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Bei Anruf Wettbewerb

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf / DICE & IKartR
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    Transformation mit Kompass – was empfiehlt die Monopolkommission? (Mit Tomaso Duso)

    14.07.2026 | 1 Std. 1 Min.
    Kaum ist das 26. Hauptgutachten der Monopolkommission vorgestellt, ist auch schon ihr Vorsitzender zu Gast bei Bei Anruf Wettbewerb. Rupprecht Podszun und Justus Haucap sprechen mit Prof. Dr. Tomaso Duso über die große Frage: Wie findet Politik in Zeiten von Transformation, geopolitischen Krisen und Industriepolitik den richtigen Kurs? Die Antwort der Monopolkommission ist eindeutig: Wettbewerb bleibt der Kompass.Aus dieser Leitidee entwickelt das Gutachten konkrete Empfehlungen. Gute Wirtschaftspolitik müsse nicht nur schnell, sondern vor allem treffsicher sein. Wo Markt- oder Transformationsversagen vorliegt, können staatliche Eingriffe sinnvoll sein – allerdings nur, wenn sie wettbewerblich organisiert, technologieoffen und evidenzbasiert ausgestaltet werden. Oder, wie Duso es formuliert: Politik braucht nicht nur Mut zum Handeln, sondern auch Mut zum Exit.Außerdem geht es um die Rolle des Staates als Ankerkunde, die Risikoscheu deutscher Unternehmen und Investoren sowie die Frage, wie Hauptgutachten der Monopolkommission eigentlich entstehen. Auch die Rüstungsindustrie steht auf der Agenda: Warum warnt die Monopolkommission vor weiteren Fusionen? Und setzt der Staat einem Unternehmen, von dem die Sicherheit des Landes abhängt, später überhaupt noch wirksam Grenzen?Natürlich kommt auch das Kartellrecht nicht zu kurz. Duso und Podszun diskutieren den Stand des Kartellschadensersatzes und warum das Badarmaturen-Verfahren Mut macht. Denn gute Entscheidungen entstehen nicht aus Perfektion, sondern auf Grundlage der besten verfügbaren Evidenz.Weitere Hinweise
    Monopolkommission (2026), Wettbewerb 2026: Für eine wettbewerbsorientierte Wirtschaftspolitik
    Cast4Competion, Podcast der Monopolkommission zum 26.Hauptgutachten
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    Kartellrecht im Umbau – was steckt in der 12. GWB-Novelle? (Mit Thorsten Käseberg)

    27.06.2026 | 54 Min.
    Fußball-WM oder GWB-Novelle? Beides. Bevor es juristisch wird, klären Rupprecht Podszun und Justus Haucap mit ihrem Gast Dr. Thorsten Käseberg erst einmal die wichtigste Frage des Sommers: Wer holt den Titel? Danach geht es allerdings um den eigentlichen Favoriten der Folge – den Referentenentwurf zur 12. GWB-Novelle.
    Käseberg, im Bundeswirtschaftsministerium federführend für das Kartellrecht zuständig, erklärt die wichtigsten Änderungen des Entwurfs. Im Mittelpunkt stehen die Reform der Fusionskontrolle, höhere Umsatzschwellen, die Zukunft der Transaktionswertschwelle, ein neues Anzeigeverfahren, das Vergabe-Screening sowie Änderungen im Verfahrensrecht. Und natürlich stellen Haucap und Podszun auch eine Frage, die die Kartellrechtsszene derzeit beschäftigt: Wie läuft eigentlich die Suche nach der Nachfolge von Andreas Mundt? Nicht jede Frage wird beantwortet, aber die Hörer erfahren, warum die Amtszeit von Präsidentinnen und Präsidenten des Bundeskartellamts künftig begrenzt werden soll.
    Außerdem geht es um Kooperationen von Medienunternehmen - mehr Freiheiten für Rundfunk und Presse? Zum Schluss richtet sich der Blick nach Brüssel: Wie bewertet die Bundesregierung den Entwurf der neuen EU Merger Guidelines – und welche Punkte finden sich darin bereits aus deutscher Sicht wieder?
    Und weil jede gute Gesetzesreform auch Lieblingsparagraphen haben darf, verrät Käseberg am Ende noch, welche Neuerung ihm im Entwurf am besten gefällt.

    Weitere Hinweise
    ​ GWB-Novelle
    EU Merger Guidelines
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    Der Tankrabatt, die FIFA und andere Marktversagen

    19.06.2026 | 32 Min.
    Rupprecht Podszun erwischt Justus Haucap am Flughafen – und spricht mit ihm über einen neuen Policy Brief der Monopolkommission zum Tankrabatt. Das Ergebnis überrascht den Ökonomen wenig: Von den 17 Cent Steuersenkung pro Liter wurden im Durchschnitt 15 bis 16 Cent an die Verbraucher weitergegeben.
    Interessanter sind die regionalen Unterschiede. Dort, wo aufden vorgelagerten Marktstufen weniger Wettbewerb herrscht, blieb auch mehr vom Tankrabatt hängen. Die Empfehlung der Monopolkommission: weniger Diskussionenüber Preistransparenz, mehr Fokus auf strukturelle Wettbewerbsprobleme.
    Außerdem erklärt Haucap den Schweinezyklus – und warum nicht jede Preisbewegung gleich ein Fall fürs Kartellamt ist.
    Und weil Fußball derzeit unvermeidlich ist: Die FIFA liefertmit ihren WM-Ticketpreisen ein Lehrbuchbeispiel dafür, dass selbst Monopolisten nicht immer die richtigen Preise finden.
     
    Weitere Hinweise
    Policy Brief der Monopolkommission (2026), Auslaufen des Tankrabatts richtig – nun die strukturelle Untersuchung der Raffinerie- und Großhandelsebene konsequent fortsetzen
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    Big Tech, DMA und Industriepolitik – die Debatte der SCiDA-Konferenz

    05.06.2026 | 42 Min.
    Rupprecht Podszun und Justus Haucap blicken auf die SCiDA-Konferenz in Düsseldorf und eine bemerkenswerte Diagnose von Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt: Das Kartellrecht könne gegen die großen Plattformen zu wenig ausrichten.
    Die Diagnose wirft eine grundsätzliche Frage auf: Reicht Kartellrechtsdurchsetzung gegen Big Tech überhaupt noch aus – oder braucht es inzwischen Regulierung? Doch selbst damit ist die Debatte nicht beendet. Auch der Digital Markets Act (DMA) gilt vielen nicht als Patentlösung. Hilft die private Rechtsdurchsetzung? Die Diskussion führt schnell über das Recht hinaus in Richtung Industriepolitik. Braucht Europa weniger Verfahren und mehr eigene Champions? Dazu passt das zweite Thema der Folge: das neue Tech-Paket der EU. Die Idee dahinter ist einfach: Europa soll seine Nachfrage strategischer einsetzen. Rechenzentren, Cloud-Dienste, Chips - die ganze digitale Infrastruktur "made in Europe"? Der "Staat als Ankerkunde" ist ein Konzept dafür. Für Wettbewerbsfans ist das zunächst ein ungewohnter Gedanke. „Buy European“ klingt schließlich nicht nach klassischem Leistungswettbewerb. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob europäische Wettbewerber ohne solche Impulse überhaupt eine Chance haben, sich gegen die etablierten Tech-Giganten zu entfalten.
    Die Debatte berührt damit eine Grundsatzfrage: Soll Wettbewerbspolitik Märkte nur offenhalten – oder auch aktiv dazu beitragen, neue Wettbewerber entstehen zu lassen?
    Außerdem in der Folge: Auf welchen Gatekeeper würde Justus Haucap seine Altersvorsorge setzen? Und in welchem Bereich die Deutsche Bahn tatsächlich erstaunlich erfolgreich ist.
    Weitere Hinweise
    Franck, J. U., M. Peitz (2026), Stille Triebkraft wirtschaftlichen Erfolgs, Konrad-Adenauer-Stiftung (Hrsg.) 
    Blog-Reports von derKonferenz zu "Shaping Competition in the Digital Age (SCiDA)"
    Tag 1
    Tag 2
    Europäische Kommission (2026), Kommission schlägt Paket zur technologischen Souveränität zur Stärkung der digitalen Autonomie und Resilienz Europas vor
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    Neue EU Merger Guidelines – großer Wurf für die Fusionskontrolle?

    22.05.2026 | 36 Min.
    Rupprecht Podszun und Justus Haucap diskutieren in dieser Folge den Entwurf der neuen EU Merger Guidelines. Der erste Eindruck der beiden fällt überraschend positiv aus: modern, gut formuliert und ein spannender Einblick in die künftige Wettbewerbspolitik der Europäischen Kommission. Gerade nach dem „Mission Letter“ von Ursula von der Leyen hatte Haucap deutlich Schlimmeres erwartet. Aber die geplanten Leitlinien greifen auch weit aus: Künftig sollen Souveränität, Resilienz, Nachhaltigkeit, Arbeitsmarkt bei der Prüfung von Zusammenschlüssen eine Rolle spielen – oder doch nicht? Wenn zu viele Ziele gleichzeitig verfolgt werden, drohe die Fusionskontrolle überfrachtet zu werden, mahnt Ökonom Haucap. Positiv bewerten beide dagegen die stärkere Betonung von Innovationswirkungen. Gerade Haucap begrüßt ausdrücklich, dass Innovation nicht mehr nur Randthema ist. Für ihn wäre das sogar der logische Ausgangspunkt der gesamten Leitlinien gewesen – noch vor Fragen von Größe und Marktmacht. Denn gerade in dynamischen Märkten seien Innovationsanreize oft wichtiger als klassische Marktanteile. Die große Frage bleibt allerdings: Wie viel davon wird später tatsächlich praktische Bedeutung haben? Podszun hat Zweifel, ob die Guidelines den Alltag der Fusionskontrolle am Ende wirklich grundlegend verändern werden. Eine Folge über moderne Wettbewerbspolitik – und die Frage, wann „modern“ zu kompliziert wird.
    Weitere Hinweise:
    EU Draft Merger GuidelinesSCiDA Conference 2026: Shaping Competition in the Digital Age – Towards Best Practices
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Über Bei Anruf Wettbewerb
Wenn Wettbewerbsökonom Justus Haucap und Wettbewerbsjurist Rupprecht Podszun zum Hörer greifen, wird es spannend: Die beiden Professoren der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) diskutieren die aktuellen Fälle aus der Wettbewerbswelt. Von heimlichen Kartellen über die Macht der Plattform-Giganten, dem Digital Market Act (DMA) bis hin zu neuesten Entwicklungen im Kartellrecht: Hier kriegen Sie fundierte Experten-Analyse auf den Punkt. Schluss mit kompliziert – reinhören, verstehen, mitreden! Ihre Meinung zählt: BeiAnrufWettbewerb@dice.hhu.de www.d-kart.de www.dice.hhu.de
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