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Seelenfutter

Susanne Garsoffky, Friedemann Magaard & Kirche Husum
Seelenfutter
Neueste Episode

310 Episoden

  • Seelenfutter

    Seelenfutter 310: Von rosigem Flimmern und offenen Kinderaugen. Gedichte von Jakob Haringer und Jakob Bosshart

    02.10.2026 | 46 Min.
    „Immer steht man daneben“. Mit einem Leben an der Seitenlinie, daneben statt mittendrin, kennt sich der Dichter Jakob Haringer aus. Er lebte Jahrzehnte als Vagabund, unstet, getrieben, heimat- und oft auch obdachlos. Sein Gedicht „Land der Zauberer“ findet Worte dafür, dass Enttäuschung und Verzweiflung sich permanent anfühlen können: „Immer in Sehnsucht verwarten,… Hand ohne Glück, ohne Land!“ Und doch, zum Ende seines sehr bemerkenswerten Gedichts, leuchtet etwas auf, das fast nach Hoffnung klingt. Ein Wunder? Dazu stellen die beiden Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Wohin ich schaue“ des Schweizer Poeten Jakob Bosshart, dass vom Umgang mit Wundern handelt, vom Hadern bis zur intellektuellen Rationalisierung. Doch wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…: „Nun halt ich wieder Kinderaugen offen und weiß, das Wunder ist der Grund der Welt.“ Einfach wundervoll“ Dazu gibt es Bibelworte nach Markus und aus den Psalmen.
  • Seelenfutter

    Seelenfutter 309: Von verbrauchten Besen und gepflegten Zweifeln. Gedichte von Joachim Ringelnatz und Therese Chromik

    18.09.2026 | 45 Min.
    Als politischer Dichter hat sich Joachim Ringelnatz eher keinen Namen gemacht. Aber wenn er will, dann kann er. Sein Gedicht „Auskehr“ von 1927 nimmt klar Stellung, gegen die Saubermänner, gegen die „schundigen, verbrauchten Besen“, die alles auskehren wollen, nur nicht vor der eigenen Haustür. Da hilft nur ein zauberlehrlingsartiger Befehlston: „Sagen wir nur: Nein! In die Ecke, Besen, Besen!“ Und dazu kommt ein offenes Bekenntnis zu Schmutz und Schund, vor allem aber zur Freiheit. Großes Kino! Dazu stellen die beiden Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Zwiespalt“ von Therese Chromik, eine lyrische Fingerübung zu den Grundfiguren der Aufklärungsphilosophie und dem Zweifeln am Zweifeln. Aus der Vogelperspektive auf die Irrnisse und Wirrnisse früherer und heutiger Zeiten. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und nach Matthäus.
  • Seelenfutter

    Seelenfutter 308: Von einem Pflaumenbaum und kleinen Veilchensträußen

    04.09.2026 | 42 Min.
    Liebe. Irgendwie unkaputtbar. Selbst bei den Dichtern der neuen Sachlichkeit verirren sich zarte Empfindungen, möglicherweise zur Verwunderung der Dichter selbst. Bert Brecht sinniert in „Erinnerung an die Marie A.“ einer alten und lange vergangenen Liebe nach. So viel verblasst und vergessen ist, die alte Gestimmtheit hinterlässt Spuren. Dazu stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „In der Stadtbahn“ von Klabund, in der die Begegnung zwischen einer Prostituierten und einem lebensunerfahrenen „Jüngling“ zu beider Überraschung ganz erstaunliches hervorbringt. Bezaubernd das. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und aus den Psalmen.
  • Seelenfutter

    Seelenfutter 307: Von blauem Schnee und rotem Kleid. Gedichte von Emmy Hennings und Kurt Schwitters

    24.08.2026 | 49 Min.
    Zwei äußerst ungewöhnliche Liebesgedichte stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in der aktuelle Folge des Seelenfutter vor – Seelenfeinkost sozusagen. Emmy Hennings „Fremde Zärtlichkeit“ ist so fein wie melancholisch, eine kostbare Miniatur. Dagegen stürmt Kurt Schwitters „An Anna Blume – Merzgedicht I“ furios davon, enthemmt und entgrenzt, in fröhlicher Dada-Manier, eine knallende und wirbelnde Liebeserklärung. Heute mal etwas fürs Herz. Und spannend ist es auch. Dazu gibt es Bibelworte aus dem Ersten Johannesbrief und den Psalmen.
  • Seelenfutter

    Seelenfutter 306: Von einer beschäftigten Welt und einer begrabenden Leere. Gedichte von Heinrich Detering und Charles Baudelaire

    07.08.2026 | 49 Min.
    Was bleibt von Ikarus? Er flog und flog, bis er der Sonne zu nah kam. Der Fall kam jäh. Was bleibt? Das Gedicht „Wie Ikarus es sah“ von Heinrich Detering schaut eigentlich dran vorbei und beschreibt, wie das Leben ohne innezuhalten weitergeht in einer schwer beschäftigten Welt. Dazu stellen die Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard die Innenansichten des Ikarus, wie es das Gedicht „Klagen eines Ikarus“ von Charles Baudelaire in Worte bringt. Die Motive sind hehr, die Leere groß. Und was bleibt? Dazu gibt es Bibelworte aus dem Buch der Sprüche und dem Buch der Könige.
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Über Seelenfutter
Gespräche über das, was nährt. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Mit „Seelenfutter“ liefern Susanne Garsoffky, Publizistin aus Hamburg, und Friedemann Magaard, Pastor aus Husum, deshalb alternative Lebensmittel frei Haus. In ihrem Podcast bringen die beiden lyrische und biblische Texte zusammen und lassen sich dabei zuhören, was sie entdecken.
Podcast-Website

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