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Leben ist mehr

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    Der Mann am Kreuz (2) – Gleichgültigkeit

    29.03.2026 | 4 Min.
    Stau auf der Autobahn – doch warum? Auf der Gegenspur hat ein Unfall stattgefunden. Mehrere Autowracks stehen dort, dazwischen Einsatzfahrzeuge. Polizisten versuchen, die Unfallopfer mit Planen gegen die neugierigen Blicke der Autoinsassen auf »unserer« Spur zu schützen. In unserer Fahrtrichtung ist es eigentlich nicht der Unfall, der den Stau verursacht, es sind die sensationsgierigen Zuschauer, die bremsen, um einen Blick auf das Unglück der anderen zu erhaschen. Diese Form der Sensationsgier ist überhaupt nicht hilfreich, sie behindert sogar oft das Durchkommen und die Arbeit der Rettungskräfte. Und nicht selten führt die Neugier beim Beobachten fremden Unglücks dazu, dass man durch das eigene Verhalten selbst einen Unfall verursacht und so ganz schnell vom Beobachter zum Opfer wird.
    Doch Sensationsgier und Gleichgültigkeit gegenüber dem Unglück anderer sind keine Erfindungen unserer Zeit. Bereits in der Antike waren zum Beispiel Hinrichtungen häufig der Ersatz für die Blockbuster unseres Medienzeitalters. Oft ungerührt vom Schicksal der Hingerichteten kam man aus Neugier, blieb stehen und sah zu – so wie viele Menschen hier der Kreuzigung von Jesus von Nazareth zusahen. Ohne erkennbare Regung. Vielleicht mit dem Empfinden: Gut, dass es nicht mich erwischt hat.
    Doch bei der Kreuzigung Jesu geschah etwas, das nicht nur mit dem Gekreuzigten, sondern mit allen Menschen, auch den scheinbar unbeteiligten Zuschauern, zu tun hatte. Hier wurde tatsächlich die größte Entscheidungsschlacht der Menschheitsgeschichte geschlagen. Hier opferte der Sohn Gottes sein Leben, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht selbst dem Zorn Gottes über eine ungerechte, gleichgültige Menschheit zum Opfer fallen muss.
    Markus Majonica

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    Der Mann am Kreuz (1) – Gottes Kraft

    29.03.2026 | 3 Min.
    Das Symbol des Kreuzes findet sich an den verschiedensten Orten: als Weg- oder Gipfelkreuz, an alten Fassaden oder auf Denkmälern und natürlich an und in Kirchen. Eine besondere Ausführung dieses Symbols ist das sogenannte Kruzifix. Es unterscheidet sich vom schlichten Kreuz dadurch, dass der daran genagelte Christus abgebildet ist. Die aus dem Lateinischen stammende Bezeichnung beruht auf dem Ausdruck cruci fixus – »an das Kreuz geheftet«. Es gibt viele sehr berühmte Kruzifix-Darstellungen, z. B. das sogenannte Riemenschneider-Kruzifix in Steinach oder das von Michelangelo stammende Kruzifix in der Kirche Santo Spirito in Florenz.
    Mir ist ein Kruzifix aus Kinder- und Jugendtagen sehr gut in Erinnerung: Es hängt in dem altehrwürdigen St.-Patrokli-Dom in meiner Heimatstadt Soest. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert und hat schon viel gesehen. Ich bin an sich kein Freund von bildlichen Darstellungen Jesu, schon deshalb, weil sicher keine davon ein wirklich zutreffendes Bild von Jesus, dem Mann aus Nazareth, zeichnet. Und doch hat mich diese Darstellung – und sehr wahrscheinlich vor und nach mir viele andere Menschen – sehr beeindruckt. Wie wehrlos und geschändet der gezeigte Körper doch ist, wie gezeichnet von physischen und psychischen Schmerzen!
    Aber ganz losgelöst von der Frage, wie man solche Abbildungen beurteilt, wirft jeder Blickkontakt mit einem Kruzifix für jeden Betrachter eine ganz wesentliche Frage auf: Was bedeutet dieser Mann am Kreuz für mich? Auf diese Frage muss jeder Mensch eine Antwort haben, denn sie hat, wie der Tagesvers zeigt, größte Relevanz. Wie Menschen zur Zeit Jesu auf den Mann am Kreuz reagiert haben, dem möchte ich in den nächsten Tagen nachgehen.
    Markus Majonica

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    Schmutzige Schneebälle

    28.03.2026 | 3 Min.
    Fast jedes Jahr kann man für eine bestimmte Zeit einen Kometen am Himmel sehen, wenn er hell genug leuchtet. Ein Komet ist ein kleiner Himmelskörper, der sich auf einer elliptischen Bahn um die Sonne bewegt und hauptsächlich aus Eis, Staub und Gestein besteht. Deshalb werden Kometen auch »schmutzige Schneebälle« genannt. Sie entstehen in den kalten äußeren Regionen des Sonnensystems. Wenn so ein »Schneeball« in Sonnennähe kommt, verdampft ein Teil des Eises. Der entstehende Dunst bildet den sichtbaren Kometenkopf und den Schweif, der viele Millionen Kilometer lang sein kann.
    Wie z. B. der Komet Neowise (C/2020 F3). Er wurde von Astronomen während der Neowise-Mission am 27. März 2020 entdeckt und war die einzige astronomische Neuigkeit im Juni und Juli dieses Jahres. Er war der hellste Komet in der Nordhalbkugel seit Hale-Bopp. Selbst Menschen, die in der Nähe von Stadtzentren oder in lichtverschmutzten Gebieten leben, konnten ihn sehen.
    So wie ein Komet aus sich selbst nicht leuchten kann, sondern nur mithilfe der Sonne und auch nur, wenn er nah genug an der Sonne ist, so ist es auch in unserem Leben. Wir sind wie schmutzige Schneebälle, weil wir durch die Sünde unrein sind. Aus eigener Kraft können wir kein Licht in die Dunkelheit der Welt bringen. Aber Jesus ist als das Licht der Welt in unsere Dunkelheit gekommen. Wer an ihn glaubt und ihm nachfolgt, dem werden die Sünden vergeben, und er ist dann selbst zu einem Licht in dieser Welt geworden (Matthäus 5,14). Dieses Leuchten hat Auswirkungen. Menschen können Orientierung und den Weg zu Jesus finden. So wird es an vielen Orten in dieser Welt heller, und wenn Jesus schließlich auf diese Erde zurückkehrt und als »Morgenstern« (Offenbarung 22,16) erscheint, dann wird es endgültig hell werden.
    Thomas Kröckertskothen

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    Komplett umschreiben – und zwar alles

    27.03.2026 | 3 Min.
    Im Dezember 2013 wurde die Raumsonde »Gaia« ins All geschossen. Mittlerweile trudelt sie steuerlos in den unergründlichen Weiten des Weltalls. Ihr war nach elf Jahren ohne Tanken der Sprit ausgegangen. Am 27. März 2025 wurde sie abgeschaltet. Die von ihr zur Erde gefunkten Messdaten haben die Astronomie revolutioniert. Über 13 000 wissenschaftliche Fachartikel wurden anhand der übermittelten Messdaten veröffentlicht. Der SPIEGEL schrieb in seiner Ausgabe vom 22. März 2025: »Die Erkenntnisse der Sonde haben vermeintliche Gewissheiten über die Milchstraße zerstört.«
    Unsere Galaxie sieht nach den Daten von »Gaia« offenbar ganz anders aus als bisher angenommen. Forscher waren der Ansicht, dass von ihrem Zentrum zwei Spiralarme nach außen reichen. »Gaias« Signale legen aber nahe, dass es sich um mindestens vier Arme handelt. Jedes Lehrbuch zum Aufbau der Milchstraße müsse nach der »Gaia«-Mission neu geschrieben werden, sagt Prof. Dr. Steinmetz vom Leibniz-Institut für Astrophysik. »Und zwar komplett.« Man könne nicht einmal ein paar der alten Kapitel verwenden, so der Potsdamer Forscher.
    Der Texter und Theologe Dr. Theo Lehmann durchlebte die Nazi-Zeit, den DDR-Sozialismus und all die Jahre nach der Wiedervereinigung. Er war 23 Jahre alt, als »Sputnik« startete, und fast 91 Jahre, als »Gaia« abgeschaltet wurde. Wie anders klingt der Rückblick seines Lebens. Er schreibt: »Ich erlebe nun schon zum dritten Mal in meinem Leben, wie Schul- und Geschichtsbücher umgeschrieben werden. Die Bibel ist nicht alle Nase lang umgeschrieben worden. Die Wahrheit hat keine Anpassung nötig! Die Wahrheit, dass du ein verlorener Sünder bist, dass du von Gott geliebt bist und dass du von Gott eingeladen bist, gilt immer!«
    Andreas Fett

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    »Was soll ich denn mit Jesus tun?«

    26.03.2026 | 4 Min.
    Widerwillig und mit schlechtem Gewissen hatte Pilatus ein Todesurteil unterschrieben. Wieder einmal war ihm bewusst geworden, dass die Juden ihn in der Hand hatten. Sie hatten auch ihre Beziehungen nach Rom. Die »Straftaten«, die man Jesus vorwarf – Gotteslästerung, Tempelschändung, er habe sich als König der Juden ausgegeben –, erwiesen sich schnell als haltlos, nachdem er Jesus verhört hatte. Doch dann hatte Pilatus eine glänzende Idee: Ein lang gesuchter und verurteilter Mörder sollte gegen Jesus ausgetauscht und getötet werden. Der vermeintlich »kluge Schachzug« ging nach hinten los. Die aufgehetzte Menge wollte den Mörder frei haben.
    Alle Versuche, den Angeklagten für unschuldig zu erklären, gingen unter in dem Geschrei: »Weg mit ihm, lass ihn kreuzigen!« Die Volksmenge drohte ihm sogar: »Wenn du diesen freisprichst, bist du des Kaisers Freund nicht mehr!« Damit hatten sie ihn an seiner Schwachstelle getroffen, sodass er nachgab und das Urteil unterschrieb.
    So schrieb er auf das Schild über dem Kreuz »Jesus von Nazareth, König der Juden«. Prompt protestierten die Juden. »König der Juden« sei nicht zutreffend, sagten sie, es müsse heißen: »Er hat behauptet, König der Juden zu sein.« Für Pilatus war das Maß voll, jetzt zeigte er Stärke und antwortete: »Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.« Ob Pilatus danach noch eine Nacht mit einem guten Gewissen schlafen konnte, wissen wir nicht.
    Was zunächst aussah wie eine Verkettung von durch Menschen verursachten Umstände, war von Gott schon von Anfang der Schöpfung so geplant. Jesus kam auf diese Erde mit der Absicht, durch diesen qualvollen Tod am Kreuz eine verlorene Menschheit zu erlösen und die Macht des Bösen und den Hass durch Liebe zu besiegen.
    Günter Seibert

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Über Leben ist mehr

»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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