
Wenn die Seele keinen Ausweg mehr sieht
16.1.2026 | 6 Min.
Sotohiko Matsuzaki (* 1892) suchte verzweifelt nach dem Lebenssinn. Seine Mutter war bei seiner Geburt gestorben, und ihr letzter Wunsch war, dass er ein buddhistischer Priester würde. So kam er schon mit sechs Jahren in eine Tempelschule, wo er unter strengen Regeln lebte und meditierte – doch die innere Leere blieb. Um ihr zu entfliehen, hatte er vor seinem 16. Geburtstag bereits sechs Selbstmordversuche unternommen. Auf seinem letzten Weg ans Meer, um sein Leben endgültig zu beenden, hörte Sotohiko plötzlich christliche Lieder. Verärgert wollte er vorbeieilen, stolperte aber und hörte die Worte aus dem Tagesvers: »Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!« Diese Einladung traf ihn tief im Herzen. Voller Erschöpfung brach er vor dem Prediger zusammen und rief: »Ich bin so müde! Diese Last erdrückt mich!« An diesem Tag fand Sotohiko Frieden und Sinn in Jesus Christus. Die Leere, die keine Meditation füllen konnte, wurde von Gottes Liebe ausgefüllt. Fortan widmete Sotohiko sein Leben dem Dienst für Jesus und brachte vielen Menschen in Japan die rettende Botschaft von Jesus Christus.Einsamkeit, die Suche nach Sinn und Wertlosigkeit sind häufig auftretende Gefühle – nicht nur bei jungen Menschen. Die zunehmende digitale Vernetzung und vermeintliche Freiheit verstärken das Problem sogar eher noch. Daher verwundert es eigentlich wenig, dass Suizid zu den häufigsten Todesursachen unter jungen Menschen gehört. Leistungsdruck, ständige Vergleiche in den sozialen Medien, zerbrochene Familien und der Verlust von Orientierung lasten schwer auf ihren Schultern. Doch Sotohikos Geschichte zeigt: Es gibt Hoffnung – auch in der tiefsten Dunkelheit. Jesus sieht das müde Herz, die Lasten und die geweinten Tränen. Er bietet Trost, Annahme und ein Leben voller Sinn.Daniel ZachDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

Segen im Leid
15.1.2026 | 6 Min.
Als ich Anfang des Jahres 2024 zwei Fehlgeburten direkt hintereinander erlebte, war das ein großer Schock für mich. Ich sah es als meine Berufung an, aus vollem Herzen Mutter zu sein – und jetzt? Hatte ich Gott falsch verstanden? Warum ließ er das zu? Warum ausgerechnet ich? Möglicherweise kennen Sie ähnliche Fragen, wenn Sie ein Schicksalsschlag ereilt, mit dem Sie nicht gerechnet haben.Die Frage ist jedoch, wie wir mit den schweren Situationen umgehen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen: Verweilen wir in einer Schockstarre, verbittern wir oder fangen gar an, Menschen abzulehnen, die genau das haben, was uns genommen wurde? Klagen wir Gott an? Oder haben wir den Mut, durch diese Zeit hindurchzugehen, den Schmerz zu durchleben und die Unsicherheit auszuhalten, dass es auf manche Fragen keine Antworten gibt?Wenn Sie auf Ihr bisheriges Leben zurückschauen, stellen Sie vielleicht fest, dass Sie vor allem durch das Schwere geformt wurden. Vielleicht erkennen Sie rückblickend sogar, wie gut es war, dass genau dieses oder jenes Schmerzhafte passiert ist, weil Sie dadurch etwas Wichtiges gelernt, neue Erkenntnisse gewonnen oder sogar Ihre Lebensweise grundlegend verändert haben.Genau diese Perspektive wünsche ich Ihnen: Dass Sie erkennen, dass in Leid und Not ein verborgener Segen liegen kann. Das Wichtigste dabei ist: Sie müssen durch dunkle Täler nicht allein gehen. Es gibt einen Gott, der Sie liebt, der Sie versteht und der Ihnen Trost, neuen Mut und Hoffnung geben möchte. Schwere Zeiten in unserem Leben sind oft der Anlass, diesen Gott zu suchen, vielleicht zum ersten Mal in unserem Leben. Wer das tut, wird erleben, dass Gott Freude mitten im Leid schenken kann.Annegret HeyerDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

Manchmal trügt der Schein
14.1.2026 | 3 Min.
Äußere Schönheit hat in unserer Kultur einen hohen Wert. Für den Verkauf einer Ware spielt die Verpackung eine entscheidende Rolle. Untersuchungen zeigen, dass hübsche Kinder bessere Noten bekommen. Im Bewerbungsprozess werden attraktiven Menschen tendenziell positive Eigenschaften zugeschrieben wie Freundlichkeit, Feinfühligkeit, Ausgeglichenheit, Geselligkeit, ebenso Ansehen und Erfolg. Was unseren Augen gefällt, ist zum Goldstandard menschlichen Wertes geworden. Wir weigern uns hartnäckig zu lernen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Wenn uns eine Eigenschaft gefällt, bedeutet das nicht unbedingt, dass alles Qualität hat. Umgekehrt muss eine unscheinbare Verpackung nicht bedeuten, dass der Inhalt schlecht ist.Bei einem Casting für das höchste Staatsamt in Israel war der Prophet Samuel beeindruckt von der äußeren Erscheinung eines Mannes namens Eliab. Aber Gott sagt: »Schaue nicht auf sein Aussehen und auf seinen beeindruckenden Körperbau. Denn der Mensch sieht auf das Äußere, Gott aber sieht das Herz an« (1. Samuel 16,7).Der größte Fall von Fehleinschätzung fand statt, als Jesus Christus auf diesem Planeten auftrat. Äußerlich war er nicht anziehend. »Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, hatte er kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten« (Jesaja 53,2). Dabei war er der einzige wahrhaft schöne Mensch ohne Makel. Jemand, der ihn genau kennenlernte, schrieb: »Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit, wie sie nur der Eine und Einzige vom Vater hat, erfüllt mit Gnade und Wahrheit« (Johannes 1,14). Andere, die ihm zuhörten, stellten erstaunt fest: »Niemals hat ein Mensch so geredet wie dieser!« (Johannes 7,46). Auch heute lohnt es sich, diesen Mann entgegen dem ersten Anschein wirklich kennenzulernen.Gerrit AlbertsDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

Darf ich für Sie beten?
13.1.2026 | 3 Min.
Wir waren vor Kurzem umgezogen. Meine Frau Petra kannte einige Frauen aus dem Dorf, in das wir zogen. Sie ist Krankenschwester und hatte drei Kolleginnen, die ebenfalls hier wohnten. Als wir neue Kontakte aufbauten, besuchten wir auch Petras Kolleginnen und deren Familien.Eine dieser Familien machte eine schwere Zeit durch. Sie hatten eine Tochter mit einem schweren Herzfehler. Zweimal war sie während ihrer Kindheit schon am offenen Herzen operiert worden. Nun stand ihr mit 14 Jahren die dritte und letzte OP bevor. Jede Operation war mit einem hohe Risiko verbunden, und diese dritte OP würde nun entscheiden, ob und wie sie ihr Leben weiterführen konnte.In der folgenden Woche fuhr die Mutter mit ihrer ältesten Tochter in eine Spezialklinik. Vier Tage später sollte die Operation stattfinden. Am Tag vor der OP war ich selbst so aufgewühlt, dass ich den Vater des Mädchens besuchte, der mit den zwei jüngeren Kindern zu Hause geblieben war. Ich unterhielt mich mit dem Vater zuerst über Belanglosigkeiten. Aber unsere Anspannung brachte uns schnell zum Thema OP. Während wir so miteinander redeten, wurde der Drang in mir immer größer, für die Situation zu beten. Da ich aber nicht wusste, welche Einstellung mein Gegenüber zum Glauben hatte, fragte ich zunächst, ob ich für sie alle beten dürfe. Er hatte nichts dagegen. So gab ich Gott im Gebet das hin, was als dunkle Wolke über allen kreiste. Als ich geendet hatte, sah er mich irritiert und erleichtert zugleich an.Wir redeten danach nicht mehr viel. Aber dieses Gebet war der Beginn einer Freundschaft, in der auch Gespräche über den Glauben ihren Platz haben. Gott erhörte das Gebet. Ihre Tochter ist heute eine glücklich verheiratete Frau, die selbst eine junge Tochter hat.Bernd GrünewaldDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

Faktencheck
12.1.2026 | 4 Min.
Anfang 2025 schaffte Meta-Chef Mark Zuckerberg die sogenannten Faktenchecks in den USA ab. Er folgte damit einem Trend, den bereits zuvor Elon Musk auf seiner Plattform »X« umgesetzt hatte. Fortan sollte man bei Instagram, Facebook und Co. sagen und schreiben können, was man will. Die User sollten selbst herausfinden, was wahr ist und was falsch, ohne Kontrolle oder gar Zensur.Darüber entbrannten heftige Diskussionen: War dies ein Schritt hin zu immer größerer Verunsicherung, zu immer mehr »Fake News«, zu immer größerer Spaltung, ein Freibrief für Verschwörungstheoretiker? Oder war es gerade ein wichtiger Schritt (wieder) zu mehr Meinungsfreiheit, indem man dem Einzelnen wieder mehr Mündigkeit zugestand, sich selbst ein Bild von Richtig und Falsch, von Wahrheit und Lüge zu machen? Diese Fragen sind sicher nicht einfach zu beantworten. Aber ein Faktencheck – ob nun persönlich oder durch eine übergeordnete Instanz – ist unerlässlich.Das gilt auch in Bezug auf die existenziellen Fragen des Lebens, um einen klaren Blick für die Wahrheit zu bekommen. Hier darf man nicht jedermann glauben, sondern man sollte sich auf den verlassen, der gute Motive mit uns Menschen verfolgt und uns der Wahrheit gemäß aufklärt. Ohne Verlässlichkeit, ohne Wahrheit können wir auf Dauer nicht leben. Jesus Christus, der Sohn Gottes, weiß das. Deswegen will er uns Orientierung, ein Wissen um Richtig und Falsch und verlässliche Fakten geben. Seine Worte sind wahrhaftig. Sie verlieren ihre Gültigkeit nicht. Seine Zusagen haben Bestand. Seine guten Motive hat er bewiesen: durch den Einsatz seines Lebens. Wer sich auf seine Worte verlässt, den macht er frei von Unsicherheit und dem gibt er stattdessen ewige Sicherheit.Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle



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