Im Jahr 1351 kam es im Bretagne-Konflikt des Hundertjährigen Krieges zu einem außergewöhnlichen Ereignis, dem sogenannten Turnier der Dreißig. Statt einer klassischen Schlacht einigten sich beide Seiten darauf, jeweils dreißig Kämpfer gegeneinander antreten zu lassen. Ein Kampf nach festen Regeln, der dennoch alles andere als ungefährlich war. Moritz und Michi schauen sich an, wie es zu dieser Entscheidung kam, welche Rolle ritterliche Ideale, Ehre und Propaganda spielten und wie der Kampf tatsächlich ablief. Dabei wird deutlich, dass das Turnier der Dreißig weniger ein Spiel als vielmehr eine brutal geführte Auseinandersetzung war, die exemplarisch zeigt, wie eng im Mittelalter Inszenierung und Gewalt miteinander verbunden sein konnten. Eine Folge über Rittertum, Kriegskultur und die Frage, wie viel „Turnier“ wirklich in diesem Kampf steckte.