Ein Planet, den es nicht gibt und der trotzdem für Jahrzehnte die Astronomie in Atem hielt. In dieser Folge wagen sich Susanne und Paul in Sonnennähe, vorbei an Merkur, hinein in eine Region des Sonnensystems, die kaum ein Instrument je wirklich gesehen hat. Was steckt hinter dem hypothetischen Planeten Vulkan – und nein, damit ist nicht der Heimatplanet von Mister Spock gemeint?
Den Ausgangspunkt liefert ein elegantes Rätsel aus dem 19. Jahrhundert: Die Bahn des Merkur verhielt sich ein winziges bisschen anders, als die Newtonsche Physik vorhersagte. Der berühmte Bahnrechner Urbain Le Verrier, derselbe, der auf dem Papier den Neptun gefunden hatte, schloss kühn: Da muss noch etwas sein, noch näher an der Sonne. Susanne und Paul erzählen von einem französischen Landarzt mit Pendeluhr und Tischlerhobelbank, der behauptete, den Transit dieses Planeten beobachtet zu haben, von aufgeregten Astronomen bei der Sonnenfinsternis 1878 und davon, warum Einstein schließlich keinen Vulkan brauchte, um alles zu erklären. Die Allgemeine Relativitätstheorie erledigte das in einem Satz.
Ganz leer ist die innere Sonnennähe aber nicht. Unsere beiden Himmelsspaziergänger nehmen auch die sogenannten Vulkanoide unter die Lupe – einen hypothetischen Asteroidengürtel, der bislang noch niemand gefunden hat – sowie sonnenstreifende Kometen und die Frage, was moderne Sonnensatelliten heute eigentlich alles erspähen.
In „Hinter der Schlagzeile" weiten Susanne und Paul den Blick auf fremde Sonnensysteme: Eine neue Auswertung von TESS-Daten zeigt, dass um die häufigsten Sterne der Milchstraße – die kleinen Roten – fast ausschließlich Supererden kreisen, während gasreiche Planeten dort kaum vorkommen. Warum? Und was bedeutet das für die Frage nach Leben in diesen Systemen?
Eine Folge voller detektivischer Spurensuche, überraschender Wendungen und dem wohligen Schwindel, wenn man begreift, wie nah die Sonne wirklich brennt. Also: Kopfhörer auf, Sonnenschirm beiseite – und mit Susanne und Paul weiter durch die Galaxis schlendern!