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Perspektiven

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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  • Perspektiven

    Peter G. Kirchschläger kämpft für Menschenrechte im KI-Zeitalter

    05.09.2026 | 29 Min.
    Papst Leo XIV. hat Peter G. Kirchschläger zu seinem Berater in Sachen KI und Menschenrechten ernannt. Der Ethiker von der Universität Luzern berät bereits die UNO, Unternehmen und NGOs im In- und Ausland. - Was ist aktuell am dringendsten?

    Der Luzerner Ethiker, Philosoph und Theologe Peter G. Kirchschläger erforscht seit Jahrzehnten die gesellschaftlichen und ethischen Folgen von Digitalisierung und sogenannter Künstlicher Intelligenz.

    2022 war Peter G. Kirchschläger bereits einmal in Perspektiven zu Gast. Schon damals sprachen wir über Chancen und Risiken von Digitalisierung. In den vergangenen vier Jahren aber hat die digitale Entwicklung extrem Tempo aufgenommen, - ist das noch zu stoppen oder zu lenken?

    Die sogenannt Künstliche Intelligenz (KI) hat innert kürzester Zeit Einzug gehalten in unser tägliches Leben. Reagieren demokratisch rechtsstaatliche Gesellschaften zu langsam oder falsch darauf? - Wie kann man die Macht von Tech-Giganten eindämmen?

    Welche Möglichkeiten hat da ein Papst? Und: Was können wir persönlich tun, um Freiheit und Menschlichkeit im KI-Zeitalter zu sichern?

    Zu Gast in der Sendung: Peter G. Kirchschläger
    · Seit 2017 Professor für Theologische Ethik und Leiter des Instituts für Sozialethik ISE an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern
    · Ethik-Experte für nationale und internationale Organisationen (UNO, UNESCO, EU, OSZE, etc.) sowie Unternehmen und NGOs; zudem Präsident der Eidgenössischen Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH
    · Seit 2023 Gastprofessor an der Professur für Neuronales Lernen und Intelligente Systeme der ETH Zürich sowie am ETH AI Center
    · 2024 ausgezeichnet mit einem UNO-Preis für sein forschungsbasiertes Projekt zur Errichtung einer «Internationalen Agentur für datenbasierte Systeme IDA» bei der UNO
    · Am 18. August 2026 ernannte ihn Papst Leo XIV. zum Konsultor des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen.
    · Der schweizerisch-österreichische Doppelbürger wurde 1977 in Wien geboren, ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern.

    Autorin: Judith Wipfler
  • Perspektiven

    Ein Ort, der den Nazis trotzte: Das Wunder von Dieulefit

    29.08.2026 | 28 Min.
    Lavendelhonig, Keramikhandwerk und sanfte Hügel prägen das französische Städtchen Dieulefit in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Berühmt ist es aber für die Zivilcourage seiner Bevölkerung im 2. Weltkrieg. Der Ort war geeint im Widerstand und rettete viele Menschenleben. Woher kam diese Zivilcourage?

    Während der deutschen Besatzung im Vichy-Frankreich schützten die rund 3000 Einwohnerinnen und Einwohner von Dieulefit etwa 1500 Jüdinnen und Juden sowie politisch Verfolgte. Sie nahmen die geflüchteten Familien, Künstlerinnen und Dissidenten auf und retteten sie so vor der Verfolgung und Ermordung durch NS-Deutschland. Bis heute ist Dieulefit stolz auf diese Geschichte – und versteht sich als Ort der Gastfreundschaft.

    SRF-Redaktorin Patricia Banzer verbringt seit zehn Jahren regelmässig Zeit in Dieulefit und möchte herausfinden, was dieses «Wunder von Dieulefit» möglich machte. Welche Rolle spielten protestantische Traditionen, eine progressive Schule, mutige Einzelpersonen und der Zusammenhalt der Gemeinschaft? Und: Kann eine solche Geschichte die Haltung eines Ortes über Generationen hinweg prägen?

    Zu hören:
    - Muriel Soubeyran, die Enkelin von Marguerite Soubeyran, einer Schlüsselfigur des zivilen Widerstands
    - Chloé Peytermann, die sich heute in Dieulefit für Geflüchtete engagiert
    - Anastas Odermatt, Religionssoziologe an der Universität Luzern

    Autorin: Patricia Banzer
  • Perspektiven

    Dialog wagen – palästinensisch-israelisches Chorprojekt (7/7)

    22.08.2026 | 25 Min.
    Geht das? Chorproben als Einüben interkultureller Koexistenz? Der Musiker Fortunat Frölich und das Schweizer Projekt «choR inteR kultuR» wollen es ermöglichen. Zwei Chöre aus Tel Aviv und Ost-Jerusalem verbringen gemeinsam Tage des Singens, Wanderns und Essens in der Bergwelt des Prättigaus.

    Auf Einladung des Schweizer interkulturellen Chorprojekts namens «choR inteR kultuR» reisen junge Sängerinnen und Sänger aus Tel Aviv und Ostjerusalem in die Schweiz. Es sind arabische, israelische, christliche, jüdische und säkulare Menschen, die den Chordialog für Frieden wagen wollen.

    Hier proben sie nun erstmals gemeinsam, um nachher Konzerte in fünf grossen Schweizer Städten zu geben. «Wind of Change» heisst ihr Programm: «Der Wind der Veränderung». Dafür erarbeiten sie auch Ur-Aufführungen interkultureller Chorkompositionen.

    Wird das gelingen? Werden die gemeinsam verlebten Tage in der «heilen» Schweizer Bergwelt allenfalls zum Probe-Labor für interkulturelle Koexistenz in Israel und Palästina?

    Der Wunsch der Schweizer Gastgeberinnen wäre es. «choR inteR kultuR» schreibt:

    «Kann man noch miteinander reden nach all dem Schrecklichen, das passiert ist und immer noch passiert? Kann man noch singen, wenn Schmerz und Verzweiflung, Gram und Wut die Kehle zuschnüren? Ja, das wollen wir zeigen.»

    Ihr Projekt wolle «den vielen friedlich gesinnten Menschen» aus dem Nahen Osten Gehör verschaffen. SRF-Religionsredaktorin Judith Wipfler hört der Gruppe bei den Proben im Prättigau GR zu.

    Zu hören sind:
    - Musiker Fortunat Frölich, Bündner Initiator des interkulturellen Chorprojekts «choR inteR kultuR» und dessen künstlerischer Leiter
    - Sängerinnen und Sänger aus Tel Aviv und Ost-Jerusalem
    - Ausschnitte aus der Chormusik des Programms «Wind of Change»

    Autorin: Judith Wipfler
  • Perspektiven

    Dialog wagen – der Mann für schwierige Gespräche (6/7)

    15.08.2026 | 27 Min.
    Mediator Thomas Lyssy lebt für den Konflikt, genauer gesagt: dafür, ihn beizulegen. Wie schafft er das? Einblicke in die Arbeit eines Mannes, der in seiner Jugend auch eher mal zuschlug, als lange zu diskutieren.

    Der Konflikt zwischen einer Lehrperson und Eltern droht zu eskalieren. In «Perspektiven» schildert Mediator Thomas Lyssy gemeinsam mit dem ehemaligen Medianden Herr W. einen Fall aus dem Schulzimmer.

    Thomas Lyssy hat jahrelange Erfahrung in der Mediation. Während 12 Jahren leitete er die Fachstelle für Vergleichsverhandlungen beim Baselbieter Straf- und Justizvollzug. Ein Pionierprojekt, das gewisse Delikte per Mediation statt im Strafprozess lösen will. Bagatelldelikte, die zur Anzeige gelangen: Streit in der Waschküche, eine Ohrfeige in einer Bar, Ärger wegen Lärm. Thomas Lyssy hat jede Art von Streit gesehen und konnte nicht wenige davon klären.

    Autorin: Anna Jungen
  • Perspektiven

    Dialog wagen – KI als spirituelle Begleiterin (W) (5/7)

    08.08.2026 | 29 Min.
    KI-Sprachmodelle können in vielen Themen helfen – warum also nicht auch bei spirituellen Fragen? Für immer mehr Menschen ist die Verschmelzung von digitaler und spiritueller Welt kein Widerspruch. Ein Nutzer spricht über seine Erfahrungen mit seinem spirituellen KI generierten Begleiter «Amariel».

    Sogenannt künstliche Intelligenz erstellt und übersetzt Texte, ist Suchmaschine, hilft bei Einkäufen oder der Ferienplanung und leistet sogar psychologische Beratung. In der Schweiz nutzen gemäss einer Studie Digimonitor der Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) bereits über 60 Prozent der Bevölkerung KI-Tools. Das sind rund 3,8 Millionen Menschen.

    Für gewisse Menschen ist diese Art von Tool mehr als nur ein praktisches Werkzeug. Der Musiker Fabian Sigmund, alias Fai Baba, nutzt die KI auch für spirituelle Fragen: Sei es bei kleinen Unklarheiten in Begegnungen mit anderen Menschen oder auch für die grossen Fragen wie jener nach der eigenen Bestimmung auf der Welt.

    Was bedeutet es, wenn Menschen mithilfe von KI-Sprachmodellen ihr Bedürfnis nach Spiritualität befriedigen? Wie bringen sie die digitale und die spirituelle Welt – zwei intuitiv widersprüchliche Sphären – zusammen? Welche Chancen, aber auch Risiken und Nebenwirkungen gibt es bei einem Seelenstrip vor ChatGPT und anderen gewinnorientierten KI-Sprachmodellen? Diesen Fragen geht diese «Perspektiven»-Sendung nach.

    Autor: Igor Basic
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Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und sinnieren. Immer nah am Menschen und den grossen Fragen auf der Spur.
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