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Leben ist mehr

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  • Leben ist mehr

    Active Noise Cancelling

    28.04.2026 | 4 Min.
    Vor etwa fünf Jahren kaufte ich mir meine ersten Kopfhörer mit dem damals noch neuartigen ANC, Active Noise Cancelling (zu Deutsch: aktive Geräuschunterdrückung). Dadurch öffnete sich mir eine neue Welt: Um mich herum herrschte eine beruhigende Stille. Auf dem Weg zur Schule, im Bus, Zug – selbst zu Hause. Der Lärm meines Alltags verblasste zunehmend – übrig blieb nur der Soundtrack meines Tages.
    Die Technologie verbesserte sich weiter, und ich testete immer wieder die neuesten Modelle. Doch trotz meiner großen Begeisterung musste ich feststellen: Ein Leben ohne diese Kopfhörer war für mich mittlerweile unmöglich geworden. Putzen, Kochen oder der Weg zur Arbeit – ohne Musik? Kaum zu ertragen. Selbst zu Besuch bei meinen Eltern am Esstisch verstummten unsere Gespräche, während ich mir lieber einen neuen Podcast anhörte. Ich suchte nach Ruhe, doch stattdessen umgab mich ein immerwährender Lärm.
    Active Noise Cancelling ist nur eines von vielen Beispielen, die uns scheinbar Ruhe versprechen – andere sind Geld, Status oder Ansehen. Bei diesen Dingen neigen wir dazu, zu glauben: »Wenn ich erst mal ... erreicht habe, kann ich mich entspannt zurücklehnen.« Ich bin jedoch überzeugt, dass wahre Ruhe nur von Einem kommen kann: Gott! In der Bibel stellt er sich als der Schöpfer aller Menschen vor und verspricht, dass der Glaube an ihn uns echten Frieden bringt. Er kann die Unruhe in unserem Herzen tatsächlich wegnehmen. Wenn wir ihm vertrauen und ihn um Vergebung bitten, gibt er echten Frieden in unsere Herzen. Dieses Versprechen beruht auf seiner Liebe zu uns und dem Wunsch, in Beziehung mit uns zu leben. Durch die Begegnung mit ihm füllt er unser Leben und unseren Alltag mit Sinn, Erfüllung und Ruhe.
    Hung Thanh Thai

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    Ohne Strom, ohne Netz, ohne Ampel

    27.04.2026 | 4 Min.
    Am 28. April 2025 fiel in großen Teilen von Spanien, Portugal und Südfrankreich der Strom aus. »Kein Netz, kein Geld, keine Kühlung«, titelten die Medien. Menschen reckten ihre Handys in die Höhe, in der verzweifelten Hoffnung, ein bisschen Handynetz zu ergattern. Andere versuchten vergeblich, am Bankautomaten etwas Geld zu bekommen – Kartenzahlung war nicht möglich. Supermärkte bangten um ihre Lebensmittel. Tankstellen blieben geschlossen. Es herrschte Chaos. Passanten versuchten, den Straßenverkehr zu regeln. Züge und Flüge fielen aus. Das gesamte Leben stand mit einem Mal still. Totalausfall. Verbindungsverlust. Der Bayrische Rundfunk nannte es eine Infrastrukturapokalypse. Für die 58 Millionen Betroffenen war es eine Katastrophe, denn ihr Leben geriet aus den Fugen. Als nach neun Stunden die Lichter wieder angingen, sangen einige: »Viva España!« (= Es lebe Spanien!).
    Was diese Menschen erleiden mussten, leben viele Menschen jeden Tag, ohne die katastrophalen Auswirkungen ihres Verbindungsverlustes unmittelbar ernst und wahrzunehmen. Ich meine den Verbindungsverlust zu Gott, zu Jesus Christus. Wie steht es um Ihre Verbindung zu Jesus Christus? Stehen Sie in Kontakt, oder herrscht bei Ihnen Stromausfall? Es hat nämlich Folgen, auf diese Verbindung zu verzichten – im Hier und Jetzt, aber auch, was noch viel schlimmer ist, bis in alle Ewigkeit. Dann droht der Totalausfall, der Totalverlust.
    Mit Jesus jedoch bekommen wir Anschluss an das Leben. Und das nicht nur für ein paar Jahre, sondern für immer. Jesus ist nur ein Gebet weit entfernt. Um sich mit ihm zu verbinden, müssen Sie nicht in die Kirche gehen oder etwas Besonderes tun. Sie können jetzt sofort, so wie Sie sind, mit Jesus sprechen. Jesus verspricht: Wer zu ihm kommt, den wird er nicht hinausstoßen!
    Christian Grimm

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    61-Jähriger gewinnt Ultramarathon

    26.04.2026 | 4 Min.
    Cliff Young, ein australischer Farmer, wurde 1983 zur Legende, als er den 875 Kilometer langen Sydney-Melbourne-Ultramarathon gewann. Wegen seines Alters von 61 Jahren und seiner bescheidenen Ausrüstung – Gummistiefel und ein Overall – wurde er zunächst verspottet. Doch Young zeigte, dass wahre Stärke nicht von äußeren Umständen abhängt, sondern von innerer Ausdauer und Entschlossenheit. Mit seinem unorthodoxen »Cliff Young Shuffle«, also einem langsameren Tempo mit geringerem Energieaufwand, und dem Willen, fast ohne Schlaf weiterzulaufen, überholte er die Konkurrenz und gewann das Rennen mit einem Vorsprung von eineinhalb Tagen. Diese Ausdauer hatte er sich durch jahrelange harte Arbeit auf der Familienfarm erarbeitet, wo er oft tagelang Schafe zusammentrieb.
    Youngs Geschichte erinnert uns daran, dass im Leben nicht immer alles nach Plan verläuft. Es sind nicht immer die perfekten Bedingungen, die uns zum Ziel führen, sondern der Glaube und die Entschlossenheit, weiterzumachen, auch wenn der Weg schwierig erscheint. Wie Young, der trotz des Spottes und der schwierigen Umstände siegte, lehrt uns auch Jesus, dass wahre Stärke nicht in äußeren Erfolgen liegt, sondern in einer inneren Haltung des Glaubens und des Ausharrens.
    Vielleicht stehen auch wir wie Young vor Herausforderungen, die unüberwindbar erscheinen. Statt vor einem Marathon stehen wir vielleicht vor einem neuen Lebensabschnitt, der uns zu entwurzeln droht. Oder wir befinden uns in einer Zeit der Trauer. In solchen Herausforderungen möchte uns Jesus Kraft, Mut und Trost geben. Denn der Glaube an ihn ist keine Frage der perfekten Umstände, sondern der Bereitschaft, Jesus Schritt für Schritt zu vertrauen. Er lädt Sie dazu ein.
    Daniel Zach

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    Klappe zu, alles gut?

    25.04.2026 | 5 Min.
    April 1986. Im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl gerät bei einem Versuch eine Kettenreaktion außer Kontrolle. Es kommt zum ersten Super-GAU der zivilen Atomkraft. Tagelang brennt der Reaktor, und die Flamme schleudert hochradioaktive Partikel in die Luft. Mit Sand und Blei kämpfen die Menschen zunächst dagegen an und bauen dann unter schlimmsten Bedingungen eine Schutzhülle.
    Juli 2004. Der Bau einer neuen Hülle wird beschlossen, und 15 Jahre später ist diese fertiggestellt. Ausgelegt ist dieser Sarkophag über dem Reaktor für 100 Jahre.
    April 2025. Ein Drohneneinschlag sorgt für massive Schäden an der Schutzhülle. Laut Experten sind die Strahlenwerte noch stabil.
    Mithilfe einer Metallhülle versucht man, die Strahlen des Reaktors einzudämmen. Doch die weitere Entwicklung zeigt, dass dies keine endgültige Lösung darstellt, denn das alte Problem tritt wieder zutage.
    Das ist bei uns Menschen ganz ähnlich. Unsere schlechten Verhaltensweisen – zum Beispiel Lügen und Lästern – kommen immer wieder zum Vorschein, so sehr wir uns auch bemühen, sie zu verdecken oder zu ummanteln. Das hat alles sehr weitreichende Folgen: Unsere Sünde trennt uns von Gott und bringt uns auch in Konflikt mit unseren Mitmenschen. Das führt unweigerlich zum Tod. So zeigt es uns die Bibel. Sie zeigt uns aber auch, wie sich das ändern kann: Durch Jesus Christus, seinen Sohn, ist die tödliche Wirkung der Sünde aufgehoben. Das Mittel dazu ist Vergebung, die Gott jedem gewährt, der dankbar anerkennt und für sich in Anspruch nimmt, dass Jesus am Kreuz den Preis für unsere Schuld bezahlt hat. Gott ist gnädig, und wir dürfen sicher sein, dass unsere Sünden für immer ausgelöscht sind und nicht wieder zum Vorschein kommen.
    Ann-Christin Bernack

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    Und weg ist er!

    24.04.2026 | 4 Min.
    In unserem Garten laufen momentan Baumfällarbeiten. Ein hoher, dicker Baum muss weichen. Wie viele Jahre lang er Hitze und Sturm getrotzt, wie viele Menschenleben er begleitet und wie viele Kinder er durch Kletterpartien glücklich gemacht hat, können wir nur erahnen. Jahrzehnte sind darüber ins Land gegangen – und in nur wenigen Stunden fällt der Baum. Weg ist er. Heute denkt kaum noch jemand an den wohltuenden Schatten in der Sommerhitze, an die vielen Nistplätze für die zwitschernden Vögel. Im Gegenteil, man ist dankbar, dass das Sonnenlicht nun ungehindert auf die Photovoltaikanlage fällt, endlich kein Laub im Herbst mehr zu harken ist und die Kinder nicht mehr vom Baum fallen können.
    Das gibt mir zu denken: Was empfindet man, wenn ich abtrete? Dankbarkeit, dass ich niemandem mehr im Weg stehe? Erleichterung, dass man endlich keine Mühe mehr mit mir hat? Oder denkt jemand wehmütig an mich und meine Art zurück? Habe ich jemandem wohltuenden Schatten in seinen Wüstenzeiten geschenkt, konnten Menschen sich gern und geborgen bei mir »einnisten«?
    Wir Menschen erinnern uns leider schnell an das Schlechte und nur schwerfällig an das Gute. Da ist auch die Bibel realistisch: König Joram wurde nicht vermisst, denn seine üblen Machenschaften waren berühmt und berüchtigt. Er ließ alle seine Brüder und andere hochrangige Menschen ermorden und führte ein böses Leben. Außerdem verführte er das Volk dazu, sich vom wahren Gott abzuwenden und Götzenbilder anzubeten. Ob er überhaupt etwas Gutes tat, ist nicht bekannt. Die Bibel überschreibt sein Leben mit der nüchternen Aussage: »Er tat, was dem HERRN missfiel.« Und die Konsequenz seines gottlosen Lebens waren Dankbarkeit und Erleichterung über seinen Tod. Wie traurig!
    Dina Wiens

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Über Leben ist mehr

»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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