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Leben ist mehr

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  • Leben ist mehr

    Sterben mit Gewinn?

    17.10.2026 | 4 Min.
    »Nichts ist umsonst, sogar der Tod, er kostet das Leben!« So in etwa weiß es der Volksmund zu berichten. Tatsächlich wird der Tod nicht mit Gewinn verbunden: Der Betroffene verliert sein Leben, und die Hinterbliebenen empfinden oft sehr schmerzhaft diesen Verlust. Denn der Tod ist das Ende jeder Beziehung. Wie ein scharfes Messer zerschneidet er alle Pläne und Träume. Mit ihm verliert alles seine Bedeutung. Was gestern noch wichtig war, hat im Angesicht des Todes keine Bedeutung mehr.
    Doch nun spricht der Apostel Paulus im Tagesvers davon, dass das Sterben für ihn Gewinn sei. Ist er ein frommer Spinner? Ein Fantast? Ein Fatalist? Nein, Paulus war alles andere: Er war ein Realist; aber einer, der über den Tellerrand unserer irdischen Erlebensmöglichkeiten hinaussehen konnte, weil er dem ewigen Gott und seinem Sohn Jesus Christus glaubte. Er kannte die Widrigkeiten, Nöte und Gefahren unserer irdischen Existenz sehr genau. Doch er wusste: Wenn ich sterbe, dann komme ich an einen Ort, an dem es wirklich nichts gibt, das meine ewige Existenz dort würde trüben können: kein Schmerz, keine Träne, keine Angst, kein Tod.
    Wow, was für eine Perspektive: Das, was uns naturgemäß riesige Angst macht, hatte für ihn den Schrecken verloren. Der Tod war für ihn verbunden mit der Aussicht auf eine ewige Herrlichkeit. Gerne würde er sofort das Hier mit dem Dort tauschen!
    Allerdings hatte diese großartige Erwartung eine Vorbedingung. Das macht auch Paulus deutlich. Denn das Sterben ist nur für den Gewinn, dessen Leben im Hier und Jetzt fest mit Christus verbunden ist. Ja, es gibt ein Leben ohne Christus. Aber dann ist das Sterben ein ewiger Verlust. Wer so stirbt, verliert endgültig jede Hoffnung auf Rettung.
    Markus Majonica

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    Gottlos

    16.10.2026 | 4 Min.
    Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist es sicher schon veraltet, aber in den Jahren 2023 und 2024 gehörte es zu den beliebtesten Jugendwörtern: »gottlos«. Interessanterweise wurde das Wort sowohl für außergewöhnlich positive als auch für schockierend negative Dinge verwendet. Ein Burger konnte »gottlos lecker« sein, während ein Klassenbucheintrag »gottlos unfair« genannt wurde. Es ging dabei jedoch nicht wirklich um Gott, sondern um eine extreme Verstärkung.
    Als ich darüber nachdachte, fiel mir auf: Eigentlich ist diese inflationäre Verwendung des Begriffs gar nicht so unpassend. Denn wie der Tagesvers sagt, vermittelt die Bibel ein ganz klares Weltbild: Alles liegt im Bösen, alles ist von Natur aus erst einmal gottlos. Selbst die schönsten Momente sind – wenn sie ohne Gott erlebt werden – buchstäblich »gott-los«. Man kann ein ganzes Leben ohne Gott verbringen und noch nicht einmal darüber nachdenken. Da ist doch dieses Jugendwort tatsächlich auf so gut wie jede Situation anwendbar.
    Allerdings spricht die Bibel auch davon, dass am Ende der Gottlosigkeit der Tod und die ewige Verlorenheit stehen. Um uns daraus einen Rettungsweg zu schaffen, schickte Gott seinen Sohn Jesus auf die Erde, der auch unter dem Namen »Immanuel« (das heißt »Gott mit uns«) bekannt ist. Nur durch seine Anwesenheit hat er Gottes Wesen in seiner reinsten Form mitten unter die Menschen gebracht. Nichts mit seiner Person Zusammenhängendes war »gottlos«. Und auch wenn Jesus heute nicht mehr leibhaftig auf der Erde anzutreffen ist, will er jetzt noch genauso Teil unseres Lebens sein und es von der Gottlosigkeit befreien. Wer in einer Beziehung zu diesem unsichtbaren Jesus steht, der ist nicht mehr gottlos – denn Gott ist mit ihm!
    Jacob Ameis

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    Wendepunkte

    15.10.2026 | 5 Min.
    Stille in Boston: Das neue Zeitalter wurden durch atemlose Stille eingeläutet. Im Hörsaal der Universität Boston hatte sich am 16. Oktober 1846 eine große Anzahl ehrwürdiger Doktoren versammelt, um dem angekündigten Wunder zuzusehen: einer Operation unter Narkose. Schon oft hatte man bis dahin versucht, Patienten durch Alkohol, Kräutertrunks oder Suggestion in einen bewusstlosen Zustand zu versetzen. Doch sobald der Chirurg den ersten Schnitt tat, zeigte ein markerschütternder Schrei, dass alles beim Alten geblieben war. Ab diesem Moment musste ein Chirurg vor allem eines sein: schnell. Amputationen wurden in weniger als zwei Minuten durchgeführt, länger konnten selbst die stärksten Helfer den sich windenden Patienten nicht fixieren. Doch als an diesem Tag William Morton an dem mit Äther narkotisierten Patienten den ersten Schnitt setzte, herrschte absolute Stille im Saal. Der erwartete Schrei blieb aus. Die versammelten Ärzte sahen sich staunend an. Ihnen allen war klar, dass sie Zeuge eines Wendepunkts waren: Der Schmerz war besiegt. Ein neues Zeitalter hatte begonnen.
    Ein Schrei auf Golgatha: Bevor der gequälte Mann am Kreuz sein Leben aushauchte, stieß er einen letzten, markerschütternden Schrei aus und sprach die Worte: »Es ist vollbracht!« Den betäubenden Trunk, der ohnehin nur wenig Wirkung gehabt hätte, hatte er abgelehnt. In vollem Bewusstsein hatte der Sohn Gottes die unsagbaren Schmerzen der letzten Stunden ertragen. Und auch das Gefühl der abgrundtiefen Verlassenheit, denn Gott musste sich in seiner Heiligkeit von seinem Sohn, der die Sünde der ganzen Welt trug, abwenden. Auch wenn es den meisten der Anwesenden nicht klar war: Dieser Schrei Jesu markierte eine Wende. Die Sünde, die Trennung von Gott war überwunden, ein neues Zeitalter hatte begonnen.
    Elisabeth Weise

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    Sternenkinder

    14.10.2026 | 8 Min.
    »Heb­am­me im Dienst – auf dem Weg zu Mut­ter und Kind«. Mit die­sem Schild un­ter der Wind­schutz­schei­be ist mei­ne Frau je­den Tag unterwegs. Dabei muss sie auch miterleben, wie aus einer hoffnungsvollen Zeit des Wartens tiefe Trauer wird. Denn etwa 15 Prozent aller Schwangerschaften enden mit einer Fehl- oder Totgeburt. Ein Trauma für die Eltern. Vielleicht ist das Kinderzimmer schon eingerichtet oder man hat sich schon lange auf einen Namen geeinigt. Doch plötzlich das schreckliche Ende. Dabei ist es wichtig, dass die Eltern von ihrer Umgebung gesagt bekommen: »Wir nehmen eure Trauer ernst und fühlen mit euch. Es ist ein schwerer Verlust, den ihr gerade ertragen müsst.«
    Viele Eltern sprechen ungern von einer Fehlgeburt. Daher hat sich dafür der Begriff »Sternenkind« etabliert. Ebenso wie für spätere Totgeburten. Hinter dem Begriff steckt die Hoffnung, dass die Kinder wie Sterne zurück in den Himmel gegangen sind.
    An diese Sternenkinder soll auch heute erinnert werden. Voraussetzung dafür ist, dass es sich beim Fötus nicht um einen bloßen Zellklumpen handelt, sondern um einen richtigen Menschen. Diese Einschätzung deckt sich auch mit der biblischen Sichtweise. Demnach beginnt das menschliche Leben nicht erst mit der Empfängnis, also der Verschmelzung von Samen und Eizelle, sondern vorher – nämlich in den Gedanken Gottes. Jeder Mensch ist eine gute Idee Gottes, und das Leben kommt aus seiner Hand. Von einer Totgeburt betroffene Eltern schrieben einmal: »Unser kleines Baby ist uns zum Vater im Himmel vorausgegangen.« In diesem Satz liegen Trauer und Trost dicht beieinander. Da ist der wunderbare Trost, dass die Nähe Gottes der beste Platz ist, den ein Mensch haben kann. Und das gilt auch schon vor dem Tod.
    Herbert Laupichler

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    Leitplanken fürs Leben

    13.10.2026 | 4 Min.
    Heute ist Weltnormentag. Er soll daran erinnern, dass am 14. Oktober 1946 in London beschlossen wurde, eine internationale Organisation für das Festlegen technischer Standards zu gründen. Daraus sind Normen hervorgegangen, die unseren Alltag bestimmen. So sorgen sie dafür, dass z. B. ein Blatt Papier in den Drucker passt und das Anschlusskabel in die Steckdose. Sie gewährleisten auch, dass das Gerät ohne Lebensgefahr angefasst, eingeschaltet und bedient werden kann – einerlei, aus welchem Land es kommt. Doch trotz aller Sorgfalt sind Normen oft lückenhaft und müssen regelmäßig überarbeitet werden. Dennoch sind sie Leitplanken für Industrie und Gesellschaft.
    Leitplanken sind auch in der Bibel zu finden. Regeln, die uns Gott für unser Leben geschenkt hat, finden sich etwa in den Zehn Geboten. Sie definieren den Umgang mit Gott und unter uns Menschen. Es sind Regeln, die wir Menschen nicht selbst erarbeiten mussten. Vor allem aber sind sie, ebenso wie Gott, perfekt, ohne Lücke, zeitlos gültig und müssen nie überarbeitet werden.
    Doch diese perfekten Regeln – etwa, Gott mit ganzem Herzen und ganzer Seele und seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben – stoßen auf uns fehlerhafte Menschen. Sie sind ideale Leitplanken, doch nur zu oft durchbrechen wir diese. Für den, der es versucht, wird schnell klar: Wir können sie gar nicht halten, selbst wenn wir es wollen (vgl. Römer 7). Doch was kann man tun, wenn man das eigene Unvermögen erkennt, Gottes guten Regeln zu folgen? Nach der Bibel hat das Gesetz Gottes eine klar definierte Aufgabe: Es dient der Erkenntnis unseres Versagens und Unvermögens. Dies treibt uns in die Arme desjenigen, der jedes Versagen gerne vergeben und uns helfen möchte, nach Gottes Willen zu leben: Jesus Christus.
    Herbert Laupichler

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Über Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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