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Gemeinsam durch die Galaxis

Planetarium Bochum
Gemeinsam durch die Galaxis
Neueste Episode

90 Episoden

  • Gemeinsam durch die Galaxis

    Episode 85: Artemis - Rückkehr zum Mond

    07.05.2026 | 45 Min.
    Ein Planet, den es nicht gibt und der trotzdem für Jahrzehnte die Astronomie in Atem hielt. In dieser Folge wagen sich Susanne und Paul in Sonnennähe, vorbei an Merkur, hinein in eine Region des Sonnensystems, die kaum ein Instrument je wirklich gesehen hat. Was steckt hinter dem hypothetischen Planeten Vulkan – und nein, damit ist nicht der Heimatplanet von Mister Spock gemeint?
    Den Ausgangspunkt liefert ein elegantes Rätsel aus dem 19. Jahrhundert: Die Bahn des Merkur verhielt sich ein winziges bisschen anders, als die Newtonsche Physik vorhersagte. Der berühmte Bahnrechner Urbain Le Verrier, derselbe, der auf dem Papier den Neptun gefunden hatte, schloss kühn: Da muss noch etwas sein, noch näher an der Sonne. Susanne und Paul erzählen von einem französischen Landarzt mit Pendeluhr und Tischlerhobelbank, der behauptete, den Transit dieses Planeten beobachtet zu haben, von aufgeregten Astronomen bei der Sonnenfinsternis 1878 und davon, warum Einstein schließlich keinen Vulkan brauchte, um alles zu erklären. Die Allgemeine Relativitätstheorie erledigte das in einem Satz.
    Ganz leer ist die innere Sonnennähe aber nicht. Unsere beiden Himmels­spaziergänger nehmen auch die sogenannten Vulkanoide unter die Lupe – einen hypothetischen Asteroidengürtel, der bislang noch niemand gefunden hat – sowie sonnenstreifende Kometen und die Frage, was moderne Sonnensatelliten heute eigentlich alles erspähen.
    In „Hinter der Schlagzeile" weiten Susanne und Paul den Blick auf fremde Sonnensysteme: Eine neue Auswertung von TESS-Daten zeigt, dass um die häufigsten Sterne der Milchstraße – die kleinen Roten – fast ausschließlich Supererden kreisen, während gasreiche Planeten dort kaum vorkommen. Warum? Und was bedeutet das für die Frage nach Leben in diesen Systemen?
    Eine Folge voller detektivischer Spurensuche, überraschender Wendungen und dem wohligen Schwindel, wenn man begreift, wie nah die Sonne wirklich brennt. Also: Kopfhörer auf, Sonnenschirm beiseite – und mit Susanne und Paul weiter durch die Galaxis schlendern!
  • Gemeinsam durch die Galaxis

    Episode 84: Weltraumwetter

    23.04.2026 | 37 Min.
    Alle reden übers Wetter und Susanne und Paul tun es diesmal auch. In dieser Folge schlendern unsere beiden Himmelsspaziergänger durch das Phänomen des Weltraumwetters: Woher kommt es, was kann es anrichten und wann sorgt es dafür, dass der Himmel über Deutschland in Grün und Rot leuchtet?
    An den Ausgangspunkt erinnern sich sicher die meisten: die spektakulären Polarlichter im Januar 2026, die auch über dem Ruhrgebiet gut sichtbar über den Himmel tanzten. Was steckt dahinter? Die Antwort führt schnell zur Sonne, zu Sonnenflecken, koronalen Massenauswürfen und dem elfjährigen Aktivitätszyklus unseres Sterns. Susanne und Paul erklären, wenn der Sonnenwind zu einem Kurzschluss im Magnetfeld der Erde führt, warum die energiereichsten Teilchen schon nach Minuten bei der Erde ankommen und warum Amateurfunker oft als erste merken, wenn ein Sonnensturm unterwegs ist.
    Doch der Spaziergang endet nicht an der Erdatmosphäre. Denn auch Milliarden anderer Sterne machen Sternwind und manchmal schickt das Universum Teilchen auf den Weg, deren Energie die unserer besten Beschleuniger weit übersteigt. Von galaktischen Winden bis zu den riesigen Cherenkov-Teleskopen auf La Palma: Der Blick weitet sich vom Wohnzimmer bis an den Rand der Milchstraße.
    In „Hinter der Schlagzeile" nehmen Susanne und Paul eine außergewöhnliche Entdeckung unter die Lupe: eine Galaxie im Perseus-Galaxienhaufen, die zu über 99 Prozent aus dunkler Materie zu bestehen scheint und deren schwaches Glimmen sich nur durch vier verdächtig nah beieinander liegende Kugelsternhaufen verriet. Seltener Ausreißer oder bisher übersehener Normalfall?
    Eine Folge voller Sonnenstürme, magnetischer Kapriolen und kosmischer Unsichtbarkeit, für alle, die beim nächsten Polarlicht nicht nur staunen, sondern auch verstehen wollen, was da oben eigentlich los ist.
  • Gemeinsam durch die Galaxis

    Episode 86: Die Suche nach Vulkan

    23.04.2026 | 40 Min.
    Ein Planet, den es nicht gibt – und der trotzdem für Jahrzehnte die Astronomie in Atem hielt. In dieser Folge wandern Susanne und Paul tief in die Sonnennähe, vorbei an Merkur, hinein in eine Region des Sonnensystems, die kaum ein Instrument je wirklich gesehen hat. Was steckt hinter dem hypothetischen Planeten Vulkan – und nein, nicht dem Heimatplaneten von Mister Spock?
    Den Ausgangspunkt liefert ein elegantes Rätsel aus dem 19. Jahrhundert: Die Bahn des Merkur verhielt sich ein winziges bisschen anders, als die Newtonsche Physik vorhersagte. Der berühmte Bahnrechner Urbain Leverier – derselbe, der auf dem Papier den Neptun gefunden hatte – schloss kühn: Da muss noch etwas sein, noch näher an der Sonne. Susanne und Paul erzählen von einem französischen Landarzt mit Pendeluhr und Tischlerhobelbank, der behauptete, den Transit dieses Planeten beobachtet zu haben, von aufgeregten Astronomen bei der Sonnenfinsternis 1878 – und davon, warum Einstein schließlich keinen Vulkan brauchte, um alles zu erklären. Die Allgemeine Relativitätstheorie erledigte das in einem Satz.
    Ganz leer ist die innere Sonnennähe aber nicht. Unsere beiden Himmels­spaziergänger nehmen auch die sogenannten Vulkanoide unter die Lupe – einen hypothetischen Asteroidengürtel, der bislang noch niemand gefunden hat – sowie sonnenstreifende Kometen und die Frage, was moderne Sonnensatelliten heute eigentlich alles erspähen.
    In „Hinter der Schlagzeile" weiten Susanne und Paul den Blick auf fremde Sonnensysteme: Eine neue Auswertung von TESS-Daten zeigt, dass um die häufigsten Sterne der Milchstraße – die kleinen Roten – fast ausschließlich Supererden kreisen, während gasreiche Planeten dort kaum vorkommen. Warum? Und was bedeutet das für die Frage nach Leben in diesen Systemen?
    Eine Folge voller detektivischer Spurensuche, überraschender Wendungen und dem wohligen Schwindel, wenn man begreift, wie nah die Sonne wirklich brennt.
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    Episode 83: Zeitreisen

    09.04.2026 | 38 Min.
    Wäre es möglich, einfach einen Schritt aus dem Zeitpfeil herauszutreten und an einem anderen Punkt wieder einzusteigen? In dieser Folge schlendern Susanne und Paul durch eine der faszinierendsten Fragen der Physik: Sind Zeitreisen möglich und wenn ja, wohin führen sie eigentlich?
    Der Weg beginnt sanft: Denn schon beim Blick in den Nachthimmel reisen wir in gewisser Weise in die Vergangenheit. Der Mond, wie er vor 1,3 Sekunden war. Die Sonne, ihr Licht ist acht Minuten jung. Und die entferntesten Sterne der Milchstraße – wir reisen zehntausende Lichtjahre zurück in der Zeit. Unsere beiden Himmelsspaziergänger folgen diesem Gedanken zunächst ganz entspannt, bevor es steiler wird: Können wir, angetrieben von der speziellen Relativitätstheorie, tatsächlich mit einem fast lichtschnellen Raumschiff in die Zukunft aufbrechen? Und was bedeutet es, wenn man nach wenigen Wochen Reisezeit zurückkommt, die Welt aber ein Jahrzehnt weitergelaufen ist?
    Noch verwinkelter wird der Pfad bei der Reise in die Vergangenheit. Das Großvaterparadoxon wartet um die nächste Kurve, Hawkings „Chronology Protection Conjecture" wirft seine Schatten voraus und die „Viele-Welten-Theorie“ öffnet einen Abzweig, der in gleich mehrere Universen führt. Ist der Zeitpfeil wirklich unumkehrbar? Oder gibt es Schlupflöcher in der Raumzeit, durch die sich ein gedanklicher Spaziergang lohnt?
    In „Hinter der Schlagzeile" richtet sich der Blick auf das neue Vera-Rubin-Teleskop in Chile – eine kosmische Entdeckungsmaschine, die allein in einer einzigen Testnacht 800.000 Veränderungen am Himmel aufgespürt hat. Was bedeutet das für die Astronomie? Und wer soll das alles eigentlich nachbeobachten?
    Eine Folge voller Gedankenexperimente, physikalischer Wegbiegungen und ehrlicher Grenzmarkierungen zwischen dem, was möglich ist – und dem, was vielleicht für immer Spekulation bleibt. Also: Kopfhörer auf, Zeitpfeil im Blick – und mit Susanne und Paul weiter durch die Galaxis!
  • Gemeinsam durch die Galaxis

    Episode 82: Mega Constellations: Satellitenschwärme

    26.03.2026 | 36 Min.
    Der Erdorbit füllt sich – und zwar rasant. In dieser Folge wandern Susanne und Paul nicht weit hinaus in die Tiefen des Alls, sondern richten den Blick in den nahen Himmel: auf die Flut von Satelliten, die unseren Planeten wie ein technologisches Geflecht umhüllt. Von den ersten Starlink-Ketten, die ahnungslose Beobachter am Abendhimmel in staunendes Kopfschütteln versetzt haben, bis hin zu Megakonstellationen mit Zehntausenden geplanter Objekte – unsere beiden Himmelspaziergänger fragen, was dieses schillernde neue Himmelsgewimmel für Astronomie, den Nachthimmel als kulturelles Erbe der Menschheit und den freien Blick ins Weltall bedeutet.
    Denn so verführerisch globales Internet aus dem All klingt: Das Gedränge im niedrigen Erdorbit hat seinen Preis. Weshalb die Satellitenschwemme auch für Astrofotografen zunehmend zum Problem wird und warum durch ein beunruhigendes Szenario namens Kessler Syndrom eine einzige Kollision im Orbit den erdnahen Weltraum für Generationen unbrauchbar machen könnte, erklären euch Susanne und Paul in dieser Folge.
    In „Hinter der Schlagzeile" berichten unsere beiden Himmelsspaziergänger von „Sternenparks“: Auch in Deutschland entstehen immer wieder neue Regionen, in denen der Nachthimmel selbst unter Schutz gestellt wird. Das zeigt auch, dass Lichtverschmutzung längst kein Nischenthema, sondern mitten im Naturschutz angekommen ist.
    Also: Kopfhörer auf und mit Susanne und Paul den Blick nach oben richten – die Galaxis wartet!
Weitere Astronomie Podcasts
Über Gemeinsam durch die Galaxis
„Gemeinsam durch die Galaxis“ heißt der astronomische Plauder-Podcast mit Bochumer Planetariumsleiterin und Astronomin Prof. Dr. Susanne Hüttemeister und ihren galaktischen Mitreisen, darunter der stimmgewaltig-wortgewandte Kabarettist und Hobby-Astronom Jochen Malmsheimer in Staffel eins bis zweieinhalb, Astrophysiker Michael Büker bis in Staffel drei und Susannes langjähriger Freund und Astronomiekenner Paul Hombach ab Staffel vier.
Podcast-Website

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