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"Du, Leo?" Alltagsrätsel einfach erklärt

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"Du, Leo?" Alltagsrätsel einfach erklärt
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36 Episoden

  • "Du, Leo?" Alltagsrätsel einfach erklärt

    Warum können wir in der Kälte unseren Atem sehen?

    14.03.2026 | 6 Min.
    An frostigen Tagen wird beim Ausatmen die Luft sichtbar, bei milden Temperaturen hingegen nicht. Hanna fragt Leo, woran das liegt.

    Entscheidend ist ein physikalischer Zusammenhang: Luft kann Wasser in gasförmiger Form aufnehmen, allerdings abhängig von ihrer Temperatur. Je wärmer sie ist, desto mehr Wasserdampf kann sie speichern. Dieser Vorgang begegnet uns im Alltag etwa dann, wenn eine Schale Wasser im Raum stehen bleibt und der Inhalt nach einiger Zeit verschwindet. Das Wasser verdunstet, geht also vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über und verteilt sich in der Umgebung. Wasserdampf selbst ist unsichtbar.

    Sichtbar wird Wasser erst, wenn es wieder kondensiert, also vom gasförmigen in den flüssigen Zustand zurückkehrt. Genau das geschieht im Winter beim Ausatmen. Die Atemluft ist etwa 37 Grad warm und mit Feuchtigkeit gesättigt. Trifft sie auf deutlich kältere Außenluft, sinkt ihre Temperatur abrupt. Da kalte Luft weniger Wasserdampf binden kann, wird der überschüssige Anteil als feine Tröpfchen ausgeschieden.

    Diese mikroskopisch kleinen Wassertröpfchen streuen das Licht und machen die ausgeatmete Luft sichtbar, ein Effekt, der auch bei Nebel zu beobachten ist. Auch hier sorgen schwebende Tröpfchen dafür, dass Licht in verschiedene Richtungen gelenkt wird.

    Bei höheren Außentemperaturen bleibt dieser Effekt in der Regel aus. Die Umgebungsluft ist dann warm genug, um den zusätzlichen Wasserdampf aufzunehmen, ohne dass es unmittelbar zur Kondensation kommt.

    Die sichtbare Atemluft an kalten Tagen ist somit kein „Rauch“, sondern ein physikalisch erklärbares Zusammenspiel von Temperatur, Feuchtigkeit und Kondensation.
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    Was ist ein Schulschaltjahr?

    28.02.2026 | 6 Min.
    Warum dauert ein Schuljahr manchmal länger als ein anderes? Diese Frage stellt sich, wenn man genauer auf den Ferienkalender blickt. Während ein reguläres Schuljahr, ohne Ferien gerechnet, in der Regel 38 Unterrichtswochen umfasst, gibt es Ausnahmen. Eine solche stellt zum Beispiel das Schuljahr 2025/26 dar, in dem in Oberösterreich an 39 Wochen unterrichtet wird.

    Der Grund dafür liegt in der Struktur des Kalenders. Ein Kalenderjahr besteht aus 52 Wochen sowie einem oder zwei zusätzlichen Tagen. Gleichzeitig sind Beginn und Dauer der Sommerferien klar geregelt: Sie müssen zwischen dem 5. und 11. Juli beginnen und neun Wochen dauern. Diese festen Vorgaben führen dazu, dass sich die Anzahl der Unterrichtswochen von Jahr zu Jahr unterscheiden kann.

    Fallen diese Faktoren ungünstig zusammen, ergibt sich ein sogenanntes Schulschaltjahr, ein Schuljahr mit einer zusätzlichen Unterrichtswoche. Leo Ludick erläutert im Podcast genau, wie es zu dieser Verschiebung kommt und warum sie für den schulischen Jahresrythmus notwendig ist.
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    Sieht man die chinesische Mauer vom Mond?

    14.02.2026 | 6 Min.
    Die Behauptung hält sich hartnäckig: Die Chinesische Mauer sei vom Mond aus mit freiem Auge zu erkennen. In der neuen Folge geht Leo Ludick dieser Frage nach und liefert eine klare physikalische Erklärung.

    Entscheidend ist dabei die Leistungsfähigkeit des menschlichen Auges. Ein normalsichtiges Auge kann zwei Punkte nur dann getrennt wahrnehmen, wenn sie unter einem bestimmten Mindestwinkel auf die Augenlinse treffen. Aus der großen Entfernung des Mondes ergibt sich daraus, dass ein Objekt dort mindestens eine Länge von rund 58 Kilometern haben müsste, um überhaupt erkennbar zu sein.

    Die Chinesische Mauer erfüllt diese Voraussetzung nicht. Sie ist nur etwa sechs Meter breit und kann nicht einmal von der Internationalen Raumstation ohne technische Hilfsmittel erkannt werden. Selbst aus dieser vergleichsweise geringen Entfernung wäre eine Breite von rund 58 Metern notwendig, um sie mit freiem Auge zu sehen.

    Zum Vergleich erklärt Leo Ludick, dass man aus einem Flugzeug in etwa 10.000 Metern Höhe Objekte ab einer Größe von rund eineinhalb Metern erkennen kann. Der Physiker erklärt anschaulich, wie leicht sich Wahrnehmung und Wirklichkeit unterscheiden können und warum physikalische Grundlagen helfen, Mythen einzuordnen.
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    Seit wann gibt es die KI?

    31.01.2026 | 7 Min.
    Künstliche Intelligenz wirkt wie ein Phänomen der Gegenwart dabei reichen die gedanklichen Wurzeln deutlich weiter zurück. Leo Ludick zeigt in der neuen Folge, dass die Frage nach denkenden Maschinen Menschen schon seit Jahrhunderten beschäftigt.

    Bereits im 18. Jahrhundert tauchte die Vorstellung einer Maschine mit menschlichen Fähigkeiten in der Literatur auf: Der deutsche Schriftsteller Jean Paul beschreibt in seinem satirischen Werk „Auswahl aus des Teufels Papieren“ einen Schachautomaten, dem Verstand zugeschrieben wird. Ein frühes Gedankenexperiment, das erstaunlich gut zu heutigen KI-Debatten passt.

    Der wissenschaftliche Durchbruch folgte allerdings erst viel später. Als Geburtsstunde der modernen KI-Forschung gilt das Jahr 1956, als Forscher am Dartmouth College in den USA zu dem Entschluss kamen, dass Maschinen grundsätzlich lernen und denken können. Die zentrale Annahme damals: Es sei nur eine Frage der Zeit, bis diese Vision Realität werde.

    Heute, rund sieben Jahrzehnte später, ist die Künstliche Intelligenz nahezu allgegenwärtig. Leo Ludick ordnet diese Entwicklung ein und erklärt, wie aus philosophischen Überlegungen und frühen Ideen eine Schlüsseltechnologie unserer Zeit wurde.
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    Wer erfand das Fernrohr?

    17.01.2026 | 6 Min.
    Wer hat das Fernrohr erfunden und warum ist die Antwort darauf garnicht so einfach?
    Wir begeben uns auf eine Reise von den ersten Brillenschleifern über Galileo Galilei bis zu Keplers astronomischem Fernrohr. Physikexperte Leo Ludick gibt Einblicke in die Anfänge der Optik und Astronomie, einfach und verständlich erklärt.

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Über "Du, Leo?" Alltagsrätsel einfach erklärt

Wie schwer sind eigentlich Wolken? Warum klebt der Klebstoff in der Tube nicht? Und wie groß wird überhaupt eine Schneeflocke? Herzlich willkommen in der Welt von "Du, Leo?" - dem Podcast VON Kindern FÜR Kinder. Denn hier sind die Kinder und Jugendlichen diejenigen, die dem Experten auf den Zahn fühlen! Leo Ludick, Buchautor und ehemaliger Professor für Chemie, Mathematik und Physik, erklärt in "Du, Leo?" die Rätsel des Alltags in einfachen Worten. Mehr als 500 Alltagsrätsel hat Leo Ludick bereits in den OÖNachrichten als Kolumnist den Leserinnen und Lesern erklärt – jetzt stellt er sich im neuen Video-Podcast den Fragen der Kinder. "Du, Leo?" wird produziert von den KinderNachrichten. Da der Podcast mitgefilmt wird, ist er auch als „Videocast“ auf nachrichten.at, Spotify und YouTube zu sehen. Viel Spaß beim Hören und Sehen! Mehr dazu auf: www.kindernachrichten.at
Podcast-Website

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