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- Vor drei Jahren verließ mein frischgebackenes 18-jähriges Ich das elterliche Nest. Die Freiheit war verlockend, doch schnell merkte ich, wie sehr ich plötzlich auf mich allein gestellt war. Und dann kam die harte Realität: »Mama kocht ja nicht mehr für mich!« So begann ich – mehr schlecht als recht – mit dem Kochen und entdeckte bald schmerzhaft, dass Fettflecken kaum mehr aus der schönen Kleidung entfernt werden können.
Es musste also eine Lösung her! Da keine Schürze zur Hand war, opferte ich spontan einen alten Pulli. Er war ohnehin längst aus der Mode und lag nur noch ungenutzt herum. Außerdem schützte er im Vergleich zur Schürze jeden Zentimeter meines Oberkörpers vor dem gefürchteten Fett. So wurde mein Kochpulli geboren – ein treuer Begleiter, der mir gute Dienste leistete, obwohl er nie wieder richtig sauber zu bekommen ist. Mein geliebter Kochpulli hat seither unzählige Kleidungsstücke vor ihren Fettflecken bewahrt.
Dieser Gedanke erinnert mich an das größte Opfer, das Gott je für die Menschheit gebracht hat. Er hat seinen Sohn Jesus Christus gegeben, damit er die Strafe für unsere Sünden tragen konnte. So hat Gott einen Weg der Rettung geschaffen, der uns vor den »Fettflecken«, also dem ewigen Tod als Folge der Sünde, bewahrt. Jesus gab sein Leben freiwillig – jedoch nicht wie ein wertloser Pulli, sondern als der kostbare Sohn Gottes. Das ist damit zu vergleichen, wie wenn jemand einen teuren Anzug anzieht, um beim Kochen ein normales T-Shirt vor Fettflecken zu schützen. Aber genau das hat Gott für uns gegeben!
Jesus traf von sich aus die Entscheidung für seinen eigenen Tod. Seine Entscheidung, für uns zu sterben, schenkt uns die Möglichkeit, unsere Sünden abzulegen und in seiner Reinheit zu leben.
Hung Thanh Thai
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Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de - »Das christliche Leben meint eine persönliche Beziehung zu Gott im Hier und Jetzt. Ehrliche Zweifel sollen nicht unterdrückt werden. Die wirkliche Gefahr ist nicht der Zweifel, sondern die Weigerung, zu suchen oder zuzuhören.« Dieser Satz stammt von Francis Schaeffer (1912–1984), einem evangelikalen Theologen, in seinem Buch True Sprituality. In den USA geboren, wuchs er bei religiös eher liberalen Eltern auf. In der Jugendzeit beschäftigte er sich ernsthaft mit Glaubensfragen. Er war kein typisches »braves Kirchenkind«. Bei seinen Fragen halfen ihm die Bücher über die griechische Philosophie nicht wirklich weiter. So las er mit 17 Jahren erstmals die Bibel komplett durch und kam zum persönlichen Glauben an Jesus Christus. Nach dem Studium der Theologie ging er nach Europa und gründete 1955 die Lebensgemeinschaft LʼAbri in den Schweizer Alpen. Vorausgegangen war eine tiefe geistliche Krise. Deprimiert von der Heuchelei vieler Christen, aber auch von eigener innerer Dürre, überdachte er viele Glaubensthemen nochmals von Grund auf. Das führte ihn in eine neue Abhängigkeit von Gott und zu einem lebendigen Gebetsleben.
Viele junge Menschen bekamen in LʼAbri entscheidende Impulse bei der Suche nach Zuwendung, Sinn und Orientierung. Schaeffer vermittelte einerseits echten Glauben, der jedoch andererseits auch intellektuell tragbar ist. Er betonte, dass es kein inhaltsloseres Wort gibt als das undefinierte Wort »Gott«. Gott ist keine Idee oder Projektion, keine Illusion. Biblische Wahrheit gründet sich nicht auf eine Idee oder das Wort »Gott«, sondern auf den Gott, der wirklich da ist.
Wenn dieser einzigartige und persönliche Gott Wirklichkeit ist, dann ist die Tatsache, dass dieser Gott sich offenbart, von größter Bedeutung.
Winfried Elter
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Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de - »Nichts ist umsonst, sogar der Tod, er kostet das Leben!« So in etwa weiß es der Volksmund zu berichten. Tatsächlich wird der Tod nicht mit Gewinn verbunden: Der Betroffene verliert sein Leben, und die Hinterbliebenen empfinden oft sehr schmerzhaft diesen Verlust. Denn der Tod ist das Ende jeder Beziehung. Wie ein scharfes Messer zerschneidet er alle Pläne und Träume. Mit ihm verliert alles seine Bedeutung. Was gestern noch wichtig war, hat im Angesicht des Todes keine Bedeutung mehr.
Doch nun spricht der Apostel Paulus im Tagesvers davon, dass das Sterben für ihn Gewinn sei. Ist er ein frommer Spinner? Ein Fantast? Ein Fatalist? Nein, Paulus war alles andere: Er war ein Realist; aber einer, der über den Tellerrand unserer irdischen Erlebensmöglichkeiten hinaussehen konnte, weil er dem ewigen Gott und seinem Sohn Jesus Christus glaubte. Er kannte die Widrigkeiten, Nöte und Gefahren unserer irdischen Existenz sehr genau. Doch er wusste: Wenn ich sterbe, dann komme ich an einen Ort, an dem es wirklich nichts gibt, das meine ewige Existenz dort würde trüben können: kein Schmerz, keine Träne, keine Angst, kein Tod.
Wow, was für eine Perspektive: Das, was uns naturgemäß riesige Angst macht, hatte für ihn den Schrecken verloren. Der Tod war für ihn verbunden mit der Aussicht auf eine ewige Herrlichkeit. Gerne würde er sofort das Hier mit dem Dort tauschen!
Allerdings hatte diese großartige Erwartung eine Vorbedingung. Das macht auch Paulus deutlich. Denn das Sterben ist nur für den Gewinn, dessen Leben im Hier und Jetzt fest mit Christus verbunden ist. Ja, es gibt ein Leben ohne Christus. Aber dann ist das Sterben ein ewiger Verlust. Wer so stirbt, verliert endgültig jede Hoffnung auf Rettung.
Markus Majonica
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Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de - Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist es sicher schon veraltet, aber in den Jahren 2023 und 2024 gehörte es zu den beliebtesten Jugendwörtern: »gottlos«. Interessanterweise wurde das Wort sowohl für außergewöhnlich positive als auch für schockierend negative Dinge verwendet. Ein Burger konnte »gottlos lecker« sein, während ein Klassenbucheintrag »gottlos unfair« genannt wurde. Es ging dabei jedoch nicht wirklich um Gott, sondern um eine extreme Verstärkung.
Als ich darüber nachdachte, fiel mir auf: Eigentlich ist diese inflationäre Verwendung des Begriffs gar nicht so unpassend. Denn wie der Tagesvers sagt, vermittelt die Bibel ein ganz klares Weltbild: Alles liegt im Bösen, alles ist von Natur aus erst einmal gottlos. Selbst die schönsten Momente sind – wenn sie ohne Gott erlebt werden – buchstäblich »gott-los«. Man kann ein ganzes Leben ohne Gott verbringen und noch nicht einmal darüber nachdenken. Da ist doch dieses Jugendwort tatsächlich auf so gut wie jede Situation anwendbar.
Allerdings spricht die Bibel auch davon, dass am Ende der Gottlosigkeit der Tod und die ewige Verlorenheit stehen. Um uns daraus einen Rettungsweg zu schaffen, schickte Gott seinen Sohn Jesus auf die Erde, der auch unter dem Namen »Immanuel« (das heißt »Gott mit uns«) bekannt ist. Nur durch seine Anwesenheit hat er Gottes Wesen in seiner reinsten Form mitten unter die Menschen gebracht. Nichts mit seiner Person Zusammenhängendes war »gottlos«. Und auch wenn Jesus heute nicht mehr leibhaftig auf der Erde anzutreffen ist, will er jetzt noch genauso Teil unseres Lebens sein und es von der Gottlosigkeit befreien. Wer in einer Beziehung zu diesem unsichtbaren Jesus steht, der ist nicht mehr gottlos – denn Gott ist mit ihm!
Jacob Ameis
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Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de - Stille in Boston: Das neue Zeitalter wurden durch atemlose Stille eingeläutet. Im Hörsaal der Universität Boston hatte sich am 16. Oktober 1846 eine große Anzahl ehrwürdiger Doktoren versammelt, um dem angekündigten Wunder zuzusehen: einer Operation unter Narkose. Schon oft hatte man bis dahin versucht, Patienten durch Alkohol, Kräutertrunks oder Suggestion in einen bewusstlosen Zustand zu versetzen. Doch sobald der Chirurg den ersten Schnitt tat, zeigte ein markerschütternder Schrei, dass alles beim Alten geblieben war. Ab diesem Moment musste ein Chirurg vor allem eines sein: schnell. Amputationen wurden in weniger als zwei Minuten durchgeführt, länger konnten selbst die stärksten Helfer den sich windenden Patienten nicht fixieren. Doch als an diesem Tag William Morton an dem mit Äther narkotisierten Patienten den ersten Schnitt setzte, herrschte absolute Stille im Saal. Der erwartete Schrei blieb aus. Die versammelten Ärzte sahen sich staunend an. Ihnen allen war klar, dass sie Zeuge eines Wendepunkts waren: Der Schmerz war besiegt. Ein neues Zeitalter hatte begonnen.
Ein Schrei auf Golgatha: Bevor der gequälte Mann am Kreuz sein Leben aushauchte, stieß er einen letzten, markerschütternden Schrei aus und sprach die Worte: »Es ist vollbracht!« Den betäubenden Trunk, der ohnehin nur wenig Wirkung gehabt hätte, hatte er abgelehnt. In vollem Bewusstsein hatte der Sohn Gottes die unsagbaren Schmerzen der letzten Stunden ertragen. Und auch das Gefühl der abgrundtiefen Verlassenheit, denn Gott musste sich in seiner Heiligkeit von seinem Sohn, der die Sünde der ganzen Welt trug, abwenden. Auch wenn es den meisten der Anwesenden nicht klar war: Dieser Schrei Jesu markierte eine Wende. Die Sünde, die Trennung von Gott war überwunden, ein neues Zeitalter hatte begonnen.
Elisabeth Weise
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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