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- Ohne sein schnelles Eingreifen wäre im September 2024 eine deutsche Touristin an einem Strand in der Nähe von Venedig ertrunken. Der Bademeister erkannte die Gefahr. Ohne zu zögern, verließ er seinen Rettungsturm, sprang ins Meer und brachte die Frau an Land. Bereits kurze Zeit später erhielt der Lebensretter einen Strafzettel über 1032 Euro. Nach dem italienischen Gesetz hätte er zuerst die Notrufnummer wählen oder die Hafenbehörde benachrichtigen müssen. Weltweit berichteten Medien über das Bußgeld, das als unangemessen angesehen wurde. Die Kommandantin der Hafenwache verteidigte dagegen den Sinn der Regelung. Die unverzügliche Meldung soll schnellstmöglich eine effektive Rettungskette für eventuelle weitere Maßnahmen aktivieren.
Während ich nachvollziehen kann, dass der Bademeister zuerst die ertrinkende Frau erreichen wollte, erkenne ich: Es ist für uns Menschen oft schwer zu entscheiden, welche Reihenfolge richtig ist. Wie gut, dass Gott über Raum und Zeit steht. Er ist jederzeit nur ein Gebet weit entfernt, hört unseren Hilferuf und will rechtzeitig helfen. In Jesus Christus hat der ewige Gott den »Turm« verlassen, ist Mensch geworden und hat uns durch seinen stellvertretenden Tod am Kreuz den Rettungsring zugeworfen.
Wenn wir erkennen, dass wir vor Gott schuldig geworden sind und in unseren Sünden wie in einem Meer untergehen, können wir zugreifen und werden durch den Glauben an Jesus gerettet. Doch auch wir müssen dafür eine rechtzeitige Entscheidung treffen. Darum zitiert Paulus den heutigen Tagesvers in 2. Korinther 6,2 und ruft uns zu dann zu: »Seht doch! Diese Zeit ist jetzt da. Gekommen ist der Rettungstag!«
Andreas Droese
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Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de - Paul Neal Adair, bekannt als »Red Adair«, war ein legendärer Feuerwehrmann. Weltweit wurde er gerufen, um die unmöglichsten Öl- und Gasgroßbrände zu bekämpfen. Beispielsweise löschte er 1991 nach dem Ende des Zweiten Golfkrieges 117 brennende Ölquellen in Kuwait. Insgesamt soll er im Laufe seines Lebens mehr als 2000 Brände gelöscht haben. Dabei entwickelte er spezielle Methoden, die mit gewöhnlichen Löschversuchen nichts mehr zu tun hatten. Manche Brände wurden durch gezielte Bombenexplosionen einfach »ausgeblasen«.
Auch in Deutschland kam er einmal zum Einsatz. 1970 brach in Eschenfelden ein Gasbrand aus. Alle Bemühungen der deutschen Feuerwehr, das Feuer zu löschen, scheiterten. Dann wurde Red Adair gerufen. Es gelang ihm, das Erdloch, aus dem das Gas strömte, zu stopfen und die Flammen zu ersticken. Red Adair war in der Tat ein Retter in der Not. Sein Einsatz war allerdings nicht billig. Man schätzte sein Honorar auf 50 000 Dollar pro Tag.
Diese Geschichte ist eine schöne Illustration für Jesus Christus. Denn auch Jesus ist ein Retter in der Not. Bei dieser Not geht es jedoch nicht um einen Brand, sondern um die Sünde. Dieses »Feuer« brennt bei jedem Menschen. Alle eigenen Löschversuche müssen scheitern, weil wir aus uns heraus nicht gut oder perfekt sind. Deshalb braucht es einen Retter von außen. Und diesen gibt es! Dabei hat Jesus nicht nur sein Leben riskiert, sondern es durch seinen Tod sogar völlig hingegeben. Wer Jesus ehrlich bittet, seinen »Sündenbrand« zu löschen und ihn daraus zu befreien, erhält Vergebung.
Im Unterschied zu Red Adair verlangt Jesus jedoch kein Honorar. Die Vergebung und Befreiung von Sünde dürfen wir umsonst erhalten. Jesus hat die Kosten selbst getragen, als er sich ans Kreuz schlagen ließ.
Paul Wiens
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Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de - Der bekannte deutsche Liedermacher Reinhard Mey komponierte 1986 dieses pazifistische Antikriegslied. Darin thematisiert er Kriegsdienstverweigerung und Kriegsflucht aus Sicht des Vaters, der seine Söhne nicht als Kanonenfutter geben will. »Keine Ziele und keine Ehre, keine Pflicht / sind’s wert, dafür zu töten und zu sterben«, singt Mey. »Ich lieb die beiden, das will ich euch sagen, / mehr als mein Leben, als mein Augenlicht.«
Würden Sie Ihren Sohn ziehen lassen, wenn Sie wüssten, dass Wunden, Hass und Tod ihm entgegenschlagen? Reinhard Mey nicht. Sie und ich wohl auch nicht. Doch genau das tat der Vater im Himmel mit seinem einzigen Sohn, den er so sehr liebte: Gott sandte seinen Sohn Jesus Christus auf diese Erde. Auf eine Erde, die er selbst gemacht hat, die jedoch von seinen Bewohnern mit Krieg und Hass überzogen wurde. Gottes Sohn erwarteten Hass, Ablehnung und zuletzt ein brutaler Tod am Kreuz. War es nicht lieblos von Gott, seinem Sohn dies anzutun?
Im Gegenteil, es ist Gottes Liebe zu Ihnen, die ihn bewegte, seinen einzigen Sohn zu geben, damit Sie und ich ewiges Leben haben dürfen. Es ist der größte Liebesbeweis, den jemand erbringen kann. Gott wusste, dass es keinen anderen Weg gibt. Sonst hätte er einen anderen benutzt. Es ist Gottes Liebe, die Jesus Christus in den Krieg dieser Welt schickt. Dabei gibt es noch einen gewichtigen Unterschied: Jesus ist in diesem Krieg nicht Täter geworden, wie es für Soldaten gilt. Vielmehr gab er sich selbst als freiwilliges Opfer. Er ließ sich verspotten und töten, damit wir leben können.
Gottes Liebe ermöglicht Frieden in unseren friedlosen Herzen. Während Reinhard Mey singt: »Meine Söhne gebʼ ich nicht«, gab Gott seinen einzigartigen Sohn.
Christian Grimm
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Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de - Unter diesem Motto stand der Tag des Friedhofs 2025. Dieser Aktionstag wurde 2001 vom Bund deutscher Friedhofsgärtner ins Leben gerufen. Dabei soll die Bedeutung des Friedhofs als Ruhestätte, Ort der Trauerbewältigung, Erholungs- und Lebensraum den Menschen wieder näher gebracht werden. Auch die Tabus im Umgang mit Tod und Trauer sollen verschwinden.
»Endlich lebendig«, das bringt mich ins Nachdenken. »Endlich« verstehe ich ja noch, aber was hat ein Friedhof mit »lebendig« zu tun? Doch Jesus hat genau denselben Zusammenhang hergestellt. Sein Freund Lazarus war gestorben und in eine Gruft gelegt worden. Vorher hatten seine Schwestern Jesus rufen lassen. Vielleicht konnte Jesus den Tod noch verhindern? Doch der ließ sich Zeit. Lazarus starb. Vier Tage nach der Beisetzung kam Jesus und sprach mit Martha über Auferstehung, Leben, Glauben und den Tod (siehe Tagesvers). Dann ging er zum Grab und rief: »Lazarus, komm heraus!«, und Lazarus kam lebendig aus dem Steingrab.
Der Apostel Paulus schreibt über den Glauben: »Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es« (Epheser 2,8). Gott schenkt den Menschen erst die Fähigkeit, glauben zu können. Doch wie jedes Geschenk muss auch dieses angenommen werden. Aber wenn ich das tue und gerettet bin, dann bin ich auch von Gott mit Christus lebendig gemacht. Gott hat ein Interesse daran, dass wir glauben und leben.
Glauben muss jeder Mensch in diesem Leben – nach dem Tod ist es zu spät. Im Glauben habe ich schon jetzt die Zusage des ewigen Lebens. Dann weiß ich, dass das Leben trotz allen Leids und Sterbens das letzte Wort behalten wird. Dann weiß ich, dass der Tod nur die uns zugewandte Seite jenes Ganzen ist, dessen andere Seite Auferstehung heißt.
Herbert Laupichler
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Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de - Jedes Jahr sterben Tausende Menschen durch Naturkatastrophen, Unfälle oder Krankheiten. Diese Tragödien sind erschreckend, aber oft außerhalb unserer Kontrolle. Weitaus beunruhigender ist jedoch, dass in Deutschland jährlich über 100 000 ungeborene Kinder durch Abtreibungen ihr Leben verlieren – eine »Katastrophe«, die wir als Gesellschaft verhindern könnten. Oft wird der Begriff »Schwangerschaftsabbruch« verwendet, doch er verschleiert die Realität: Bei einer Abtreibung wird gezielt menschliches Leben getötet.
In den letzten Jahren wurde das Abtreibungsrecht in Deutschland stark gelockert, was dazu führt, dass immer mehr Frauen den Weg zur Abtreibung als einfache Lösung ansehen. Viele Frauen, die sich für eine Abtreibung entscheiden, stehen unter enormem Druck und sehen keinen anderen Ausweg. Sie verdienen unsere Unterstützung und unser Mitgefühl. Doch es stellt sich die Frage: Ist Abtreibung wirklich der richtige Ausweg? Die naturwissenschaftlichen Fakten sind eindeutig: Das Leben beginnt mit der Befruchtung. Der Fötus entwickelt sich nicht zum Menschen, sondern ist von Anfang an ein Mensch. Auch wenn Abtreibungen oft mit dem Recht der Frau auf Selbstbestimmung gerechtfertigt werden, bleibt das Grundrecht auf Leben das wichtigste Menschenrecht und sollte immer den Vorrang haben.
Wir sollten uns nicht darauf konzentrieren, den Zugang zu Abtreibungen zu erleichtern, sondern echte Lösungen finden, die Frauen in schwierigen Situationen helfen. Sie brauchen die Unterstützung, um Ängste zu überwinden und sich für das Leben (ihres ungeborenen Kindes) zu entscheiden. Gott fordert uns auf, mit der Sexualität verantwortungsvoll umzugehen, und mahnt uns in der Bibel in 2. Mose 20,13: »Du sollst nicht töten!«
Daniel Zach
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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