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Hörtext zum ersten Unterricht des Weltweiten Kabbala Kongresses (19-21 Feb 2026)
ZUSAMMENFASSUNG:
Der Text beginnt mit einem Zitat aus dem Sohar (Nasso), das betont, wie sehr der Schöpfer mit den Menschen verbunden ist: wo immer sie sind, ist Er bei ihnen. Doch es liegt eine besondere Wichtigkeit darin, dass Menschen sich gemeinsam versammeln und einen Ort bereiten – symbolisiert durch den Tempel, in dem „Er unter ihnen wohnen will“. Diese Gemeinschaft wird als Mindestgemeinschaft von zehn Menschen beschrieben, weil bei dieser Anzahl eine vollständige spirituelle Struktur entsteht und die Shechina (göttliche Präsenz) offenbart werden kann.
Rabash erklärt weiter, dass diese zehn Menschen nicht einfach nacheinander kommen sollten, sondern gleichzeitig, weil sie gemeinsam ein einheitliches „Körpergefüge“ bilden, ein einziges, integriertes geistiges Wesen – ähnlich wie die Organe eines einzigen Körpers. Erst in dieser vollständigen Zehnergemeinschaft kann die spirituelle Kraft entstehen, in der der Schöpfer wohnt.
Um diesen Gedanken zu verstehen, unterscheidet Rabash zwei Pole: den Geber (den Schöpfer) und die Empfänger (Menschen). Der Schöpfer hat die Welt geschaffen, weil Er den Wunsch hatte, den Geschöpfen Gutes zu geben – dies ist Sein Wille und Sein Licht. Die Empfänger dagegen sind die Gefäße, die dieses Licht empfangen – zunächst mit dem Wunsch, Freude zu empfangen (Empfangen um zu empfangen).
Weil der ungekürzte Empfang jedoch zu einem Zustand führt, in dem der Empfänger nur an seinem eigenen Genuss interessiert ist, geschieht ein Zimzum (Beschränkung): Der Empfänger lernt, nicht um zu empfangen, sondern um zu geben. Diese Umkehr erzeugt ein neues Gefäß – das Or Choser (reflektiertes Licht), in dem der Mensch bestrebt ist, ähnlich dem Schöpfer zu werden und dem Oberen Gutes zu tun.
Aus dieser Perspektive wird deutlich: die spirituelle Arbeit besteht darin, dieses reflektierte Licht in sich zu entwickeln – also den Wunsch zu geben statt zu empfangen. Die Zehnergemeinschaft ist die Umgebung, in der diese Korrektur und das gemeinsame Streben nach dem Geben möglich werden, denn gemeinsam können die Teilnehmer eine gemeinsame Absicht formen, die größere Offenbarung der göttlichen Präsenz erreichen und sich gegenseitig bei der spirituellen Entwicklung unterstützen.
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