
Seelenfutter 291: Von schreckhafter Scheue und einem warmen Leben. Gedichte von Elizabeth Barrett Browning und Georg Stolzenberg
09.1.2026 | 48 Min.
Was haben ein neues Jahr und eine neue Liebe gemeinsam? Das Herz klopft, der Ausgang ist aber ungewiss. Von der riskanten Gestimmtheit junger Liebe handelt „Da diese Liebe anfing, war’s gewagt“, ein traumschönes Sonett der englisch-viktorianischen Lyrikerin Elizabeth Barrett Browning, deren Leben sich wie ein einziger Liebesroman erzählt. Dazu stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard Georg Stolzenbergs „Schon ruht deine kleine fremde Hand“, eine bezaubernde Miniatur eines kosmischen Moments, nämlich der ersten zarten Berührung von Liebenden. Daraus lässt sich einiges für den Zugang zum neuen, nicht ganz unproblematischen Jahr 2026 ableiten. Zusätzlich gibt es Bibelworte aus den Psalmen und von Jesaja.

Seelenfutter 290: Von einer Geschichte für die Armen und übervollen Menschenherzen. Gedichte von Ludwig Thoma und Stefan Zweig.
25.12.2025 | 40 Min.
Kling-Kling! In der Weihnachtsfolge des LyrikpodcastSeelenfutter legen die Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard zwei poetische Geschenke unter den Tannenbaum, die unterschiedlicher kaum sein können. Fast Zeitgenossen, so dichten der urbajuwarische Ludwig Thoma und der weltgereiste Großbürger Stefan Zweig sehr besonders zum Weihnachtsfest. „Die Heilige Nacht“ von Thoma erzählt schlicht und wirklich ergreifend die biblische Geburtsgeschichte und betont dabei die Perspektive der Armen: „Es ist eine G’schicht‘ für die Armen, kein Reicher war nicht dabei.“ Der erst 20jährige Stefan Zweig beschreibt in „Weihnacht“ dagegen überbordende kosmische Schwingungen der „Gnadennacht“, die die Seelen berühren. Dazu gibt es Bibelverse nach Lukas.

Seelenfutter Folge 289: Vom Mondenschein und Zauberliedern. Gedichte von Ricarda Huch und Therese Dahn
12.12.2025 | 35 Min.
Der Advent ist eine ruhige, stille Zeit. Mitnichten! Nicht nur,weil viele von Terminen gejagt werden, sondern auch, weil der Geist des Advents ein unruhiger ist, voller Sehnen, voller Erwartung. Vom Verlangen handeln die beiden Gedichte, die Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard im Lyrik-Podcast Seelenfutter vorstellen. „Sehnsucht“ von Ricarda Huch zeichnet ruhige, große Bilder des inneren Hingezogen-Seins. Dagegen wirbelt „Zu dir“ von Therese Dahn die großen Gefühle auf: Heißes Herz, schüttelnder Schmerz, Sturmgefieder. Auch da geht es um volle Hingabe – ein Kennzeichen der romantischen Liebe ebenso wie der tiefen spirituellen Existenz. Dazu gibt es Psalmenworte.

Seelenfutter Folge 288: Vom Schenken ohne List und einer Perle. Gedichte von Joachim Ringelnatz und Friedrich Hebbel
28.11.2025 | 44 Min.
Für viele ist es in diesen Wochen ein wichtiges Thema: DasSchenken. Es macht Freude, manchmal auch Druck. Was das Geschenken mit einem selbst zu tun hat, bedenkt der Dichter Joachim Ringelnatz in bezaubernden Versen: „Sei eingedenk, dass dein Geschenk du selber bist“. Dazu stellen Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Welt und ich“ von Friedrich Hebbel, das grundsätzlicher die Verhältnisse von innen und außen, von Abschottung oder Verschmelzung ausmalt, so tief, so bewegend: Schon diese beiden Gedichte sind Geschenke! Dazu gibt es Bibelworte aus Jesus Sirach und von Paulus.

Seelenfutter 287: Vom Abendrot und einer langen Nacht. Gedichte von Alfred Lichtenstein und Max Dauthendey
14.11.2025 | 44 Min.
Zum Volkstrauertag und in ungeordneter Zeit stellenSeelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard Gedichte von Kriegsahnung und Endlichkeit vor. Alfred Lichtensteins „Abschied“ entstand auf dem Weg zur Westfront im August 1914, einfach und klar, äußerst präzise und mit ironischen Verzerrungen. Wenige Wochen später fiel der 26jährige Dichter. Dazu erklingt „O Grille sing“ von Max Dauthendey, von Abschied, Nacht und offenen Herzen. Berührend im Zusammenspiel. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und aus einem Petrusbrief.



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