460 Episoden
REPLAY #47 2025 Über die Zukunft des österreichischen Pensionssystems - mit Christine Mayrhuber
19.08.2026 | 36 Min.REPLAY: Unsere Hosts sind in der Sommerpause und so wiederholen wir an dieser Stelle besonders interessante Folgen (Erstveröffentlichung dieser Episode war am 20.08.2025): In dieser Folge von Ganz Offen Gesagt spricht Anna-Lisa Bier mit Christine Mayrhuber. Sie ist Ökonomin, stellvertretende Direktorin des WIFO und Vorsitzende der Alterssicherungskommission. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf die Zukunft des österreichischen Pensionssystems und besprechen, wie sich die Alterssicherung verändern muss, damit sie auch für kommende Generationen tragfähig bleibt.
Mayrhuber erklärt, warum das Pensionssystem unter Reformdruck steht, welche Auswirkungen aktuelle Sparpläne und Antrittsaltersdebatten haben, und warum besonders Frauen von Altersarmut betroffen sind. Es geht um strukturelle Ungleichheiten, politische Versäumnisse und die Frage, was junge Menschen heute realistisch von ihrer Pension und dem System erwarten können.
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Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at- In dieser Spezial-Folge von "Ganz offen gesagt" berichtet die Journalistin Angelique Geray von ihrer Undercover-Recherche in der rechtsextremen Gruppe „Letzte Verteidigungswelle“, deren Mitglieder überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene waren. Ausgangspunkt ihrer Recherche war die Beobachtung, dass rechtsextreme Inhalte auf Plattformen wie TikTok, Instagram und Snapchat zunehmend als Jugendkultur auftreten. In geschlossenen Chatgruppen stießen sich die Mitglieder gegenseitig zu Gewalt, Brandstiftung und Angriffen auf politische Gegner und Geflüchtete an. Die Gruppe war hierarchisch nach nationalsozialistischem Vorbild organisiert und verbreitete ihre Ideologie auch mithilfe von Bildern und Videos. Geray schildert, wie aus digitaler Propaganda reale Gefahren wurden, etwa durch den geplanten Angriff auf eine Geflüchtetenunterkunft mit Kugelbomben. Sie erklärt, weshalb sie Informationen über konkrete Straftaten und Tatpläne an die Behörden weitergab, obwohl das ihre Undercover-Recherche gefährdete. Nach den Ermittlungen wurde sie selbst zur Zielscheibe einer Morddrohung, die bei einer Zellendurchsuchung eines Gruppenmitglieds entdeckt wurde. Im Gespräch geht es außerdem um Sicherheitsvorkehrungen, die Verantwortung von Medienhäusern bei verdeckten Recherchen und den Vorwurf, Journalist:innen könnten durch ihre Recherche eine provokative Rolle einnehmen.
Links zur Folge:
Podcast „Braune Kinderzimmer“ (Stern)
RTL-Doku (youtube)
NDR-Bericht über den Prozess
ZDF-Bericht über den Prozess
Dunkelkammer Folge #329 Undercover bei jungen Nazis - mit Angelique Geray
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Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at - REPLAY: Unsere Hosts sind in der Sommerpause und so wiederholen wir an dieser Stelle besonders interessante Folgen (Erstveröffentlichung dieser Episode war am 02.03.2026): Journalist und Nahost-Experte Karim El-Gawhary beschreibt die Situation im Gazastreifen als humanitäre Katastrophe mit zerstörter Infrastruktur, massiver Vertreibung und einer „Waffenruhe“, die diesen Namen kaum verdient. Er betont, dass die israelische Besatzung von Gaza und Westjordanland der zentrale Kernkonflikt ist und skizziert vier Optionen: Status quo, Vertreibung der Palästinenser, eine inzwischen fast unmögliche Zwei-Staaten-Lösung und eine schwer vorstellbare Einstaaten-Lösung mit gleichen Rechten für alle. El-Gawhary kritisiert die Rolle der USA und die „Glitzerpläne“ für Gaza, die die Lebensrealität der Palästinenser ausblenden, und warnt vor der politischen Dynamik unter Präsident Trump. Im Blick auf den Iran spricht er über ein reformunfähiges Regime, eine polarisierte Gesellschaft, mögliche Szenarien von Militärdiktatur bis Staatszerfall und die Gefahr eines regionalen Flächenbrands inklusive Angriffen auf Öl-Infrastruktur und der Straße von Hormus. Er erklärt, wie begrenzt der Zugang von Journalist:innen nach Gaza ist, schildert seine Arbeitsweise mit lokalen Partnern vor Ort und warum er konsequent menschennahe Geschichten erzählt. El-Gawhary setzt sich mit Vorwürfen der Einseitigkeit und des Antisemitismus auseinander und verweist darauf, dass Begriffe wie „Besatzung“ und „besetzte Gebiete“ völkerrechtlich definiert und vom Internationalen Gerichtshof bestätigt sind. Persönlich spricht er über Shitstorms, die Nicht-Verlängerung seines ORF-Vertrags, die große öffentliche Wertschätzung und seine Motivation, als unabhängiger Journalist weiterzuarbeiten – unter anderem mit einem wöchentlichen Podcast „Nahost. Nah dran.“ und Live-Formaten. Zum Schluss erzählt er, wie ihn Geschichten extremer Gewalt und Ohnmacht belasten und warum „Ausladen“ – also Erzählen, Schreiben und Diskutieren – für ihn ein zentraler Weg ist, seelisch in Balance zu bleiben.
Titelbild Folge: Sascha Osaka
Links zur Folge:
Podcast "Nahost. Nah dran" von Karim El-Gawhary
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Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at - Vor knapp einem Jahr, am 1. September 2025, hat das Informationsfreiheitsgesetz das Amtsgeheimnis in Österreich abgelöst – Zeit für eine erste Bilanz. Maximilian Werner, Innenpolitik-Redakteur beim "Standard" und einer der fleißigsten Anwender des neuen Gesetzes, erzählt im Gespräch mit Georg Renner, was das IFG in der Praxis taugt: Warum er vor Gericht das Recht auf Einsicht in den Kalender von Bundeskanzler Stocker erstritten hat (das Kanzleramt hat Revision erhoben), was der Tiergarten Schönbrunn über seinen Panda-Vertrag mit China verschweigen will und wieso die Vorarlberger Landesregierung ihr Abstimmungsverhalten zur Messenger-Überwachung geheim hält. Werner erklärt, wie eine IFG-Anfrage funktioniert, welche Ausnahmegründe die Behörden gerne strapazieren – Stichwort "Vorbereitung einer Entscheidung" – und warum die kurzen Fristen für Journalistinnen und Journalisten der eigentliche Fortschritt sind. Außerdem: Wie das Grundrecht auf Information und das Veto der Länder Österreich vor einem Rückbau der Transparenz schützen, wie er gerade in Deutschland diskutiert wird.
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Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at - Die Sommer werden heißer, Tropennächte häufiger und extreme Wetterereignisse nehmen zu. Was bedeutet das für das Leben in einer Millionenstadt? Andreas Januskovecz, Bereichsleiter für Klimaangelegenheiten der Stadt Wien, spricht mit Saskia Jungnikl-Gossy darüber, warum Hitze längst eine soziale und gesundheitliche Frage ist, weshalb Schulen, Spitäler und Pflegeeinrichtungen besser geschützt werden müssen und warum Außenjalousien, Gebäudesanierung und Fernkälte zu den wichtigsten Hebeln gehören. Es geht um den Wienerwald als größte Klimaanlage der Stadt, um weniger Autos und die Frage, wie Wien in Zukunft lebenswert bleiben kann.
Den Wiener Hitzeaktionsplan gibt es hier.
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Über Ganz offen gesagt
„Ganz offen gesagt“ wurde 2017 gegründet und ist der erste regelmäßige, unabhängige Podcast für Politikinteressierte in Österreich. Die Journalist:innen Saskia Jungnikl-Gossy, Anna-Lisa Bier, Georg Renner und der Medienunternehmer Stefan Lassnig diskutieren mit Expertinnen und Experten tiefgehend und konstruktiv über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. „Ganz offen gesagt“ ist unabhängig, transparent und rein subjektiv. Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at
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