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Uwe Kullnick
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  • Literatur Radio Hörbahn

    Karl-May-Kongress 2022 - Teil 4

    19.05.2026 | 1 Std. 1 Min.
    Karl-May-Kongress 2022 - Teil 4
    Vortrag Thomas Braatz: Der Münchmeyer-Verlag: Verleger, Nachfolger, die Autoren Karl May und Robert Kraft
    (Hördauer 60 Minuten)
    Diskussion zum Vortrag:
    (Hördauer 2 Minuten)

    Ein differenzierter Umgang mit Karl May. Die Karl-May-Gesellschaft tagt in der bayerischen Metropole in Kooperation mit der Bayerischen Amerika-Akademie

    Seit 1969 steht die Karl-May-Gesellschaft mit ihren Kongressen, Symposien und Publikationen für eine wissenschaftliche Erforschung von Leben und Werk Karl Mays (1842 – 1912). Der sächsische Fantast hat durch seine ›Reiseerzählungen‹ viele Generationen lang die Vorstellung der Deutschen und ihrer Nachbarn von außereuropäischen Kulturen geprägt. Wie wichtig ein differenzierter Umgang mit dem wirkungsmächtigen Autor ist, zeigt die lebhafte gesellschaftliche Debatte, die im August 2022 von der Entscheidung des Ravensburger Verlags ausgelöst wurde, die Begleitprodukte zu dem Kinofilm Der junge Häuptling Winnetou zurückzuziehen. Dabei ging es um die Frage, ob die in Nordamerika spielenden Erzählungen Karl Mays aus heutiger Sicht zu einer Diskriminierung indigener Kulturen und einer Verharmlosung der Verbrechen des Kolonialismus beitragen können. Die Karl-May-Gesellschaft lehnt es ab, historische Dokumente und Kunstwerke aus dem Verkehr zu ziehen oder zu verfälschen, beteiligt sich aber aktiv an der kritischen Aufarbeitung diskriminierender Diskurse. Sie hat sich zu der aktuellen Diskussion u. a. in einem Offenen Brief (Anlage) geäußert, den innerhalb von zwei Wochen rund 14000 Menschen durch ihre Unterschrift unterstützten, und bereitet weitere Aktivitäten zu einer vertieften wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Thematik vor.

    Dr. Frank Usbeck studierte Amerikanistik, Neue und Neueste Geschichte, Journalistik, und American Indian Studies an der Universität Leipzig und der University of Arizona. 2010 schloss er seine Dissertation über die Entwicklung der deutschen Indianerbegeisterung und deren Missbrauch durch die Nazipropaganda in den deutschen Printmedien zwischen 1925 und 1945 ab. Dem folgte ein Postdoc-Projekt an der TU Dresden über die kulturelle Arbeit amerikanischer Soldatenblogs, die Frank Usbeck aus der Perspektive indianischer Kriegerzeremonien betrachtete.

    Wem dies gefiel, der kann ja hier mal reinhören.
    oder hier: 

    Realisiert durch: Uwe Kullnick und Steven Lundström
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    Hörbahn on Stage: Michael Borgolte erläutert "Die Welten des Mittelalters" – anschließend spricht Uwe Kullnick mit dem Autor über dessen - Globalgeschichte der mittelalterlichen Welt -

    18.05.2026 | 1 Std. 18 Min.
    Hörbahn on Stage: Michael Borgolte erläutert "Die Welten des Mittelalters" – anschließend spricht Uwe Kullnick mit dem Autor über dessen - Globalgeschichte der mittelalterlichen Welt -
    Lesung Michael Borgolte (Hördauer ca. 25 min)
    Gespräch zwischen Michael Borgolte und Uwe Kullnick (Hördauer ca. 55 min)
    Moderation Uwe Kullnick

    Die globalisierte Welt der Gegenwart mit ihren Orientierungskrisen erfordert eine Neubestimmung auch des Mittelalters jenseits eurozentrischer Blickverengungen. Michael Borgolte zeigt in seiner magistralen Darstellung, dass Europa zwar stets ein Teil der größten «Welt» von drei Kontinenten – Europa, Asien und Afrika – war, aber sich erst in einem langanhaltenden historischen Prozess aus seiner globalen Randposition befreien und zur eigenständigen Gestaltungsmacht werden konnte. Der bedeutende Mediävist legt damit nichts Geringeres vor als die erste Globalgeschichte der mittelalterlichen Welt.
    Anders als heute war die mittelalterliche Welt noch nicht global vernetzt. Sie war geprägt von zahlreichen Lebenswelten, die sich inselartig über den Globus verteilten, von Amerika bis China, im Nordmeer und Pazifik, unterschiedlich verdichtet in Europa und Afrika. Doch diese Inseln waren nicht alle isoliert. Es entstanden zahlreiche wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Verbindungen von einer Intensität und Weite, die der Antike noch unbekannt waren. Mit stupender Gelehrsamkeit entfaltet Michael Borgolte in seinem Buch ein Panorama dieser Welten des Mittelalters und verknüpft sie zu einer Globalgeschichte, wie sie – auch international – noch nie geschrieben worden ist.  
     
    Michael Borgolte war Professor (em.) für mittelalterliche Geschichte an der Humboldt-Universität und einer der renommiertesten Mediävisten Deutschlands.  Er war seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte des Mittelalters an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist seit 2005 Ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Von 2005–2011 war er Sprecher des Schwerpunktprogramms der DFG „Integration und Desintegration der Kulturen im europäischen Mittelalter“, 2011 wurde er mit dem Advanced Grant des European Research Council 2011 für das Projekt: „FOUNDMED. Foundations in medieval societies. Cross-cultural comparisons“ ausgezeichnet (Laufzeit 2012–2017). Seine bislang letzten Bücher veröffentlichte er unter den Titeln: „Stiftung und Memoria“ (2012), „Mittelalter in der größeren Welt. Essays zur Geschichtsschreibung und Beiträge zur Forschung“ (2014) und „Weltgeschichte als Stiftungsgeschichte.Von 3000 v. u. Z. bis 1500 u. Z.“ (2017, engl. Übers. 2019). Seit 2016 ist er Senior Researcher und seit 2017 Gründungsdirektor des Berliner Instituts für Islamische Theologie der Humboldt-Universität. Zu seinen zahlreichen Publikationen gehören u.a. "Christen, Juden, Muselmanen. Die Erben der Antike und der Aufstieg des Abendlandes" (2006) sowie zuletzt "Weltgeschichte als Stiftungsgeschichte" (2017). 

    Termine Hörbahn on Stage in Schwabing 

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    oder vielleicht diese Sendung

    Redaktion und Realisation Uwe Kullnick
  • Literatur Radio Hörbahn

    "Meine erste Prüfung" – Kindheitserinnerungen aus der Ukraine von Irina Magritz Teil 9 Eimer überm Kopf

    17.05.2026 | 4 Min.
    "Meine erste Prüfung" – Kindheitserinnerungen aus der Ukraine von Irina Magritz
    Teil 9

    „Nach einem schweren Schicksalsschlag auf der Suche nach sich selbst, spürt die Autorin den Erinnerungssplittern ihrer Kindheit nach, beobachtet sich selbst beim Heranwachsen. Szenisch und eindringlich schildert sie den Überlebenskampf ihrer Familie, mal tragisch, mal komisch. Vom unbedarften Spiel mit Knochen auf den zerbombten Friedhöfen Akkermans über den geschwisterlich-kulinarischen Besuch des Marktes der Hungernden bis hin zum Geigenunterricht bei Meister Dajles in Kischinjow zeichnet sie ein zutiefst authentisches Bild des Lebens im Stalinismus aus herrlich kindlich-unpolitischer Perspektive.“
     
    Sprecherin Cassiel Metris
    Redaktion und Realisation Uwe Kullnick (Hördauer 4 Minuten)
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    Mordsmotive - Hinter den Kulissen mit Carolyn Srugies

    15.05.2026 | 26 Min.
    Mordsmotive - Hinter den Kulissen mit Carolyn Srugies
    (Hördauer ca. 27  Minuten)

    In der Reihe Mordsmotive – Ausgezeichnete Krimis stellen wir Ihnen die Shortlist der fünf Stipendiatinnen der Mörderischen Schwestern im Jahr 2025 vor. Heute hören Sie nun die Jurysekretärin Carolyn Srugies im Interview. Wir erfahren unter anderem, worauf es beim Einreichen von Texten für eine Bewerbung um das Stipendium ankommt und wer überhaupt teilnehmen kann.

    Moderation: Heike Stepprath
    Realisation: Uwe Kullnick
    Tontechnik: Jupp Stepprath
     
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  • Literatur Radio Hörbahn

    Die Spur des Silbers – Jagd nach dem Silber von Tillmann Bendikowski (Auszug 05) EJ-EB

    14.05.2026 | 9 Min.
    C.BertelsmannDie Spur des Silbers – Wie die Jagd nach dem Edelmetall unsere Welt verändert hat von Tillmann Bendikowski
    Auszug 05 
    (Hördauer 10 Minuten)

    Literatur Radio Hörbahn stellt dieses Buch in der Serie „Ein Jahr – ein Buch“ in besonderer Weise vor. Wir lesen 12 kleine Auszüge, die Einblick in historische Hintergründe, erzählerische Feinheiten und die besondere Atmosphäre des Textes geben. Monat für Monat nähern wir uns so den Spuren, die das Silber – als Rohstoff, Machtfaktor und Projektionsfläche – in Geschichte und Gegenwart hinterlassen hat.
    Unsere zwölf Sendungen werden das ganze Jahr hindurch jeweils an einem festen Tag im Monat online gestellt. So entsteht ein fortlaufender Hörfaden, dem man folgen kann wie einer historischen Spur, die sich nach und nach entfaltet.
    Es liest: Cassiel Metris

    Es ist weich und wandelbar, ein sagenhaftes Element, über Jahrhunderte brachte es Macht und Reichtum, aber auch Ausbeutung und Elend: Silber hat die Welt verändert. Und es bewegt unsere Welt bis heute, als Rohstoff und als Wertanlage. Tillmann Bendikowski erzählt uns seine atemberaubende Geschichte.

    In vielen Szenen beschreibt er die Jagd nach dem Edelmetall und verfolgt die Spur des Silbers rund um die Welt: Von der Ausbeutung der Silberminen durch die Spanier, den Silberflotten und der Sklaverei, vom globalen Handel, der neben grenzenlosem Profit auch Elend und Hunger mit sich brachte, über das NS-Raubsilber bis zum Familiensilber unserer Zeit. Es sind Geschichten von Königen und Sklaven, von Konquistadoren, Piraten und Kaufleuten. Ohne die faszinierende Geschichte des Silbers ist die Welt von heute nicht zu verstehen.

    Dr. Tillmann Bendikowski, geb. 1965, ist Journalist und promovierter Historiker. Als Gründer und Leiter der Medienagentur Geschichte in Hamburg schreibt er Beiträge für Printmedien und Hörfunk und betreut die wissenschaftliche Realisierung von Forschungsprojekten und historischen Ausstellungen. Seit 2020 ist er als Kommentator im NDR Fernsehen zu sehen, wo er in der Reihe »DAS! historisch« Geschichte zum Sprechen bringt, und zudem regelmäßiger Gesprächspartner bei Spiegel TV. Bei C.Bertelsmann erschienen »Ein Jahr im Mittelalter« (2019), »1870/71: Der Mythos von der deutschen Einheit« (2020), der Bestseller »Hitlerwetter. Das ganz normale Leben in der Diktatur: Die Deutschen und das Dritte Reich 1938/39« (2022) und zuletzt »Himmel Hilf. Warum wir Halt in übernatürlichen Kräften suchen: Aberglaube und magisches Denken vom Mittelalter bis heute« (2023).

    Schnitt, Technik Jupp Stepprath,  Realisation Uwe Kullnick
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    Es gibt Literatur Radio Hörbahn seit März 2015. Unser Programm beinhaltet Lyrik, Prosa, Drama, Literaturkritik, Lyrik für Kinder, Interviews, Rezensionen, Essays, Kurzgeschichten, Aufnahmen von Lesungen, Reportagen, Vorträge, Tagungen, historische Themen, eigene Produktionen und vieles mehr.
    Unsere Programme laufen völlig unabhängig, ohne Werbung, ohne finanzielles Sponsorship und nur mit Hilfe ehrenamtlicher Tätigkeiten und Kooperationen ohne finanziellen Hintergrund.   
    Unsere Beiträge finden Sie auf unserer Seite und überall, wo es Podcasts gibt.
    Medienpartnerschaften: Literaturportal Bayern, Bayerische Staatsbibliothek, Internationale Jugendbibliothek, Literaturkritik.de (Universität Marburg), Literaturkritik.at, Literatur und Kritik, Institut für Literaturgeschichte (Uni Augsburg), Münchner Stadtbibliothek, Bayerische Volksstiftung, Bayerische Einigung, Amerikahaus München, Seidelvilla München, Bayernspiegel, Literaturschloss Edelstetten, L.I.S.A Wissenschaftsportal, C.H.Beck, dtv und andere Verlage …

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