40 Episoden
- In diesem Dreiteiler spreche ich mit Dr. Elisabeth Wagner, Autorin von Die Mosse-Frauen, über zwei Frauenleben im Berliner jüdischen Bildungsbürgertum, die ein ganzes Jahrhundert umspannen: 1878 heiratete Emilie Löwenstein den Verleger Rudolf Mosse und zog zu ihm nach Berlin. Sechs Jahre später wurde ihre Nichte Martha Mosse geboren - Tochter des Kaiserreichs, "Neue Frau" der Weimarer Republik, Opfer der Nationalsozialisten und Wiederaufbauerin der Frauenbewegung der Nachkriegszeit. Sie starb 1977 im Alter von 93 Jahren.
In Teil 1 reden wir über Emilie Mosse und wie sie sich als Verlegergattin und "First Lady" des Berliner Zeitungswesens nicht nur einen festen Platz im Berliner Gesellschaftsleben erarbeitete, sondern auch viel Gutes für Kinder und insbesondere Mädchen bewirkte.
Und wenn ihr nach dem Hören neugierig aufs Bonusmaterial seid: Auf Steady gibt es im Moment ein vergünstigtes Abo zum Mosse-Special-Preis von 3 EUR im Monat oder 36 EUR im Jahr. Schaut doch mal vorbei: https://steady.page/de/frauenvondamals/about
Literatur:
Elisabeth Wagner: Die Mosse-Frauen. Deutsch-jüdische Lebensgeschichten, Göttingen 2024.
Anna Hájková: Menschen ohne Geschichte sind Staub. Queeres Begehren und der Holocaust, Göttingen 2024.
Anna Hájková: Das letzte Ghetto. Eine Alltagsgeschichte von Theresienstadt, Bielefeld 2026.
Javier Samper Vedrell: The Case of a German-Jewish Lesbian Woman: Martha Mosse and the Danger of Standing Out, German Studies Review 2/2018, S. 335-353 (Link). Margarete Friedenthal: Eine Geschichte von Liebe, Freiheit und Großzügigkeit
19.07.2026 | 1 Std. 9 Min.Heute gibt’s mal wieder eine Geschichte aus dem Leben einer Frauenrechtlerin: Margarete Friedenthal, Akteurin der Berliner Frauenbewegung und eine Frau, die sich einen Weg suchte, ihr Leben lebenswert zu gestalten. Auch Liebe gehörte dazu …
Und nächsten Monat geht es dann weiter mit einer Folge, die schon in Arbeit ist, aber noch etwas Zeit braucht.
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Mein Buch Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde ist am 29.4. im S. Fischer Verlag erschienen und ist im Buchhandel erhältlich.
Unterstützt den Podcast gern mit einem freiwilligen Abo auf Steady - auch monatsweise abschließbar!
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Quellen und Literatur:
Berliner Frauenbund 1945 e.V.: Historisch-chronologische Daten der Altershilfe, Nachlass Isa Gruner, Landesarchiv Berlin, Signatur LAB B Rep. 235-10 MF Nr. 238
Friedenthal, Margarete: Brief an die korrespondierenden Mitglieder der Centralstelle für Arbeiterinnen-Organisation, 5.12.1904, Nachlass Verband fortschrittlicher Frauenvereine, Landesarchiv Berlin, Signatur A Rep. 060-52
Friedenthal, Margarete: Brief an Wolfgang Mittermaier, Nachlass Wolfgang Mittermaier, Universitätsbibliothek Heidelberg, Signatur Heid. Hs. 3443,64.
Pappritz, Anna, Tagebuch, Nachlass Anna Pappritz, Landesarchiv Berlin, Signatur LAB B Rep. 235-13 MF Nr. 3466-3467
Pappritz, Anna, “Wie ich zu meiner Arbeit kam”, Manuskript, Nachlass Anna Pappritz, MF-Nr. 3467-3470
Pappritz, Anna, Brief an Martha Dönhoff, 19.11.1936, Nachlass Martha Dönhoff, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit/Archiv des Liberalismus, Signatur N41-10
Velsen, Dorothee von: Im Alter die Fülle, Tübingen 1956
Velsen, Dorothee von: Briefe an Martha Dönhoff, 5. und 12. Juni 1941, Nachlass Martha Dönhoff, Signatur N41-4.
Wolff, Kerstin: Anna Pappritz (1861-1939). Die Rittergutstochter und die Prostitution, Sulzbach/Taunus 2017- Für diese Folge habe ich mir mal wieder Besuch eingeladen: Mirjam Müntefering - Erfolgsautorin, Hundefreundin und, wie ihr sehen werdet, fantastische Gesprächspartnerin.
Wir sprechen über Mirjams Bücher, übers historische Schreiben in Roman und Sachbuch, über lesbische Protagonistinnen, Coming-Out in den 1990ern, Hunde, Tintenfüller und vieles mehr.
Der erste Band von Mirjams neuem Zweiteiler "Die Honigfrauen" erscheint am 20. Mai im Blanvalet Verlag und ist schon jetzt vorbestellbar. Im selben Verlag findet ihr auch ihre historische Trilogie "Gut Friesenhain", in dem wir drei Frauen Ende des 19. Jahrhunderts dabei begleiten, ihren Weg zu machen. Mirjams wunderschönes lesbisch-queeres Buch "Mittendrin im Lilabunt", über das wir natürlich auch sprechen werden, erschien im Helmer Verlag
Mein Buch (das aber diesmal nur am Rande vorkommt ;)) heißt "Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde" und erzählt die Geschichte der deutschen Frauenbewegung von 1848 bis zum Wahlrecht.
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Gefällt dir der Podcast und möchtest du mich beim Hosting unterstützen? Dann freue ich mich, wenn du auf Steady ein Abo abschließt. Danke für deine Unterstützung! - Müssen Feministinnen immer so wütend sein? Können sie nicht einfach nett und freundlich sagen, was sie wollen?
In dieser etwas spontanen (und leicht verschnupften) Osterfolge widmen wir uns der Geschichte von Frauen, die es lange „im Guten“ versuchten - und dabei feststellten: Argumente allein reichen nicht! Warum Feminismus ohne Wut nicht auskommt und wie selbst eine der moderatesten Vertreterinnen der Frauenbewegung der Zorn packte, erfährst du in dieser Episode.
Vorbestell-Ticker: Mein Buch Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde erscheint am 29. April im S. Fischer Verlag. Signierte Exemplare könnt ihr euch noch noch bis Mitte April exklusiv bei Autorenwelt und Dussmann - das Kulturkaufhaus sichern.
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Die Quellen zur Folge:
Hedwig Dohm: Gesichtspunkte für die Erziehung zur Ehe, in: Sozialistische Monatshefte (1909), Heft 10, S. 639-645.
Helene Lange: Die höhere Mädchenschule und ihre Bestimmung. Begleitschrift zu einer Petition an das preußische Unterrichtsministerium und das preußische Abgeordnetenhaus, Berlin 1887.
Helene Lange: Lebenserinnerungen, Berlin 1921.
Louise Otto: Leserbrief zu „Das Verhältniß der Frauen zum Staate“, in: Sächsische Vaterlands-Blätter 3 (1843), Heft 142, S. 633f.
Louise Otto: Adresse eines Mädchens (1848), in: Ute Gerhard/Petra Pommerenke/Ulla Wischermann (Hrsg.), Klassikerinnen feministischer Theorie. Grundlagentexte. Band 1 (1789-1919), Königstein/Taunus 2008, S. 71-73.
Verhandlungen der verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung. Stenographische Berichte von der 1. Sitzung am 6. Februar 1919 bis zur 26. Sitzung am 12. März 1919, Berlin 1920. - Nein, Clara Zetkin hat ihn nicht “erfunden” - aber ganz unbeteiligt war sie an seiner Entstehung nicht: Heute schauen wir uns die Geschichte des Internationalen Frauentags an.
In dieser Episode erfährst du,
was eine jüdische amerikanische Sozialistin mit ukrainischen Wurzeln mit der Entstehung des Internationalen Frauentags zu tun hat,
wie Clara Zetkin ins Spiel kam
seit wann der Frauentag am 8. März begangen wird
wie es in Deutschland mit dem Tag weiterging,
und wir werden darüber sprechen, warum dieser Tag auch heute noch wichtig ist - ob als Internationaler Frauentag, feministischer Kampftag oder globaler Streiktag!
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Quellen und Literatur zur Folge
Laura Baumgarten (aka @frauabgeordnete): Instagram-Post zum Internationalen Frauentag 2025
Mari Jo Buhle: Women and American socialism, 1870-1920, Urbana 1981
Theresa Malkiel: The Diary of a Shirtwaist Striker, Ithaca und London 1990 (darin besonders auch der einleitende Essay von Françoise Basch).
Sally M. Miller: From Sweatshop Worker to Labor Leader: Theresa Malkiel, A Case Study, in: American Jewish History 68 (1978), Heft 2, S. 189-205.
Vincent Streichhahn: Zur „Frauenfrage“ und Sozialdemokratie im deutschen Kaiserreich, in: Vincent Streichhahn/Frank Jacob (Hrsg.), Geschlecht und Klassenkampf. Die „Frauenfrage“ aus deutscher und internationaler Perspektive im 19. und 20. Jahrhundert, Berlin 2020, S. 48-77
Clara Zetkin (Hrsg.): Berichte an die zweite Internationale Konferenz sozialistischer Frauen zu Kopenhagen am 26. und 27. August 1910, Stuttgart 1910, S. 85 (hier im Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung online einsehbar)
Zweite Internationale Konferenz sozialistischer Frauen in Kopenhagen. Provisorische Tagesordnung, provisorische Geschäftsordnung, Anträge und Resolutionen, Kopenhagen 1910 (hier im Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung online einsehbar)
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Über Frauen von damals
Historikerin Bianca Walther erzählt Geschichten von Frauen, die Grenzen überschritten, mit neuen Lebensmodellen experimentierten und sich Freiräume nahmen – oft jenseits der heterosexuellen Norm.
Jetzt im Buchhandel: “ Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde” - seit 29.4.2026 im S. Fischer Verlag.
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Website: https://biancawalther.de
Bild: Stadtarchiv Hofheim
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