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- Vergleicht man den Ausdruck »Gott ist Liebe« aus dem Tagesvers mit der Überschrift dieses Textes, könnte man zu der Ansicht kommen, es handle sich in beiden Fällen um dieselbe Person. Das ist aber bei Weitem nicht so. Während »Gott ist Liebe« eine zentrale und wesentliche Eigenschaft des allmächtigen Gottes beschreibt, stellt »der liebe Gott« eine der Realität nicht entsprechende Verniedlichung dar – etwa in derselben Kategorie wie der Weihnachtsmann, der Osterhase oder das Christkind.
In seiner Verwendung muss »der liebe Gott« häufig als Tröster herhalten, wenn beispielsweise die Mutter ihr kleines Kind ins Bett gebracht hat und schnell wieder zu ihrem Besuch zurückkehren muss. Dann soll er trösten, damit das Kind nicht zu weinen beginnt, wenn Mama das Licht ausknipst. Auch wennʼs donnert und blitzt, tut »der liebe Gott« gute Dienste. Hinterher kann man ihn wieder in das Regal der fiktiven Figuren zurückstellen.
Ganz anders erscheint der Gott, von dem in unserem Tagesvers die Rede ist. Er ist nicht nur lieb – er ist die Liebe in Person! Sein Wesen und Handeln sind durchdrungen von dieser Liebe, und er ist der Geber aller Liebe. Zugleich ist er der allmächtige Gott, und dennoch für jeden persönlich erfahrbar, der sich ihm ganz ausliefert, ihm all sein Versagen bekennt und von da an alle seine Hoffnung nur auf ihn setzt. In der Bibel lesen wir mehrmals die Aufforderung, dass wir diesen Gott, diese personifizierte Liebe, »aus ganzem Herzen und aus ganzem Verständnis und aus ganzer Seele und aus ganzer Kraft« lieben sollen (Markus 12,33). Gott zu lieben, ist die Bedeutung von »wer in der Liebe bleibt«. Und Gott verspricht, in uns zu bleiben: Er will uns in allen Herausforderungen und Freuden des Lebens leiten.
Hermann Grabe
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Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de - Während eines Aufenthalts in Prag gelangten wir an eine schmale Gasse in der Nähe der berühmten Karlsbrücke. Sie bildet einen Gang zwischen zwei Häusern aus dem 16. Jahrhundert und misst an ihrer engsten Stelle nur 50 Zentimeter. Damals ließen die Bauherren zwischen allen Häusern eine Lücke frei, damit Feuer nicht direkt von einem Haus auf das andere übergreifen konnte.
Aufgrund der Enge ließ die Stadtverwaltung an beiden Enden eine Ampel anbringen, um den erhöhten Fußgängerverkehr zu regeln. Die berühmte Gasse ist bis heute namenlos und besitzt deshalb auch kein Straßenschild.
Diese schmale Gasse erinnerte mich an den schmalen Weg, der zum Himmel führt. Ein Unterschied ist allerdings, dass die engste Gasse Prags zur Touristen-Attraktion geworden ist, während der schmale Weg zum Himmel nur von wenigen Menschen gefunden wird. Jesus sagt nämlich: »Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal! Deshalb finden ihn nur wenige.«
Menschen besuchen gern außergewöhnliche Plätze und benutzen häufig Reiseführer dazu. Aber nur wenige verwenden den Reiseführer, der den schmalen Weg zum ewigen Leben bei Gott beschreibt. Dieser Reiseführer ist die Bibel. Wenn wir in diesem Buch lesen, lernen wir Gott näher kennen. Wir erfahren, wer er ist, wie er ist und was ihm wichtig ist. Wir lesen auch, dass wir aus unserer eigenen Kraft nicht zu ihm kommen können, sondern seine Vergebung und Gnade brauchen.
Gottes Worte sind lebendig und wirksam und haben die Kraft, uns zu verändern. Petrus, ein Jünger Jesu, hatte den Wunsch, dass wir immer mehr von Gottes Gnade und seinen Frieden in unserem Leben erfahren, indem wir ihn immer besser kennenlernen (2. Petrus 1,2).
Manuela Basista
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Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de - Als ich etwa zehn Jahre alt war, hatte ich einen Klassenkameraden – nennen wir ihn Jens. Wie das so ist, kommen Jungs in diesem Alter schon einmal auf dumme Ideen. So fingen wir in einer Pause an, uns gegenseitig anzuspucken. Irgendwann konzentrierte sich die Spuckattacke auf Jens. Ich weiß bis heute nicht, was uns damals geritten hat. Jens machte gute Miene zum bösen Spiel und schützte sich mit seiner Jacke vor dem fliegenden Speichel. Dann ging der Schultag zu Ende.
Am Nachmittag allerdings erreichte mich der Anruf des Vaters von Jens. Er hatte von dem bösen Spaß erfahren. Und er war – zu Recht – zutiefst erbost über die Ehrverletzung seines Sohnes: Wie könnt ihr nur! Gott sei Dank konnten wir das Ganze damals klären und ins Reine bringen. Als Vater kann ich diese Wut heute gut nachempfinden. Ich weiß nicht, wie ich reagierte, wenn meinem Sohn solch eine Schmähung widerführe.
Nun sehen wir in dem Tagesvers: Hier wird ebenfalls ein Mensch angespuckt. Es ist Jesus Christus. Noch viel mehr als aus unserer schlimmen Aktion in Kindertagen spricht aus diesem Anspucken Spott und Verachtung. Auch Jesus Christus hat einen Vater: Es ist der lebendige Gott. Versuchen wir einmal – nur ganz kurz –, uns in das Herz des göttlichen Vaters hineinzuversetzen. Er sieht, wie erbärmliche Menschen seinen geliebten Sohn aufs Übelste behandeln. Welche Reaktion hätten wir erwartet?
Dass Gott hier nicht eingreift, lässt nicht an seiner Liebe zu seinem Sohn zweifeln. Sowohl für Jesus als auch für seinen Vater war es klar, dass Jesus diesen Weg gehen musste, um uns Menschen, Gottes Feinde, mit Gott zu versöhnen. Dass Gott hier nicht eingreift, macht vielmehr deutlich, dass er uns Menschen liebt – und dafür auch seinen Sohn nicht verschont.
Markus Majonica
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Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de - »Ein großes Lob an die Küche. Es hat fabelhaft geschmeckt!« Ein netter Restaurantabend mit Kollegen war zu Ende gegangen. In gemütlicher Gewölbekeller-Atmosphäre hatten wir ein köstliches Essen genossen. Bei perfekt gebratenem Schweinemedallion und gutem Gezapftem waren die Herausforderungen der Arbeit, über die wir gesprochen hatten, gut verdaulich geworden. Alle waren sich einig: Hier kehren wir gerne noch mal ein! Eine Top-Adresse, es hat hervorragend geschmeckt. Der Koch hat seine Arbeit einfach richtig gut gemacht.
In der Bibel werden unsere Geschmacksknospen als Bild dafür genommen, in welcher Beziehung wir Menschen zu Gott stehen. Für manche Menschen »schmeckt« Gott wie ein vorzügliches Gericht. Doch andere verbinden mit Gott eher den Geschmack einer faden, ungewürzten, dünnen Brühe. Zum Wegschütten! Warum ist das so? Liegt es an Gott oder an uns?
Vielleicht sind es schlechte Erfahrungen mit Kirche, Glaube und Religion, die Gott diesen Beigeschmack verliehen haben. Doch ich kenne sehr viele Menschen, die so richtig auf den Geschmack gekommen sind, als sie anfingen, das Originalrezept kennenzulernen. Das heißt, die Jesus Christus persönlich in seinem Wort begegnet sind. Das Original-Rezept hat so viele schmackhafte Zutaten, denn Jesus ist unser Retter, Hirte, Heiland, König, das Licht der Welt und noch so vieles mehr. Allzu oft verwechselt man das, wo Christentum draufsteht, mit Christus selbst. Man bekommt ein gutes Rezept vorgesetzt, das von einem schlechten Koch verhunzt wurde. Doch ich möchte Sie ermutigen, das Originalrezept zu probieren. Gaumenfreude kennen wir. Doch viel erfüllender und bleibender ist die Glaubensfreude, wenn wir Jesus Christus persönlich »schmecken« lernen.
Jan Klein
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Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de - Das modernste Schiff seiner Zeit, atemberaubender Luxus und eine eisige Katastrophe – der Untergang der Titanic bietet den perfekten Stoff für die große Leinwand. Auch die zu horrenden Preisen versteigerten Funde aus dem Wrack zeigen, dass die Faszination des bekannten Schiffsuntergangs bis heute ungebrochen ist. Vielleicht auch deswegen, weil uns die extremen sozialen Unterschiede erschrecken, die sich an Bord der Titanic zeigen. Während die Heizer bei 50 °C unter unmenschlichen Bedingungen Kohle schaufelten, konnten die Superreichen in luxuriösen Salons Karten spielen und Kaviar essen. Doch als das Schiff den Eisberg rammte, waren plötzlich alle gleichermaßen dem Untergang geweiht. Allerdings spielte selbst im Tod der soziale Stand eine Rolle: Während etwa 38 Prozent der Passagiere der Ersten Klasse ums Leben kamen, waren es in der Dritten Klasse rund 75 Prozent. Von den Heizern überlebten nur wenige.
Entgegen der dramatischen Darstellung im berühmten Titanic-Film von 1997 lag das jedoch nicht daran, dass die Dritte Klasse durch Gitter an den Aufgängen zurückgehalten wurde. Diese Passagiere hatten schlichtweg einen längeren Weg nach oben, verirrten sich in den verwinkelten Gängen und konnten – als osteuropäische Auswanderer – oft die Schilder und Anweisungen des Personals nicht verstehen.
Eigentlich befinden wir uns in einer ähnlichen Lage. Wir Menschen sind alle – egal, ob arm oder reich, gebildet oder nicht – durch unsere Sünde dem ewigen Tod geweiht. Doch Gott bietet uns in seinem Sohn Jesus Christus Rettung an. Anders als bei der Titanic fällt es jedoch den Armen und im Leben Gescheiterten oft leichter, daran zu glauben, als jenen, die viele eigene Ressourcen haben. Und so werden im Himmel wohl viele Errettete aus der »Dritten Klasse« sein.
Elisabeth Weise
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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