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Lauf Alter

Tom Rottenberg, Egon Theiner
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    Gesa Koß, von schlechter Laune-Läuferin zur Frontrunner

    01.05.2026 | 39 Min.
    Gesa Koß kommt aus Norddeutschland, lebt seit 2011 in Wien und hat sich die Stadt längst zu eigen gemacht – inklusive Staatsbürgerschaft, Wiener Schmäh und Prater Hauptallee. Tagsüber sorgt sie bei Austro Control dafür, dass Flugzeuge sicher durch den österreichischen Luftraum kommen. Nach der Arbeit zieht sie die Laufschuhe an. Und hier ist sie Gast bei LAUF ALTER.
    Laufen? Dass es dazu einmal kommen würde, hätte sie selbst nicht vorhergesehen. Laufen? Das war früher gleichbedeutend mit Seitenstechen und schlechter Laune. Dann kam die Pandemie, und Spazierengehen war ihr einfach zu wenig. Sie begann gezielt zu laufen, lernte die richtige Technik bevor sie die Kilometer steigerte – und entdeckte plötzlich, was ihr Körper tatsächlich kann. Das Seitenstechen blieb aus. Die Leidenschaft blieb.
    Beim Vienna City Marathon 2024 lief sie die 42,195 Kilometer in 3:56 Stunden. Nicht auf Zeit, sondern auf Genuss – mit dem klaren Vorsatz, das Erlebnis so schön zu gestalten, dass sie es wiederholen will. Hat funktioniert. Als nächstes steht eine Sub-1:45 im Halbmarathon auf dem Programm, Hamburg hat diese Rechnung noch offen gelassen.
    Seit Anfang 2026 ist sie eine ASICS Frontrunner Österreich – und damit ein gutes Argument gegen das Klischee, dass Markenbotschafter zwingend reich an Followern sein müssen. Gesa Koß hat auf Instagram rund 700 Freunde und teilt dort, was Laufen ihr bedeutet. Für ASICS war genau das der Grund, sie ins Team zu holen.
    Außerdem ist sie Teil der "Running Underdogs" – einer Laufgruppe, die beweist, dass man (auch jenseits der 30) noch einige Leute überraschen kann. Der Name ist Programm: unterschätzt werden, und dann trotzdem auf dem Treppchen landen.
    Im Podcast sprechen Tom Rottenberg und Egon Theiner mit Gesa über Seitenstechen als Ausgangspunkt, über Marathon als Genusserlebnis, über 700 Follower als vollkommen ausreichend – und darüber, ob Trail als nächstes Kapitel auf sie wartet.
    Werbung wird auch gemacht: Für das Sportmagazin RUNNING & Fitness, das den Podcast in dieser dritten Saison dankenswerterweise unterstützt. Und für das Hochfügen Hightrails Festival am 9. August in Tirol, in dessen Rahmen die österreichischen Meisterschaften im Trail Classic ausgetragen werden. Drei Distanzen stehen zur Auswahl, jedermann und jederfrau findet bei diesem Hochamt des Trailsports die Herausforderung seiner bzw. ihrer Wahl!
    Mehr hier:
    https://hochfuegen-hightrails.at/
    https://running.co.at
    https://www.instagram.com/gesas_lauflife/
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    Alfred Biela - bei allen Vienna City Marathons im Ziel!

    24.04.2026 | 43 Min.
    Das ist eine Bonus-Episode von LAUF ALTER, der Aktualität geschuldet (der VCM liegt ja gerade mal ein paar Tage zurück), und der Persönlichkeit zu verdanken, die wir heute vor unseren Mikrophonen haben. Alfred Biela ist einer von ganz wenigen, die bei allen bisherigen Wien-Marathons am Start standen und das Ziel erreichten.
    Biela, Jahrgang 1952, ist ein besonderer Schlag Mensch. Er erzählt, wie er bei der ersten österreichischen Marathon-Meisterschaft (1983) als Zuschauer dabei war und von einer Zwölfjährigen fasziniert war: Monika Frisch gewann die Damenwertung. Von ihr inspiriert, besorgte er sich in Tony's Laufshop die notwendigen Schuhe und bestritt im Frühjahr 1984 den ersten Wien-Marathon. "Weil ich wissen wollte, ob ich das auch schaffe." Er schaffte es in 3:04 Stunden, "das war relativ gut, und ich habe ein bisschen trainiert vorher."
    Aus einem wurden zwei, drei, vier, und so weiter. Alfred Biela bestritt auch anderorts Marathon-Bewerbe, hauptsächlich in Niederösterreich und der Steiermark. Die Distanzen wurden länger, er bestritt 100 km-Rennen und 12- oder 24-Stunden-Läufe,
    "Einen Marathon pro Jahr zu laufen, das ist kein Problem. Aber jedes Jahr einen bestimmten zu bestreiten, das kann herausfordernd sein, Da muss alles passen, da darf man nicht verletzt sein oder krank", sagt Biela. "Einmal bin ich krank angetreten - davon muss ich nur abraten!"
    Der Lauf- und Bewegungsenthusiast freut, wie sehr sich die Stimmung in Wien und bei den Zuschauern im Laufe der Jahrzehnte verändert und verbessert hat. Beim ersten Marathon wurden die Teilnehmer:innen, nun ja: beschimpft ("schleichts euch, ihr Trottl'n!"), heute gehört der Event zu Wien. Und das ist gut so.
    Alfred Biela erzählt von seinem Vater, der mit 70 Jahren schneller war als er selbst heute. Er sagt von sich, dass er kein Wettkampftyp ist (aber ein bissl ein sportlicher Ehrgeiz ist schon vorhanden). "Ich bin nicht einer, der ins Ziel kommen und umfallen will - ich will lächelnd den Marathon beenden." In diesem Jahr 2026 warteten die VCM-Macher, ein Blumenstrauß, eine Finishermedaille und ein Spalier, gebildet von VCM-Mitarbeiter:innen, auf ihn. "Es ist eigentlich nicht so wichtig, was ich mache." Aber stolz, ein bisschen zumindest machen ihn seine Leistungen schon auch.
    Es ist ein Genuß, mit Alfred Biela zu plaudern! Unbedingt reinhören!
    Und abschließend, besten Dank an das Magazin RUNNING & Fitness, das den Podcast LAUF ALTER in dieser Season 3 unterstützt - ein Abonnement dieser Publikation zahlt sich allemal aus.
    Bewerben wollen wir auch das Hochfügen Hightrails Frestival am 9. August - da wird die österreichische Trail Classic-Meisterschaft ausgetragen, und es gibt Distanzen für alle! Alfred Biela wird da eher nicht dabei sein, aber so gut wie sicher beim 44. VCM 2027.
    Hier mehr erfahren:
    https://hochfuegen-hightrails.at
    https://www.running.co.at
    https://www.vienna-marathon.com/
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    Thomas Madreiter: Die Stadt gehört denen, die sie erlaufen

    17.04.2026 | 31 Min.
    Thomas Madreiter ist Wiens oberster Stadtplaner – und bekennender Marathonläufer. Im Gespräch mit LAUF ALTER-Hosts Egon Theiner und Tom Rottenberg erzählt er, wie beides zusammenhängt.
    Seine Laufgeschichte ist eine Geschichte des Scheiterns und Wiederanlaufens: Als 18-Jähriger von Knieproblemen gestoppt, zehn Jahre später wieder gescheitert, später dann ein weiterer Anlauf – seither läuft er nahezu täglich und hat zwischen 40 und 50 Marathons beendet. Sein schnellster: 3:18 Stunden in Linz.
    Wien erlebt er am liebsten zu Fuß – und zwar alle Ecken davon. Nicht nur den Wienerwald, den er als sein „Laufrevier des Herzens" bezeichnet, sondern auch Gewerbegebiete, Industrieareale und Stadtteile, die kaum jemand kennt. Während der Corona-Zeit lief er rund 20 "Privatmarathons" – mit Startzeit halb vier Uhr früh, um um 8 Uhr wieder zuhause zu sein. Die Stadt beim Aufwachen zu erleben, sei schlicht unschlagbar, sagt er.
    Als Stadtplaner ist Madreiter das Thema aktive Mobilität ein echtes Anliegen: Wer läuft, sieht die Stadt anders – Kreuzungen, die nicht funktionieren, Wege, die fehlen, Räume, die einladen oder abschrecken. Wissenschaftlich sei belegt, dass Fortbewegungsgeschwindigkeit bestimmt, wie viel man von einer Stadt wahrnimmt. Je langsamer, desto mehr.
    Zur umstrittenen Straßenbahnlinie über die Prater Hauptallee hat er eine klare Botschaft an die Laufcommunity: In Zukunft gibt es dort sieben Tage die Woche Wochenende – kein Autoverkehr mehr, nur die Straßenbahn, die an der Haltestelle verpflichtend anhält.
    Sein persönliches Ziel: so lange wie möglich selbstbestimmt in Bewegung bleiben. Jeder Lift, jede Rolltreppe – konsequent ignoriert.
    Herzlichen Dank an RUNNING & Fitness für die Unterstützung der Season 3 von LAUF ALTER, und vergesst nicht: Das Lauferlebnis des Sommers sind die Terra Raetica Trails in Tirol, Engadin und Südtirol!
    www.running.co.at
    www.terra-raetica-trails.com
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    Hans Ewald Grill, Spitzensportler, Lebensmeisterer, und blind

    03.04.2026 | 29 Min.
    In dieser LAUF ALTER-Folge erzählt Hans Ewald Grill, Paralympics-Teilnehmer und leidenschaftlicher Läufer, von seinem Leben als Blindensportler. Er verlor mit 14 Jahren infolge einer Explosion beim Zerlegen einer Flakgranate sein Augenlicht fast vollständig; nach mehreren Operationen blieb ihm teils noch ein Sehrest, der im Laufe der Jahre jedoch weiter abnahm. Sport war ihm schon als Kind vertraut — Fußball, Radfahren, Bergsteigen — und nach der Erblindung half ihm der Behindertensport wesentlich bei der Verarbeitung des Unglücks. Er begann mit langen Märschen, ging zum Langlaufen und später zum Laufen und alpinem Skisport über; er nahm an Sommer- und Winter-Paralympics teil und gewann bei Weltmeisterschaften und internationalen Wettbewerben Medaillen.
    Grill erklärt detailreich die Rolle und Anforderungen von Begleitläufern (Guides): Sie sollten schneller laufen können als der Blinde, müssen synchronisiert mit einem kurzen Band laufen, Hindernisse präzise und rechtzeitig ansagen und ein hohes Maß an Vertrauen aufbauen. Er betont, dass Begleitläufer rar, aber essenziell sind — nicht nur für Spitzensportler, sondern besonders für Kinder an Blindenschulen.
    Der New York Marathon – wo Podcast-Co-Host Tom Rottenberg Guide für Grill war - wird als Beispiel dafür genannt, wie bedeutsam große Events für blinde Läufer sind: Die Stimmung und Anfeuerung sind für sie ebenso intensiv oder gar intensiver als für Sehende.
    Persönlich zeigt Grill Humor und Gelassenheit im Umgang mit Alltagsbegegnungen; er schildert positive Erfahrungen mit hilfsbereiten Menschen und mahnt zugleich Achtsamkeit bei Handygebrauch an: Da stolpern Leute über den Blindenstock, weil sie zu sehr in ihre Accessoires vertieft sind.
    Eine wunderbare Episode, unterstützt vom Magazin RUNNING & Fitness, mit einer Persönlichkeit des Laufens und Lebens!
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    Ein LAUFALTER-Gast, mit dem niemand rechnen konnte

    01.04.2026 | 7 Min.
    Ein ganz besonderer Gast findet sich heute bei LAUF ALTER ein - es ist eine Überraschung, die es bis zuletzt auch bleiben soll! Soviel sei verraten - es geht um den Marathon. Reinhören!

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Über Lauf Alter

Tom Rottenberg und Egon Theiner, zwei mittelalte Männer mit Leidenschaft für den Sport, plaudern mit und ohne Gäste über alles, was mit dem Laufen zusammenhängt.
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