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Leben ist mehr

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  • Leben ist mehr

    Ein wertvoller Schatz

    04.10.2026 | 4 Min.
    Während der Weltwirtschaftskrise in den 1920er-Jahren besaß ein gewisser Mr. Yates Ländereien im Westen von Texas, auf denen er Schafe züchtete. Er lebte in großer Armut und hatte große Mühe, seine Familie zu ernähren. Seine Lage wurde sogar noch schlimmer, sodass er beinahe seinen gesamten Besitz verloren hätte. Nicht einmal die geringen Steuern konnte er zahlen. Kurz vor dem Bankrott trat eine Ölgesellschaft an ihn heran. »Wir glauben, dass es auf Ihrem Land Ölvorkommen gibt«, sagten sie. »Erlauben Sie uns zu bohren?« Da Mr. Yates nur wenig zu verlieren hatte, gab er sein Einverständnis. Die Ölgesellschaft begann zu bohren, und bereits in geringer Tiefe traf sie auf das größte Ölvorkommen, das zu jener Zeit in Nordamerika gefunden wurde – ein Ölfeld, das jeden Tag über 80 000 Barrel Öl produzierte! Über Nacht wurde Mr. Yates zum Milliardär.
    Eine verrückte Geschichte, oder? Der große Schatz war schon immer da gewesen, doch Mr. Yates ahnte nichts davon. Er musste erst auf diesen Schatz hingewiesen werden. Und was für ein Glück, dass er sich auf dieses Angebot einließ!
    Wissen Sie, dass es für uns alle einen großen Schatz gibt, der uns längst zur Verfügung steht? In diesem Kalender wird immer wieder darauf hingewiesen. Zu diesem Schatz hat jeder Zugang, ob übers Handy oder übers Bücherregal. Es ist die Bibel, in der sich der Schöpfer und Erhalter allen Lebens ganz persönlich an uns Menschen richtet. Was möchte er Ihnen sagen? Er möchte Ihnen sagen, wo Frieden und ewiges Leben zu finden sind. Er möchte Ihnen ein Licht sein inmitten dieser dunklen Zeit. Er möchte Ihnen Zugang zu einer Quelle großer Freude und eines erfüllten Lebens verschaffen, die niemals aufhört zu quellen. Wo gibt es sonst so etwas? Verpassen Sie es nicht, dieses Angebot anzunehmen.
    Johannes Unger

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  • Leben ist mehr

    Alles kommt von ihm

    03.10.2026 | 4 Min.
    Stellen Sie sich vor, Ihr Kind streckt Ihnen sein selbst gemaltes Bild entgegen. Sie betrachten es und können nur mit sehr viel Fantasie erahnen, was hier dargestellt sein könnte. Trotzdem freuen Sie sich darüber! Doch wieso eigentlich? Schließlich haben doch Sie Ihrem Kind das Malen beigebracht, das Papier besorgt und die Stifte gekauft, mit denen dieses Bild gemalt wurde. Vermutlich können auch Sie selbst weitaus besser malen. Trotzdem findet dieses Bild einen Ehrenplatz an Ihrer Küchenwand. Warum? Weil Ihr Kind Ihnen mit diesem Bild eine Freude machen wollte. Niemand hat Ihrem Kind das aufgetragen, sondern es hat selbst den Entschluss dazu gefasst.
    Bei Gott ist das ähnlich: Alles, was wir sind, was wir können und was wir haben, kommt von ihm. Er hat uns geschaffen, er hat uns begabt und er hat uns ausgestattet. Alles haben wir aus seiner Hand empfangen, wie es auch im Tagesvers heißt. Wenn wir Gott unseren Dank bringen, z. B. in Form von Lobliedern, Geschenken und Unterstützung anderer Menschen usw., dann machen wir nichts anderes als das Kind, das seinen Eltern ein selbst gemaltes Bild schenkt.
    Auch Gott könnte alles, was wir ihm bringen können, so unendlich viel besser und schöner machen. Er ist weder auf uns noch auf das von uns Gebrachte angewiesen. Wir können ihm also nur einen kleinen Teil dessen, was er uns gegeben hat, wieder zurückgeben. Und das Geniale ist: Gott freut sich trotzdem darüber! Warum? Weil er uns mit einem freien Willen ausgestattet hat. Entsprechend freut er sich darüber, wenn wir von uns aus zu ihm umkehren, ihm vertrauen und ihm unseren Dank und unser Lob entgegenbringen. Es zeigt, dass wir die wahre Quelle unserer Erzeugnisse und unseres Fortschritts erkannt haben und ihm die alleinige Ehre dafür geben wollen.
    Daniel Beck

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    Der Mann, bei dem Honecker wohnte

    02.10.2026 | 5 Min.
    November 1989: Die innerdeutsche Mauer fällt, und die Ära des bis dahin mächtigsten Mannes der DDR ist beendet. Erich Honecker ist inzwischen ein alter Mann, krank, frisch operiert … und weiß nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus nicht, wohin. Er könnte in eine kleine Wohnung in Berlin ziehen, doch die Sorge ist berechtigt, dass ihn aufgebrachte Bürger dort lynchen würden. So wird Pfarrer Uwe Holmer gefragt, ob er das ehemalige Staatsoberhaupt bei sich aufnehmen kann, weil man sich hier eine gewisse Sicherheit für den gehassten Ex-Staatsmann erhofft.
    Uwe Holmer hat 40 Jahre Planwirtschaft und Stasi-Bespitzelung erlebt, keines seiner Kinder durfte – trotz bester Schulleistungen – Abitur machen, weil die Eltern aus ihrer ablehnenden Haltung zum DDR-Regime keinen Hehl machten. Und jetzt soll er den Mann, der das alles zu verantworten hat, als Gast in sein Haus aufnehmen? Nach zwei Wochen Gebet und Nachdenken sagt Uwe Holmer zu. In einem Brief erklärt er seinen Schritt. Mit der Aufnahme der Honeckers greife er nicht in die juristische Verfolgung des ehemaligen Staatoberhauptes ein, er nehme ihn einfach als einen Mitmenschen in Not auf. Dabei sei ihm neu klargeworden, wie schwer Vergebung sei. Auch Gott könne nicht »einfach so« vergeben, sondern nur, weil Jesus die Strafe für die Sünden am Kreuz getragen habe – auch die Sünden Pfarrer Holmers. Die Freude darüber gebe ihm die Kraft, seinen Mitmenschen zu vergeben und ihnen ohne Groll und Bitterkeit zu begegnen – selbst einem Erich Honecker.
    So wohnen Erich und Margot Honecker zehn Wochen bei Familie Holmer, erleben Gebet und Familienandacht, während vor dem Haus Demonstranten »Keine-Gnade-für-Honecker«-Transparente schwenken. Ein beeindruckendes Zeugnis, wozu der christliche Glaube befähigt.
    Elisabeth Weise

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    Der Bergungsort

    01.10.2026 | 6 Min.
    John André (1750–1780) war ein britischer Major im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. In geheimer Mission wurde er zu General Benedict Arnold geschickt, um die Übergabe der Festung West Point an die Briten auszuhandeln. André wurde innerhalb der amerikanischen Linien gefangen genommen, mit belastenden Plänen in seinem Stiefel. General Arnold hingegen konnte sich bei den Briten in Sicherheit bringen.
    André wurde von einem von George Washington, dem späteren Präsidenten, eingesetzten Militärgericht zum Tod durch Erhängen verurteilt. Trotz der Vereinbarung, dass in Gefangenschaft geratene Offiziere nicht hingerichtet werden sollten, und trotz aller Bemühungen um seine Begnadigung wurde er am 2. Oktober 1780 als Spion gehängt und unter dem Galgen in Tappan, New York, begraben. An seinem Hinrichtungsort steht ein Denkmal mit den Worten von George Washington: »Er war nicht kriminell, aber er hatte kein Glück. Ein gebildeter Mann und ein hervorragende Offizier.« In England wurde er als Held gefeiert. In der Kirche Westminister Abbey steht ebenfalls ein Denkmal für ihn.
    Zwei Tage vor seiner Hinrichtung schrieb er aus dem Gedächtnis das Lied eines unbekannten Dichters auf einen Zettel mit dem Titel: Der Bergungsort. Wenn sich André auch von der irdischen Justiz ungerecht behandelt fühlte, so wusste er sich doch schuldig vor Gott: »Den, der die Welt erschaffen hat, / bekämpfte ich in Wort und Tat. / Verwarf die Gnade fort und fort, / zu stolz für einen Bergungsort.« Im Gegensatz zu seinen irdischen Richtern fand er jedoch Gnade bei der höchsten Instanz: »O Gottes Liebe, die mich rief / aus dem Verderben, groß und tief. / O Gnade, die mich suchte dort, / wardst meiner Seele Bergungsort!« Diese Zuflucht war für ihn Jesus Christus.
    Gerrit Alberts

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    Zeit mit Gott

    30.09.2026 | 4 Min.
    Am 1. Oktober 1926, heute vor 100 Jahren, wurden in Berlin an mehreren Kreuzungen die ersten Verkehrsampeln in Betrieb genommen. Wie beschaulich und übersichtlich muss wohl damals der Straßenverkehr gewesen sein. Heute gibt es in Berlin weit über 8000, deutschlandweit sogar rund 131 000 Ampeln. Vielleicht zeigen solche Zahlen, wie Betriebsamkeit und Unrast im Laufe der Jahre zugenommen haben. Der Mensch kommt nicht mehr zur Ruhe und vielleicht sind wir Deutschen noch umtriebiger als andere Nationen. Ob beim Autofahren oder an der Supermarktkasse, keiner hat mehr Zeit. Diese Unruhe und die immer wiederkehrenden Herausforderungen führen zu körperlichen und seelischen Reaktionen. Es ist schwer für uns Menschen, aus diesem System auszubrechen, obwohl wir es doch so gerne möchten. Haben wir es einmal geschafft, holt uns der hektische Alltag schnell wieder ein. Wir »retten« uns hin zum freien Wochenende oder zum längeren Urlaub. Doch verpufft der Effekt der erholsamen Auszeit danach schnell, wenn wir uns wieder in das Getümmel des Alltages hineinstürzen.
    Meine Ehefrau Karin liest jeden Morgen unter anderem eine Andacht aus dem kleinen Büchlein »Zeit mit Gott«, um ihren Tag mit Gedanken über Jesus zu beginnen und Kraft für die bevorstehenden Stunden zu erhalten. Gebet rundet diese »Zeit mit Gott« ab. Auch ich beschäftige mich immer zu Tagesbeginn mit meiner Bibel. Hier finde ich Ruhe, Sicherheit und Kraft für die Aufgaben, die heute vor mir liegen. Hier begegne ich Jesus.
    Vor Gott, unserem Schöpfer, zur Ruhe zu kommen, ist eine runde Sache. Er weiß am besten, was gut und richtig für uns ist. Die Bibel – für viele das verstaubte, alte Buch – zur Hand zu nehmen, wird auch Ihnen helfen, Ihr Leben richtig auszurichten!
    Axel Schneider

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Über Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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Generated: 10/5/2026 - 6:09:36 AM