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Leben ist mehr

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  • Leben ist mehr

    Eine sichere Zukunft?

    14.06.2026 | 6 Min.
    Der portugiesische Fußballspieler Cristiano Ronaldo sorgte bei der Fußballeuropameisterschaft im Jahr 2021 für einen Eklat. Bei einer Pressekonferenz stellte der damals 36-jährige Fußballstar mit angewiderter Miene zwei Flaschen Coca-Cola beiseite und hob eine Flasche Wasser hoch mit der Bemerkung: »Aqua«. Ein kleiner Move für Ronaldo, aber ein großer für die Coca-Cola-Aktie! Diese stürzte nämlich sehr schnell in die Tiefe. Diese Geschichte zeigt: Durch eine einzelne Aktion kann ein ganzes System ins Wanken geraten. Willkommen in unserer Zeit.
    Über Ronaldo und Coca-Cola hinaus kann so manches Unsicherheit und Angst in uns auslösen: In Zeiten der Inflation braucht es nur kleine Dinge für die nächste Weltwirtschaftskrise. Der politische Kurs einer neuen Regierung entscheidet maßgeblich über die Zukunft in Bezug auf Rente, Wohlstand, Versorgung und Ausbildung der Kinder und vieles mehr. Die Nachrichten sind voll solcher Neuigkeiten. Es nützt jedoch nichts, wenn wir diese Tatsachen vollkommen ausblenden. Stattdessen müssen wir der Realität ins Auge sehen, dass alles im Leben von Vergänglichkeit und Veränderung geprägt ist.
    Das lässt mich neu darüber nachdenken, worin meine Sicherheit besteht. Wem kann ich vertrauen? Wir brauchen etwas, das nicht unter Einfluss von Raum und Zeit vergeht. Wir brauchen eine Schönheit, die Bestand hat. Da hinein begegnet uns Gott und bietet uns einen unvergänglichen Schatz an. Zum einen verspricht er jedem, der sein Vertrauen ganz auf ihn setzt, den Himmel als einen Ort, an dem es nur Gutes und ewigen Frieden gibt. Zum anderen ist er schon heute unserer sicherer Halt, der unsere Sorgen ernst nimmt und sie tragen möchte. Gott ist ewig; das, was er gibt, hat auf ewig Bestand.
    Johannes Unger

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    Blut geben rettet Leben

    13.06.2026 | 5 Min.
    Auf dem Weg zu meiner damaligen Verlobten fuhr ich oft an einem großen weißen Banner des Deutschen Roten Kreuzes vorbei. Darauf stand in roter Schrift: »Blut geben rettet Leben«. Dieser Slogan sollte dazu motivieren, sich für die nächste Blutspende anzumelden. Viele Operationen und medizinische Behandlungen sind nur durch Blutspenden möglich geworden. Ohne menschliches Blut läuft nichts. Ein Großteil der Bundesbürger ist laut DRK mindestens einmal im Leben auf das Blut anderer angewiesen.
    Mich hat dieser Werbeslogan an Jesus erinnert: Laut der Bibel ist sogar jeder Mensch auf das Blut Jesu angewiesen. Er hat es in dem Sinn gespendet, dass er es vergossen hat. Sein kostbares Blut ist das Zeichen dafür, dass er freiwillig für uns gestorben ist. Auf der Suche nach der Motivation dafür sagt uns die Bibel, dass jeder Mensch von Geburt an an einer lebensbedrohlichen Krankheit leidet. Diese Krankheit nennt Gott »Sünde«; sie trennt uns von ihm und versperrt den Weg in den Himmel. Doch Gott will unbedingt Gemeinschaft mit uns haben, weil er uns liebt! Deshalb schickte er seinen geliebten Sohn Jesus auf unsere Erde. Am Kreuz floss sein Blut für jeden von uns.
    Jesus will dein persönlicher »Blutspender« sein – unglaublich, oder? Wenn ein Mensch einen Teil seines Blutes spendet, kann das bei derselben Blutgruppe das Leben des Empfängers retten. Doch er muss einen Teil seines Blutes zurückbehalten, und mit der Spende können maximal drei Leben gerettet werden. Das Blut Jesu hingegen reicht für alle Menschen – egal, welche Blutgruppe, Nationalität oder Vergangenheit. Er hat sein ganzes Leben für uns gegeben! Das Spenderblut verlängert das Erdenleben lediglich um eine gewisse Zeit. Doch das Blut von Jesus gibt echtes Leben, das über den Tod hinausgeht.
    Daniel Beck

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    Mein Garten

    12.06.2026 | 4 Min.
    Wer einen Beweis für die Richtigkeit der Schöpfungsgeschichte der Bibel haben will, den lade ich in unseren Garten ein. Beim Rasenmähen fiel mein Blick auf all das, was da so wächst und wuchert. Sicher, da gibt es einige Zierpflanzen und Obststräucher, die ich mit viel Arbeit eingepflanzt habe. Aber dazwischen? Da wächst so viel, was ich da lieber nicht hätte: Giersch, Brennnesseln, Efeu, Dornen und Disteln. Das habe ich nicht gepflanzt. Das kommt ganz von selbst.
    Dieses ganze Unkraut ist für mich der tägliche augenfällige Beweis, dass die Bibel recht hat: Sie beschreibt, wie der Mensch zunächst in einem perfekten Garten lebte, sündlos und in direktem Kontakt zu Gott. Doch dann löste er sich von Gott und übertrat die einzige (!) Regel, die Gott ihm gesetzt hatte. Das hatte Folgen für ihn, denn durch diesen Sündenfall verlor er die Nähe zu Gott und ist seitdem auf sich gestellt – todgeweiht. Und es hatte auch Folgen für die Umwelt: Hatte sie vorher dem Menschen ihre Früchte willig gegeben, würde nun vor allem Unkraut wachsen. Und so ist es auch!
    Einen weiteren Beweis für die Richtigkeit der Schöpfungsgeschichte finde ich aber auch in meinem Herzen. Darein lade ich nicht so gerne ein. Denn auch dort gibt es nicht nur gute Früchte und schöne Sträucher. Hier wachsen sehr viele Dornen und Disteln: schlechte Gedanken, üble Pläne und falsche Sehnsüchte. All das beweist mir täglich, dass wir seit dem Sündenfall unsere Integrität als Geschöpfe Gottes verloren haben. Wenn all das wieder heil und gut werden soll, dann muss Gott selbst eingreifen und alles (auch die Schöpfung) neu machen. Gott sei Dank hat Gott in Jesus den entscheidenden Schritt dazu gemacht. Nun ist es an uns, den Weg zurück zu Gott, dem Vater, einzuschlagen.
    Markus Majonica

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    Gott tut alles, was wir wollen

    11.06.2026 | 5 Min.
    Ziehen Sie aus dem Tagesvers auch diesen Schluss? Tatsächlich nehmen viele von uns diese Umdeutung vor. Wir erwarten, dass »der liebe Gott« uns seinen Segen gibt, und beschuldigen ihn, dass er seiner Aufgabe nicht nachgekommen ist, sobald wir in Schwierigkeiten stecken. Der Erweckungsprediger Charles H. Spurgeon hat folgende Aussage getroffen, über die man einmal nachdenken sollte: »Wenn wir wollen, was Gott will, tut Gott alles, was wir wollen.« Damit wollte er sagen, dass wir uns zunächst mit dem beschäftigen sollen, was Gott will, bevor wir Entscheidungen einfach nach unserem Gutdünken treffen. Denn das könnte uns letzten Endes sehr schaden.
    Doch ich höre schon den Protest: »Das bedeutet ja, dass wir als Menschen unsere Selbstbestimmtheit an den Nagel hängen müssen, weil in Wirklichkeit immer Gott das letzte Wort hat! Haben wir denn nicht unseren Verstand bekommen, um alles um uns herum zu beurteilen und darauf basierend die richtigen Entscheidungen zu treffen?« Wir selbst mögen uns in allen Fällen für kompetent genug halten, doch rings um uns her wimmelt es nur so von Fehlentscheidungen und ihren schlimmen Folgen.
    Bei unseren Zukunftsplanungen tappen wir nicht selten beinahe ins Dunkle. Wäre da nicht der Rat dessen, der die Zukunft kennt, von höchstem Vorteil, um die richtige Entscheidung zu treffen? Auch beim Umgang mit anderen Menschen können wir ihnen nur bis vor die Stirn sehen. Wären auch hier der Rat und der Wille dessen, der hinter die Stirn schauen kann (vgl. 1. Samuel 16,7), nicht entscheidend wichtig? Ich meine, dass wir alle gut beraten wären, wenn wir durch eine Beziehung mit Gott – gegründet auf Liebe und Vertrauen – das wollen, was auch er von uns will.
    Hermann Grabe

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    Der Notnagel

    10.06.2026 | 4 Min.
    Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter diesem Begriff eine Person, die nur in Notfällen als Lückenbüßer hinzugezogen wird. Im buchstäblichen Sinne war es jedoch ein nagelförmiger Abseilhaken, der bis in die 1960er-Jahre zur Ausrüstung der Feuerwehr gehörte. Er bestand aus einem kräftigen, spitz zulaufenden Eisenstift mit einer seitlichen Öse, durch die ein Seil geführt werden konnte. Der Notnagel wurde in einer kleinen Tasche am Hakengurt mitgeführt. Klein und unscheinbar, aber unter Umständen lebensrettend, wenn z. B. bei einem Brandeinsatz kein Rückzug über die üblichen Wege mehr möglich war. Dann konnte der Feuerwehrmann den Notnagel an einer geeigneten Stelle einschlagen und sich anschließend mit einem Seil durch ein Fenster abseilen.
    In unserem Tagesvers ist von einer Person die Rede, die sich in Nöten als Beistand anbietet. Gott will allen zu Hilfe kommen, die sich an ihn wenden. Dabei will er aber kein Lückenbüßer sein, der nur dann hinzugezogen wird, wenn man ihn nötig hat. Vielmehr will er der Mittelpunkt unseres Lebens sein und uns vor allem bewahren, was uns schaden kann. Das ist vor allem die Sünde, denn sie trennt uns von ihm. Um diese Trennung zu überwinden, hat sein Sohn, Jesus Christus, sich unsere Sünden aufgebürdet, um sie durch seinen Tod am Kreuz zu sühnen, d. h. wegzunehmen, damit sie nicht mehr zwischen uns und Gott stehen.
    Wer uns von unseren Sünden retten kann, der kann auch alles andere in Ordnung bringen. Er kann Schutz und Hilfe bieten, er kann uns eine Zuflucht sein, wenn die Stürme des Lebens über uns hinwegfegen. Gott ist also nicht nur ein Notnagel für alle Fälle, in denen wir nicht mehr klarkommen. Vielmehr sind wir in seiner Hand geborgen, wenn wir ihn als Retter und Herrn über unser ganzes Leben wählen.
    Joachim Pletsch

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Über Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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