Leben ist mehr

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    Oligarchie

    16.2.2026 | 4 Min.
    Dieser Begriff wurde im Zusammenhang mit der Amtseinführung des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, am 20. Januar 2025 öffentlich zur Kenntnis gebracht. Die Oligarchie ist eine Staatsform, in der eine kleine Gruppe die politische Herrschaft ausübt. Im Vorfeld waren damals immer wieder umstrittene und z. T. unerwartete Personen ins Blickfeld geraten, die der neue Präsident in wichtige Staatsämter einsetzen wollte. Es entstand dabei der Eindruck, dass sich hier eine Truppe als »Hausmacht« des neuen Präsidenten formierte. Die Skepsis war groß, ob dies den weltweiten Problemen und Herausforderungen tatsächlich gerecht werden konnte.
    Auch Jesus formierte in seiner unmittelbaren Nähe eine »Mannschaft«, die seine Aufträge erfüllen und die Weichen zu einer weltweiten Verkündigung des Evangeliums und dessen Siegeszug stellen sollte. Aber im Gegensatz zur oben beschriebenen übte diese Gruppe keine Macht aus. Es waren zwölf Männer aus ganz unterschiedlichen Familien und Hintergründen und doch durch den Anschluss an Jesus miteinander vereint. Was zeichnete sie aus? Nicht ihre höhere Ausbildung, nicht ihr finanzielles Vermögen, nicht ihr gesellschaftlicher Einfluss, sondern einfach die Tatsache, dass sie bereit waren, ihrem Herrn und Meister Jesus Christus zu dienen und seine Kraft in Anspruch zu nehmen, damit sie ihre Aufgabe erfüllen konnten.
    Dazu gehörte zuallererst die Begleichung ihrer Schuld vor Gott, deren Bezahlung ihr Herr in seiner Barmherzigkeit und Liebe vollständig übernahm. Dann aber auch die Gabe neuen Lebens und einer völligen Neuausrichtung auf Gott, um zukünftig seinen Zwecken zu dienen. Und dieser wollte nichts weniger, als – in Jesus Christus – die ganze Welt mit sich zu versöhnen.
    Joachim Pletsch

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    Der Prügelknabe

    15.2.2026 | 4 Min.
    »Da musste ich mal wieder als Prügelknabe herhalten!« Wir alle kennen diesen Ausdruck, wenn wir für die Fehler oder das Fehlverhalten anderer büßen müssen. Doch was viele nicht wissen: Der Begriff geht auf eine tatsächliche Praxis im englischen und französischen Königshaus zurück. Dort wurden Jungen aus dem einfachen Volk zusammen mit dem Prinzen erzogen, sodass eine enge emotionale Beziehung zwischen den beiden Kindern entstand. Lies sich der Thronfolger irgendetwas zuschulden kommen, das nach den Maßstäben der Zeit Prügel verdiente, dann konnte er nicht bestraft werden, denn es galt als Sakrileg, Hand an den zukünftigen Regenten zu legen. Dass aber auch ein Prinz erzogen werden musste, war klar. So wollte man das Herz des Thronfolgers dadurch erreichen, dass er zusehen musste, wie sein Freund an seiner Stelle bestraft wurde.
    Tatsächlich waren die Könige ihren ehemaligen Prügelknaben oft sehr dankbar. William Murray beispielsweise wurde 1643 von König Charles I. als Dank für seine Dienste in den Stand eines Earl (Graf) erhoben.
    Die Institution »Prügelknabe« erscheint uns heutzutage mehr als fragwürdig – zu Recht. Mich hat sie aber an eine große Wahrheit erinnert, die den Kern der biblischen Botschaft bildet: Jesus Christus kam als Sohn des höchsten Königs (Gott) auf diese Erde. Doch anstatt die Unantastbarkeit einzufordern, die ihm eigentlich zugestanden hätte, wurde er freiwillig zum »Prügelknaben« für unsere Vergehen. Gott strafte ihn, den Unschuldigen, für das, was wir uns haben zuschulden kommen lassen. »Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden«, geht unser Tagesvers weiter. Am Ende hat Gott seinen Sohn für seine Hingabe geehrt und ihn über alle Gewalten erhöht (Philipper 2,9). Doch wie sieht es mit unserem Dank ihm gegenüber aus?
    Elisabeth Weise

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    Treue und Unauflöslichkeit

    14.2.2026 | 4 Min.
    Die Bibel zeigt uns (mindestens) zwei zwischenmenschliche Beziehungsformen, die etwas von dem Wesen Gottes widerspiegeln sollen: die Ehe und den Kindesstatus. Dabei weiß ich als Scheidungskind, wie oft Treulosigkeit und Egoismus sowohl Ehen als auch das Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern zerstören. In unserer Welt verlassen Partner einander, und Eltern vernachlässigen, verleugnen oder verstoßen gar ihre Kinder. Doch all diese Fehlentwicklungen nehmen der Ehe und der Familie nicht den Adel, den diese beiden Einrichtungen von Gott her haben sollen. Denn nach Gottes Idee haben diese beiden Beziehungsgeflechte eines gemeinsam: Sie sind unauflöslich. Die Ehe ist ein lebenslanger Liebesbund, in dem beide Partner unverbrüchlich zueinanderstehen. Und ein Kind bleibt sein Leben lang das Kind seiner Eltern. Die Unauflöslichkeit dieser beiden Verhältnisse hängt dabei auch nicht vom Wohlverhalten der anderen Partei ab. Kinder verlieren nicht ihren Status, wenn sie rebellisch sind oder ihren Eltern Sorgen machen. Kinder sollen sich darauf verlassen dürfen, dass sie immer zu ihren Eltern kommen können, auch wenn sie ihnen Kummer gemacht haben. Das gilt auch für die Ehe. Auch sie soll in der Krise nicht ihre Gültigkeit verlieren. Sie gilt auch dann, wenn der eine nicht mehr so ist, wie er war, als man sich das Jawort gab. Bis dass der Tod sie scheidet.
    Diese beiden von Gott eingesetzten Beziehungsformen sollen zeigen, wie Gott ist. Wenn ein Mensch zu Gott »Ja« sagt und ihm sein Leben anvertraut, dann ist Gott der unverbrüchlich treue Partner, der nie die Hand loslässt, die man ihm einmal gereicht hat. Und für den, der durch den Glauben an den Sohn Gottes ein Kind Gottes geworden ist, ist Gott ein unbedingt liebender Vater.
    Markus Majonica

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    Der, der bleibt

    13.2.2026 | 4 Min.
    Wir leben in einer Gesellschaft, die sich ständig verändert – getrieben von Trends, Tempo und Technik. Mit einem breit gefächerten Angebot an Apps und Newslettern ist es leicht, sich von immer neuen Berichterstattungen und Geschichten mitreißen zu lassen und alles andere auszublenden.
    Wir sollten allerdings aufpassen, was wir konsumieren. In der Welt des World Wide Web gibt es keine Beständigkeit – die Nachrichten wechseln im Minutentakt, und die Trends von heute sind morgen schon irrelevant. Jeder kann seine Meinung teilen, ohne dass seine Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden – so entstehen viele falsche Behauptungen. Nicht zuletzt lernen Algorithmen, was Nutzern gefällt, und präsentieren Inhalte abgestimmt auf das, worauf vorher bevorzugt geklickt wurde. So sieht man nur noch das, was man sehen will, und lebt in seiner eigenen Blase. Vereinnahmt von den Inhalten auf Instagram, X und Co. merken wir oft nicht, was tatsächlich in der Welt vor sich geht. So verlieren wir leicht den Fokus auf das Wesentliche.
    Doch gerade in einer solchen Zeit ist es entscheidend, einen festen Anker zu haben. Jemanden, der niemals weichen wird und an dem wir uns festhalten können, wenn alles andere in sich zusammenfällt – nämlich Gott. Er hat uns in seinem Wort versprochen: Er »ist und bleibt derselbe«. Im Gegensatz zu den ständigen Veränderungen und Unsicherheiten dieser Welt bleibt Gott der sichere Fels – denn er hat die Welt selbst erschaffen! Er verliert niemals die Kontrolle. Er ist unverrückbar und treu, und sein Wort bleibt für immer wahr. Deshalb dürfen wir mit großer Sicherheit wissen, dass der Gott, dem wir vertrauen, nicht von den ständigen Schwankungen der Welt beeinflusst wird, sondern über allem steht!
    Klara Herhaus

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    Lincolns Briefe

    12.2.2026 | 4 Min.
    Was machen wir mit den an uns gerichteten Briefen, E-Mails und WhatsApps, in denen wir angegriffen oder beleidigt werden und deren Inhalt uns aufregt und ärgert? Von Abraham Lincoln (12. Februar 1809 – 15. April 1865), dem 16. amerikanischen Präsidenten, ist bekannt, dass er oft heftigsten Verunglimpfungen ausgesetzt war, vielfach von vertrauten Weggefährten. Eine effektive Methode Lincolns, mit den ungerechtfertigten Vorwürfen umzugehen, war es, Antwortbriefe der Verteidigung zu schreiben, jedoch ohne sie jemals abzusenden. Dafür legte er die Not Gott im Gebet hin.
    Ob Lincoln sich an Hiskia orientierte? Der jüdische König war in großen Schwierigkeiten. Lachis, der Feldherr des assyrischen Königs Sanherib, hatte Jerusalem mit seinen Truppen umzingelt und war der festen Überzeugung, die Stadt im Handumdrehen einnehmen zu können. So sicher war er sich seines Sieges, dass er schon einmal vorab die Juden und ihren Gott in wenig schmeichelhaften Reden lächerlich machte. Als Lachis kurzfristig abgerufen wurde, hielt er noch schnell seine geringschätzende Verachtung von Hiskia in einem Brief fest und ließ diesen durch einen Boten überbringen.
    Was machte Hiskia mit dem Brief? Er nahm ihn, las ihn, ging in den Tempel und stellte Gott den Brief betend zu. Die Antwort von oben folgte postwendend. Der Himmel nahm sich des Briefes und seines Inhalts an und schützte den König, das Volk und die Stadt.
    Sollte uns heute ein unbegründet negativer Brief in den Postkasten flattern oder eine bewusst böswillige E-Mail oder WhatsApp erreichen, sollten wir nicht verärgert und böswillig reagieren, sondern die Post vertrauensvoll im Gebet an Gott weiterreichen und ihm das Handeln überlassen. Gott möchte ein Miteinander in Frieden und Vergebung stiften.
    Martin von der Mühlen

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Über Leben ist mehr

»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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