PodcastsBildungrobust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

Dietmar Gumprecht
robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus
Neueste Episode

141 Episoden

  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Von Narzissten umzingelt! – Wirklich?

    28.06.2026 | 34 Min.
    Ein einziges Wort, und plötzlich erklärt sich alles. Jahre der Verwirrung, des Zweifelns an der eigenen Wahrnehmung – und dann fällt der Begriff „Narzisst“, und alles fügt sich. Diese Erleichterung ist echt und verdient Respekt. Die Folge fragt, was sie sonst noch leistet, und warum das verführerische Wort fast immer mehr verdeckt als erklärt.
    „Narzisst“ ist kein Schimpfwort, sondern ein klinischer Begriff. Nach dem amerikanischen Diagnosehandbuch DSM-5 müssen für die narzisstische Persönlichkeitsstörung mindestens fünf von neun Merkmalen über Jahre und alle Lebensbereiche hinweg erfüllt sein – eine hohe Schwelle, die die wenigsten erreichen, denen das Etikett im Alltag verpasst wird. Zugleich zählt die Störung zu den am wenigsten erforschten: Ein systematischer Review fand eine durchschnittliche Häufigkeit von rund einem Prozent (Spanne null bis 6,2 Prozent) und keine einzige kontrollierte Studie, die eine Behandlung als wirksam nachwies. In der größten US-Erhebung lag die Lebenszeitprävalenz bei 6,2 Prozent, deutlich höher bei Männern.
    Noch grundlegender: Das in Europa maßgebliche System der Weltgesundheitsorganisation, die ICD-11, hat die narzisstische Persönlichkeitsstörung als eigenständige Kategorie abgeschafft und durch ein dimensionales Modell aus Schweregrad und fünf Merkmalsbereichen ersetzt. Während Millionen das Wort wie eine feststehende Diagnose verwenden, haben die zuständigen Stellen diese Schublade gerade geräumt.
    Die Folge geht der Unterscheidung zwischen grandiosem und verletzlichem Narzissmus nach – dem lauten Typ, den jeder vor Augen hat, und dem stillen, der dem Klischee widerspricht und gerade bei Frauen oft übersehen wird.
    Wer tiefer an der Frage arbeiten möchte, wie man sich abgrenzt, ohne sich zu verschließen, findet das im Zentrum meiner Audio-Masterclass „Mehr bei dir. Die Audio-Masterclass für stoische Abgrenzung & innere Freiheit“: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass
    Mehr über meine Arbeit unter https://www.stoicmind.at/.
    Quellen und zum Weiterlesen
    Zur diagnostischen Schwelle des DSM-5 (fünf von neun Kriterien) und zu den Grenzen dieser Definition: Caligor, Levy & Yeomans, Narcissistic Personality Disorder: Diagnostic and Clinical Challenges, American Journal of Psychiatry 2015, https://psychiatryonline.org/doi/10.1176/appi.ajp.2014.14060723.
    Zur Häufigkeit und zum Mangel an Behandlungsforschung (systematischer Review, Durchschnitt rund ein Prozent, Spanne null bis 6,2 Prozent): Dhawan et al., Prevalence and treatment of narcissistic personality disorder in the community: a systematic review, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK78977/. Zur größten epidemiologischen Erhebung (6,2 Prozent, Männerüberhang): Stinson et al., J Clin Psychiatry 2008, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18557663/.
    Zur Abschaffung der Kategorie in der ICD-11 und zum dimensionalen Modell der WHO: Bach et al., The ICD-11 classification of personality disorders: a European perspective on challenges and opportunities, https://link.springer.com/article/10.1186/s40479-022-00182-0.
    Zur Unterscheidung von grandiosem und verletzlichem Narzissmus und zur Schwierigkeit, beide diagnostisch zu erfassen: Day et al., Narcissistic personality disorder in the ICD-11: Severity and trait profiles of grandiosity and vulnerability, Journal of Clinical Psychology 2024, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38742471/.
    Zur Geschichte des Begriffs als wiederkehrende Kulturklage: Jean Twenge & Keith Campbell, The Narcissism Epidemic (2009), sowie Christopher Lasch, The Culture of Narcissism (1979).
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Dein bester Trick funktioniert nicht mehr. Wie Kindheitsmuster dich steuern.

    21.06.2026 | 37 Min.
    Jeder Mensch entwickelt als Kind Strategien, um mit seiner Umgebung zurechtzukommen. Erdulden, vermeiden, kompensieren — diese Antworten auf frühe Erfahrungen waren einmal die bestmögliche Lösung. Das Problem: Sie laufen weiter, auch wenn sich die Bedingungen längst verändert haben. Du bist erwachsen, aber dein inneres Betriebssystem arbeitet noch mit den Parametern eines Sechsjährigen.
    In dieser Folge geht es darum, wie Kindheitsmuster zu festen Überlebensstrategien werden, warum Einsicht allein sie nicht verändert und was es wirklich braucht, um alte Reaktionen abzulegen. Mit Epiktet, Marc Aurel und der stoischen Übungspraxis als Kompass.
    Wer spürt, dass die alten Strategien nicht mehr tragen, und konkrete Werkzeuge für den Alltag sucht, findet vertiefende Praxis in der Audio-Masterclass „Mehr bei dir – stoische Abgrenzung und innere Freiheit": https://www.stoicmind.at/audiomasterclass
    Mehr über meine Arbeit und die Möglichkeit einer Begleitung: https://www.stoicmind.at/ und https://www.stoicmind.at/coaching-beratung
    Wöchentliche geführte Meditationen jeden Mittwoch im Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Echte Liebe kennt keine Eifersucht? Nachdenken über ein Gefühl

    14.06.2026 | 38 Min.
    „Echte Liebe kennt keine Eifersucht" — diesen Satz hört man heute oft, in Beziehungsratgebern, in kurzen Videos, in der Reife-Liebe-Rhetorik. Daneben hält sich das alte Lied hartnäckig: ein bisschen Eifersucht beweise eben, dass man wirklich liebt. Zwei Auskünfte über dasselbe Gefühl, die sich nicht vertragen — die eine tröstet, die andere warnt, und beide reden im Grunde nur über die Dosis.
    Diese Folge stellt eine andere Frage. Sie fragt nicht, wie viel Eifersucht erlaubt ist. Sie fragt, was unter ihr eigentlich geschieht. Welche Bewegung der kleine Stich am Frühstückstisch mit der durchwühlten Handytasche um drei Uhr morgens teilt. Und warum die schnelle Lösung — das gefühllose Drüberstehen, der Neunzig-Sekunden-Hack — möglicherweise gerade dort am gefährlichsten wird, wo sie am verlockendsten klingt.
    Mit Epiktet, mit Nestroy, mit einem ehrlichen Blick auf die Grenzen der eigenen Praxis. Die Folge erhebt nicht den Anspruch, das ganze Feld zu vermessen. Sie stellt ein paar Perspektiven neben das Gefühl, damit es sich länger betrachten lässt, bevor es wie üblich sofort einsortiert wird — als süß, als toxisch, als Beweis, als Warnsignal.
    Falls du gerade an dem anderen Punkt stehst — dort, wo aus Verdacht Gewissheit geworden ist —, findest du zwei eigene Folgen zum Thema Untreue: einmal aus der Sicht dessen, der betrogen wurde, einmal aus der Sicht dessen, der betrogen hat. Die Links dazu in den Shownotes.
    Untreue – Wenn jemand uns betrogen hat: https://spotifycreators-web.app.link/e/TiPi1kD4u3b
    Wenn du untreu warst – Die zweite Perspektive: https://spotifycreators-web.app.link/e/fnRnAmD4u3b
    Coaching & psychologische Beratung: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung
    Wöchentliche Meditationen im Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe
    Website: https://www.stoicmind.at/
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Du bist nicht schuld an ihrer Laune. – Nähe ohne Selbstverlust.

    07.06.2026 | 35 Min.
    Du kommst nach Hause, die Stimmung am Tisch ist kühl, und noch bevor ein Wort gefallen ist, läuft in dir eine Inventur ab: Was habe ich falsch gemacht? Diese Frage kommt schneller als jede andere, und sie hat einen Namen. Hinter dem dauernden Gefallen-Wollen sitzt oft eine Schuld – das Gefühl, dafür geradestehen zu müssen, wie es einem anderen Menschen geht. Eine gedrückte Miene im Raum, und schon übernimmst du die Verantwortung für eine Stimmung, die dir gar nicht gehört.
    Diese Folge geht dieser Schuld auf den Grund. Woher sie kommt, warum sie so tief im Nervensystem sitzt, dass kein gutes Argument sie auflöst, und warum die Stoiker hier eine Unterscheidung anbieten, die vieles verändert: zwischen dem, was dir gehört, und dem, was nicht. Mit Epiktet als Wegmarke kommen wir zu einer unbequemen Wendung – dass die Schuld, die sich wie reine Demut anfühlt, eine versteckte Selbstüberhöhung ist. Wer glaubt, er sei schuld an der Laune eines anderen, schreibt sich eine Macht über fremdes Innenleben zu, die er nicht besitzt.
    Es geht dabei nicht um Rückzug und nicht um Kälte. Über die vier Kardinaltugenden als zusammenhängendes Gefüge schauen wir uns an, wie Fürsorge und Klarheit zusammenspielen, und wo der Unterschied liegt zwischen für jemanden da sein und für jemanden verantwortlich sein. Und wir gehen einer Frage nach, die mir in der Beratung immer wieder begegnet: ob man einen Menschen, der einen chronisch leerräumt, eigentlich meiden darf. Seneca hat darauf in seiner Schrift über die Gemütsruhe eine erstaunlich klare Antwort gegeben.
    Wer merkt, dass ihn dieses ständige Tragen fremder Lasten auszehrt, findet vertiefende Werkzeuge in der Audio-Masterclass „Mehr bei dir – stoische Abgrenzung und innere Freiheit“: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass
    Mehr über meine Arbeit und die Möglichkeit einer Begleitung: https://www.stoicmind.at/ und https://www.stoicmind.at/coaching-beratung
    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
  • robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

    Mach das weg! Gib mir das! – Die stoische Disziplin des Begehrens

    31.05.2026 | 47 Min.
    Was sich gut anfühlt, gilt heute als richtig. Was sich schlecht anfühlt, gilt als reparaturbedürftig. Trauer rückt in die Nähe einer Diagnose, Anerkennungssucht in die Nähe einer Berufung, Konsumlust in die Nähe von Selbstfürsorge. Wir behandeln, was zu uns gehört, und feiern, was uns zerreibt.
    Die Stoiker hatten einen anderen Maßstab. Ein Affekt war für sie zu prüfen an dem Urteil, auf dem er ruht. Ob er sich gut oder schlecht anfühlt, war zweitrangig; entscheidend war, ob die Annahme dahinter wahr oder falsch ist. Diese Verschiebung der Achse, vom Gefühl zum Urteil, verschiebt fast alles, was wir uns über uns selbst zu sagen gewöhnt haben.
    Die Antwort der Stoa liegt in einer Übung, die sie die Disziplin des Begehrens genannt haben. Sie arbeitet mit einer einzigen Frage: Liegt das, wonach ich gerade verlange, in meiner Hand? Diese Frage öffnet einen Raum, den die andere – die nach dem Angenehmen und Unangenehmen – nicht öffnet. Es ist der Raum, in dem die Stoa beheimatet ist.
    Links:
    Website: https://www.stoicmind.at/
    Coaching: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung
    Audio-Masterclass „Mehr bei dir": https://www.stoicmind.at/audiomasterclass
    Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe

    Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
Weitere Bildung Podcasts
Über robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus
Grübeln, Überreaktionen, emotionale Abhängigkeit – keine Charakterfehler, sondern Gewohnheiten. Und Gewohnheiten lassen sich ändern. robust glücklich ist der Podcast für innere Stabilität und Widerstandskraft – ohne Selbstoptimierungshype. Grundlage ist die Stoa: eine Philosophie, die sich als erstaunlich brauchbar für den Alltag erweist. Themen: Ärger, Kontrollverlust, innere Unruhe, Grübeln, Gelassenheit. Von Dietmar Gumprecht, Autor, psychologischer Berater und Coach.
Podcast-Website

Höre robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus, The Mel Robbins Podcast und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.at-App

Hol dir die kostenlose radio.at App

  • Sender und Podcasts favorisieren
  • Streamen via Wifi oder Bluetooth
  • Unterstützt Carplay & Android Auto
  • viele weitere App Funktionen
Rechtliches
Social
v8.10.7| © 2007-2026 radio.de GmbH
Generated: 7/2/2026 - 11:54:32 AM