Der israelische Singer-Songwriter, Jazz- und Fusionmusiker Tal Arditi geht auf seinem neuen Album weg vom zarten akustischen Fingerpicking, hin zu üppigeren, ja: poppigeren Arrangements. Zugleich findet er: Diese Platte ist seine bisher intimste.
"Love Myself" ist ein Manifest der Selbstliebe, gegen die Zweifel, gegen das Gefühl, nie genug zu sein. Als ganz junger Mann hat Tal sich in Berlin als Jazztalent etabliert, ist jede Nacht von Jamsession zu Jamsession geflitzt. Dann kam die Corona-Pandemie - und Tal wurde seine eigene Band, mit Loop Station und elektronischen Texturen.
Dass er vom Jazz kommt, klingt immer wieder durch, wenn auch auf unerwartete Weise: Seine Jazz-Idole heißen Keith Jarrett und Brad Mehldau - beides Pianisten. "Ich wollte die Gitarre so spielen wie ein Klavier", hat Tal Arditi dazu im Deutschlandfunk erzählt.
Weitere Highlights an der heutigen Hörbar sind u.a. Chansonnière Juliette Gréco, die Brüsseler Band Va Van Fahre, die französischen Tram des Balkans und die estnische Crossover-Akkordeonistin Tuulikki Bartosik.