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Leben ist mehr

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  • Leben ist mehr

    Klimawandel

    04.06.2026 | 4 Min.
    Ist der Klimawandel Realität – und vom Menschen verursacht? Die »Münchener Rück«, der größte Rückversicherer der Welt, der seit fünf Jahrzehnten die Auswirkungen der globalen Erwärmung analysiert, beantwortet beide Fragen mit einem klaren »Ja«. Und da dieses Unternehmen handfeste wirtschaftliche Interessen an der richtigen Beurteilung der damit verbundenen Risiken hat, spricht einiges für die Richtigkeit dieser Aussage.
    Aber losgelöst von der aktuellen Diskussion liefert uns die Bibel klare Erkenntnisse zum Schicksal der Schöpfung: Sie ist der Vergänglichkeit unterworfen (Römer 8,20). Insoweit darf es uns nicht wundern, dass unser Planet einem spürbaren Verfallsprozess unterliegt. Dieser Prozess ist nach der Bibel »menschengemacht«. Denn die eigentliche Ursache liegt darin, dass bereits die ersten Menschen sich von Gott gelöst haben. Durch ihre Schuld, durch ihre Sünde, haben sie die gesamte Schöpfung in Mitleidenschaft gezogen. Seitdem seufzt ebendiese Schöpfung unter der Last menschlichen Versagens.
    Überdies müssen wir feststellen, dass wir Menschen überall auf dieser Welt mit der Natur Raubbau treiben – und damit der uns von Gott auferlegten Verantwortung für diese Schöpfung auch praktisch nicht gerecht werden. Havarierte Öltanker, vergiftetes Grundwasser, abgeholzte Wälder sind ja keine natürlichen Phänomene.
    Doch unabhängig davon: Ist der Klimawandel wirklich unser größtes Problem? Angesichts der Ursache für die Vergänglichkeit der Schöpfung – unsere Sünde – müssen wir wieder in einen heilen Zustand mit Gott kommen. Das gelingt allein durch den Glauben an Jesus Christus. Ist dieser Schritt aber getan, haben wir teil an einer zukünftigen, perfekten, ewigen neuen Schöpfung!
    Markus Majonica

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    Absturz im Hochgebirge

    03.06.2026 | 3 Min.
    Wir waren zu dritt auf einer Bergtour in den österreichischen Alpen. Da stürzte unser Freund ab. Wir liefen, so schnell wir konnten, zur nächsten Berghütte, um Hilfe zu holen. Die Bergwacht schickte einen Helikopter. Bald hörten wir die Motorengeräusche. Mein Begleiter sagte: »Wenn wir nur den wegfliegenden Heli sehen, ist unser Freund drin und lebt. Wenn er draußen dranhängt, ist er tot.« Wir sahen den Heli mit einer Trage am Seil wegfliegen. Unser Freund wurde in einer Kapelle aufgebahrt. Wir mussten unseren Freund identifizieren. Anschließend fuhren wir nach Hause, um diese schreckliche Nachricht seiner Familie zu überbringen.
    Drei Jahre später sind wir wieder dorthin, um eine Gedenktafel anzubringen. Wir hatten uns eine HILTI mit Akku besorgt. Ich hatte solchen Bammel, wieder an die Absturzstelle zu kommen. Ich dachte an meine Frau und unsere vier kleinen Kinder. Diesmal war jedoch ein Bergführer dabei. Der bemerkte sofort meine Unsicherheit. Wie das so ist im Hochgebirge. Da geht es rechts und links runter. Du musst nur einmal fehltreten – und schon schmierst du ab. Der Bergführer fragte mich, ob er mich an den Karabinerhaken nehmen solle. Und in dem Moment, als es »klick« machte, wusste ich: Wenn jetzt etwas passiert, bin ich abgesichert!
    Ich weiß nicht, ob es bei Ihnen im Leben schon »klick« gemacht hat. Ich war mein halbes Leben ohne Bergführer, ohne Jesus, unterwegs. Wäre ich da abgestürzt, wäre ich ungesichert abgeschmiert – todsicher in der Hölle gelandet. Erst als ich mich an Jesus festgemacht habe, hat es »klick« gemacht. Seitdem habe ich Sicherheit über den Tod hinaus. Ich kann danebentreten, aber ich werde gehalten. Ich gehe nicht verloren in Ewigkeit, denn niemand kann mich aus seiner Hand rauben.
    Carlo Schneider

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    Gebremstes Talent

    02.06.2026 | 12 Min.
    Ich lernte ihn im Bahnhofsrestaurant des Hauptbahnhofs Leipzig kennen, wo wir verabredet waren. Der junge Mann war ein vielversprechendes Talent im Radfahren, mit vorbildlichem Auftreten und konsequenter Lebens- und Ernährungsweise. Sein osteuropäischer Manager hatte mich darum gebeten, Wege zu finden, den jungen Mann zu fördern. Trotz meiner Einwände, dass wir mit unserem kleinen Unternehmen nicht die Mittel hätten, ihn zu sponsern, setzten beide ersatzweise auf meine Kontakte.
    Der begabte junge Mann hatte eine traurige Geschichte hinter sich. Bei Verhandlungen mit konkurrierenden Teams hatte er bei einem Treffen leider schon den Autoschlüssel zu einem teuren Sportcabrio angenommen – statt erst einmal die rechtsverbindliche Vertragsaufhebung mit seinem aktuellen Sponsor abzuwarten. Nun hatte er sich in der Szene »stinkend gemacht« – er hatte seinen eigenen Rennstall verraten.
    Durch materielle Dinge in Versuchung geführt – wie kurzsichtig! Und wie tragisch, wenn große Talente schwach und in der Folge im Einsatz ihres Talentes ausgebremst werden. Doch wenn wir ehrlich sind, müssen wir uns fragen: Stehen wir selbst nicht auch in dieser Gefahr? Halten wir an unseren guten Überzeugungen auch dann noch fest, wenn uns dadurch materielle Vorteile (oder Lob und Anerkennung) verloren gehen? Zum Beispiel kann es sein, dass wir für eine gut bezahlte Stelle manches im Namen der Firma hinbiegen oder verkaufen müssen, von dem wir genau wissen, dass es nicht zu 100 % der Realität entspricht.
    Im Tagesvers werden wir aufgefordert, uns in unseren Entscheidungen auf das Wesentliche und Bleibende zu konzentrieren: Wenn wir Gott ehrlich und treu nachfolgen, können wir nicht alle Vorteile mitnehmen – doch ist das angesichts des allmächtigen Gottes auch nicht nötig.
    Klaus Spieker

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    Der Damm

    01.06.2026 | 4 Min.
    Das Rückhaltebecken bei Ottobeuren im Allgäu ist Teil eines umfassenden Hochwasserschutzes. Die Baukosten lagen bei stattlichen 16,5 Millionen Euro. Meistens gehe ich jedoch recht gleichgültig daran vorbei, wie viele andere auch.
    Doch am Morgen des 2. Juni 2024 stehe ich wieder vor dem Damm. Diesmal ist das Becken voll. Randvoll. Einen Tag zuvor sind wir vorzeitig aus dem Urlaub zurückgekehrt. Zuerst hatte uns die Nachricht vom drohenden Dammbruch erschreckt. Später hieß es, er würde »nur« überlaufen. Jetzt blicke ich auf den 51 Hektar großen See, der sich vor mir ausbreitet. 1,6 Millionen Kubikmeter Wasser drücken gegen die Staumauer. Wären sie hier nicht eingeschlossen, würden sie meinen Keller überfluten. Oder mein Wohnzimmer. Ich werde wohl nie wieder vor dem Damm stehen können, ohne daran zu denken, was ich ihm verdanke.
    Ähnlich ging es mir, wenn ich vor einem Kreuz stand – sei es in einer Kirche, auf einem Berggipfel oder am Wegesrand. Oft hatte ich ein großes Fragezeichen im Kopf: Warum musste Jesus einen so schrecklichen Tod sterben? Meistens ging ich jedoch recht gleichgültig daran vorbei, wie Sie vielleicht auch. Aber vor mehr als 35 Jahren begriff ich, was dort geschehen war: Jesus trug die Strafe, die ich verdient hatte; er, der ohne Sünde war, hielt Gottes gerechten Zorn von mir fern (siehe Tagesvers). Wäre es nicht finster um ihn geworden, hätte mich ewige Finsternis erwartet; wäre er nicht für mich gestorben, wäre ich dem ewigen Tod ausgeliefert. Ich werde wohl nie wieder vor dem Kreuz stehen können, ohne daran zu denken, was ich ihm zu verdanken habe.
    Einen Unterschied zum Damm gibt es allerdings: Er hilft allen Anwohnern. Das Kreuz aber hilft nur denen, die an das Erlösungswerk von Jesus Christus glauben.
    Peter Güthler

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    U-Boot-Eltern

    31.05.2026 | 4 Min.
    Als Gegensatz zu Helikopter-Eltern, die ihre Kinder überbehüten, gibt es auch U-Boot-Eltern, die ihre Kinder viel zu früh sich selbst überlassen. Lehrkräfte können ein Lied davon singen: Erst wenn in der Schule etwas passiert ist oder die Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe gefährdet ist, tauchen diese Eltern plötzlich auf und fahren sofort schweres Geschütz auf. Manchmal beschweren sie sich sogar direkt bei der Schulleitung, obwohl sie sonst auf Tauchstation sind. Sie meiden Sprechstunden, lassen sich bei Elternabenden nie blicken und zeigen kaum Interesse am (schulischen) Alltag der Zöglinge. Leider leiden in erster Linie die Kinder unter diesem Verhalten der Eltern. Hätten diese sich mehr für sie interessiert und sie frühzeitig bei Schwierigkeiten unterstützt, wäre sicher manches Problem vermieden worden.
    Kinder sind Schutzbefohlene, die bis ins Jugendalter hinein die Begleitung und Führung durch ihre Eltern brauchen. Sie benötigen Fürsorge, Grenzen, Sicherheit, Geborgenheit und den bedingungslosen Rückhalt ihrer Eltern. Eine Erziehung ohne Regeln hilft Kindern hingegen überhaupt nicht, um später im Leben allein zurechtzukommen. Vielmehr sind Kinder, die so aufwachsen, oft seelisch vernachlässigt, kennen keine Werte und kommen nur schwer zu eigenen Vorstellungen für ihre Zukunft.
    Auf der Suche nach einem guten Eltern-Kind-Verhältnis gibt Gott selbst uns ein Vorbild. Er hat großes Interesse an uns, will für uns sorgen. Er möchte unser Vater sein, der immer Zeit und ein offenes Ohr hat. Dieses Beziehungsverhältnis eines Menschen zu Gott lässt sich mit dem eines Kindes zu seinen Eltern vergleichen. Wir sind eingeladen, Gottes Kinder zu werden, uns entsprechend zu verhalten und anderen unsere Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.
    Daniela Bernhard

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Über Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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Generated: 6/5/2026 - 8:00:31 AM