Im heutigen Kontext, der von Kriegen, Konflikten und Spannungen sowohl auf internationaler Ebene als auch innerhalb der Gesellschaften geprägt ist, schenken das Denken und das Lebenszeugnis Edith Steins, Märtyrin und Patronin Europas, ein tieferes Verständnis für den Wert der menschlichen Person als Fundament jeder authentischen Beziehung zu sich selbst und zum Anderen. Sie bieten zahlreiche Impulse, um im gegenwärtigen kulturellen, religiösen und politischen Panorama einen konstruktiven Dialog zu fördern und eine Kultur des Friedens aufzubauen.
Breslau – der Anfang (1. Teil):
Der erste Vortrag führt an den Geburtsort Edith Steins. Die schlesische Stadt Breslau – heute Wrocław – wurde vom britischen Historiker Norman Davies als „Mikrokosmos“ bezeichnet, da sich in ihr die wichtigsten Strömungen der mitteleuropäischen Geschichte begegneten – sei es im fruchtbaren Austausch oder in feindlicher Rivalität. Ausgehend von der Welt, in der Edith Stein aufwuchs und geprägt wurde, wird aufgezeigt, wie sie als Philosophin und gesellschaftlich engagierte Frau mit den Spannungen ihrer Zeit umging, um auf dem Fundament der Wahrheit Frieden zu stiften.
Auschwitz - Die Vollendung (2. Teil):
Der zweite Vortrag führt nach Auschwitz, den Ort des Martyriums Edith Steins. Das Vernichtungslager erinnert an die unzähligen jüdischen und anderen Opfer des terroristischen und kriegerischen Wahns im Herzen Europas. Im Blick auf die Vollendung ihres Lebens- und Glaubensweges widmen wir uns der Spiritualität und dem christlichen Engagement Edith Steins. Dabei fragen wir, wie sie als Christin der menschenfeindlichen Ideologie, der Verblendung der Vielen und dem Krieg begegnete – und wie ihr Zeugnis Zeichen des Friedens und der Hoffnung für kommende Generationen setzen kann.
Referenten: P. Dr. Lukasz Steinert OCD, Sr. Nicoletta Braus ST
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