Ein Freund von mir schrieb mir eine E-Mail zum Geburtstag. Er würde zurzeit den Hausstand seiner Eltern auflösen, die beide vor ungefähr zwei Jahren im Abstand von wenigen Monaten gestorben waren. Sein Vater gehörte zu den Leitern einer christlichen Gemeinschaft und suchte für die Geburtstagskinder immer mit viel Liebe einen passenden Bibelvers aus. Den er dann auch sonntags nach dem Gottesdienst vorlas und überreichte. Weiter schrieb mein Freund, dass ihm jetzt ein Zettel seines Vaters in die Hände gefallen sei. Den hatte er seiner E-Mail angehängt. Ich öffnete die Datei und las: »Wer aber auf den HERRN vertraut, den umgibt er mit Gnade« (Psalm 32,10). Darunter standen in roter Schrift mein Geburtsdatum und mein Name. Wahrscheinlich als Vorbereitung für einen Geburtstagsgruß.Diese unerwartete Botschaft aus dem Himmel hat mich sehr berührt, und ich dachte über die Gnade Gottes nach: Gott bietet uns seine Gnade an. Doch wir müssen entscheiden, ob wir sie annehmen oder nicht. Solange wir leben und bei klarem Bewusstsein sind. Gnade und Gerechtigkeit sind für uns Menschen eigentlich unvereinbar. Wenn ein Verbrecher begnadigt wird, ergeht Gnade vor Recht. Menschliche Gnade setzt die Gerechtigkeit beiseite.Bei Gott ist das anders. Seine Gnade gibt er nie auf Kosten der Gerechtigkeit. Bei ihm stimmen Gnade und Gerechtigkeit überein. Ja, seine Gerechtigkeit fordert die Bestrafung der Menschen für ihre Sünden, aber in seiner Liebe und Gnade hat Gott seinen eigenen Sohn als »Sühnung für unsere Sünden« gesandt. Am Kreuz auf Golgatha sind Gottes gerechte Forderungen durch Jesus vollständig erfüllt worden. Und auf dieser Grundlage bietet Gott uns jetzt seine Gnade an. Wir müssen ihm nur vertrauen und die Gnade annehmen.Herbert LaupichlerDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
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Genutztes Versäumnis
Seit einigen Jahren beteiligt sich unsere christliche Gemeinde an dem Hilfsprojekt »Weihnachtsfreude«. Es werden Lebensmittelpakete für rumänische Familien in Not gepackt, die nach Fertigstellung von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter Mitte November abgeholt werden.Da 2023 außer Weihnachtspäckchen noch einige Sachspenden zusammenkamen, befüllte ich damit ein weiteres Paket. Allerdings war ich am Abend vor der Abholung zu müde, um es einzupacken. Ich dachte mir, dass dafür am nächsten Tag noch ausreichend Zeit bleiben würde. Aber ich kam verspätet heim und hörte bereits kurz darauf das Motorengeräusch des Kleinbusses. Ich bat den Mitarbeiter um fünf Minuten Zeit. Nach circa 15 Minuten kam ich mit einem sehr schlechten Gewissen sowie den fertigen Päckchen nach draußen. Aber der Fahrer erklärte mir beruhigend, dass er sich in der Zwischenzeit gut mit unserem Postboten unterhalten hatte. Dieser hatte ihn lachend gefragt, ob hier wohl die Konkurrenz am Werk sei, mit den zahlreich bunten Weihnachtspäckchen auf der Ladefläche. Dabei hatte sich herausgestellt, dass die Frau des Postboten rumänischer Abstammung ist. Die Weihnachtspäckchen waren eine Brücke für ein gutes Gespräch, in dem es auch um den christlichen Glauben ging. Beschämt und dankbar zugleich staunte ich, wie Gott das Beste aus meinem Versäumnis gemacht hatte.Es gibt zahlreiche Situationen, in denen wir unzulänglich sind. Wenn Gott eingreift, bringt er aus unserer Schwachheit Gutes hervor. Aber wir brauchen nicht nur in unseren kleinen Versäumnissen seine Hilfe, sondern auch in der großen Not unseres Lebens, dass wir nämlich Sünder und auf Gottes Gnade angewiesen sind. Gott lädt uns nicht nur zum Staunen über seine Hilfe im Alltag ein, sondern vielmehr zum grundsätzlichen Glauben und Vertrauen an ihn.Manuela BasistaDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
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Seht die Fahne auf dem Schloss!
Eine Fahne auf einer Burg oder auf einem Schloss weht dort nicht ohne Grund. Zum Beispiel hat in Großbritannien die »Royal Standard« eine besondere Bedeutung: Als Flagge oder Standarte ist sie das offizielle Hoheitszeichen des jeweiligen britischen Monarchen in seiner Funktion als Staatsoberhaupt des Vereinigten Königreichs. Die in Großbritannien verwendete »Royal Standard« besteht aus den Wappen von England, Schottland und Nordirland.Diese Fahne auf dem Schloss signalisiert die Anwesenheit des Monarchen. Beim Buckingham Palace in London wird die »Royal Standard« gehisst, wenn der amtierende britische Souverän im Palast residiert. Die Flagge zeigt also an: »Der König oder die Königin ist da.« Wenn der Monarch nicht im Palast ist, wird stattdessen der »Union Jack« – so heißt die britische Nationalflagge – gehisst.Eine entsprechende Fahne bei einem Christen sollte seine Freude sein. Sie weht über ihm, weil der König Jesus im Haus ist. Wer im Glauben mit Jesus verbunden ist, der kann sich an dem neuen Leben, das Gott ihm zusichert, freuen. Wenn Christus in einem Menschen residiert, dann ist die Beziehung zu ihm nicht nur eine gelegentliche Erfahrung. Er, der Herr, ist immer im Christen gegenwärtig, und der Christ ist immer »im Herrn«, wie die Bibel sagt, und das ist immer Grund zur Freude. Selbst wenn der Christ einmal mit unerfreulichen äußeren Umständen konfrontiert ist, wenn er durch Trauer, Krankheit oder andere Schwierigkeiten hindurchmuss, kann er sich immer noch seines Herrn erfreuen. Jesus Christus ist und bleibt derselbe. »Kraft und Freude sind in seiner Stätte.« Weil er seine Leute niemals aufgibt und niemals verlässt, können sie sich beständig freuen.Markus WäschDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
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Ewig leben!
Im sogenannten Abendland, also in dem Teil der Welt, in dem wir leben, hat es schon immer Leute gegeben, die entweder nichts von den Verheißungen und Warnungen der Bibel wussten oder ihnen keinen Glauben schenkten. Sie meinten, wir Menschen würden wie die Tiere und die Pflanzen zufällig entstehen, um nach einiger Zeit ebenso zufällig wieder zu vergehen. Ihnen steht daher nur die Zeit zwischen ihrer Geburt und ihrem Tod zur Verfügung, und alles, was sie an Schönheit, Freude, Macht und Besitz erleben wollen, muss folgerichtig in diesem engen Rahmen stattfinden.Um in dieser begrenzten Spanne möglichst viel unterzubringen, wenden solche Leute vor allem das Gesetz des Stärkeren an. Deswegen herrschen zwischen Eltern und Kindern, Firmen und Völkern dauernde Spannungen, die sich jederzeit entladen können. Nur Künstler haben nach ihrer Meinung die Chance, sich durch Bücher, Bilder oder Musik so etwas wie ein wenig Ewigkeit zu verschaffen.Die Bibel aber sagt, dass alle Menschen ewig existieren, zunächst auf der Erde und dann entweder im Himmel oder in der Hölle. Sie sagt auch, dass der Schöpfer alle in den Himmel einlädt. Jeder ist vor die Entscheidung gestellt, ob er dem göttlichen Angebot folgen will, oder ob er »Nein« dazu sagt.»Ja«, sagt vielleicht jemand, »viele wissen doch von dem Gott der Bibel gar nichts.« Aber das stimmt nicht; denn – um mit Kant zu reden – »der gestirnte Himmel über ihnen und das moralische Gesetz in ihnen« sind zeichenhaft genug, um auf einen gewaltigen Schöpfer und auf einen gerechten Richter hinzuweisen. Und weil Gott gerecht ist, wird er nicht mehr von ihnen verlangen, als was er ihnen offenbart hat.Hermann GrabeDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
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VStGB
Hinter diesem Kürzel verbirgt sich das Völkerstrafgesetzbuch, das heute (leider) immer mehr Anwendungsfälle findet. Denn es werden weltweit immer mehr Straftaten wie etwa Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit bekannt. Und während unser (deutsches) Strafgesetzbuch (in der Regel) einen begrenzten örtlichen und sachlichen Anwendungsbereich hat, gilt das VStGB für die genannten Verbrechen, ganz gleich, auf welchem Teil der Welt diese begangen wurden. Man nennt dies das »Weltrechtsprinzip«. Der Verdächtige soll sozusagen nirgendwo auf der Welt vor der Strafverfolgung sicher sein. Überdies gilt auch keine zeitliche Begrenzung für die Strafverfolgung, denn nach § 5 VStGB tritt keine Verjährung ein. Diese rechtlichen Grundsätze spiegeln das Bedürfnis von uns Menschen nach einer Gerechtigkeit wider, die unabhängig von Ort und Zeit gelten sollte, einfach, weil diese Taten so schwer wiegen und niemand, der solche Taten begeht, ungeschoren davon kommen soll.Doch trotz des VStGB wird es auf dieser Welt viel Unrecht geben, das ungesühnt bleibt. Und spätestens mit dem Tod entzieht sich auch der grausamste Verbrecher letztendlich jedem Zugriff der Gerichte.Allerdings unterliegt das Gericht Gottes nicht solchen Begrenzungen: Seiner Strafgewalt unterliegen auch alle Menschen, ganz gleich, aus welcher Nation. Aber er wird nicht nur die ganz schweren Taten bestrafen, sondern jede Lüge, jeden Neid usw. Und schließlich befreit auch der Tod nicht von der Bestrafung, denn er wird auch die Toten richten. Gibt es einen Ausweg für einen Menschen, der seine Lebensschuld versteht? Ja: Wer seine Schuld Jesus Christus übergibt, kommt nicht in Gottes Gericht! Denn an Jesus Christus ist die Strafe für jedes Unrecht schon vollzogen.Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.