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118 Episoden

  • Im Gespräch

    Peter Strasser, Philosoph

    07.08.2026 | 53 Min.
    Als Kind hörte der Philosoph Peter Strasser oft: “Der Bub hat ungesunde Gedanken, der Bub beschäftigt sich mit komischen Fragen …“ Der erste Gedanke des Buben, wenn er morgens aufwachte, war tatsächlich, dass er einmal sterben, der zweite, dass das noch lange nicht der Fall sein wird. Dann bekam er Tuberkulose und musste noch vor der Volksschule für fast zwei Jahre in eine Lungenheilanstalt. Heute meint Peter Strasser, dass das Gefühl der Fremdheit in der Welt, das ihn auch philosophisch inspiriert, mit diesen frühen Kindheitserlebnissen zu tun hat. Seit seiner Emeritierung 2015 schreibt Peter Strasser ein Buch nach dem anderen, immer geht es um zentrale metaphysische Konzepte: Seele, Ganzheit, Ewigkeit, Sinn, Existenz, Apokalypse etc. „Die Philosophie hat zweifellos eine gesellschaftliche Verantwortung“ erklärt er im Gespräch mit Andreas Obrecht. Als Philosoph sei es Pflicht, das Böse, egal in welcher Erscheinung auch immer, gezielt zu bekämpfen. (WH von 27.2.2026)
  • Im Gespräch

    Kristina Lunz, feministische Außenpolitik

    06.08.2026 | 53 Min.
    So gut wie jede Frau, die im Internet unterwegs ist, erlebt Momente des Hasses. Vor allem von Männern – sagt Kristina Lunz. Die deutsche feministische Aktivistin wurde schon mehrfach in ihrem Leben Opfer von Online-Gewalt. Etwa als sie 2014 eine erfolgreiche Kampagne gegen die sexualisierte Darstellung von Frauen in der Boulevardzeitung „Bild“ startete. Und zuletzt im vergangenen Jahr nach einer Pressekonferenz zum Thema „Femizide und Abtreibungen“. Der Hass im Netz hat Kristina Lunz, Jahrgang 1989, Studium der Diplomatie, u.a. in Oxford, zu einem einschneidenden Schnitt in ihrer Karriere bewogen: Sie hat sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und das von ihr mitgegründete „Center for feminist foreign policy“ geschlossen. Mari Lang hat mit Kristina Lunz darüber gesprochen, warum das Internet vor allem für Frauen ein gefährlicher Ort ist, und weshalb es gerade heute in der Außenpolitik einen feministischen Blick braucht. (WH von 22.1.2026)
  • Im Gespräch

    Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler und Autor

    31.07.2026 | 53 Min.
    "Wir hören, was wir fühlen.", ist Bernhard Pörksen überzeugt. Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man selbst erlebt hat, aber, dass das Selbstdurchlebte eine Person feinfühliger werden lässt, offener, resonanzfähiger. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale im Zeitalter der Digitalisierung. In seinem 2018 erschienenen Buch "Die große Gereiztheit" hat er die verbreitete Medienmüdigkeit seziert und beschrieben, weshalb Empörung so oft reizvoller ist als Sachlichkeit oder respektvolle Auseinandersetzung. Gleichzeitig ist sein Interesse am Zuhören gewachsen. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer bezeichnete er das Zuhören als "stille Supermacht der Kommunikation". (WH von 2.1.2026)
  • Im Gespräch

    Bernhard Pörksen - Langversion

    31.07.2026 | 1 Std. 14 Min.
    "Wir hören, was wir fühlen.", ist Bernhard Pörksen überzeugt. Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man selbst erlebt hat, aber, dass das Selbstdurchlebte eine Person feinfühliger werden lässt, offener, resonanzfähiger. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale im Zeitalter der Digitalisierung. In seinem 2018 erschienenen Buch "Die große Gereiztheit" hat er die verbreitete Medienmüdigkeit seziert und beschrieben, weshalb Empörung so oft reizvoller ist als Sachlichkeit oder respektvolle Auseinandersetzung. Gleichzeitig ist sein Interesse am Zuhören gewachsen. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer bezeichnete er das Zuhören als "stille Supermacht der Kommunikation". (WH von 2.1.2026)
  • Im Gespräch

    Carmen Possnig, ESA-Ersatzastronautin und Medizinerin

    30.07.2026 | 53 Min.
    Carmen Possnig ist junge Ärztin im AKH Wien, als sie sich bei der ESA um einen ziemlich unkonventionellen Job bewirbt: Gesucht wird eine Forschungsärztin, die bereit ist, in den Jahren 2017/2018 insgesamt 13 Monate auf der Forschungsstation Concordia in der Antarktis zuzubringen und wissenschaftlich zu arbeiten. Neun dieser 13 Monate mit 12 anderen Crew-Mitgliedern in völliger Isolation, davon die halbe Zeit ohne Sonne und bei minus 80 Grad. Dieses Abenteuer wird ihr gesamtes Leben und auch ihre ärztliche Karriere grundlegend verändern. Kurz danach bewirbt sich Carmen Possnig abermals: Nach eineinhalb Jahren eines sehr anspruchsvollen Aufnahmeverfahrens geht ihr Kindheitstraum tatsächlich in Erfüllung, sie wird Reserveastronautin bei der ESA. Mit einem Zitat aus Carmen Possnigs Buch „Südlich vom Ende der Welt. Wo die Nacht vier Monate dauert und ein warmer Tag minus 50 Grad hat“ beginnt Andreas Obrecht sein Gespräch mit ihr. (WH von 27.3.2026)
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