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Leben ist mehr

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  • Leben ist mehr

    Tschuldigung, das war nicht so gemeint!

    06.07.2026 | 4 Min.
    … und warum hast du es dann gesagt? Wie schnell sagt jemand etwas, das uns verletzt oder beleidigt. Wir sind gekränkt, und es herrscht dicke Luft.
    Heute wird der Globale Tag der Vergebung begangen. Den Initiatoren ist es wichtig, immer wieder an die Möglichkeit der Vergebung zu erinnern. Durch sie können wir Frieden wiederherstellen, uns wieder versöhnen und die dicke Luft beseitigen. Dabei handelt es sich häufig um deutlich größere Verletzungen als nur einen dummen Satz. Doch auch da ist Vergebung erst recht der Schlüssel zur Versöhnung.
    Aus Erfahrung wissen wir jedoch: Dem anderen zu vergeben, ist nicht leicht. Es fordert uns heraus, den angerichteten Schaden – sei er materiell oder seelisch – beiseitezulassen und den anderen wieder anzunehmen und wertzuschätzen. Deshalb ist es so gut und wichtig, dass die Vergebung nicht aus uns herauskommt: Gott hat zuerst uns vergeben. Wenn wir also unseren Mitmenschen vergeben, dann geben wir nur etwas weiter, das wir bereits selbst empfangen haben. Vergebung kann nie aus uns heraus geschehen.
    Diese Tatsache hängt mit einer anderen Dimension zusammen, die der Tagesvers zeigt: Auch wir sind Schuldige – gegenüber Gott. Er, der gerechte Richter, spricht uns schuldig wegen unseres Verhaltens und unserer Reaktionen ihm und auch anderen Menschen gegenüber. Insgeheim wissen wir sehr wohl um unser Fehlverhalten, unsere Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit. Doch auch in Bezug auf Gott ist die Vergebung die Lösung. Genau die bietet Gott uns an. Er ist bereit, uns zu vergeben. Wir müssen nur zu Gott kommen, ihm unsere Schuld bekennen und ihn um Vergebung bitten. Er wird uns vergeben, und so können wir frei und fröhlich unseren Weg gehen.
    Bernhard Volkmann

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    Der wichtigste Kuss der Welt

    05.07.2026 | 4 Min.
    Heute begeht die Welt einen besonderen Tag – den Tag des Kusses. Dabei ergeben sich vielfältige Assoziationen. Vielleicht denkt mancher an den ersten schüchternen Kuss, den er seiner Freundin gegeben hat, oder man denkt an einen aufregenden, lang anhaltenden Kuss. Jedenfalls kann ein Kuss sehr schön sein und viele angenehme Gefühle hervorrufen.
    Andere Küsse der Weltgeschichte haben ganz andere Hintergründe. Berühmt geworden ist der Kuss zwischen Leonid Breschnew und Erich Honecker. Wer kennt nicht dieses Bild an der East Side Gallery in Berlin? Es war ein sozialistischer Bruderkuss, der die besonders enge ideologische und politische Verbundenheit zwischen der UdSSR und der DDR ausdrücken sollte.
    Aber noch ein weiterer Kuss ist weltberühmt geworden: der Judas-Kuss. Judas Iskariot hat seinen Meister Jesus, dem er drei Jahre lang gefolgt war, mit einem Kuss verraten. Um den Gewinn einer stattlichen Belohnung war er bereit, Jesus Christus an die römischen Soldaten auszuliefern. Dazu hatte er mit ihnen vereinbart, dass er Jesus vor ihren Augen durch einen Kuss identifizieren wollte. Wie verlogen! Ein Kuss, der eigentlich Zuwendung bezeugt, wird zum Verrat.
    Jesus hat das mit sich geschehen lassen, weil er Gottes Rettungsplan erfüllen wollte. Damit ist der größte Kuss der Weltgeschichte zustande gekommen, nämlich, dass Gerechtigkeit und Frieden sich geküsst haben. Gottes Gerechtigkeit, die Sünde und Schuld richten muss, verbindet sich mit dem Frieden, der durch den Sühnetod Jesu am Kreuz ermöglicht wurde. Weil Jesus am Kreuz für uns starb, können wir Frieden mit Gott haben und müssen sein Gericht nicht mehr fürchten. Dieser Kuss ist der tiefste Ausdruck der Liebe Gottes.
    Bernhard Volkmann

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    Im Nebel

    04.07.2026 | 5 Min.
    Am 4. Juli 1952 wagt die Langstreckenschwimmerin Florence Chadwick (1918–1995) als erste Frau, die 34 Kilometer lange Strecke von Insel Catalina zur kalifornischen Küste zu schwimmen. Der Pazifik ist kalt. Starke Strömungen und Quallen erschweren das Vorankommen. Nach 15 Stunden kommt ein weiteres Problem hinzu: Dichter Nebel zieht auf, und sie kann das Ufer der Insel nicht mehr sehen. Aller Mut verlässt sie, und sie kann nur noch an eines denken: »Aufgeben!« Vergeblich versuchen ihre Mutter und ihr Trainer von einem Beiboot aus, sie zum Durchhalten zu bewegen. Aber Florence will nicht mehr. Fast steif vor Kälte lässt sie sich aus dem Wasser ziehen. Erst im Boot erfährt sie, dass sie nur noch 1,5 Kilometer vom Ufer entfernt ist. Als sie von einem Reporter gefragt wird, warum sie so kurz vor dem Ziel aufgegeben hat, antwortet sie: »Es war der Nebel. Hätte ich das Land sehen können, hätte ich es geschafft. Es war der Nebel.«
    Im Leben gibt es immer wieder Zeiten, in denen Alltagsprobleme und Zukunftsängste unseren Blick trüben können. Wir kämpfen uns manchmal nur noch von Tag zu Tag und fragen uns, wie wir wohl den nächsten überstehen. »Aufgeben« scheint die einzige Lösung zu sein. Besonders dann, wenn wir uns über das Ziel unseres Lebens gar nicht im Klaren sind, es sozusagen »im Nebel« liegt.
    Wenn wir aber auf die Stimme dessen hören würden, der mit uns unterwegs ist und uns »von allen Seiten umschließt« (Psalm 139,5), würden wir um dieses Ziel wissen. In seinem Wort, der Bibel, lässt Gott uns das »Land« sehen, auf das wir zusteuern: seine ewige Herrlichkeit. Und es ist Jesus, sein Sohn, der alles dafür getan hat, dass wir dort sicher ankommen können. Dazu müssen wir ihm nur unser ganzes Vertrauen schenken.
    Peter Güthler

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    »Leben, Freyheit und das Bestreben nach Glückseligkeit«

    03.07.2026 | 6 Min.
    Ein Meilenstein der Demokratie und der Menschenrechte ist der Inhalt der Unabhängigkeitserklärung der USA. Als die Erklärung am 4. Juli 1776 – heute vor 250 Jahren – vom Zweiten Kontinentalkongress verabschiedet wurde, verbreitete sich ihr Inhalt in Windeseile. Die deutsche Fassung der Präambel begann wie folgt: »Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen worden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freyheit und das Bestreben nach Glückseligkeit.«
    Das Streben nach Glück ist von jeher eines der Grundantriebe in der Lebensgestaltung des Menschen. Ja, diese Sehnsucht ist uns vom Schöpfer selbst ins Herz gelegt worden. Denn wir sind »als Bild Gottes« (1. Mose 1,27) geschaffen, und er stellt sich uns in der Bibel als der »glückselige Gott« (1. Timotheus 1,11) vor, der in sich vollauf glücklich ist. Das ist genau das, wonach wir suchen – und wir sollen es in der Beziehung zu Gott finden.
    Auf uns allein gestellt können wir zwar »happy« sein, aber wirkliches, bleibendes Glück finden wir nur in einer tiefen Vertrauensbeziehung zu Gott, der Quelle des Glücks. Eine hedonistische Gesellschaft, die Gott ablehnt, kann Spaß konsumieren und versuchen, momentane sinnliche Genüsse zu maximieren. Doch in unserem Inneren bleiben wir weiterhin leer. Denn, so stellt der Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal (1623–1662) fest: »In jedem Herz gibt es ein Vakuum, das nur Gott durch seinen Sohn Jesus Christus füllen kann.« Und an anderer Stelle formuliert er treffend: »Das Glück ist nicht in uns, das Glück ist nicht außerhalb von uns. Das Glück ist in Gott, und wenn wir ihn gefunden haben, dann ist es überall.«
    Thomas Pommer

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    Abschied und Neuanfang

    02.07.2026 | 4 Min.
    Wieder lag ein Schuljahr hinter uns. Für unsere Familie war das diesmal etwas Besonderes: Bei unserer Tochter stand der Abschied von der Grundschule an und für unseren ältesten Sohn das Abitur und der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Die damit verbundene Verabschiedung wurde entsprechend »gefeiert«. Einerseits geschah das froh und erwartungsvoll, etwas erfolgreich abgeschlossen zu haben und nun Neues anzugehen; andererseits war es auch mit Wehmut verbunden, nämlich Menschen aus dem Auge zu verlieren, mit denen man viele gemeinsame Jahre verbracht hatte.
    Alles hat seine Zeit, und alles geht einmal zu Ende. Das gilt für jeden von uns. Kann das Neue, das danach anbricht, das Vorangegangene überbieten? Zumindest hoffen wir das, und oftmals erleben wir das auch. Wenn wir zum Beispiel Erfolg im Beruf haben, eine Familie gründen oder unseren wohlverdienten Ruhestand genießen. Doch was ist, wenn wir am Ende unseres Leben angekommen sind und endgültig der Abschied von allem ansteht? Bricht auch dann noch etwas Neues an?
    Der Bibel zufolge ist das tatsächlich so. Die Ewigkeit kann sogar alles, was wir hier auf der Erde erlebt haben, noch überbieten. Jedoch nur, wenn wir rechtzeitig die Beziehung zu Jesus geknüpft haben, der alle, die an ihn glauben und ihm nachfolgen, niemals loslassen, sondern sie mit ins ewige Leben hinein nehmen wird. Jesus sagt: »Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist« (Johannes 11,25). Die Beziehung zu ihm ist die einzige, die ewig hält. Und sie ist der Schlüssel zu einer herrlichen Zukunft, in der wir uns niemals mehr Sorgen über unsere Zukunft machen müssen. Denn die hat Gott in seiner Hand.
    Joachim Pletsch

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Über Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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Generated: 7/7/2026 - 7:08:37 AM