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Leben ist mehr

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  • Leben ist mehr

    Einladung

    28.06.2026 | 5 Min.
    Nach dem Le­sen einer Postkar­te, die uns unsere Tochter aus Südafrika zusandte, be­trach­te­te ich das Mo­tiv der Vor­der­sei­te. Ab­ge­bil­det war ein auf­schäu­men­des Meer, schrof­fe Klip­pen, Ne­bel so­wie im Hin­ter­grund der imposante Ta­fel­berg in Kap­stadt. Er hat die Form einer Tafel, die in Nebel gehüllt so aussieht wie eine überdimensionale Tafel mit weißem Tuch. Sie erinnert mich an Gottes königlich gedeckten Tisch, zu dem er jeden Menschen einlädt, der zu ihm umkehrt.
    Im Matthäusevangelium (22,1-14) erzählte Jesus ein Gleichnis, damit seine Jünger sowie alle, die ihm zuhörten, das Evangelium besser verstehen lernten. Man kann sich das Himmelreich am Beispiel eines Königs vorstellen, der ein großes Hochzeitsfest für seinen Sohn vorbereitete. Dazu lud er zahlreiche Gäste ein. Doch keiner kam! Er sandte Diener, um ihnen zu sagen, dass alles in Fülle da war, sogar bestes Fleisch gebraten wurde. Leider beachteten die geladenen Gäste die Diener nicht, sondern gingen weiter ihrer Arbeit oder anderen Beschäftigungen nach. Einige der Boten wurden sogar misshandelt, gar getötet. Am Ende heißt es: »Denn viele sind eingeladen, aber nur wenige sind auserwählt.«
    Was wollte Jesus damit sagen? Nach damaligem Verständnis war es einfach unerhört, die Einladung zu einer Hochzeit gering zu schätzen und nicht anzunehmen. Doch gegenüber Gott, der sogar seinen Sohn sandte, um die Menschen in sein Reich einzuladen, nahmen sich viele diese Unverschämtheit heraus. Ja, sie lehnten ihn sogar ab und töteten ihn. Bis heute gibt es viele Menschen, die das Evangelium hören und es achtlos unbeantwortet lassen. So sind am Ende nur die für Gottes Reich bestimmt, die sein Angebot zu schätzen wissen und es auch annehmen.
    Manuela Basista

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    Der Bau der Golden Gate Bridge

    27.06.2026 | 4 Min.
    Bauprojekt. In den 1920er-Jahren wurde die Golden Gate Bridge geplant. Von Beginn an ging es dem leitenden Ingenieur, Joseph Strauß, darum, die Arbeiter während des Bauens vor Gefahren zu schützen. Denn hohe Unfallzahlen waren damals die Regel. Er führte zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen ein: Erstmalig mussten alle Arbeiter Schutzhelme tragen. Weiterhin gab es Sicherheitsgurte, Atemschutzmasken beim Lackieren, Lederhandschuhe und Sonnenbrillen. Der größte Lebensretter war aber wohl das riesige Sicherheitsnetz, das unter der Brücke angebracht wurde. Diese Vorkehrungen retteten vielen Menschen das Leben. Wie gut, wenn ein weiser Baumeister in so ein Projekt eingebunden ist.
    Lebensprojekt. Im Leben gibt es neben vielen schönen Momenten auch immer wieder Situationen, in denen man »den Boden unter den Füßen verliert«. Das mag eine schwere Krankheit sein, finanzielle Sorgen oder der Verlust eines lieben Menschen. Und manchmal reichen schon die Herausforderungen des Alltags. Wie gut wäre es, wenn es da einen sicheren Halt gäbe, einen vorausschauenden, fürsorglichen Ingenieur, dem man sein Lebensprojekt anvertrauen könnte!
    Genau den habe ich gefunden! Ich selbst durfte erleben, dass der Glaube an Jesus Christus mich in meinem Alltag, den kleinen und auch größeren Herausforderungen trägt. Ich vertraue darauf, dass Jesus immer da ist und »dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten zusammenwirkt« (Römer 8,28). Das bedeutet nicht, dass es keine Herausforderungen und keine Not mehr gibt. Doch ich kann mich darauf verlassen, dass Gott für mich sorgt und dass dies zu seinem Bauplan für mein Leben gehört. Seine Hand hält mich stets fest! 
    Ann-Christin Bernack

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  • Leben ist mehr

    Schatzsuche

    26.06.2026 | 5 Min.
    Mit einer geheimnisvollen Karte aus Schafsleder macht sich der Glücksritter David Arnold 1902 auf die Suche nach einem legendären Goldschatz. Angeblich haben ihn die Spanier in Texas zurückgelassen. In der Stadt Haskell findet Arnold den Apotheker Dr. Caleb Terrell, der eine ähnliche Karte besitzt. Ein mexikanischer Hirte hilft ihnen, die Zeichen zu entschlüsseln. Allerdings werden sie nicht zum Schatz geführt, sondern zu drei weißen, weit in Texas verstreuten Steinen, von denen heute noch einer existiert. Von den anderen beiden gibt es Kopien. Wegen der netzförmigen Eingravierungen werden sie Spider Rocks (Spinnensteine) genannt. Der Apotheker Dr. Caleb Terrell investiert im Lauf der siebenjährigen Suche sein gesamtes Vermögen in die Grabungsarbeiten. Seine Apotheke fällt den Flammen zum Opfer, er selbst stirbt in derselben Nacht unter ungeklärten Umständen. Auch der Hirte kommt auf mysteriöse Weise zu Tode. Verarmt und enttäuscht gibt David Arnold schließlich die Suche auf und stirbt 1911. Ob es den sagenhaften Schatz wirklich gibt oder ob die obsessiven Sucher einer Täuschung nachgejagt sind, ist bis heute ungeklärt.
    Unser Leben gleicht einer Schatzsuche. Irgendwo muss doch das große Glück zu finden sein, denken wir. Nur zu oft müssen wir aber enttäuscht feststellen, dass wir einer Seifenblase hinterhergerannt sind. Nicht so der Psalmdichter. Er sucht nach dem großen Fund in Gottes Wort: »Ich freue mich über dein Wort wie einer, der einen großen Schatz findet« (Psalm 119,162). Ihm ist bewusst, dass bleibende Freude nicht durch Geld und Gold garantiert wird, sondern durch die Geborgenheit in Gott. So sucht er an der richtigen Stelle, nämlich im Wort Gottes. In diesem Feld voller Schätze sind noch jede Menge Fundgruben frei, die Gott jedem von uns kostenlos anbietet!
    Gerrit Alberts

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    Nur Fliegen ist schöner?

    25.06.2026 | 5 Min.
    Ich stelle mir vor, ich liege auf einer Wiese und schaue in den Himmel. Ich sehe die Wolken, wie sie vorbeiziehen. Das Brummen von Bienen oder anderen Insekten erfüllt die unmittelbare Umgebung, Vogelgezwitscher erklingt, hier und da fliegt einer dieser Flugkünstler knapp über dem Boden hinweg. Der Blick geht wieder in die blaue Weite, und ich entdecke ein Flugzeug. Ich frage mich: »Wo wird es wohl landen?« Es wird der Gedanke laut, jetzt darin zu sitzen. Dann kommt in mir ein altbekannter Wunsch hoch: »Ach, wenn ich nur fliegen könnte …«
    Hatten Sie auch schon mal diesen Wunsch, gegen die Schwerkraft, losgelöst von allem, auf alles hinabzuschauen? Aber leider geht es aufgrund des Naturgesetzes nicht. Dieses Gesetz der Schwerkraft erinnert mich an ein anderes Gesetz, nämlich das der Sünde. Denn die Sünde ist wie die Schwerkraft, sie zieht uns runter und sogar ins Verderben. Und wie der Tagesvers deutlich macht, stehen wir von klein auf unter dem Gesetz der Sünde. Wir können machen, was wir wollen, wir sind Sünder und werden irgendwann sterben.
    Aber Jesus hat durch sein Sterben für uns dieses »Schuldgesetz« ausgehebelt. Natürlich werden auch die Menschen, die mit ihm verbunden sind, einmal ihren letzten Atemzug hier auf dieser Erde machen. Aber sie werden dann ewig bei Gott im Himmel sein, und das ist eine wundervolle Zuversicht. Der Wunsch vom Fliegen, als Mensch losgelöst von jeglicher Schwerkraft durch die Luft zu gleiten, wird auch weiterhin nur ein Wunsch bleiben. Aber das Gefühl der Freiheit, das denjenigen ergreift, dessen Sünden bei Jesus abgeladen sind, ist noch viel besser, denn er ist zu einem Leben befreit, das ihn aufblicken und froh in die Zukunft schauen lässt und ihn nicht mehr runterdrückt.
    Gabriel Herbert

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    In Wahrheit ganz hilflos

    24.06.2026 | 5 Min.
    Da ist einer mitten auf dem Atlantik über Bord gefallen. Er befindet sich also in äußerster Lebensgefahr, ganz gleich, was den Absturz bewirkt hat. Hilft ihm nun der feste Glaube, er wandere in einem wunderschönen Park und er höre die Vögel in den Bäumen zwitschern? Oder etwa die Vorstellung, er müsse nur an sich selbst glauben, dann werde er den Zielhafen auch schwimmend erreichen?
    Wäre er nicht besser beraten, der Wahrheit ins Auge zu blicken, dass er völlig verloren ist? Vielleicht könnte er schon im nächsten Augenblick von den scharfen Zähnen eines großen Hais zerfetzt werden oder im Bauch eines Pottwals landen. Wäre ihm das klar, so würde er mit aller Kraft um Hilfe rufen und, so schnell er kann, das Seil mit dem Rettungsring ergreifen, das ihm von oben zugeworfen wurde.
    Was ich mit dem diesem Gleichnis sagen will: Leider versuchen die meisten Menschen, aufkommende Zukunftsängste ohne Gottes Hilfe zu überwinden. Dazu bedienen sie sich unterschiedlichster Methoden. Die einen versuchen es mit Hollywood, die anderen mit Drogen, wieder andere mit transzendentaler Meditation oder mit stoischer Philosophie (Streben nach Harmonie mit der Natur). Aber nichts rettet vor dem leiblichen Tod, und was kommt dann?
    Jesus Christus hat durch seinen Tod und seine Auferstehung für alle Glaubenden das Tor zu einem ewigen Leben bei Gott im Himmel geöffnet. Dieser Glaube ist das Seil mit dem Rettungsring daran, das wir ergreifen dürfen. Nötig genug haben es alle, aber der leidige Stolz hindert leider die meisten daran. Doch wenn man sich bewusst macht, worum es letztlich geht, dann kann man diesen Stolz vielleicht überwinden und dankbar nach dem Rettungsmittel greifen, das Gott uns gezeigt hat und uns anbietet.
    Hermann Grabe

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Über Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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Generated: 6/29/2026 - 1:04:15 AM