In der neuen Folge "Ehrlich jetzt?" spricht der Grüne Parteivorsitzende
Felix Banaszak über die Fehler der progressiven Parteien,
Politikmüdigkeit und fordert eine neue Gerechtigkeitsdebatte.
In der Debatte um die Grundsicherung seien die falschen Signale gesendet
worden. Am Ende gehe es da nicht um die Frage, ob man zehn Euro mehr
oder weniger habe, "sondern ob man eigentlich vom Staat das Signal
bekommt, du bist hier Bittsteller, du hast dich unterzuordnen, du bist
defizitär, und wir müssen dich jetzt mal disziplinieren und
reglementieren".
Daneben bezeichnet er die Gleichsetzung von Langzeitarbeitslosen und
nach langer Arbeitstätigkeit arbeitslos Gewordenen durch Hartz IV als
zentrale Ausgrenzungserfahrung. "Dieses Ungerechtigkeitsempfinden hat ja
dazu geführt, dass die Sozialdemokratie so in Verruf geraten ist."
Dabei sei auch der Begriff "der Mitte" ein Problem. Darunter solle nicht
der Durchschnitt aller politischen Positionen fallen, sondern "working
class people", die "die Mehrheit der Lebensrealitäten in diesem Land"
seien.
Bei "Ehrlich jetzt?" spricht ZEIT-Redakteurin Yasmine M'Barek alle zwei
Wochen mit Spitzenpolitikern und Personen des öffentlichen Lebens über
Themen, die in Nachrichtensendungen zu kurz kommen. Fragen, Kritik oder
Anregungen? Schreiben Sie uns an:
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