Hörverstehen, Teil 1
Wir beschäftigen uns heute mit der Frage „Gleichberechti-
gung im Haushalt“ und konfrontierten über 50 verheiratete
Paare mit der Frage: „Wie teilen Sie sich die Arbeit im Haus-
halt?“ Hören Sie dazu einige Stellungnahmen:
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Na, eigentlich mach alles ich, ich bin zu Haus, daher koch
ich, ich wasch ab, ich bügle, ich versorge das Kind, na ja
mein Mann macht vielleicht den Abwasch und den Garten
– für den ist er zuständig und einkaufen gehn wir beide.
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Wo ich im Haushalt helfe, ach Gott kochen kochen tu immer
ich, das macht mir großen Spaß. Dafür wäscht meine Frau
eben ab ähm ... Wäsche waschen mach ich nicht so gerne
das macht sie, dafür geh ich immer gerne einkaufen und
Garten, Blumengießen, dass ich ein bisschen aus dem
Haus rauskomme.
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Tja, bei uns ist das so, mein Mann ist voll berufstätig, ich bin
zu Hause mit unseren zwei kleinen Kindern, 3 und 5 Jahre
alt, tja, und dann schaut’s so aus, dass ich koche, abwasche,
ähm, aufräumen, das muss auch ich machen, vor allem die
Kinderzimmer schauen ja wirklich immer schrecklich aus.
Wäschewaschen mach auch ich, ebenso das Bügeln. Das
Einkaufen übernimmt er, putzen tu ich und im Sommer be-
treut er den Garten und gießt die Blumen, denn Gartenar-
beit ist etwas, das kann ich nicht, das mag ich nicht.
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Puh, wissen Sie, bei uns ist das eigentlich ganz unterschied-
lich, das hängt von der Situation ab. Meistens koche ich und
gehe auch einkaufen, während meine Partnerin sich eher
mit Aufräumen und Abwaschen beschäftigt. Äh, die Wä-
sche, die teilen wir uns und, äh, Garten haben wir keinen,
daher fällt das weg.
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Also mein Mann, der ist ziemlich faul, der macht überhaupt
nur, was ihm Spaß macht. Einkaufen geht er ja – aber er hält
sich nicht an die Liste, die ich ihm aufschreibe, er kauft
immer irgendwas, meistens zu teure Sachen. Ab und zu
kocht er, aber das Abwaschen überlässt er mir, na, aufräu-
men tut er sowieso nicht, die Wäsche schmeißt er einfach
ins Eck, das ist meine Sache, von Putzen kann keine Rede
sein, also und um den Garten kümmert sich bei uns eigen-
lich überhaupt keiner – der verwildert.
Hörverstehen, Teil 2
J.: = Journalist
S.: = Frau Seiffert
J.: Der Turn- und Sportverein Neustadt wird in diesem Jahr
100 Jahre alt und feiert diesen Geburtstag mit einem gro-
ßen Programm. Ich begrüße dazu heute hier im Studio eine
Vertreterin des Turn- und Sportvereins Neustadt, Frau Seif-
fert. Guten Tag!
S.: Guten Tag!
J.: Frau Seiffert, welche Aufgaben haben Sie denn im Ver-
ein?
S.: Ja, also ich führe bei allen Sitzungen Protokoll. Ich
schreibe also alles auf, worüber diskutiert wird und was
beschlossen wird. Schriftführerin heißt das.
J.: Aha. Vielleicht liegen Ihnen als Schriftführerin da sogar
noch Papiere aus den ersten Vereinsjahren vor... ?
S.: Ja, so ist es. Unsere Kollegen früher waren nämlich äu-
ßerst sorgfältig. So konnten wir in unserer Festzeitung zum
100. Geburtstag das Programm von der ersten Hauptver-
sammlung des Vereins veröffentlichen. Das macht sich sehr
nett.
J.: Unglaublich, dass trotz der zwei Kriege in diesem Jahr-
hundert solche Papiere und Unterlagen noch vorhanden
sind. Also, ich nehme mal an, als Ihr Verein vor 100 Jahren
gegründet wurde, war Sport doch sicher nur eine Sache für
Männer?
S.: Ja, klar. Am Anfang war Sport reine Männersache. Es
hat 16 Jahre gedauert, bis bei uns die ersten Frauen dazu-
kamen. Das war ein echter Fortschritt für die Zeit damals,
Anfang des 20. Jahrhunderts.
J.: Ja, das kann man sich gut vorstellen. Wie viele Frauen
haben Sie denn heute im Verein im Vergleich zu Männern?
S.: Ja, also heute sind es ziemlich viele. Über 50 Prozent der
Mitglieder sind Frauen, d. h. mehr als 1000 der insgesamt
2000 Mitglieder.
J.: Ihr Verein hat ja hier in Neustadt eine schöne Anlage mit
Sportplätzen im Freien und einer großen Halle. Wer finan-
ziert denn das eigentlich alles?
S.: Ja, also 50 Prozent des Geldes, das wir brauchen, be-