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- In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ spricht Host Michel Reimon unmittelbar nach den Midterm Elections 2026 mit der Politikwissenschaftlerin Gabriela Greilinger, die an der University of Georgia forscht und lehrt, und mit dem Politikberater, Autor und Experten für Parteiinnovation Josef Lentsch über den klaren Sieg der Demokraten. Greilinger schildert die Aufbruchsstimmung in Georgia, wo Senator Jon Ossoff wiedergewählt und mit Keisha Lance Bottoms erstmals eine Schwarze Frau zur Gouverneurin gewählt wurde, und erklärt, warum US-Wahlen vor allem Mobilisierungsschlachten sind. Lentsch beschreibt, wie künstliche Intelligenz vom Opposition Research bis zur Anzeigenproduktion im Wahlkampf angekommen ist, warum viele Wählerinnen und Wähler KI-generierter Werbung misstrauen und weshalb authentische Stimmen dadurch an Bedeutung gewinnen. Die Runde diskutiert, warum weder die überwiegend republikanischen Ausgaben für KI-Werbung noch die Millionen von Elon Musk den Republikanern den Sieg sichern konnten. Als entscheidende Themen arbeiten die Gäste die Teuerung, die hohen Benzin- und Dieselpreise, den Krieg gegen den Iran und die Korruption im Umfeld der Regierung Trump heraus, während der Kulturkampf der Republikaner kaum verfangen hat. Lentsch hebt die Botschaftsdisziplin der Demokraten hervor und erklärt neue Kampagnenwerkzeuge wie bezahlte Clipper, Paid Relational Organizing und den digitalen Mobilisierungstrichter, den etwa Zohran Mamdani in New York vorgezeigt hat. Greilinger betont die Rolle der „No Kings“-Proteste und des Humors in sozialen Medien, wie er auch im ungarischen Wahlkampf von Péter Magyar zu beobachten war. Zum Abschluss geht es um Trumps Reaktion auf die Niederlage, die Zukunft der MAGA-Bewegung, ein mögliches Impeachment-Verfahren und die Frage, warum sich Europa auch nach dieser Wahl nicht auf eine Rückkehr zur alten transatlantischen Normalität verlassen sollte.
Ganz offen gesagt #19 2026 SPEZIAL Was lernen wir durch Trump? - Teil 1
Ganz offen gesagt #27 2026 Über Donald Trump und Viktor Orbán - mit Gabriela Greilinger
Ganz offen gesagt #40 2026 SPEZIAL Was lernen wir durch Trump? - Teil 2
Ganz offen gesagt #43 2026 SPEZIAL Was lernen wir durch Trump? - Teil 3
„Political Entrepreneurship – How to Build Successful Centrist Political Start-Ups“ (Springer, 2019) von Josef Lentsch
Pew Research Center: „Few Americans Say They Are Asking AI Chatbots for 2026 Election Information“
Nature-Studie „The political effects of X’s feed algorithm“
New York Times: „On Texas TikTok, It’s All About Talarico“
Political Communication Summit Wien (6.–7. Oktober 2026, Wiener Rathaus)
Trumps erstes Posting nach der Wahl („I wasn’t on the Ballot…“), dokumentiert u. a. bei ABC News
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Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at #61 2026 Prostitution und die Frage nach Macht, Geld und Geschlecht - mit Olivia Frei
04.11.2026 | 42 Min.Prostitution gilt oft als das "älteste Gewerbe der Welt", als etwas, das es schon immer gegeben hat und immer geben wird. Doch dahinter stehen Fragen nach Macht und Ungleichheit: Wer kann sich einen Körper kaufen, wer muss den eigenen anbieten, und wer bestimmt die Bedingungen? Darüber spricht Anna-Lisa Bier mit Olivia Frei, Autorin des Buchs „Körper kaufen. Warum wir über Prostitution sprechen müssen“. Frei beschreibt Prostitution als Teil eines patriarchalen Systems, in dem Geschlechterbilder, ungleich verteilte Mittel und Migrationsbewegungen zusammenwirken. Das Gespräch geht der Frage nach, was Selbstbestimmung und Freiwilligkeit unter wirtschaftlichem Druck bedeuten, warum Prostitution aus Freis Sicht nicht mit anderen Dienstleistungen vergleichbar ist und warum in der öffentlichen Debatte kaum über die Männer gesprochen wird, die Sex kaufen. Außerdem geht es um die Grenzen der sexuellen Revolution, die Kritik am Choice-Feminismus und die Rechtslage in Österreich, wo Prostitution legal und je Bundesland unterschiedlich reguliert ist. Frei erklärt, warum sie das nordische Modell befürwortet, das den Sexkauf und das Betreiben von Bordellen unter Strafe stellt, Prostituierte selbst aber straffrei lässt. Zum Abschluss steht die Frage, was Solidarität mit Frauen in der Prostitution konkret bedeuten kann, individuell und politisch.
Weiterführende Links:
Soforthilfe bei Gewalt, österreichweit, kostenlos, anonym und rund um die Uhr unter 0800 222 555: Frauenhelpline gegen Gewalt
Unterstützung für Frauen und Mädchen, die von Frauenhandel betroffen sind, unter 01 796 92 98: LEFÖ-IBF, Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels
Beratung für Sexarbeiter:innen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland unter 01 897 55 36: SOPHIE, Beratungszentrum der Volkshilfe Wien
In akuten Notsituationen: Polizei 133, Euro-Notruf 112
Das Buch von Olivia Frei: „Körper kaufen. Warum wir über Prostitution sprechen müssen“ beim Haymon Verlag
Rechtslage und Regulierung sexueller Dienstleistungen in Österreich: Informationen des Frauenministeriums
Bericht der Arbeitsgruppe Sexuelle Dienstleistungen (Jänner 2024): Regelungen sexueller Dienstleistungen in Österreich
Zahlen zu Menschenhandel und Prostitution: Lagebericht 2024 des Bundeskriminalamts zu Schlepperei und Menschenhandel
Verständliche Einführung ins Thema: Freiwillige Prostitution beim Gesundheitsportal des Bundes
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Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at- In dieser Spezial-Folge von „Ganz offen gesagt“ nimmt Stefan Lassnig seine Hörerinnen und Hörer mit ins Europäische Parlament nach Straßburg. Dort hat er mit Abgeordneten verschiedener Fraktionen darüber gesprochen, warum freie und unabhängige Medien weltweit und auch in Europa unter Druck geraten. Lukas Mandl (ÖVP) beschreibt Pressefreiheit als Infrastruktur, die eine Gesellschaft so dringend braucht wie sauberes Wasser, und erklärt, was hinter dem Sonderausschuss „European Democracy Shield“ steckt. Helmut Brandstätter (NEOS) erzählt von bemerkenswerten Wortmeldungen rechter Abgeordneter in diesem Ausschuss und beschreibt einen „Zangenangriff“ auf die Demokratie durch amerikanische Plattformen und russische Desinformation. Timo Wölken (SPD) erklärt, wie der Digital Services Act das sogenannte Plattformprivileg mit einem „Notice-and-Action“-System und Trusted Flaggern ausbalancieren soll. Als Berichterstatter der EU-Anti-SLAPP-Richtlinie schildert er außerdem aus erster Hand, warum gerade freie Journalistinnen und Journalisten vor Einschüchterungsklagen geschützt werden müssen. Am Beispiel Österreich zeigt die Folge, wie weit europäischer Anspruch und nationale Wirklichkeit auseinanderliegen können, denn die Richtlinie hätte bis 7. Mai 2026 umgesetzt werden müssen. Zum Schluss erzählt Stefan Lassnig, warum in dieser Folge keine FPÖ-Abgeordneten zu Wort kommen, und zieht sein persönliches Fazit aus Straßburg.
Transparenzhinweis: Das Europäische Parlament hat die Reise- und Übernachtungskosten übernommen und unterstützt insgesamt fünf Folgen von „Ganz offen gesagt“ mit einem Produktionskostenbeitrag. Es wurde schriftlich garantiert, dass das Europäische Parlament keinerlei Einfluss auf Inhalte, Gäste, Fragen oder die fertigen Folgen nimmt.
Links zur Folge
Ganz offen gesagt #59 2026 EU-Spezial: Der Billionen-Basar um die Zukunft der EU
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Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at - Rund zwei Billionen Euro, 27 Regierungen mit Vetorecht und ein Parlament, das am Ende nur Ja oder Nein sagen kann: Gerade wird der nächste mehrjährige Finanzrahmen der EU für 2028 bis 2034 verhandelt. Das ist der Rahmen, der für sieben Jahre festlegt, wie viel Geld die Union ausgeben darf und wofür.
In dieser Europa-Spezialfolge aus dem EU-Parlament in Straßburg erklärt Georg Renner, wie dieser „größte Verhandlungspoker des Kontinents“ funktioniert. Wer schlägt vor, wer verhandelt, wer entscheidet? Warum kursieren für denselben Vorschlag so unterschiedliche Zahlen? Wie viel zahlt Österreich ein, wie viel kommt zurück, und was wird aus unserem Rabatt? Und warum lehnen fast alle Fraktionen das Modell „ein Plan pro Land“ der Kommission ab, allerdings aus völlig unterschiedlichen Gründen?
Dazu kommen fünf Abgeordnete aus fünf Fraktionen zu Wort: Lukas Mandl (ÖVP/EVP), Evelyn Regner (SPÖ/S&D), Helmut Brandstätter (NEOS/Renew), Roman Haider (FPÖ/Patrioten für Europa) und Rasmus Andresen (Grüne, Deutschland), Haushaltsexperte seiner Fraktion. Sie diskutieren über die fünf großen Konfliktlinien: neue EU-Eigenmittel, die Rückzahlung der Corona-Schulden, Geld für Bauern und Regionen, die Kontrolle über die Mittel und neue Prioritäten wie Verteidigung, Ukraine und Klima.
Die Folge zeichnet bewusst keinen Tagesstand nach, denn der ändert sich gerade wöchentlich. Sie erklärt das Verfahren, die Hebel und die Lager, damit ihr die Schlagzeilen der kommenden Wochen und Monate besser einordnen könnt.
Transparenzhinweis: Diese Folge ist mit Unterstützung des Europäischen Parlaments entstanden. Das Parlament hat, wie für die meisten Journalistinnen und Journalisten, unsere Reisekosten nach Straßburg übernommen. Außerdem hat es sich mit einem Produktionskostenzuschuss an der Finanzierung dieser und der kommenden Europa-Spezialfolgen von „Ganz offen gesagt“ beteiligt. Inhaltliche Vorgaben gab es keine. Niemand hat unsere Fragen vorab gesehen, niemand hat die Antworten vor der Veröffentlichung gesichtet. Auswahl und Einordnung liegen allein bei uns.
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Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at - Als die Grünen 1986 erstmals in den Nationalrat einzogen, galten sie vielen als Chaoten und Eindringlinge in ein geschlossenes politisches System. Andreas Wabl gehörte zu den ersten acht Abgeordneten und erinnert sich an die heftigen Auseinandersetzungen der Anfangsjahre, vom Raucherkammerl als Klubraum bis zu seinem Mittelfinger für Jörg Haider. Gemeinsam mit seinem Neffen, dem Journalisten Stephan Wabl, hat er 2023 das Buch Was wurde aus den Grünen? geschrieben. Mit Saskia Jungnikl-Gossy sprechen sie 40 Jahre nach dem Einzug der Grünen in den Nationalrat über politischen Kampf, über Kurt Waldheim und die Aktion mit der Hakenkreuzfahne, fünf Jahre Regierungsbeteiligung und darüber, was die Grünen heute tun müssten, um wieder eine stärkere Rolle zu spielen. Andreas Wabls Antwort: Die Grünen müssten weniger moralisch auftreten, stärker zeigen, was ihre Politik ganz konkret für Menschen verbessert und wieder mutiger sein.
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Über Ganz offen gesagt
„Ganz offen gesagt“ wurde 2017 gegründet und ist der erste regelmäßige, unabhängige Podcast für Politikinteressierte in Österreich. Die Journalist:innen Saskia Jungnikl-Gossy, Anna-Lisa Bier, Georg Renner und der Medienunternehmer Stefan Lassnig diskutieren mit Expertinnen und Experten tiefgehend und konstruktiv über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. „Ganz offen gesagt“ ist unabhängig, transparent und rein subjektiv. Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at
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