Dieser Text ist das Manuskript einer Hörspieladaption des Romans „Der Meister des Jüngsten Tages“ von Leo Perotz aus dem Jahr 1914. Die Handlung verwebt eine Kriminalgeschichte mit phantastischen Elementen rund um eine Serie mysteriöser Selbstmorde in der Wiener Gesellschaft. Im Zentrum steht eine halluzinogene Droge, die beim Konsumenten schreckliche Visionen auslöst und die tiefsten Ängste der Opfer gegen sie selbst wendet. Der Protagonist, Freiherr von Yosch, gerät unter Verdacht, den Schauspieler Eugen Bischof in den Tod getrieben zu haben, während der Ingenieur Solgrub versucht, die metaphysische Ursache der Tragödien wissenschaftlich zu erklären. Am Ende verschmelzen Wahn und Wirklichkeit, als die persönlichen Schicksale vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs überschattet werden. Die Quelle dient somit als vielschichtiges Dokument über Schuld, kreative Besessenheit und den Untergang der alten europäischen Ordnung.
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