30 Episoden
- Was passiert, wenn sich Kindheit immer stärker vom Spielplatz aufs Smartphone verlagert?
In dieser Solofolge beschäftigt sich Sophia Bolzano mit Jonathan Haidts Buch „Generation Angst“. Als Sport- und Bewegungswissenschafterin fragt sie nicht nur, was Smartphones mit Kindern machen. Sondern auch: Was machen Kinder in dieser Zeit nicht mehr?
Es geht um Bewegung, freies Spiel, Langeweile, Abenteuer und Selbstständigkeit. Und um einen Widerspruch: In der realen Welt beschützen wir Kinder oft sehr stark. In der digitalen Welt bekommen sie gleichzeitig früh große Freiheiten.
Eine Folge über die Frage, wie wir Kindern wieder mehr echte Erfahrungen ermöglichen können. Mit einer kritischen Einordnung der Buchthesen und drei konkreten Alltagstipps.
Das erwartet dich in dieser Folge
Was Jonathan Haidt unter einer smartphonebasierten Kindheit versteht
Warum Überbehütung und digitale Freiheiten oft nebeneinander bestehen
Wie soziale Vergleiche und ständige Erreichbarkeit Kinder beschäftigen können
Warum Zusammenhänge zwischen Social Media und psychischen Problemen keine eindeutigen Ursachen beweisen
Welche Erfahrungen durch Bildschirmzeit zu kurz kommen können
Warum Langeweile Platz für eigene Ideen schafft
Wie Kinder durch bewältigbare Risiken ihre Grenzen kennenlernen
Welche vier Veränderungen Haidt empfiehlt
Wie Erwachsene Selbstständigkeit und Bewegung im Alltag fördern können
Die wichtigsten Erkenntnisse
Kinder brauchen Bewegung, freies Spiel und Begegnungen mit anderen Kindern.
Die Wirkung sozialer Medien ist nicht bei allen Jugendlichen gleich. Ursache und Wirkung sind schwer auseinanderzuhalten.
Bildschirmzeit kann Zeit für Bewegung, Abenteuer und eigene Ideen verdrängen.
Langeweile muss nicht sofort durch Erwachsene oder Bildschirme beendet werden.
Bewältigbare Risiken helfen Kindern, ihre Fähigkeiten einzuschätzen.
Selbstständigkeit entsteht durch eigenes Tun.
Erwachsene sind Vorbilder – auch beim Umgang mit dem Smartphone.
3 Bewegungstipps aus dieser Folge
Der Abenteuerheimweg
Macht einen alltäglichen Weg zum Bewegungsweg. Balanciert auf einer niedrigen Mauer, springt über Linien oder geht einen Umweg durch den Park. Lass dein Kind mitentscheiden.
Eine Stunde offline für alle
Legt alle Geräte für eine Stunde weg – auch die der Erwachsenen. Geht spazieren, spielt mit einem Ball oder lasst Raum für eigene Ideen. Ein durchgeplantes Programm ist dafür nicht nötig.
Ein kleines Stück Selbstständigkeit
Überlege, was dein Kind inzwischen alleine schaffen könnte: etwas im Geschäft holen, einen bekannten Weg zurücklegen oder draußen mit Freundinnen und Freunden spielen. Die Aufgabe soll zu Alter, Fähigkeiten und Umgebung passen.
Buchtipps
Generation Angst – Wie wir unsere Kinder an die virtuelle Welt verlieren
Jonathan Haidt
Über den Wandel der Kindheit durch Smartphones und soziale Medien. Die Stärke der beschriebenen Zusammenhänge mit psychischen Problemen wird wissenschaftlich diskutiert.
Mut zum Risiko
Jürgen Einwanger
Über Herausforderungen, den Umgang mit Risiko und das Vertrauen in die Fähigkeiten von Kindern. Mit einem Beitrag von Sophia Bolzano.
Alle Kinder, fertig, los!
Sophia Bolzano & Daniel Winkler
Bewegungsideen für zuhause und den Familienalltag.
Homepages & weiterführende Links
Podcast:
https://allekinderfertiglos.at
Mut tut gut:
https://muttutgut.at
Buch „Alle Kinder, fertig, los!“:
https://shop.falter.at/alle-kinder-fertig-los.html
Kapitel
Begrüßung und Einstieg: Das Smartphone im Alltag
Generation Angst: Von der spielbasierten zur smartphonebasierten Kindheit
Überbehütung in der realen Welt und Freiheiten in der digitalen Welt
Social Media und psychische Gesundheit: eine kritische Einordnung
Was Kindern fehlt, wenn Freizeit am Bildschirm stattfindet
Langeweile als Raum für eigene Ideen
Risiken einschätzen und Selbstständigkeit entwickeln
Die vier Empfehlungen von Jonathan Haidt
Erwachsene als Vorbilder
Bewegung als Lern- und Erfahrungsraum
Drei Bewegungstipps für den Alltag
Buchtipps
Zusammenfassung und Abschluss - Wie schafft man es, mit Ende 50 noch so fit zu sein, dass man sich im Sport mit 20- und 30-Jährigen messen kann? Und was können Menschen, die keine Leistungssportler:innen sind, daraus für ihr eigenes Älterwerden mitnehmen?
In dieser Folge spricht Sophia Bolzano mit Daniel Dobringer, den sie bereits aus dem gemeinsamen Sportstudium kennt. Wasserskispringen begleitet Daniel seit seiner Jugend. 2024 wurde er Seniorenweltmeister – und auch heute sucht er noch den sportlichen Vergleich mit deutlich jüngeren Athleten. Transkript Interview Daniel Dob…
Daniel erzählt, warum er heute wesentlich weniger, dafür gezielter trainiert, weshalb Muskelkraft für ihn ein wichtiger Teil der Verletzungsprävention ist und warum er gelernt hat, viel genauer auf seinen Körper zu hören.
Es geht aber auch um Motivation und die Erkenntnis, dass selbst ein Leistungssportler manchmal einfach keine Lust auf Training hat. Entscheidend ist nicht der einzelne ausgelassene Tag, sondern über viele Jahre in Bewegung zu bleiben.
Daniel spricht außerdem darüber, wie seine beiden Söhne mit Sport aufgewachsen sind, warum er sie nie zu Bewegung gezwungen hat und weshalb Spaß und Vorbildwirkung für ihn wichtiger sind als Druck. Und er verrät, was er mit 80 noch können möchte. Transkript Interview Daniel Dob…
Takeaways
Mit zunehmendem Alter kann weniger Training ausreichen, wenn es gezielt und effizient eingesetzt wird.
Muskelkraft und eine gute körperliche Vorbereitung sind für Daniel wichtige Bausteine der Verletzungsprävention.
Auch langfristig sportliche Menschen haben Tage ohne Motivation.
Wer nach längerer Pause wieder mit Bewegung beginnt, sollte langsam starten und nicht sofort vier- oder fünfmal pro Woche trainieren.
Eine Bewegungsform, die Spaß macht, erhöht die Chance, langfristig dranzubleiben.
Bewegung lässt sich in kleinen Portionen in den Alltag integrieren.
Kinder brauchen bewegte Vorbilder und Möglichkeiten zum Ausprobieren – aber keinen Zwang.
Persönliche Ziele können motivieren, auch ohne sich ständig mit anderen zu vergleichen.
Körperliche Fitness ist nur ein Teil des gesunden Älterwerdens. Daniel möchte auch geistig neugierig und aktiv bleiben. Transkript Interview Daniel Dob…
Soundbite
„Unbeweglichkeit ist Stillstand.“ – Daniel Dobringer Transkript Interview Daniel Dob…
Alternativ:
„Es muss Spaß machen.“ – Daniel Dobringer Transkript Interview Daniel Dob…
Bewegungstipps für den Alltag
1. Stiegen statt Lift oder Rolltreppe
Sophia versucht bewusst, Lift und Rolltreppe zu vermeiden und stattdessen Stiegen zu steigen. Gerade weil viele natürliche Bewegungsmöglichkeiten aus unserem Alltag verschwunden sind, können wir sie gezielt wieder einbauen.
2. Kniebeugen beim Kaffeekochen
Daniel nutzt Wartezeiten für Bewegung. Während der Kaffee durchläuft, macht er zum Beispiel zehn Kniebeugen. Kleine Bewegungseinheiten brauchen keine Sportkleidung und keinen eigenen Termin. Transkript Interview Daniel Dob…
3. Beim Aufstehen die eigene Kraft nutzen
Nicht immer mit den Armen vom Sessel abdrücken oder Schwung holen, sondern bewusst die Bein- und Rumpfmuskulatur einsetzen. So wird eine alltägliche Bewegung zur kleinen Kraftübung.
Buchtipps
Peter Attia – „Outlive – Wie wir länger und besser leben können, als wir denken“
Das Buch beschäftigt sich mit der Frage, was wir heute tun können, um möglichst lange gesund, beweglich und selbstständig zu bleiben. Besonders gut passt zur Folge der Gedanke: Was möchte ich mit 70, 80 oder 90 noch können – und was kann ich heute schon dafür tun? Transkript Interview Daniel Dob…
Sophia Bolzano & Daniel Winkler – „Alle Kinder, fertig, los!“
Warum Bewegung ein Schlüssel für die gesunde körperliche, geistige und emotionale Entwicklung von Kindern ist – mit vielen praktischen Ideen für Familien und Pädagog:innen.
„Alle Kinder, fertig, los!“ beim Falter Verlag
Chapters
00:00 Begrüßung und Vorstellung von Daniel Dobringer
01:38 Leistungssport damals und heute
03:01 Warum Daniel sich noch immer mit Jüngeren misst
04:55 Wie sich die Motivation verändert hat
07:05 Keine Lust aufs Training – auch das darf sein
08:34 Weniger, aber effizienter trainieren
09:38 Seniorenweltmeister – was bedeutet dieser Erfolg?
12:11 Prävention, Muskelkraft und Vorbereitung
14:23 Schlaf und Ernährung
16:13 Verletzungen und auf den Körper hören
18:19 Was Daniel heute bewusst für später trainiert
20:22 Drei Bewegungsformen, auf die er nicht verzichten möchte
21:40 Wie gelingt der Wiedereinstieg in Bewegung?
24:15 Typische Fehler nach längerer Sportpause
25:51 Daniel als Vater – Bewegung vorleben statt erzwingen
29:58 Wie Eltern Kinder für Bewegung begeistern können
32:11 Was Daniel mit 80 noch können möchte
34:23 Welche sportlichen Ziele noch vor ihm liegen
35:09 Bewegungsblitz
Websites & Social Media
Daniel Dobringer
Instagram: Daniel Dobringer
Facebook: Daniel Dobringer
Sophia Bolzano
Alle Kinder, fertig, los!
Mut tut gut
Zum Abschluss
Man muss kein:e Weltmeister:in sein, um auch im höheren Alter von Bewegung zu profitieren. Daniels Geschichte zeigt vor allem eines: Bewegung darf sich verändern. Entscheidend ist, dass sie nicht aus unserem Leben verschwindet.
Langsam anfangen, etwas finden, das Freude macht, den eigenen Körper ernst nehmen und immer wieder kleine Bewegungsmöglichkeiten in den Alltag holen.
Denn, wie Daniel es so treffend sagt:
„Unbeweglichkeit ist Stillstand.“ - Was tun wir, wenn unser Kind mit einem Problem nach Hause kommt? Trösten, erklären, einen Rat geben oder gleich eine Lösung anbieten?
Maria Neuberger-Schmidt ist zum zweiten Mal zu Gast bei „Alle Kinder, fertig, los!“. Diesmal sprechen wir über eine Fähigkeit, die einfach klingt und im Familienalltag gar nicht so leicht ist: wirklich zuhören.
Maria erklärt, warum gut gemeinte Ratschläge Kinder manchmal eher zumachen lassen und weshalb es ein Vertrauensbeweis ist, wenn Kinder ihren Eltern auch von Fehlern erzählen. Im Mittelpunkt steht ihre Coaching-Formel „Verstehen – Klären – Lösen“: Erst soll sich das Kind verstanden fühlen. Dann helfen offene Fragen, das eigentliche Problem zu erkennen. Und erst danach geht es darum, eine Lösung zu finden – möglichst durch das Kind selbst.
Wir sprechen aber auch darüber, wo die Führungsverantwortung der Eltern bleibt und wann Erwachsene eingreifen und unterstützen müssen.
Zum Abschluss schlagen wir den Bogen zum Schulstart: Was sollten Kinder möglichst selbst können? Und warum gehören Schuhe anziehen, Rucksack tragen, basteln, schneiden, klettern und Stiegen steigen genauso zur Vorbereitung auf die Schule wie Buchstaben und Zahlen?
Takeaways
Zuhören bedeutet nicht, sofort eine Antwort parat zu haben.
Ein Kind soll nicht nur verstanden werden – es soll sich verstanden fühlen.
Offene Fragen helfen Kindern, ihre Gedanken zu ordnen und Probleme selbst zu klären.
Wer sofort Ratschläge und Lösungen liefert, nimmt Kindern die Möglichkeit, eigene Kompetenz zu erleben.
Wenn Kinder ihren Eltern auch von Fehlern erzählen, ist das ein Vertrauensbeweis.
Kinder brauchen die Möglichkeit, Dinge selbst zu tun – auch wenn es länger dauert.
Führungsverantwortung heißt auch, Kinder in ihre eigene Kompetenz zu begleiten.
Ist ein Problem für das Alter des Kindes zu groß, brauchen Kinder Erwachsene, die sie unterstützen und ihnen den Rücken stärken.
Soundbite
„Eltern staunen, wie kompetent ihre Kinder sein können, wenn man sie lässt.“
– Maria Neuberger-Schmidt
3 Tipps für einen selbstständigen Schulstart
1. Ich kann das selbst
Jacke anziehen, Reißverschluss schließen, Schuhe anziehen, den eigenen Rucksack tragen oder eine Schleife binden. Nicht sofort eingreifen. Lieber etwas mehr Zeit einplanen und das Kind ausprobieren lassen. Wenn etwas noch nicht gelingt, geduldig bleiben und Fortschritte sichtbar machen.
2. Hände benutzen
Malen, schneiden, kneten, auffädeln, bauen, basteln und kleine Dinge greifen. Solche alltäglichen Tätigkeiten fördern die Fingerfertigkeit, die Kinder später auch beim Schreiben und im Umgang mit Stift und Schere brauchen.
3. Bewegung gehört in den Alltag
Stiegen steigen, zu Fuß gehen, balancieren, klettern und Dinge selbst tragen. Dafür braucht es kein eigenes Trainingsprogramm. Kinder können diese Fähigkeiten ganz selbstverständlich im Alltag erwerben.
Buchtipps
Maria Neuberger-Schmidt – „Gewaltfrei, aber nicht machtlos“
Ein praxisnaher Begleiter für Eltern, die liebevoll führen, klare Grenzen setzen und Konflikte respektvoll lösen möchten.
Sophia Bolzano & Daniel Winkler – „Alle Kinder, fertig, los!“
Warum Bewegung für die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung von Kindern so wichtig ist – mit vielen Anregungen für Familien und Pädagog:innen.
„Alle Kinder, fertig, los!“ beim Falter Verlag
Websites
Maria Neuberger-Schmidt
https://mariaparenting.com
Verein Elternwerkstatt
https://elternwerkstatt.at
Maria Neuberger-Schmidt erzählt am Ende des Interviews, dass ihre Arbeit im Verein Elternwerkstatt weitergeführt wird und man sich dort weiterhin hinwenden kann.
Elternwerkstatt
Alle Kinder, fertig, los!
https://allekinderfertiglos.at
Mut tut gut
Mut tut gut
Chapters
00:00 Willkommen – Maria Neuberger-Schmidt ist wieder zu Gast
01:08 Warum Zuhören so wichtig ist
01:50 Was Eltern in den ersten Minuten besser nicht tun
03:47 Wenn Kinder von eigenen Fehlern erzählen
05:54 Die Botschaft zwischen den Zeilen verstehen
07:09 „Du bist die blödeste Mama der Welt“ – was steckt dahinter?
08:42 Warum sofortiges Helfen problematisch sein kann
10:08 „Das kann ich nicht!“ – unterstützen, ohne abzunehmen
11:47 Die Coaching-Formel: Verstehen – Klären – Lösen
15:57 Wo bleibt die Führungsverantwortung der Eltern?
17:47 Wann Erwachsene eingreifen müssen
18:51 Selbstständigkeit zum Schulstart
20:56 Fingerfertigkeit, Spielen und Basteln
22:37 Drei Tipps für einen selbstständigen Schulstart
24:45 Was Eltern ab morgen anders machen können
25:43 Maria Neuberger-Schmidts Hinweis auf die Elternwerkstatt - Wie können Eltern liebevoll begleiten und trotzdem klare Grenzen setzen? Wie viel Mitsprache brauchen Kinder? Und wann müssen Erwachsene einfach die Führung übernehmen?
In dieser Folge spricht Sophia Bolzano mit Maria Neuberger-Schmidt, Lebens- und Sozialberaterin, Kommunikationstrainerin, Autorin und Entwicklerin des ABC-Elternführerscheins.
Im Mittelpunkt stehen die drei „Körbe“ Freiheit, Mitsprache und Gehorsam. Maria Neuberger-Schmidt erklärt, warum Kinder Freiräume und eigene Entscheidungen brauchen – aber genauso Erwachsene, die Verantwortung übernehmen, Orientierung geben und auch einmal bei einem klaren Nein bleiben.
Es geht um ganz konkrete Situationen aus dem Familienalltag: Bildschirmzeit, Aufräumen, Wutanfälle, endlose Verhandlungen und Konflikte mit Teenagern. Und darum, weshalb Eltern nicht perfekt sein müssen, Fehler zugeben dürfen und trotzdem Führung übernehmen können.
Auch Bewegung spielt eine Rolle: Kinder brauchen Räume, in denen sie ausprobieren, klettern, balancieren, sich schmutzig machen und eigene Grenzen erfahren dürfen.
Takeaways
Liebevolle Erziehung und klare Grenzen sind kein Widerspruch.
Kinder brauchen Freiheit, Mitsprache und gleichzeitig einen verlässlichen Rahmen.
Nicht jede Entscheidung muss mit Kindern verhandelt werden.
Rituale und klare Abläufe geben Orientierung und reduzieren tägliche Diskussionen.
Kinder dürfen protestieren und wütend sein – Eltern dürfen trotzdem bei ihrem Nein bleiben.
Konflikte gehören zum Familienleben und können wichtige Lernprozesse ermöglichen.
Bewegung gibt Kindern die Möglichkeit, Selbstständigkeit, Mut und Körpergefühl zu entwickeln.
Eltern müssen nicht perfekt sein. Entscheidend ist, Fehler zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und in Beziehung zu bleiben.
Soundbite
„Kinder machen Freude. Freut euch an euren Kindern. Die müssen nicht perfekt sein, Eltern müssen auch nicht perfekt sein.“ – Maria Neuberger-Schmidt
Chapters
00:00 Begrüßung und Vorstellung von Maria Neuberger-Schmidt
01:20 Wie Maria Neuberger-Schmidt zur Elternarbeit kam
04:00 Was Eltern heute besonders beschäftigt
05:30 Was sich in der Erziehung verändert hat
07:30 Bildschirmzeit und neue Medien
09:00 „Gewaltfrei, aber nicht machtlos“ – was bedeutet das?
09:50 Warum Eltern Grenzen so schwerfallen
11:30 Was passiert, wenn Erwachsene keine Führung übernehmen?
14:50 Die drei Körbe: Freiheit, Mitsprache und Gehorsam
19:00 Respekt, Autorität und Verantwortung
21:15 Warum wir nicht alles mit Kindern verhandeln sollten
22:30 Warum Konflikte zur Entwicklung gehören
25:10 Streit und Konflikte mit Teenagern
27:40 Bewegung als Verbündete in der Erziehung
30:20 Bildschirm oder Bewegung?
32:00 Regeln und Rituale für Bildschirmzeit
33:45 Das leidige Thema Aufräumen
36:40 Was tun bei einem Wutanfall?
39:20 Eltern müssen nicht perfekt sein
43:00 Drei Wünsche für die nächste Generation
44:30 Was Maria Neuberger-Schmidt Eltern mitgeben möchte
Bewegungsblitz: Bewegung, Rituale, Niederlagen und persönliche Erfahrungen
Bewegungstipps für den Alltag
1. Familienparcours bauen
Aus Sesseln, Polstern und Decken gemeinsam einen kleinen Bewegungsparcours bauen. Die Kinder dürfen mitplanen, ausprobieren und neue Varianten erfinden.
2. Bewegung als Familienritual
Einmal pro Woche bewusst gemeinsame Bewegungszeit einplanen: Radfahren, spazieren gehen, Ball spielen, schwimmen, balancieren oder Himmel und Hölle. Wichtig ist weniger die Sportart als die gemeinsame Zeit.
3. Verantwortung in Bewegung
Kinder kleine Aufgaben übernehmen lassen: den eigenen Rucksack tragen, beim Spaziergang den Weg aussuchen oder mit Roller oder Fahrrad mitkommen. Bewegung und Selbstständigkeit lassen sich wunderbar miteinander verbinden.
Buchtipps
Maria Neuberger-Schmidt – „Gewaltfrei, aber nicht machtlos“
Ein praxisnahes Buch über liebevolle Führung, klare Grenzen und einen respektvollen Umgang mit Konflikten im Familienalltag.
Sophia Bolzano & Daniel Winkler – „Alle Kinder, fertig, los!“
Warum Bewegung für die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung von Kindern so wichtig ist – mit vielen praktischen Ideen für Familien und Pädagog:innen.
„Alle Kinder, fertig, los!“ beim Falter Verlag
Homepages & weiterführende Links
Maria Neuberger-Schmidt
https://www.mariaparenting.com
Sophia Bolzano
Alle Kinder, fertig, los!
Mut tut gut Wenn Schule Kinder stark macht – durch Bewegung, Wertschätzung und Begabungsförderung
18.08.2026 | 53 Min.Wie sieht eine Schule aus, in der Bewegung nicht nur in der Turnstunde stattfindet, sondern Teil des gesamten Schulalltags ist?
In dieser Folge spreche ich mit Jill Jasbar, Direktorin der Volksschule Erdberg in Wien. Jill und ich kennen uns seit vielen Jahren über das Projekt „Bewegtes Lernen“. Inzwischen durfte ich auch mit „Mut tut gut“ und „Raufen & Rangeln“ an ihrer Schule arbeiten.
Jill war früher Leistungssportlerin im Beachvolleyball. Vieles, was sie aus dieser Zeit mitgenommen hat – Durchhaltevermögen, Ausdauer und Teamgeist – begleitet sie heute in ihrer Arbeit als Schulleiterin.
Wir sprechen darüber, warum Bewegung das Lernen unterstützt, weshalb Begabungsförderung für Jill bedeutet, die individuellen Stärken jedes Kindes zu entdecken, und warum soziale Kompetenzen, Respekt und Wertschätzung in der Schule einen hohen Stellenwert haben.
Außerdem geht es um körperliche Erfahrungen beim Raufen & Rangeln, um Grenzen, Freiräume, Handynutzung und die Frage, was Schule heute braucht, damit Kinder stark und selbstständig werden können.
Takeaways
Bewegung gehört nicht nur in die Turnstunde, sondern in den gesamten Schulalltag.
Bewegtes Lernen kann Konzentration fördern und dabei helfen, Lerninhalte besser zu behalten.
Jedes Kind hat Begabungen – entscheidend ist, Räume zu schaffen, in denen diese sichtbar werden können.
Kinder brauchen vielfältige Angebote, aber auch freie Phasen zur eigenen Entfaltung.
Wertschätzung bedeutet nicht nur Freundlichkeit, sondern auch ehrliches und respektvolles Feedback.
Körperliche Erfahrungen helfen Kindern, sich selbst und andere wahrzunehmen und Grenzen zu respektieren.
Soziale Kompetenzen, Respekt, Freundlichkeit und Leistungsbereitschaft gehören für Jill genauso zu Schule wie Wissen.
Kinder brauchen Erwachsene, die ihnen etwas zutrauen.
Bewegungstipps für den Alltag
1. Schulweg als Bewegungszeit nutzen
Wenn es möglich ist, einen Teil oder den ganzen Schulweg zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad zurücklegen. Das bringt Bewegung ganz selbstverständlich in den Alltag.
2. Lernen mit Bewegung verbinden
Einmaleins beim Hüpfen üben, neue Wörter beim Gehen wiederholen oder Gedichte mit passenden Bewegungen verbinden. Jill hat in ihren eigenen Klassen erlebt, dass Kinder sich dadurch besser fokussieren und Inhalte besser merken können.
3. Gleichgewicht nebenbei trainieren
Beim Zähneputzen auf einem Bein stehen. Wird das zu einfach, kurz ein Auge schließen. Kleine Bewegungsimpulse brauchen keine zusätzliche Zeit.
Buchtipps & Bewegungsideen
Sophia Bolzano & Daniel Winkler – „Alle Kinder, fertig, los!“
Warum Bewegung für die körperliche, geistige, soziale und emotionale Entwicklung von Kindern so wichtig ist – mit vielen alltagstauglichen Ideen für Familien und Pädagog:innen.
„Alle Kinder, fertig, los!“ beim Falter Verlag
Sophia Bolzano – „Mut tut gut – 99 Herausforderungen“
99 Bewegungsideen, die Kinder zum selbstständigen Ausprobieren, Entdecken und Bewältigen von Herausforderungen einladen.
Soundbite
„Ich glaube, dass jeder Mensch Begabungen hat. Es gilt, sie nur zu entdecken.“
– Jill Jasbar
Chapters
00:00 Begrüßung und Vorstellung von Jill Jasbar
01:00 Vom Beachvolleyball ins Direktorinnenzimmer
04:00 Was Leistungssport für das Leben und die Schulleitung mitgibt
08:00 Bewegung als persönlicher Ausgleich
10:00 Bewegung als Teil der Schulkultur
15:00 Warum bewegtes Lernen funktioniert
16:00 Begabungsförderung – die Stärken jedes Kindes entdecken
19:00 Wissen, Kreativität und soziale Kompetenzen
21:00 Was Wertschätzung wirklich bedeutet
ca. 25:00 Der Blick auf das, was gelingt
28:00 Raufen & Rangeln – Körpergefühl, Grenzen und Respekt
ca. 32:00 Was Kinder heute brauchen
ca. 38:00 Schule und Elternhaus gemeinsam denken
ca. 42:00 Bewegungsblitz – 7 spontane Fragen
ca. 50:00 Bewegungstipps, Buchtipps und Zusammenfassung
Homepages & Links
Volksschule Erdberg
Volksschule Erdberg
Sophia Bolzano – Alle Kinder, fertig, los!
allekinderfertiglos.at
Mut tut gut
muttutgut.at
Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich, wenn du meinen Podcast abonnierst, teilst oder weiterempfiehlst. Denn Schule kann viel mehr sein als ein Ort, an dem Kinder Wissen erwerben: Sie kann ein Ort sein, an dem sie sich bewegen, ihre Stärken entdecken, Gemeinschaft erleben und Schritt für Schritt selbstständiger werden.
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Über Alle Kinder, fertig, los!
Hier geht es um Bewegung in der Kindheit – und darum, wie wir Kinder in ihrer körperlichen, sozialen und mentalen Entwicklung begleiten können. Mit Herz, Klarheit und vielen praktischen Ideen zeigt der Podcast Wege, Kinder stark fürs Leben zu machen. Denn wer sich bewegt, wächst gesund, lernt leichter und ist bestens gerüstet für die Zukunft.
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