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- Seit Jahrzehnten geht (Hans-Eckardt) Wenzel unbeirrt seinen Weg: als Liedermacher, Dichter, Grenzgänger zwischen Chanson, Folk und Literatur. Sein neues Album "Lasst uns verweilen" ist eine Live-Aufnahme, entstanden an einem Abend im Februar vor kleinem Publikum in einem Studio in Golzow.
Gemeinsam mit Gitarrist Hannes Scheffler und Bassist Thommy Krawallo präsentiert er fünfzehn Lieder, darunter neuere Stücke, Wiederentdeckungen und Vertonungen von Texten anderer Autoren.
Dabei setzt Wenzel auf die unmittelbare Begegnung zwischen Lied und Publikum. Seine Themen kreisen um Liebe und Verlust, Zweifel und Hoffnung, Krieg und Frieden, vor allem aber um die Suche nach Orientierung in unübersichtlichen Zeiten. Die Lieder zeigen einen streitbaren (und nicht unumstrittenen) Künstler, der gesellschaftliche Fragen nicht von persönlichen Erfahrungen trennt.
Im Mittelpunkt steht aber nicht das politische Statement, sondern das gemeinsame Innehalten und der Appell:
Lasst uns Verweilen und das Leben feiern - trotz alledem! - Was passiert, wenn ein Jazzquartett und ein klassisches Streichquartett miteinander musizieren? Dieser Frage geht der Pianist und Komponist Stefan Michalke auf seinem neuen Projekt Michalke & Strings nach.
Die Stücke bewegen sich zwischen kammermusikalischer Klarheit und improvisatorischer Offenheit. Statt die Unterschiede zwischen Jazz und Klassik einzuebnen, werden beide Sprachen bewusst hörbar gehalten: Hier die komponierten Linien der Streicher, dort die Freiräume für Improvisation und dazwischen viele Übergänge.
Michalke, dessen Musik schon immer eher von Feinzeichnung als von der großen Geste lebt, setzt dabei auf transparente Arrangements und einen ruhigen, atmenden Ensemblesound. Neben seinem Jazzquartett mit Trompeter Frederik Köster, Bassist David Andres und Schlagzeuger Stefan Kremer, ist ein klassisch besetztes Streichquartett zu hören. So entstehen Stücke, die weniger auf Virtuosität als auf Klangfarben, Dialog und gemeinsame Entwicklung setzen.
Das und mehr Musik grenzenlos gibt‘s heute an der Hörbar. - How did we get here? Das ist die klassische Frage von Musikern auf Tour. Irgendwann bist Du so viel kreuz und quer durch die Gegend gereist, dass Du morgens in einem Hotelzimmer aufwachst und Dich fragst: Wie zum Teufel sind wir eigentlich hierhergekommen?
Ein durchaus vertrautes Gefühl für Tim Collins, Vibraphonist aus New York und den Münchener Saxophonisten und Klarinettisten Mulo Francel. Die Beiden sind schon viele Jahre unterwegs, kennengelernt haben sie sich auf einer Tournee von Mulo Francels Band Quadro Nuevo. Nun begegnen sie sich erstmals als Duo, auf einem Album, das genau diesen Titel trägt (How did we get here?) und in einer Besetzung, die von der besonderen Klangverwandtschaft zwischen Vibraphon und Saxophon lebt: Hier die schwingenden Klangplatten aus Aluminium, dort das geblasene Messingrohr.
Mit diesem Sound schaffen die Beiden schillernde Klangräume zwischen Jazz, Folk, Latino-Einflüssen, Musette-Walzern und feinen Anklängen an Minimal Music und Neoklassik.
Ein Album voller Begegnungen, Geschichten und feiner Zwischentöne - getragen vom aufmerksamen Dialog zweier Musiker, die einander viel Raum lassen.
Das und noch viel mehr "Musik grenzenlos" gibt’s an dieser Hörbar. - Manchmal reicht eine Stunde, um einmal um die halbe Welt zu reisen.
Ob das Sierra Ferrell ist, die der amerikanischen Roots-Musik neuen Elan verleiht. Oder die Gesangskapelle Hermann, fünf junge Burschen aus Wien. Auch die Amsterdam Klezmer Band, Sängerin Lina aus Portugal, der Pianist Alexis Ffrench und Samara Joy als Rising Star des Jazz sind in dieser Stunde an Bord.
Dazu kommen Klezmer-Groove, portugiesische Melancholie, lyrische Klavierklänge und die Wärme des amerikanischen Songwritings. Eine Hörbar voller Begegnungen, in der sich Tradition und Gegenwart ganz selbstverständlich die Hand reichen. - Um Beziehungen, Vertrauen und die Frage, was Menschen füreinander bedeuten können, kreisen die Songs der schwedischen Sängerin, Pianistin und Songwriterin Ida Sand auf ihrem neuen Album "I Will Be Right There".
Dabei bleibt Sand ihrem Markenzeichen treu: einer warmen, rauchigen Stimme und einer Musik, die Soul, Folk, Rhythm & Blues und Jazz ganz selbstverständlich miteinander verbindet. Statt großer Gesten setzt sie auf Nähe, auf feine Nuancen und auf die Kraft guter Songs.
Begleitet von einer hochkarätigen Band um Dan Berglund, Per Lindvall und Ola Gustafsson entfaltet sich ein Album voller Charakter. Sieben Eigenkompositionen stehen neben neu gedeuteten Klassikern wie "Teardrop" von Massive Attack und der englischen Fassung von Jacques Brels berühmtem Chanson "Ne me quitte pas". Das Ergebnis ist eine Sammlung authentischer, aufrichtiger Lieder, im Studio so gut wie live aufgenommen von einer Frau, die keinerlei Ego zur Schau stellen muss, um inzwischen als eine große Diva des europäischen Souljazz geachtet zu werden.
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