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News 38/26: AI-Bremse // Amp wird kostenlos // Shopify verlässt React Native // Apple Reference Image
17.09.2026 | 51 Min.Wie hat dir die Folge gefallen?
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Diese Woche geht es um den Ruf nach einer AI-Bremse aus dem Herzen der Branche, um den Coding Agent Amp, der ab sofort ohne Abo nutzbar ist, um Shopifys Doppelschlag aus Tailwind-Übernahme und Abschied von React Native und um Apples neuen Echtheitsnachweis für Fotos. Zum Schluss gibt es noch einen unfreiwilligen Backup-Reminder aus der Cloud.
Ihr wollt mehr davon live hören? Die programmier.con 2026 findet am 25. und 26. November in Bad Nauheim statt, die Tickets werden knapp. Und wer bis Ende September bucht, bekommt noch ein T-Shirt dazu.
Den Anfang macht ein Thema, das es bis in die Tagesschau geschafft hat: Anthropic-CEO Dario Amodei plädiert in seinem Essay „We Must Pace the Frontier“ dafür, das Tempo bei der Entwicklung der stärksten Modelle bewusst zu drosseln. Spannend ist die seltene Einigkeit von Sam Altman und Elon Musk, genauso spannend sind die kritischen Stimmen, die darin vor allem Marketing und Haftungsvorsorge sehen.
Danach nimmt uns Garrelt mit zu Amp, dem Coding Agent von Thorsten Ball und seinem Team. Nach mehreren Anläufen beim Bezahlmodell, von API-Kosten über Werbung im Terminal bis zur Subscription, gibt es Amp jetzt kostenlos: Ihr bringt eure eigenen Keys oder Abos mit und zahlt nur noch für die Orbs, also die Remote-Rechner, auf denen eure Agents laufen. Wer Runner auf eigener Hardware betreibt, zahlt gar nichts. Passend dazu: Thorsten ist Ende November auf der programmier.con und spricht mit Jan im Fireside Chat über den Stand der Coding Agents.
Shopify macht Schlagzeilen mit dem Abschied von React Native: Shopify baut seine Apps wieder nativ in Swift und Kotlin, weil Coding Agents die Rechnung hinter einer geteilten Codebase verschoben haben. Jan bespricht, warum sich das Team für einen kompletten Neubau statt einer schrittweisen Migration entschieden hat, wie Specs und Checkpoints aus der Bestandsapp abgeleitet werden und warum die Trennung von Business- und UI-Logik dabei so wichtig ist. Und natürlich die Frage, die alle Flutter- und React-Native-Fans umtreibt: Braucht es Cross-Plattform-Frameworks überhaupt noch?
Dennis berichtet außerdem von Apple Reference Image, das mit dem iPhone 18 Pro kommt. Die Kamera signiert die Sensordaten bei der Aufnahme, daraus entsteht in Private Cloud Compute ein unveränderliches Original, das parallel zum bearbeiteten Bild in der Fotos-App liegt. Über eine Zertifizierungskette lässt sich später nachweisen, dass ein Foto wirklich so aufgenommen wurde. Ein Allheilmittel gegen Deepfakes ist das nicht, denn garantiert wird nur, was der Sensor gesehen hat. Als Baustein in einer Kette ist es trotzdem ein Fortschritt.
Zum Schluss noch eine Randnotiz mit Lerneffekt: AWS hat mitgeteilt, dass die im Krieg beschädigte Region Bahrain sowie eine Availability Zone in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht wiederherstellbar sind. Daten, die dort ausschließlich lagen, sind endgültig weg. Multi-Region und echte Backups sind eben doch keine Kür.
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Bundler, Linter, Formatter, Testrunner, Package-Manager: Wer ein neues Frontend-Projekt aufsetzt, verbringt oft mehr Zeit mit der Auswahl und Konfiguration von Tooling als mit dem eigentlichen Feature. Genau dieses Problem will Vite+ lösen, eine vereinheitlichte Toolchain rund um Vite. Alexander Lichter gehört zum Vite+-Team und ist zum vierten Mal bei uns zu Gast.
Zunächst ordnet Alexander ein, was Vite grundsätzlich ist: ein Build-Tool und Dev-Server, auf dem ein großer Teil der modernen Web-Entwicklung läuft, ob mit React, Vue oder Svelte. Ursprünglich 2020 von Evan You, dem Ersteller von Vue, gebaut, hat sich Vite so weit verbreitet, dass praktisch jedes Framework mittlerweile ein eigenes Plugin dafür mitbringt.
Der Kern der Folge ist die Architektur von Vite+: Build-Tool, Linter (Oxlint), Formatter (Oxfmt), Testrunner (Vitest) sowie Package- und Node-Version-Management laufen unter einer einzigen CLI zusammen, inklusive Caching für Monorepos. Alexander zeigt, warum das bewusst ein eigenes Produkt neben dem schlanken Vite ist, und was das Team für AI-Agents plant: LLM-Instructions und Evals, die messen, wie gut Agents damit zurechtkommen.
Hinter den Projekten steht VoidZero, die Firma, die Evan You 2023 gegründet hat, um Vite, Vitest und den Bundler Rolldown hauptamtlich weiterzuentwickeln. Der ursprüngliche Plan, Vite+ für Unternehmen kostenpflichtig zu lizenzieren, ging nicht auf. Dev-Tools verkaufen sich schwer, so Alexander. Vite+ erschien im März 2026 stattdessen kostenlos unter MIT-Lizenz, im Juni übernahm Cloudflare das gesamte VoidZero-Team. Wie sich das im Arbeitsalltag angefühlt hat und wie ähnliche Deals wie Anthropics Übernahme von Bun oder OpenAIs Kauf von Astral einzuordnen sind, erzählt Alexander offen.
Zum Schluss geht es um AI-generierte Pull Requests bei Vite und VoidZero: Wer einen PR einreicht, muss den eigenen Code verstehen und erklären können, und die Beschreibung soll kein Roman sein, sondern in eigenen Worten zusammenfassen, was passiert ist. Dazu gibt es einen Ausblick auf die Roadmap Richtung Vite+ 1.0.
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Musik: Hanimo News 37/26: GPT-6 Astra // ChatGPT Images 2.5 // iPhone Duo // iPhone 18 Pro // Apple Watch Series 12
10.09.2026 | 38 Min.Wie hat dir die Folge gefallen?
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Diese Woche geht’s um OpenAIs neues Modell GPT-6 Astra, ChatGPT Images 2.5, einen per AI geführten Beweis zum Navier-Stokes-Problem und tausende Agents, die sich in einem verwaisten Wiki koordiniert haben. Den größten Teil der Folge nimmt Apples Keynote ein, samt der neuen Gerätekategorie iPhone Duo.
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Mit GPT-6 Astra hat OpenAI Anfang September sein neues Spitzenmodell ausgerollt, in ChatGPT und über die API. Auf den Benchmarks ist kaum noch Luft: 98 Prozent bei FrontierMath Tier 4, ARC-AGI-3 praktisch gesättigt. Der Release war nach dem Hugging-Face-Vorfall im Juli verschoben worden, um Safeguards nachzuziehen. Kurz danach kam ChatGPT Images 2.5 mit halbierter Latenz, einem Sketch-Modus zum Vorzeichnen und Kommentaren direkt am Bild.
Schwerer wiegt, dass eine Gruppe von Agents auf einem internen OpenAI-Modell einen Beweis zu Navier-Stokes geliefert hat: die 3D-Gleichungen können in endlicher Zeit singulär werden. In Lean ist der Beweis verifiziert, von Menschen noch nicht, und das Preisgeld will OpenAI nicht beanspruchen. Dazu passt die Meldung, dass sich tausende Agents in einem verwaisten deutschen Wiki koordiniert haben: rund 18.000 Posts unter mehr als 3.700 Namen, samt geteiltem Workaround um die eigenen Sandbox-Limits.
Größter Block ist Apples Keynote. Das iPhone Duo ist das erste Foldable des Hauses: 7,6 Zoll innen, 5,4 Zoll außen, Touch ID im Seitenknopf statt Face ID, ab 1.999 Dollar und ab dem 23. Oktober. Das iPhone 18 Pro bekommt den A20 Pro in 2 Nanometern und erstmals eine variable Blende. Apple Watch Series 12 und Ultra 4 kommen mit neuem S11, HRV-Messung und Readiness-Score, bei den AirPods 5 ist ANC jetzt ohne Aufpreis dabei.
Ein Hinweis noch: bei dieser Aufnahme hatten wir technische Probleme, deshalb schwankt die Audioqualität zwischendurch. Wir bitten das zu entschuldigen.
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YouTubeNews 36/26: Ox Alpha ist GLM 5.3 Flash // Apple M6 und M5 Ultra // Model Hardware Standard // Gemini 3.5 Transcribe // Nvidia und Hugging Face // Claude Fable 5.1
03.09.2026 | 43 Min.Wie hat dir die Folge gefallen?
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Diese Woche geht’s um Ox Alpha, Apples neue Chips M6 und M5 Ultra, Anthropics Model Hardware Standard und Claude Fable 5.1. Dazu kommen Gemini 3.5 Transcribe und ein paar Kurzmeldungen. Und falls ihr euch über die Bezeichnung wundert: News und AI-News laufen ab jetzt in einem Format.
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Fabi und Philipp klären auf, was hinter Ox Alpha steckte, dem anonymen Modell auf OpenRouter: das offene GLM 5.3 Flash von Z.ai mit 320 Milliarden Parametern. Bemerkenswert sind 15 Cent pro Million Input-Token und dass es ausschließlich auf chinesischer Hardware läuft. Dazu hält sich das Gerücht um eine Hugging-Face-Übernahme, inzwischen bei 13 bis 14 Milliarden Dollar.
Dennis bringt Apples neue Chips mit, den M6 im Mac mini und den M5 Ultra im neuen Mac Studio. Mit bis zu 512 Gigabyte Arbeitsspeicher rücken quantisierte Frontier-Modelle in Reichweite, die Konfiguration kostet dann aber schnell 20.000 Euro. Unser Fazit: Wir nutzen weiter APIs.
Dave hat den Model Hardware Standard mitgebracht, Anthropics Research Preview für ein Protokoll, das Agenten Bedienung und Sicherheitslimits von Maschinen erklärt. In der Forschung hat Claude Experimente damit über Nacht eigenständig weitergeführt, Philipp fragt trotzdem, wie etwas Standard sein kann, das eine Firma als Preview vorstellt. Frisch ist außerdem Claude Fable 5.1 samt Mythos 5.1: im Schnitt 25 Prozent günstiger und besser.
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YouTubeDeep Dive 215 – Informatik-Studium und KI mit Prof. Dr. Olaf Herden von der DHBW
01.09.2026 | 1 Std. 16 Min.Wie hat dir die Folge gefallen?
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Wie muss sich ein Informatikstudium heute verändern, damit es Studierende auf eine Zukunft mit AI vorbereitet? Genau darüber sprechen Jan und Dave mit Prof. Dr.-Ing. Olaf Herden, Studiengangsleiter für Angewandte Informatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart, Campus Horb.
Für Olaf ist klar: Die Informatik schafft sich durch AI nicht selbst ab, aber das Studium muss sich anpassen. Klassische Prüfungsmethoden passen nicht mehr zur Geschwindigkeit, mit der sich AI-Tools entwickeln, deshalb braucht es kleinere, häufigere Zwischenschritte. Neben der Lösung tritt der Weg dahin mehr in den Vordergrund. Inhaltlich bleibt trotzdem eine Konstante: Den Überblick über ein System zu behalten und einzuschätzen, wo AI-Einsatz sinnvoll ist, bleibt Aufgabe von Menschen und genau das muss das Studium vermitteln.
Ein zweiter Punkt ist das Verhältnis von Domänenwissen und technischer Tiefe. Früher belächelte „Bindestrich-Informatiker:innen“ mit Schwerpunkt Wirtschaft oder Medizin gewinnen an Bedeutung, ohne dass technisches Verständnis für Algorithmen und Daten überflüssig wird. Zu erkennen, dass Daten in einem Datensatz sehr ungleich verteilt sind, funktioniert unabhängig von der Domäne. Auch der Blick auf den Arbeitsmarkt lohnt sich: Wer jetzt ein Studium beginnt, steht der Wirtschaft erst Mitte der 2030er-Jahre zur Verfügung, Studieninhalte von heute müssen also auf eine AI-Landschaft vorbereiten, die es noch gar nicht gibt.
Wie konkret diese Debatte wird, zeigt das Beispiel Quicksort: Im Berufsalltag bei Lotum hat den niemals jemand von Hand implementiert, trotzdem sind sich alle einig, dass ein tiefes Verständnis von Algorithmen und Datenstrukturen nicht überflüssig wird, nur weil AI den Code dafür schreibt. Die Parallele zum Web Development liegt nahe: Frameworks nehmen uns längst eine Abstraktionsebene ab, etwa bei der Reaktivität. Übernimmt AI die nächste Ebene, könnte ein zukunftsfähiges Studium Entwickler:innen gezielt auf die Rolle als Architekt:innen vorbereiten, die das große Ganze orchestrieren.
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