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Leben ist mehr

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  • Leben ist mehr

    Späte Gerechtigkeit

    16.07.2026 | 5 Min.
    Von Sommer 1943 bis April 1945 war Irmgard F. als Schreibkraft in der Kommandantur des Konzentrationslagers Stutthof beschäftigt. Da war sie gerade 18 Jahre alt. Während ihrer Tätigkeit ging fast die gesamte Korrespondenz des KZ über ihren Tisch. Deswegen verurteilte das Landgericht Itzehoe 2022 die damals 97-Jährige wegen Beihilfe zum Mord in 10 505 Fällen und zum versuchten Mord in fünf Fällen zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Der Bundesgerichtshof bestätigte die Entscheidung. Er sagte: »Sie half durch ihre Schreibarbeit dem Lagerkommandanten und dessen Adjutanten ... nicht nur physisch. Sie unterstützte diese durch ihre Einordnung in den Lagerbetrieb als zuverlässige und gehorsame Untergebene auch psychisch bei der Begehung der 10 505 vollendeten und fünf versuchten grausamen Morde, die das Landgericht ihr zugerechnet hat.«
    Dieses Gerichtsurteil macht für mich deutlich, was Gerechtigkeit beinhaltet: Gerechtigkeit hat einen langen Atem. Was vor rund 80 Jahren geschah, ist nicht vergessen. Gerechtigkeit deckt unerbittlich individuelle Schuld auf: Irmgard F. hat niemanden persönlich in der Gaskammer umgebracht. Aber sie hat ihren Teil dazu beigetragen, dass dies geschehen konnte. Auch späte Gerechtigkeit ist wichtig – für die Opfer. Die Hinterbliebenen der Ermordeten erleben: Der Tod unserer Oma, unseres Vaters, unserer Geschwister bleibt nicht ungesühnt.
    Leider gehen der irdischen Justiz trotz aller Bemühungen sehr viele böse Taten durchs Netz. Aber Gottes Gerechtigkeit ist unfehlbar. Er wird Lebende und Tote richten, mögen ihre Taten auch Jahrtausende zurückliegen. Nichts bleibt ungesühnt. Wer kann da frei ausgehen? Nur der, dessen Lebensschuld bereits bezahlt ist – von Jesus am Kreuz – und der dies für sich in Anspruch nimmt.
    Markus Majonica

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    Sauwetter!

    15.07.2026 | 5 Min.
    Da haben irgendwelche Leute um Weihnachten herum für die Sommerferien eine Wohnung an der Ostsee gemietet. Nun ist es so weit, und der Wetterdienst meldet nur anhaltend »schlechtes« Wetter. Kann man, ja, muss man da nicht ärgerlich werden?
    Doch wenn wir über das Wetter schimpfen, so werfen wir dem, der alles Wetter macht, Ungeheuerliches an den Kopf (siehe Überschrift). Viele meinen, beim Surfen, Schwimmen oder Sonnenbaden verlorene Spannkraft zurückzuerlangen. Gott aber sieht, dass vor allem ihre Seele Mangel leidet. Darum gibt er ihnen bei einer Tasse Tee und frei von Haus- und Gartensorgen Zeit, z. B. mal wieder in der Bibel zu lesen und mit Gott zu reden, während draußen der Regen prasselt. Dann wird einem das Herz leichter, und man kann sogar dem schlechten Wetter etwas abgewinnen.
    Zum Beispiel kann jetzt eine längst fällige Aussprache mit dem Ehepartner in aller Ruhe stattfinden und den ehelichen Frieden wiederherstellen bzw. festigen. Der Spaziergang unter dem gemeinsamen Regenschirm ist auch eine wunderbare Erholung. Wie lange ist es doch schon her, dass man einmal »eingehakt« spazieren gegangen ist! Und wenn man ringsumher nur die miesen Gesichter sieht, kann man ihnen vielleicht sogar eine kleine Hilfe sein, ebenfalls eine andere Sicht der Dinge zu bekommen. Dazu braucht man gar nicht immer zu reden. Ein vergnügtes Gesicht ist schon eine aussagekräftige »Predigt«.
    In jedem Fall aber hat man wenigstens selbst aufgehört, dem Allmächtigen mit scheußlichen Beleidigungen vors Schienbein zu treten. Und wenn man sich das zur Regel macht – nicht nur bei Regenwetter – dann wird man bald auch davon lesen, wie man mit Gott völlig ins Reine kommen kann, denn das wünscht er sich von uns.
    Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Urlaub!
    Hermann Grabe

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    Ein Kreuz, das Leben rettet!

    14.07.2026 | 5 Min.
    Die Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 werden die Menschen im Ahrtal wohl nie vergessen: Wie viel Leid und Elend diese Jahrhundertflut über Menschen brachte, kann wohl kaum erahnt werden. An diesem Abend wurde auch der Feuerwehrmann Friedhelm Jakobs von der mächtigen Flutwelle erfasst. Zuvor versuchte er, die Bevölkerung mit Lautsprecherdurchsagen zu warnen. Nachdem er sich noch an einen Ast geklammert hatte, bis ihn die Kräfte verließen, warf er sich auf einen dicken Stamm, der im Wasser schwamm. Dann sah er im Lichtpegel ein hohes steinernes Gebilde: Es war der Kreuz-Grabstein von Albert Kreuzberg aus dem 19. Jahrhundert. Mit letzter Kraft kletterte er darauf und klammerte sich dann anschließend sechs Stunden an dem Kreuz fest, bis er endlich gerettet wurde. Friedhelm Jakobs verdankte diesem »Kreuz-Grabstein« eines Verstorbenen sein Leben.
    Dieses Ereignis hat mich an eine Begebenheit vor mehr als 2000 Jahren erinnert. Da gab es auch ein Kreuz, aber es war keines, an das man sich dankbar in der Not klammerte. Dort starb der Sohn Gottes, nachdem man ihn daran angenagelt hatte. Über ihn stürzten die Fluten von Gottes Gericht. Doch nicht, weil er es verdient hatte: Er starb für unsere Schuld! Für Ihre und meine!
    Unsere Sünde ist in Gottes Augen so schlimm, dass sie nur mit dem Tod bezahlt werden kann. Aber genauso, wie dieser heldenhafte Feuerwehrmann sich an das Kreuz klammerte, um nicht in den Fluten der Ahr unterzugehen, so können wir Menschen unser Vertrauen auf diesen Jesus Christus setzen, der an unserer Stelle starb. Wenn man sich ganz und gar auf ihn verlässt und seine Vergebung für sich in Anspruch nimmt, wird man gerettet werden und das ewige Leben haben!
    Daniel Zach

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    Das Herz von Pluto

    13.07.2026 | 4 Min.
    Im Januar 2006 wurde mit »New Horizons« erstmals eine Raumsonde zu Pluto ausgesandt; sie passierte ihn am 14. Juli 2015 in 12 500 Kilometern Entfernung und schickte Bilder des Zwergplaneten zur Erde. Dabei gab es eine Überraschung: Ein riesiges Herz wurde auf seiner Oberfläche entdeckt. Dessen Struktur gab den Astronomen wieder einmal Rätsel auf. Eine Theorie über ihre Entstehung musste gefunden werden. Bei der Auswertung der Fotos fiel auf, dass die Oberfläche des »Herzens« im Gegensatz zur übrigen Pluto-Landschaft frei von Einschlagkratern war, vermutlich ist sie also wesentlich jünger als die übrige Oberfläche. Außerdem besteht die Fläche aus einem Material, das wesentlich mehr Licht reflektiert als seine Umgebung.
    Ein Forscherteam hat nun versucht, in verschiedenen Simulationen nachzustellen, wie das Herz entstanden sein könnte. Demnach wäre der Zwergplanet mit einem planetarischen Körper mit einem Durchmesser von etwa 700 Kilometern kollidiert. Der Brocken bestand vermutlich überwiegend aus Eis mit einem Gesteinskern. Die längliche Form des Herzens deutet stark darauf hin, dass es sich um einen Schrägaufprall handelte. Die Simulationen bestätigten diese Vermutung.
    Das Herz ist das Symbol für Liebe, und für mich ist das Herz des Pluto daher wie ein Hinweis auf die Liebe des Schöpfers, die er gegenüber uns Menschen bewiesen hat. In der Weite des Universums sind wir nicht allein, der Schöpfer allen Lebens hat uns sogar auf unserem winzig kleinen Planeten besucht – in seinem Sohn, Jesus Christus. Dieser hat hier eine eindrucksvolle Spur göttlicher Liebe hinterlassen. Sie erreichte ihren Höhepunkt am Kreuz, wo er für unsere Sünden starb. Aus dem Instrument für einen grausamen Tod wurde ein Symbol der Rettung und Vergebung.
    Günter Seibert

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    Der Spiegel der Seele

    12.07.2026 | 4 Min.
    Wer kennt nicht das Gefühl, morgens aufzuwachen und festzustellen, dass leider nicht Wochenende ist und man sich noch einmal gemütlich die Decke über den Kopf ziehen kann? Im schlimmsten Fall ist es Montag, vielleicht regnet es gerade, und es ist noch dunkel. Wir schälen uns aus unserem gemütlichen Nest und schlürfen ins Bad. Dort angekommen, sehen wir uns im Spiegel unseren Verfassungszustand an. Stehen meine Haare schlimm zu Berge? Habe ich noch sichtbare Schlafspuren im Gesicht? Wie tief sind die Augenringe heute? Die Wandspiegel, zu denen man noch etwas Abstand hat, lassen einen u. U. nicht ganz so zerstört aussehen. Doch wagt man einen Blick in einen Kosmetikspiegel, am besten noch mit Licht und zigfacher Vergrößerung, sieht man einen ganz anderen Zustand. Die feinsten Härchen, Fältchen usw. werden aufgedeckt.
    Vor längerer Zeit habe ich gehört, wie jemand die Zehn Gebote mit einem Spiegel verglich. Gott gab den Israeliten diese Regeln als Richtlinien für das Leben. Sie sind aber für alle Menschen gedacht. Wir finden darin klare Anweisungen, die unser Zusammenleben untereinander und das Verhältnis zu Gott regeln sollen. Wir stellen uns sinnbildlich vor diesen »Spiegel« und können aufdecken, wo eine Strähne unseres Lebens nicht richtig liegt oder was zu tun wäre, um den Zustand zu erreichen, der für Gott (und mich) gut und richtig ist.
    Um unser Spiegelbild noch genauer ansehen zu können, müssen wir auf Jesus blicken, denn er ist das vollkommene Abbild Gottes und der alles überragende Maßstab für ein Leben, das Gott gefällt. Der Spiegel an der Wand kann nichts für die Beseitigung eines Makels tun. Doch Jesus kann und will es, denn durch den Glauben und eine Beziehung zu ihm erneuert und verändert er uns.
    Judith Zall

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Über Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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