Unter Verdacht – der Schweizer Crime-Podcast
Tages-Anzeiger, Berner Zeitung, Basler Zeitung

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94 Episoden
- Gstaad liegt nur rund zwei Stunden von Bern entfernt. Mit dem Zug geht es via Zweisimmen hoch auf gut tausend Meter über Meer – in ein traditionelles Bergdorf mit klassischen Chaletbauten, gepflegten Holzfassaden, umgeben von Bergen.
Doch es gibt noch eine andere Seite von Gstaad: jene des internationalen Jetsets. Im Dorf stehen sechs 5-Sterne-Luxushotels. Über 50 Milliardäre besitzen Immobilien in Gstaad. Am Hang stehen prunkvolle Luxuschalets, die meist im Untergrund noch viel grösser sind, als sie von aussen scheinen. Wer in Gstaad Geld hat, lässt sich bedienen. In Luxuschalets und Nobelhotels ist es normal, dass auf jeden Gast eine angestellte Person kommt. Die Angestellten putzen, kaufen ein, kochen, hüten Kinder.
Zu jenen, die in den Chalets putzen und haushalten, gehören zwischen 2014 und 2020 auch verschiedene Frauen aus Serbien. Viele von ihnen kommen aus der Region Belgrad, leben in sehr einfachen Verhältnissen. Sie halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, kämpfen gegen Armut.
Bis sie ein attraktives Jobangebot in der Schweiz erhalten. Die einen kontaktiert ein Jobvermittler direkt, die anderen hören davon in einem Werbespot im serbischen Lokalradio. Das Angebot: drei Monate Haushaltsarbeit in Gstaad, sechs Tage pro Woche, acht Stunden pro Tag, für 1’500 Franken pro Monat. Kost und Logis inbegriffen. Für die Frauen ist das ein sehr guter Lohn. Doch kaum sind sie in der Schweiz, sehen sie sich mit einer ganz anderen Realität konfrontiert.
Was finden die Frauen in Gstaad vor? Für wen arbeiten sie? Zu welchen Bedingungen? Und wie geht es ihnen dabei?
Bundeshausredaktor Quentin Schlapbach hat seit 2020 immer wieder zur Situation der serbischen Frauen in Gstaad recherchiert. In der ersten von drei Folgen der «Unter Verdacht»-Serie «Ausbeutung im Luxusort» erzählt er, wie ein serbisches Ehepaar die Haushälterinnen in Gstaad immer mehr unter Druck setzt.
Gast: Quentin Schlapbach
Host: Noah Fend
Skript: Noah Fend
Schnitt und Produktion: Sara Spreiter
Experte: Thomas Hasler
Artikel zum Fall:
Die serbischen Putzfrauen arbeiteten auch für Madonna – für 5.50 Franken pro Stunde
«Die Frauen waren zufrieden und wollten immer wiederkommen»
Sie putzten für die Reichsten der Schweiz – 7 Tage pro Woche, 16 Stunden am Tag, für 1500 Franken im Monat
«Wenn es nötig war, habe ich sogar zum Staubsauger gegriffen»
Sie mussten zehn Freier am Tag bedienen – vom Lohn sahen sie nur die Hälfte
Die Top 50 in der Oase der Superreichen
Folge von «Apropos» – der tägliche Podcast: Menschenhandel-Prozess von Gstaad: das Machtgefälle hinter der Luxusfassade
Fachstellen in der Schweiz:
SOLVA – Gemeinsam gegen Menschenhandel & Missbrauch
Opferhilfe Schweiz
Limita – Fachstelle zur Prävention sexueller Ausbeutung
Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration FIZ
Hotline: ACT212
Platforme traite
Rahab – Fachstelle für Menschen im Rotlichtmilieu
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Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising. - Der Podcast «Unter Verdacht» war am 5. Oktober live zu Gast im Kaufleuten in Zürich. In der Live-Folge geht es um einen der erschütterndsten Femizide der Schweiz und das schlimmstmögliche Ende einer Gewaltspirale, die sich über einen längeren Zeitraum immer weiter zugespitzt hat. Es geht aber auch um die Geschichte von einem Prozess, der sehr emotional geführt wurde. Über Fälle von häuslicher Gewalt, die in der Schweiz weiter zunehmen. Und über die Rolle der Medien, die in diesem Fall Fragen aufwirft.
«Dieser Fall hat unsere Realität verändert», sagt der Gerichtspräsident an der Urteilsverkündung am 13. Mai 2026 am Strafgericht Muttenz. Vor dem Gericht steht der Angeklagte Adrian F. (Name geändert). Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 13. Februar 2024 seine Ehefrau Sofia B. (Name geändert) in ihrem gemeinsamen Haus in Binningen getötet zu haben.
Nach zwei Tagen Prozess wird er wegen Mordes und Störung des Totenfriedens zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Adrian F. bestreitet den Vorwurf des Mordes. Er beruft sich auf Notwehr und hat das erstinstanzliche Urteil weitergezogen. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Der Fall hat weit über die Region hinaus für Aufsehen gesorgt. Er erzählt von einer Beziehung, die nach aussen hin lange Zeit intakt schien – während sich im Innern eine Spirale der Gewalt zuspitzte. Zugleich wirft der Fall grundsätzliche Fragen auf: Wo steht die Schweiz im Umgang mit häuslicher Gewalt? Und welche Verantwortung tragen die Öffentlichkeit und die Medien im Umgang mit einer solchen Tat?
Gast: Alexandra Aregger und Thomas Hasler
Host: Noah Fend und Sara Spreiter
Skript: Valeria Mazzeo, Sara Spreiter und Noah Fend
Hier lesen Sie unsere Berichterstattung über den Fall Binnigen:
Binningen Femizid: Täter erhält lebenslänglich für Mord an Frau
Sie ordnet sich nicht unter – er vernichtet ihr Leben
Anwältin klagt an: «Er macht das Opfer nachträglich zur Täterin»
«Kränkung, Rache, massive Wut»: Anklage zum Femizid von Binningen liegt vor
«Sie war ein ganz toller Mensch» – nach Urteil brechen ihre Freundinnen in Jubel aus
Leitartikel zum Femizid-Prozess: Und wieder geht es um Macht: Der Fall Binningen und seine Lektionen für die Schweiz
Hilfe bei häuslicher Gewalt
Häusliche Gewalt umfasst nicht nur körperliche, sondern auch psychische oder sexuelle Gewalt. Hier finden Betroffene und Drittpersonen Hilfe:
Im Notfall: Die Polizei alarmieren (Tel. 117), medizinische Hilfe anfordern (Tel. 144)
Die Opferhilfenummer 142 richtet sich an Menschen, die psychische, physische oder sexuelle Gewalt erleben – zu Hause, in Beziehungen oder im öffentlichen Raum.
Die Opferhilfe Schweiz bietet für Betroffene und deren Umfeld in jedem Kanton kostenlose, vertrauliche und anonyme Beratung.
Weibliche Betroffene finden in den Frauenhäusern Zuflucht, für Männer bietet der Verein Zwüschehalt entsprechende Plätze an.
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Crime zum selber Rätseln: Die Krimi-Trails der Südostbahn führen dich in spannende Fälle wie „Mord im Schloss“ und „Mord im Kanal“. Plane jetzt deinen nächsten Krimi-Ausflug: https://sob.ch/krimi
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Am 13. Februar 2024 tötet Adrian F. im gemeinsamen Haus in Binningen seine Frau. Anschliessend beseitigt er ihre Leiche, geht joggen und mit den Kindern essen. Währenddessen ruft er seine Frau immer wieder aufs Handy an. Am Abend findet der Vater des Opfers, der nach seiner Tochter sucht, ihre Überreste im Keller des Hauses.
Adrian F. wird noch vor Ort verhaftet und kommt wenig später in Untersuchungshaft. Mehrfach beantragt Adrian F. daraufhin seine Entlassung, eines der Gesuche zieht er bis ans Bundesgericht. Durch das öffentlich zugängliche Bundesgerichtsurteil werden erstmals die Details über den Fall bekannt. Verschiedene Medien greifen daraufhin die Geschichte auf und verbreiten auch die grausamsten Einzelheiten der Tat – teils mit Namen und Bildern des Opfers und dessen Familie. Einige Medien werden für ihre Berichterstattung später vom Presserat gerügt.
Im Mai 2026 kommt der Fall vor das Strafgericht Muttenz. Rund hundert Menschen versammeln sich am Tag der Urteilsverkündung vor dem Gericht, um Sofia B. zu gedenken und ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.
Das Gericht spricht Adrian F. nach dem zweitägigen Prozess wegen Mordes und Störung des Totenfriedens schuldig und verhängt eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Adrian F. hat es weitergezogen. Er sagt, in Notwehr gehandelt zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Wie lief der Prozess genau ab? Welche Verantwortung tragen Medien in der Berichterstattung zu einer solchen Tat? Und warum hat gerade dieser Fall eine solche gesellschaftliche Wirkung entfaltet?
Recherchedesk-Reporterin und «Apropos»-Host Alexandra Aregger war beim Prozess in Muttenz dabei. In der letzten Folge der «Unter Verdacht»-Serie berichtet sie über das Verfahren und die Reaktionen auf das Urteil. Gerichtsreporter Thomas Hasler ordnet zudem die medienethischen Fragen und den aussergewöhnlich emotionalen Ton der Urteilsverkündung ein.
Gast: Alexandra Aregger
Host: Sara Spreiter
Skript: Valeria Mazzeo, Sara Spreiter
Schnitt und Produktion: Valeria Mazzeo
Expertin: forensische Psychologin May Beyli
Experte: langjähriger Gerichtsreporter Thomas Hasler
Hier lesen Sie unsere Berichterstattung über den Fall Binnigen:
Binningen Femizid: Täter erhält lebenslänglich für Mord an Frau
Sie ordnet sich nicht unter – er vernichtet ihr Leben
Anwältin klagt an: «Er macht das Opfer nachträglich zur Täterin»
«Kränkung, Rache, massive Wut»: Anklage zum Femizid von Binningen liegt vor
«Sie war ein ganz toller Mensch» – nach Urteil brechen ihre Freundinnen in Jubel aus
Leitartikel zum Femizid-Prozess: Und wieder geht es um Macht: Der Fall Binningen und seine Lektionen für die Schweiz
Hilfe bei häuslicher Gewalt
Häusliche Gewalt umfasst nicht nur körperliche, sondern auch psychische oder sexuelle Gewalt. Hier finden Betroffene und Drittpersonen Hilfe:
Im Notfall: Die Polizei alarmieren (Tel. 117), medizinische Hilfe anfordern (Tel. 144)
Die Opferhilfenummer 142 richtet sich an Menschen, die psychische, physische oder sexuelle Gewalt erleben – zu Hause, in Beziehungen oder im öffentlichen Raum.
Die Opferhilfe Schweiz bietet für Betroffene und deren Umfeld in jedem Kanton kostenlose, vertrauliche und anonyme Beratung.
Weibliche Betroffene finden in den Frauenhäusern Zuflucht, für Männer bietet der Verein Zwüschehalt entsprechende Plätze an.
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Am 13. Februar 2024 tötet Adrian F. (Name geändert) seine Frau und beseitigt anschliessend ihre Leiche. Was er in den Stunden nach der Tötung tut, erschüttert selbst erfahrene Ermittlerinnen und Ermittler.
Was geschah an diesem 13. Februar? Wie erklärt Adrian F., was an diesem Tag passiert ist? Wie geht es für ihn nach der Verhaftung weiter? Und wie wird gewaltbetroffenen Frauen in der Schweiz Schutz geboten?
In der zweiten Folge von «Unter Verdacht» zum Femizid von Binningen rekonstruiert Alexandra Aregger die Tat und die Wochen danach. Sie nimmt die Hörerinnen und Hörer ausserdem mit auf einen Rundgang ins Luzerner Frauenhaus und zeigt, welchen Schutz betroffene Frauen dort finden.
Bis heute gibt es im Fall kein rechtskräftiges Urteil, für Adrian F. gilt die Unschuldsvermutung.
Gast: Alexandra Aregger
Host: Sara Spreiter
Skript: Valeria Mazzeo, Sara Spreiter
Schnitt und Produktion: Valeria Mazzeo
Expertin: forensische Psychologin May Beyli
Experte: langjähriger Gerichtsreporter Thomas Hasler
Hier lesen Sie unsere Berichterstattung über den Fall Binnigen:
Binningen Femizid: Täter erhält lebenslänglich für Mord an Frau
Sie ordnet sich nicht unter – er vernichtet ihr Leben
Anwältin klagt an: «Er macht das Opfer nachträglich zur Täterin»
«Kränkung, Rache, massive Wut»: Anklage zum Femizid von Binningen liegt vor
«Sie war ein ganz toller Mensch» – nach Urteil brechen ihre Freundinnen in Jubel aus
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Hilfe bei häuslicher Gewalt
Häusliche Gewalt umfasst nicht nur körperliche, sondern auch psychische oder sexuelle Gewalt. Hier finden Betroffene und Drittpersonen Hilfe:
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Die Opferhilfenummer 142 richtet sich an Menschen, die psychische, physische oder sexuelle Gewalt erleben – zu Hause, in Beziehungen oder im öffentlichen Raum.
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«Dieser Fall hat unsere Realität verändert.» Mit diesen Worten schliesst der Gerichtspräsident am 13. Mai 2026 einen zweitägigen Prozess vor dem Strafgericht Muttenz. Im Zentrum steht ein Fall, der weit über die Schweiz hinaus für Aufsehen sorgte. Er löste eine internationale Debatte über Gewalt gegen Frauen sowie über die Verantwortung von Behörden und Medien aus.
Alles nimmt 2016 seinen Anfang. Sofia B. und Adrian F. lernen sich bei einem Skiausflug kennen und verlieben sich. Sie heiraten und werden kurz nacheinander zwei Mal Eltern. Nach aussen scheint ihr Familienglück perfekt: Er ist ambitionierter Unternehmer, sie erfolgreiches Model. Doch in der Beziehung gibt es schon früh Probleme.
Im Juli 2023 rückt die Polizei wegen häuslicher Gewalt zum gemeinsamen Haus aus. Im Dezember kommt es erneut zu einem Gewaltvorfall. In dieser Zeit befasst sich Sofia B. auch mit einer möglichen Trennung.
Am 13. Februar 2024 treffen sich die beiden zu einem Gespräch. Dann eskaliert die Gewalt. Was dort passiert, wird später ausführlich und emotional vor Gericht behandelt. Bis heute gibt es im Fall kein rechtskräftiges Urteil, für Adrian F. gilt die Unschuldsvermutung.
Wie konnte es so weit kommen? Was passiert beim Gespräch zwischen Sofia B. und Adrian F.? Und warum sind Trennungsmomente in gewalttätigen Beziehungen besonders heikel?
Alexandra Aregger , Reporterin des Recherchedesks und Host des täglichen Podcasts «Apropos», hat viel zu häuslicher Gewalt und zu Femiziden recherchiert und sich auch mit diesem Fall befasst. In der ersten von drei Folgen zum Femizid von Binningen zeichnet sie die Beziehung von Sofia B. und Adrian F. nach. Die forensische Psychologin May Beyli ordnet den Fall zudem im Kontext von häuslicher Gewalt und Femiziden in der Schweiz ein.
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Häusliche Gewalt umfasst nicht nur körperliche, sondern auch psychische oder sexuelle Gewalt. Hier finden Betroffene und Drittpersonen Hilfe:
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