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Leben ist mehr

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    Der Mann am Kreuz (5) – der Erlöser

    01.04.2026 | 5 Min.
    Im vierten Teil dieser Reihe haben wir den Hauptmann betrachtet, der als Zeuge der Kreuzigung Jesu zu der Überzeugung gelangte, dass der Mann am Kreuz wahrhaftig – also ganz wirklich – Gottes Sohn ist.
    Einen ähnlich durchgreifenden Gesinnungswandel durchlief auch ein anderer Mensch, der die Kreuzigung Jesu aus nächster Nähe miterlebte. Ich rede von einem der beiden Verbrecher, die mit Jesus gekreuzigt wurden. Markus 15,32 legt nahe, dass auch dieser Todeskandidat zunächst Jesus gelästert hat. Doch auch er erlebt, wie dieser Jesus sich verhält, was er sagt und was um ihn herum geschieht. In kürzester Zeit kommt er angesichts dessen zu der Erkenntnis, dass dieser Jesus am Kreuz hängt, obwohl er nichts Unrechtes getan hat. Vor allem aber erkennt er, dass dieser Jesus tatsächlich der König im Reich Gottes ist und dass sich an der Haltung zu Jesus die Ewigkeit entscheidet. Er versteht, dass Jesus auf dem Weg in sein Reich ist. Und er glaubt, dass Jesus einen Menschen, der ihm vertraut, dorthin mitnehmen kann, auch wenn man der schlimmste Verbrecher ist. Er glaubt also an Jesus als an (s)einen persönlichen Erlöser!
    Damit bringt dieser Mann, der eben noch über Jesus spottete, genauso wie der Hauptmann seine Erkenntnis zum Ausdruck: Dieser Mann am Kreuz ist wirklich der Sohn Gottes. Und das bleibt keine abstrakte Erkenntnis. Er versteht und glaubt auch: »Dieser Jesus kann mich retten, obwohl ich mein Leben vor die Wand gefahren habe und mir nur noch kurze Zeit bleibt. Er kann mir in meiner hoffnungslosen Lage eine ewige Perspektive geben.« Und das Großartigste ist: Sein Glaube bleibt nicht folgenlos. Jesus macht ihm die sichere Zusage, dass er ihn noch heute, am Tag seines Todes, mit ins Paradies nehmen wird!
    Markus Majonica

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    Der Mann am Kreuz (4) – Erkenntnis

    31.03.2026 | 3 Min.
    Neben Gleichgültigkeit und Spott finden wir unter den Zeugen der Kreuzigung aber auch etwas anderes: eine klare Erkenntnis, wer dieser Mann am Kreuz in Wirklichkeit ist. Der Hauptmann, der hier zu Wort kommt, wird ein hartgesottener Bursche gewesen sein. Er war sicher an den Anblick von Leid und Tod gewöhnt. Nun stand er da an einem für ihn gewöhnlichen Arbeitstag und überwachte eine Kreuzigung. Wahrscheinlich war diese nicht seine erste. Vielleicht gehörte er auch zu denen, die zunächst über diesen merkwürdigen »König der Juden« gespottet hatten. Diesen »Titel« hatte der Statthalter Pilatus auf dem Kreuz anbringen lassen.
    Doch schon bald bemerkte der Hauptmann: Irgendetwas war hier völlig anders. Dieser Gekreuzigte verfluchte nicht sein Schicksal und seine Henker, sondern er betete für seine Peiniger und Feinde. Er bat Gott, ihnen ihre Schuld, die ihn ans Kreuz gebracht hatte, zu vergeben. Noch im Todeskampf kümmerte er sich um seine Mutter. Es ereignete sich überdies eine mehrstündige Finsternis, und die Erde erbebte, sodass Felsen zersprangen. Jesus rief laut aus: »Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!« Und als er das gesagt hatte, verschied er.
    Der römische Hauptmann war sicher kein Anhänger Jesu, sondern vielmehr sein Henker. In seinen Augen war dieser Hingerichtete zunächst nur einer, der sich selbst Königswürde anmaßte. Damit war dieser Jesus nur einer von vielen Aufrührern gegen das Römische Reich und somit auch sein Feind. Doch die Beobachtung des Mannes am Kreuz überzeugte diesen Feind Jesu von einer Sache völlig. Was er sah und hörte, löste bei dem kampferprobten Offizier schlagartig die Erkenntnis aus: »Wahrhaftig, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!«
    Markus Majonica

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    Der Mann am Kreuz (3) – Spott

    30.03.2026 | 4 Min.
    Der Tod am Kreuz war so schrecklich, dass Menschen mit römischem Bürgerrecht nicht auf diese Weise getötet werden durften. Es war die Strafe für Sklaven oder besonders schlimme Verbrecher. Die Gepeinigten wurden nackt vor den Menschen zur Schau gestellt. Nicht selten mischte sich in die Abscheu vor dem Anblick des Leids auch Spott über die Hingerichteten. So finden wir es auch hier: Die Obersten, die Jesu Feinde waren, spotteten ebenso wie viele der Vorübergehenden (Matthäus 27,39). Auch die Soldaten, die die Hinrichtung umsetzten, stimmten in diesen Spott ein.
    Kein Wunder also, dass Spott eine verbreitete Reaktion auf den Mann am Kreuz ist, der doch der Sohn Gottes sein sollte. In einer Ruine des antiken Roms wurde z. B. eine Ritz-Zeichnung gefunden, die einen Gekreuzigten mit einem Eselskopf zeigt. Dieses »Graffito« kann man heute noch in den Kapitolinischen Museen besichtigen. Die Abbildung sollte offenbar dem Spott über einen Mann namens Alexamenos dienen. Die zugehörige Inschrift lautet: »Alexamenos betet (seinen) Gott an.« Offenbar war Alexamenos ein Christ, der den gekreuzigten Jesus als den Sohn Gottes anbetete. Doch was sollte das für ein Gott sein, der sich in die Gewalt von Menschen begab, um gekreuzigt zu werden? Das kann doch nur Spott auslösen.
    Allerdings wird man jedem Spötter des Kreuzes eines dringend vor Augen halten müssen: Da hier tatsächlich der Sohn Gottes den Tod fand, stellt man sich mit seinem Spott auf die Seite der Feinde Gottes. Der Tod Jesu erfüllte einen konkreten Zweck: die Sühnung unserer Schuld. Dazu sandte Gott seinen Sohn, aus Liebe zu uns Menschen. Welche Reaktion Gottes kann man erwarten, wenn man diese Liebe ignoriert und seinen Sohn verspottet?
    Markus Majonica

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    Der Mann am Kreuz (2) – Gleichgültigkeit

    29.03.2026 | 4 Min.
    Stau auf der Autobahn – doch warum? Auf der Gegenspur hat ein Unfall stattgefunden. Mehrere Autowracks stehen dort, dazwischen Einsatzfahrzeuge. Polizisten versuchen, die Unfallopfer mit Planen gegen die neugierigen Blicke der Autoinsassen auf »unserer« Spur zu schützen. In unserer Fahrtrichtung ist es eigentlich nicht der Unfall, der den Stau verursacht, es sind die sensationsgierigen Zuschauer, die bremsen, um einen Blick auf das Unglück der anderen zu erhaschen. Diese Form der Sensationsgier ist überhaupt nicht hilfreich, sie behindert sogar oft das Durchkommen und die Arbeit der Rettungskräfte. Und nicht selten führt die Neugier beim Beobachten fremden Unglücks dazu, dass man durch das eigene Verhalten selbst einen Unfall verursacht und so ganz schnell vom Beobachter zum Opfer wird.
    Doch Sensationsgier und Gleichgültigkeit gegenüber dem Unglück anderer sind keine Erfindungen unserer Zeit. Bereits in der Antike waren zum Beispiel Hinrichtungen häufig der Ersatz für die Blockbuster unseres Medienzeitalters. Oft ungerührt vom Schicksal der Hingerichteten kam man aus Neugier, blieb stehen und sah zu – so wie viele Menschen hier der Kreuzigung von Jesus von Nazareth zusahen. Ohne erkennbare Regung. Vielleicht mit dem Empfinden: Gut, dass es nicht mich erwischt hat.
    Doch bei der Kreuzigung Jesu geschah etwas, das nicht nur mit dem Gekreuzigten, sondern mit allen Menschen, auch den scheinbar unbeteiligten Zuschauern, zu tun hatte. Hier wurde tatsächlich die größte Entscheidungsschlacht der Menschheitsgeschichte geschlagen. Hier opferte der Sohn Gottes sein Leben, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht selbst dem Zorn Gottes über eine ungerechte, gleichgültige Menschheit zum Opfer fallen muss.
    Markus Majonica

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    Der Mann am Kreuz (1) – Gottes Kraft

    29.03.2026 | 3 Min.
    Das Symbol des Kreuzes findet sich an den verschiedensten Orten: als Weg- oder Gipfelkreuz, an alten Fassaden oder auf Denkmälern und natürlich an und in Kirchen. Eine besondere Ausführung dieses Symbols ist das sogenannte Kruzifix. Es unterscheidet sich vom schlichten Kreuz dadurch, dass der daran genagelte Christus abgebildet ist. Die aus dem Lateinischen stammende Bezeichnung beruht auf dem Ausdruck cruci fixus – »an das Kreuz geheftet«. Es gibt viele sehr berühmte Kruzifix-Darstellungen, z. B. das sogenannte Riemenschneider-Kruzifix in Steinach oder das von Michelangelo stammende Kruzifix in der Kirche Santo Spirito in Florenz.
    Mir ist ein Kruzifix aus Kinder- und Jugendtagen sehr gut in Erinnerung: Es hängt in dem altehrwürdigen St.-Patrokli-Dom in meiner Heimatstadt Soest. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert und hat schon viel gesehen. Ich bin an sich kein Freund von bildlichen Darstellungen Jesu, schon deshalb, weil sicher keine davon ein wirklich zutreffendes Bild von Jesus, dem Mann aus Nazareth, zeichnet. Und doch hat mich diese Darstellung – und sehr wahrscheinlich vor und nach mir viele andere Menschen – sehr beeindruckt. Wie wehrlos und geschändet der gezeigte Körper doch ist, wie gezeichnet von physischen und psychischen Schmerzen!
    Aber ganz losgelöst von der Frage, wie man solche Abbildungen beurteilt, wirft jeder Blickkontakt mit einem Kruzifix für jeden Betrachter eine ganz wesentliche Frage auf: Was bedeutet dieser Mann am Kreuz für mich? Auf diese Frage muss jeder Mensch eine Antwort haben, denn sie hat, wie der Tagesvers zeigt, größte Relevanz. Wie Menschen zur Zeit Jesu auf den Mann am Kreuz reagiert haben, dem möchte ich in den nächsten Tagen nachgehen.
    Markus Majonica

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Über Leben ist mehr

»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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