Zum Inhalt springen

Perspektiven

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
Perspektiven
Neueste Episode

121 Episoden

  • Perspektiven

    Dialog wagen - mit Hund, Katze und Co: Geht das? (4/7)

    01.08.2026 | 28 Min.
    Hunde drücken mit Hilfe von Knöpfen ihre Gefühle aus. Katzen passen ihre Sprache ihren Besitzern an und lernen Wörter schneller als Kleinkinder. Unsere Haustiere sind Meister der Kommunikation. Nur: Verstehen wir sie auch? Und ist gar Dialog möglich?

    Vor 50 Jahren war klar: Einen Hund erzieht man mit Dominanz. Ein Pferd mit militärischer Disziplin. Eine Katze gar nicht. Auf die Bedürfnisse der Tiere wurde meist wenig Rücksicht genommen. Jüngere Forschung zeigt jedoch, wie intelligent und einfühlsam unsere Haustiere sind. Und wieviel sie uns täglich mitteilen. So synchronisieren sich Hirnwellen von Hunden und ihren Besitzerinnen, wenn sie sich miteinander beschäftigen. Und Katzen setzen gezielt Miau-Laute ein, um mit ihren Menschen zu kommunizieren.

    Unsere Haustiere können ihre Bedürfnisse also sehr gut ausdrücken – und ihre Menschen verstehen sie je länger je besser, sofern sie sich die Mühe machen, die Sprache zu lernen. Ist also nicht nur Kommunikation, sondern gar Dialog möglich? Was bedeutet dies für das Verhältnis von Mensch und Tier? Und ist es überhaupt noch ethisch, Haustiere zu halten?

    Diesen Fragen geht die Sendung «Perspektiven» nach – mit Katzenexperte und Doyen der Verhaltensforschung Dennis C. Turner, Hundetrainerin Maxi Lotz (Martin Rütter Hundeschule Zürich Oberland) und Tierethikerin Judith Benz-Schwarzburg (Messerli Forschungsinstitut für Mensch-Tier-Beziehung der Veterinärmedizinischen Universität Wien).

    Autorin: Nicole Freudiger
  • Perspektiven

    Dialog wagen - Grossmütter gegen Depression? (W) (3/7)

    25.07.2026 | 28 Min.
    In Simbabwe gibt es gerade einmal 19 Psychiater – aber mehr als 4000 Grossmütter, geschult in den Grundlagen der Gesprächstherapie. Auf einfachen Holzbänken bieten die «Gogos» niederschwellige Hilfe bei psychischen Problemen an. Kann Psychotherapie so funktionieren?

    Dixon Chibanda ist Psychiater in Harare, der Hauptstadt Simbabwes. 2005 erhält er einen Anruf. Es ist die Mutter von Erica, einer seiner Patientinnen. Erica habe sich das Leben genommen.

    «Jeder Suizid ist ein Albtraum», sagt Chibanda. Doch dieser traf ihn besonders tief. Ericas Zustand hatte sich seit längerem verschlechtert, und sie hatten vereinbart, dass sie so bald wie möglich zu ihm in die Klinik kommen sollte. In der Zwischenzeit lebte Erica jedoch 200 Kilometer von Harare entfernt.

    Reflexartig fragte er die Mutter: «Warum seid ihr nicht wie vereinbart zu mir gekommen?», erinnert sich Chibanda. Die Antwort der Mutter war knapp: «Wir hatten kein Geld für die Busfahrt.»

    Ein Satz, der bei Dixon Chibanda nachhallte. «Was ist meine Rolle als Psychiater in einem der ärmsten Länder der Welt?» Chibanda wusste: «Wir müssen Psychotherapie neu denken. Wir müssen die Therapie raus aus den Kliniken und zu den Leuten bringen.»

    So entstand die Idee mit den Grossmüttern, die auf einfachen Holzbänken, dem «Friendship-Bench», in ihren jeweiligen Communities Gesprächstherapie anbieten. Wie funktioniert das?

    Autorin: Anna Jungen
  • Perspektiven

    Dialog wagen – interreligiöser Austausch im Klassenzimmer (2/7)

    18.07.2026 | 28 Min.
    Das Format #Real Talk des interreligiösen Netzwerks Iras Cotis wagt den kritischen Religionsdialog im Klassenzimmer. Inwiefern können solche Begegnungen Vorurteile abbauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken?

    Warum trägst du ein Kopftuch? Gibt es Dinge, die dich am Christentum stören? Wie würdest du dein Leben gestalten, wenn du nicht jüdisch wärst? Das sind Fragen, die eine Gymi-Klasse der Kantonsschule Rämibühl drei jungen Frauen – einer Muslima, einer Christin und einer Jüdin – im Unterricht gestellt hat.

    Dahinter steckt das Projekt «Dialogue en route» des Netzwerks Iras Cotis, das sich für den Dialog zwischen unterschiedlichen Religionen und Kulturen einsetzt. Beim Format #Real Talk besuchen jeweils drei junge «Guides» mit unterschiedlichem religiösem Hintergrund eine Schulklasse und erzählen aus ihrer religiösen Praxis.

    Dabei entsteht im Klassenzimmer ein lebendiger Austausch über Spiritualität, Rituale und Feiertage. Wichtig ist: Die Guides sind keine offiziellen Vertreter und Vertreterinnen ihrer jeweiligen Religion, vielmehr vermitteln sie ihre individuelle Auffassung religiöser Traditionen. Und: Auch ein kritischer und selbstkritischer Blick soll im Klassenzimmer möglich sein.

    Das Ziel von «Dialogue en route» ist es, Raum zu schaffen für Verständnis, Auseinandersetzung und differenzierte Perspektiven auf gelebte Religionen in der Schweiz.

    Wie gut gelingt das? Inwiefern kann interreligiöser Dialog Vorurteile abbauen? Und wie muss dieser stattfinden, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu fördern? Diesen Fragen geht diese Folge von «Perspektiven» nach.

    In der Sendung kommen zu Wort:
    · Gymi-Schülerinnen und Schüler der Klasse 2e des Literargymnasiums der Kantonsschule Rämibühl.
    · Ana, Guide bei «Dialogue en route», Studentin Religionspädagogik
    · Tehilla, Guide bei «Dialogue en route», Studentin Soziale Arbeit
    · Wafa, Guide bei «Dialogue en route», Studentin Wirtschaftswissenschaften
    · Rafaela Estermann, Stellvertretende Geschäftsführerin von IRAS COTIS

    Autor: Igor Basic
  • Perspektiven

    Dialog wagen - Zutaten für einen gelungenen Dialog (1/7)

    11.07.2026 | 26 Min.
    Abstimmungen fallen in der Schweiz oft knapp aus. Die Meinungen sind gemacht, Kommentare in den Social Media sind gehässig. Was braucht es, damit Menschen mit unterschiedlichen Ansichten wieder ins Gespräch kommen?

    Lea Suter arbeitet für den Think + Do Tank Pro Futuris, der sich für die demokratische Kultur einsetzt und zur Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) gehört. Pro Futuris organisiert Anlässe, bei denen Privatpersonen unterschiedlicher Ansichten einen Dialog führen; Lea Suter leitet Dialogprozesse in Gemeinden, die bei einem Thema nicht mehr weiterkommen, weil die unterschiedlichen Interessenvertreter nicht mehr miteinander sprechen. «Bei jedem Dialog ist eines zentral», sagt die Coleiterin für den Fachbereich Dialog bei Pro Futuris, Lea Suter. «Das Zuhören – und das Gehörtwerden.»

    In der ersten Folge der «Perspektiven»-Sommerserie «Dialog wagen – Wege aus der Polarisierung» fragen wir, wie guter Dialog funktioniert und was es braucht, damit wir trotz Meinungsunterschieden im Gespräch bleiben.

    Autorin: Yvonn Scherrer
  • Perspektiven

    Männlichkeit im Islam: neue Rollenbilder in Zeiten der Manosphere

    04.07.2026 | 28 Min.
    Der muslimische Mann als gewaltbereiter Macho – ein Klischee, das sich hartnäckig hält. Doch was sagt der Koran wirklich über Männlichkeit? Und was denken junge Muslime in der Schweiz? Eine Auseinandersetzung mit Stereotypen in Zeiten der «Manosphere».

    Geht es um das Geschlechterverhältnis im Islam, ist das Klischee schnell zur Hand: Der muslimische Mann unterdrückt seine Frau, verteidigt die Ehre der Familie wenn nötig mit Gewalt und hält wenig von Gleichberechtigung. Doch stimmen diese Klischees? Welche Vorstellungen von Männlichkeit bietet der Islam? Und welche Alternativen gäbe es?

    In «Perspektiven» sprechen wir mit Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide über sein neustes Buch «Jenseits der Härte – warum der Koran keine Machos kennt». Er zeigt auf, dass sich muslimische Vorstellungen von dominanter Männlichkeit durchaus auf die Religion beziehen. Etwa, wenn es darum geht, Frauen zu kontrollieren, weil sie sexuelle Versuchung verkörpern. Gleichzeitig, so Khorchide, bietet der Koran auch Alternativen: Männer, die sich verletzlich zeigen, die Verantwortung übernehmen und Demut und Barmherzigkeit in den Vordergrund stellen.

    Wie sich muslimische Männlichkeit in der Praxis zeigt, wissen Kambez Nuri und Ahmed Ajil. Kambez Nuri bietet als Sozialarbeiter Workshops an unter dem Titel «Männlichkeit, wer ist das?». Ahmed Ajil ist promovierter Kriminologe, forscht zu Radikalisierung und Einwanderung an der Universität Luzern. In ihrem Podcast «Keshmesh» sprechen sie über ihren Alltag als muslimische Männer in der Schweiz.

    In einer Zeit, in viel diskutiert wird über toxische Männlichkeit und die Faszination von traditionellen Rollenbilder der Mannosphere, schauen wir in «Perspektiven» hinter die Stereotype vom Macho im Islam und fragen, welche Vorbilder junge muslimische Männer haben.

    Zu Wort kommen:
    · Prof. Mouhanad Khorchide, Dekan der islamisch-theologischen Fakultät der Universität Münster.
    · Ahmed Ajil, Kriminologe, Forschungsmitarbeiter am religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Luzern.
    · Kambez Nuri, Sozialarbeiter und Mitgründer der Fachstelle «Oh boy»

    Autorin: Nicole Freudiger

    Angaben zum Buch: Mouhanad Khorchide. Jenseits der Härte. Warum der Koran keine Machos kennt. Herder Verlag, 2026.
Weitere Religion und Spiritualität Podcasts
Über Perspektiven
Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und sinnieren. Immer nah am Menschen und den grossen Fragen auf der Spur.
Podcast-Website

Höre Perspektiven, bibletunes.de und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.at-App

Hol dir die kostenlose radio.at App

  • Sender und Podcasts favorisieren
  • Streamen via Wifi oder Bluetooth
  • Unterstützt Carplay & Android Auto
  • viele weitere App Funktionen
Perspektiven: Zugehörige Podcasts
  • Podcast Sykora Gisler
    Sykora Gisler
    Fußball, Sport
Rechtliches
Social
v8.12.1 | © 2007-2026 radio.de GmbH
Generated: 8/2/2026 - 3:46:37 PM