die Psychologie nennt es hedonische Adaptation — die Fähigkeit deines Nervensystems, sich an alles zu gewöhnen. Ein nützlicher Spar-Mechanismus, der nur leider nicht zwischen einem Kühlschrankbrummen und deinem neuen Auto unterscheidet.
    Seneca hat denselben Vorgang vor zweitausend Jahren beschrieben, ohne Hirnforschung, nur mit genauer Beobachtung. Seine Unterscheidung zwischen einer Begierde, die aus einem Mangel entspringt, und einer, die aus einem Laster kommt, führt tiefer als jede Glücksstudie. Denn unter der Gewöhnung liegt eine zweite Schicht: Wir suchen gar nicht das Ding. Wir suchen den Zustand des Wollens selbst. Die Jagd schmeckt besser als die Beute.
    Von dort geht es weiter zur Pleonexie, dem Mehr-haben-Wollen, das keinem Objekt gilt, sondern dem Prinzip Mehr. Zur Frage, ob wir dem Begehren überhaupt trauen können — und warum die Heftigkeit eines Verlangens nichts über den Wert seines Gegenstands aussagt. Zum stoischen Spalt zwischen Impuls und Zustimmung, zum bevorzugten Gleichgültigen, das dich das Leben genießen lässt, ohne dass das Genießen zur Bedingung deines Glücks wird. Und schließlich zu der Umkehr, mit der die Folge schließt: Es gibt einen einzigen Bereich, an dem die Adaptation außer Kraft tritt — die Art, wie du selbst handelst. Dort ist genug nicht etwas, das du erreichst. Dort ist genug etwas, das du sein kannst.
    Mehr von Dietmar Gumprecht
    stoicmind.at
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Alle haben ADHS! - Die Selbstetikettierungsfalle

    23.08.2026 | 47 Min.
    Alle haben ADHS. Hochsensibel, traumatisiert, neurodivers, ein unsicherer Bindungstyp, ein Narzisst in der Familie: Die Sprache der Diagnose ist zur Sprache der Selbstbeschreibung geworden. Diese Folge fragt, was passiert, wenn aus einem Wort, das etwas beschreibt, ein Wort wird, das man ist. Wann ein Etikett Halt gibt und wann es zum Käfig wird. Und was die Stoa dem entgegenzusetzen hat: eine Praxis ohne Identität, die vor jedem Begriff die Aufmerksamkeit setzt. Erleben vor Benennen.
    Es geht um die vier Bedürfnisse, die jedes Etikett bedient, um die Ökonomie einer Bewegung, die keine Produkte verkauft, sondern Identitäten, um Hybris und Standeserhebung, und um die Frage, wie man sich selbst kennt, ohne sich zu etikettieren. Mit einem ehrlichen Wort auch an die andere Seite: an alle, für die eine Diagnose kein Käfig war, sondern der erste Schritt ins Freie.
    Der Song zu Beginn
    Das Intro stammt aus einem Stück des Kabarettisten und Musikers Friedemann Weise. Mit freundlicher Genehmigung. Mehr von ihm auf Instagram.
    Quellen und Studien zur Folge
    Die in der Folge genannten Zahlen und Befunde stammen aus den folgenden Arbeiten. Wer nachlesen möchte, findet hier die Originale.
    Zur Zahl, dass ein Viertel der Erwachsenen bei sich ein unerkanntes ADHS vermutet, während tatsächlich nur ein Bruchteil diagnostiziert ist: eine landesweite Befragung von 1.006 Erwachsenen der Ohio State University (2024). wexnermedical.osu.edu
    Zur Beobachtung, dass sich fachlich saubere und fachlich irreführende Videos gleich gut verbreiten und dass häufiger Konsum solcher Inhalte mit einer verzerrten Wahrnehmung von ADHS einhergeht: eine Analyse der hundert meistgesehenen ADHS-Videos auf TikTok, zwei vorab registrierte Studien von Karasavva und Kollegen, PLOS ONE (2025). doi.org/10.1371/journal.pone.0319335
    Zum Befund, dass Menschen, die sich selbst ein Etikett geben, sich als weniger fähig erleben, ihre eigenen Zustände zu beeinflussen, und zwar bei gleicher Symptomschwere: eine Untersuchung zur Selbstetikettierung mit Depression von Ahuvia und Kollegen, Journal of Affective Disorders (2024). Der Zusammenhang ist ein statistischer, kein bewiesen ursächlicher. doi.org/10.1016/j.jad.2024.01.229
    Zum Gedanken, dass die Deutung einer Erfahrung diese Erfahrung selbst verändern kann, und dass mehr Wissen über psychische Not zugleich die Bereitschaft erhöht, Hilfe zu suchen: die Arbeit von Foulkes und Andrews zur sogenannten Prevalence-Inflation-Hypothese, New Ideas in Psychology (2023). doi.org/10.1016/j.newideapsych.2023.101010
    Mehr zum Thema
    Wenn dich das Thema Hochsensibilität weiter beschäftigt, findest du dazu zwei frühere Folgen: Hochsensibilität ist keine Superkraft — wie ein Begriff dich kleiner macht und Du bist nicht zu sensibel. Du bist zu verfügbar.
    Weiterführende Angebote
    Website | Coaching & Beratung | Audio-Masterclass | Meditations-Abo
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Das Song-Intro stammt von Friedemann Weise und wird mit seiner Genehmigung verwendet.
Weitere Bildung Podcasts
Über robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus
Grübeln, Überreaktionen, emotionale Abhängigkeit – keine Charakterfehler, sondern Gewohnheiten. Und Gewohnheiten lassen sich ändern. robust glücklich ist der Podcast für innere Stabilität und Widerstandskraft – ohne Selbstoptimierungshype. Grundlage ist die Stoa: eine Philosophie, die sich als erstaunlich brauchbar für den Alltag erweist. Themen: Ärger, Kontrollverlust, innere Unruhe, Grübeln, Gelassenheit. Von Dietmar Gumprecht, Autor, psychologischer Berater und Coach.
Podcast-Website

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