Große Sprachmodelle in Form von ChatGPT, Perplexity oder Gemini geben Menschen das Gefühl, sie könnten mit Computern sprechen, würden verstanden. Die Informatikerin Katharina Zweig setzt sich seit einem Jahrzehnt verstärkt dafür ein, künstliche Intelligenz und ihre Anwendungen einer breiteren Öffentlichkeit zu erklären. Sie regt grundsätzliche Diskussionen darüber an, was wir eigentlich meinen, wenn wir von "künstlicher Intelligenz" sprechen, was es bedeuten könnte, von einem Computer "verstanden" zu werden, wie wir die Fähigkeiten der Maschinen sinnvoll nutzen können. Sie ist Informatik-Professorin an der TU Kaiserslautern, wo sie 2012 den damals einzigartigen Lehrgang Sozioinformatik einführte mit dem Ziel, die Auswirkung der Digitalisierung auf Individuum, Organisation und Gesellschaft zu untersuchen. Vergangenen Herbst erschien ihr jüngstes Buch mit dem Titel "Weiß die KI, dass Sie nichts weiß". Birgit Dalheimer hat sie zum Gespräch getroffen.