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Fempire - der Podcast über Frauen, die schreiben

Rasha Khayat
Fempire - der Podcast über Frauen, die schreiben
Neueste Episode

31 Episoden

  • Fempire - der Podcast über Frauen, die schreiben

    Theresia Enzensberger über Ursula K. Le Guin

    08.03.2026 | 1 Std.
    Bevor ihr unsere Live-Show des Gesprächs zu hören bekommt, das Rasha mit Terézia Mora im Rahmen des Literaturfestivals „kindly invited“ letzte Woche in Köln geführt hat, dürfen wir euch noch eine im Vorfeld aufgenommene ebenso spannende Unterhaltung präsentieren. Gästin ist die Autorin Theresia Enzensberger, die Ursula K. Le Guin, die Grande Dame der Science-Fiction, als Heldin dieser dritten Folge der dritten Staffel erwählt hat.

    Theresia Enzensberger lebt als freie Autorin in Berlin. Neben Beiträgen für Zeitungen und Magazine hat sie zwei Romane veröffentlicht sowie einen Langessay über Schlaf und Schlaflosigkeit („Schlafen“, 2024). Ihr erster Roman „Blaupause“ (2017) wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt und erhielt die Alfred Döblin-Medaille, während „Auf See“ (2022) für den deutschen Buchpreis nominiert war. „Auf See“ handelt von Yada, die auf einer in die Jahre gekommenen künstlichen Insel in der Ostsee erwachsen wird. Diese Insel wurde von ihrem Vater als visionäres utopisches Projekt und als Zuflucht vor dem gesellschaftlichen Zusammenbruch konzipiert. Mit Ursula K. Le Guin verbindet sie nicht nur das Genre der Speculative-Fiction, sondern, wie aus dem Gespräch hervorgehen wird, auch ein großes Interesse am Politischen.

    Die US-Schriftstellerin wurde 1929 als Tochter einer Anthropologin und eines Anthropologie-Professors geboren und verstarb 2018. Während ihres langen Lebens war sie literarisch äußerst produktiv und hat ein umfangreiches Werk hinterlassen, das von Romanen und Kinderbüchern über Kurzgeschichten bis hin zu Gedichten und Essays reicht. Für ihr Gespräch mit Rasha über Anarchismus, Feminismus und politische Literatur hat sich Theresia zwei Prosatexte von Le Guin ausgesucht. Über Utopien in der Literatur sprechen die beiden anhand des Romans „The Dispossessed“ (1974), der als „Planet der Habenichtse“ oder „Die Enteigneten“ ins Deutsche übertragen und zuletzt 2017 als „Freie Geister“ von Karen Nölle neu übersetzt wurde. In diesem im Universum von Le Guin‘s Hainish-Zyklus angesiedelten Roman wechselt der Protagonist Shevek zwischen zwei Planeten, Urras und dessen Mond Anarres, sowie zwischen zwei Gesellschaftssystem, einem kapitalistischen und einem anarchistischen. Außerdem sprechen die beiden über Literatur allgemein und ziehen dazu Le Guin’s „Tragetaschen-Theorie der Literatur“ heran, die sie in ihrem Essay „Carrier Bag Theory of Fiction“ (1986) formuliert hat. In deutscher Übersetzung kann das Essay und die Theorie im Sammelband „Feministisches Spekulieren: Genealogien, Narrationen, Zeitlichkeiten“ (2020) nachgelesen werden.

    Als Produzentinnen standen Rasha auch für diese Folge wieder Kathrin Albrecht und Asya Kurtuldu zur Seite.
  • Fempire - der Podcast über Frauen, die schreiben

    Meral Kureyshi über Ágota Kristóf

    08.02.2026 | 1 Std. 13 Min.
    Für die zweite, wunderbare Folge der neuen Staffel hat Rasha sich Meral Kureyshi zu einem Gespräch eingeladen. Die schreibende Protagonistin über deren Werk sich Meral gewünscht hat, mit Rasha zu sprechen ist die ungarisch-schweizerische Schriftstellerin Ágota Kristóf.

    Außerdem möchten wir nochmal auf die Fempire-Liveshow aufmerksam machen: am 26. Februar, von 18:00-19:30 Uhr wird Rasha beim Literaturfestival 'kindly invited' mit der wundervollen Terézia Mora über eine ihrer liebsten Schriftstellerinnen sprechen. Tickets gibt es auf der 'kindly invited' Website zu erwerben. Kommt zahlreich!

    Wie ihre Wahlheldin für diese Folge schreibt auch Meral nicht in ihrer Erstsprache. 1983 in Prirzen im damaligen Jugoslawien, heute Kosovo, geboren, kam sie 1992 mit ihrer Familie in die Schweiz. Dort lebt sie in Bern als freie Autorin von kürzeren Prosatexten und bereits drei Romanen. Sowohl ihr Debüt „Elefanten im Garten“ (2015) als auch ihr zweites Buch „Fünf Jahreszeiten“ (2020) wurden hoch gelobt und ausgezeichnet. „Im Meer waren wir nie“, Merals dritter Roman über Freundschaft, Fürsorge und Familie, der erst letztes Jahr erschienen ist, hat es auf die Shortlist des Schweizer Buchpreises geschafft.

    Ihr umfangreiches Werk von Romanen, Theaterstücken, Novellen und Gedichten hat die 1935 in Ungarn geborene Ágota Kristóf hauptsächlich auf Französisch verfasst, nachdem sie 1956 im Zuge der Revolution in die Schweiz floh. Für ihre Romane und ihr Gesamtwerk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, bevor sie 2011 in Neuchâtel verstarb. Rasha und Meral widmen sich besonders den Romanen „Die Analphabetin“ (2004 im französischen Original erschienen) und „Das große Heft“ (im französischen Original 1986 veröffentlicht), in denen es, wie die Unterhaltung von Meral und Rasha zeigen wird, auch immer wieder um zu überwindende Distanzen geht, von einer zur anderen Sprache, von Gedachtem zu Geschriebenem, von einem Land zum anderen. Daneben geht es um Wahrheit und Lüge im Schreiben und über die Erfahrung in der Öffentlichkeit, auf einer Bühne zu sein.

    Als Produzentinnen standen Rasha auch in dieser Folge wieder Kathrin Albrecht und Asya Kurtuldu zur Seite.
  • Fempire - der Podcast über Frauen, die schreiben

    Rasha Khayat über Nawal El Saadawi

    11.01.2026 | 1 Std. 20 Min.
    Wir gehen mit einer sehr besonderen Folge ins neue Jahr und in die nun schon dritte Staffel von Fempire. Aber davor noch eine kleine Ankündigung: am 26. Februar, von 18:00-19:30 Uhr ist Fempire live zu sehen und hören beim Literaturfestival 'kindly invited', wo Rasha mit der wundervollen Terézia Mora über deren Literaturheldin sprechen wird. Tickets gibt es auf der 'kindly invited' Website zu erwerben. Kommt zahlreich!

    Für diese erste Folge im neuen Jahr hat sich Rasha mit ihrer guten Freundin und Kollegin, der grandiosen Autorin Rumena Bužarovska zusammengetan, um das Mikro diesmal umzudrehen. Rasha lädt erstmals eine Co-Hostess ins Studio und sitzt selbst im Gästinnensessel, um über eine ihrer großen Idole, die ägyptische Autorin, Ärztin und Aktivistin Nawal El Saadawi zu sprechen.

    Nawal El Saadawi, 1931 in Ägypten geboren und 2021 dort verstorben, hat ein sehr umfangreiches Werk hinterlassen. Viele ihrer Bücher wurden teilweise verboten oder zensiert. Nur sehr wenige ihrer Werke wurden bisher ins Deutsche übersetzt und wenn, dann werden sie nicht mehr aufgelegt. Trotz alledem sind Saadawi’s Bücher vor allem in der arabischen Welt aktueller, einflussreicher und gefragter denn je unter jungen Feministinnen, zumal da Saadawi in den letzten Jahren eine Art Renaissance durch Social Media erlebt, wo immer wieder Ausschnitte aus ihren starken Interviews als Clips auftauchen.

    Rasha kennt ihr als Hostess von Fempire, aber sicher auch als Autorin. Sie wuchs in Jeddah, Saudi-Arabien, auf und lebt als freie Autorin und Übersetzerin im Ruhrgebiet. Ihr erster Roman „Weil wir längst woanders sind“ kam 2016 heraus und hat viel Aufsehen erregt. 2024 folgte dann endlich ihr zweiter Roman „Ich komme nicht zurück“. Daneben veröffentlicht Rasha Essays und Kurzgeschichten und arbeitet zurzeit an ihrem dritten Buch. Rasha’s Freundin, Kollegin und diesmal Co-Hostess Rumena Bužarovska ist eine bekannte Autorin und Aktivistin aus Mazedonien. Kürzlich wurde sie von Harper’s Bazaar als eine der einflussreichsten Frauen der Balkanregion ausgezeichnet. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter auch den Erzählband „Mein Mann“ (2022, im mazedonischen Original 2014 erschienen), der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde und ihr internationale Berühmtheit bescherte.

    Rasha und Rumena widmen sich vor allem Saadawis Roman „Woman at Point Zero“ (im arabischen Original 1973 erschienen) und ihrem großen Werk „The Hidden Face of Eve“ (1977 auf Arabisch erschienen). Sie sprechen über Feminismus, starke Frauen, Saadawi’s erfrischende Direktheit und Klarheit sowie ihre Freude daran, in ihrem Werk und ihren englischen Interviews immer wieder den vermeintlichen ‚Westen‘ zu destabilisieren. Außerdem kommt Rasha nicht darum herum, die Frage zu stellen, die bisher alle Fempire-Staffeln durchzogen hat: Warum gibt es keine aktuellen Übersetzungen von Saadawi ins Deutsche?

    Als Produzentinnen standen Rasha auch für diese Folge wieder Kathrin Albrecht und Asya Kurtuldu zur Seite.
  • Fempire - der Podcast über Frauen, die schreiben

    Halloween Special: Kathrin Blum über Hexen

    02.11.2025 | 1 Std. 17 Min.
    Aus Anlass der dunkler werdenden Tage bietet Folge 8 der 2. Fempire-Staffel ein ‚Halloween-Spezial‘. Zusammen mit ihrer Gästin Kathrin Blum wird sich Rasha darin einer in der ‚Grusel-Saison‘ allgegenwärtigen Figur zuwenden: der „Hexe“. Da uns die Figur der „Hexe“ in Texten aller Art und über Jahrhunderte hinweg immer wieder begegnet – ob bei Shakespeare oder Ottfried Preißler – scheint eine Beschäftigung mit dieser Figur im Rahmen eines feministischen Literatur-Podcasts überfällig. „Hexen“ wurden verfolgt, verehrt, verbrannt. Um zu verstehen, warum, und welche Rolle dabei Christianisierung, Klimawandel und Misogynie gespielt haben, werden Rasha und Kathrin besonders den historischen Ursprüngen und Mythen der „Hexe“ nachgehen und die Wirkmächtigkeit der Figur bis heute in den Blick nehmen.

    Als Autorin, Wildnispädagogin und Coachin für naturzyklische Prozessbegleitung ist Kathrin die perfekte Gesprächspartnerin für dieses Unterfangen. Denn in ihrem jüngst erschienen Buch „Hexen: Geheimnisse und Schicksale weiser Frauen“, das letzten Monat in der Reihe „99 Dinge, die zu wissen lohnt“ bei Thorbecke erschienen ist, hat sich Kathrin bereits eingehend dem Thema „Hexen“ gewidmet. Von Kathrin sind außerdem die Bücher „Raunächte“ (2024), „Vögel verstehen“ zusammen mit Paul Wernicke (2023) und „Der Baumsammler“ (2020) veröffentlicht worden. Entsprechend Kathrins Werk und Praxis als Coachin wird es in diesem „Hexen“-Spezial auch immer wieder um die Verbindung zur Natur gehen. Jenseits von Halloween-Trend und Schauermärchen sprechen Rasha und Kathrin über die Virulenz von Hexenprozessen bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, über Othering der am Rande der Gesellschaft Stehenden, Aufklärung und die Wiederbelebung der Welt.

    Als Produzentinnen standen Rasha auch für diese Folge wieder Kathrin Albrecht und Asya Kurtuldu zur Seite.
  • Fempire - der Podcast über Frauen, die schreiben

    Lubi Barre über Constance Debré

    05.10.2025 | 57 Min.
    Nach einer längeren Weile gibt es nun wieder eine Fempire-Folge auf Englisch mit der wunderbaren Schriftstellerin, Kuratorin, Moderatorin und Literaturvermittlerin Lubi Barre. Für das Gespräch hat sich Lubi die französische Autorin Constance Debré gewünscht und hat Rasha mit ihrer Begeisterung für Debré gleich angesteckt.

    Lubi Barre verfasst Gedichte und Kurzgeschichten, die bisher in den Sammlungen und Anthologien „My Old Man“ (2016), „Here and There“ (2020) und „Kontinentaldrift: Das Schwarze Europa“ (2021) veröffentlicht wurden. Zu den von ihr initiierten Projekten gehören die Lesereihen „Sprachlos“ und „FRAMED“, sie hat einige Festivals kuratiert, darunter das erste „Black Writers Book Festival“ in Hamburg 2024, lehrt kreatives Schreiben an verschiedenen Universitäten und wurde mit mehreren Schreib- und Kurationsstipendien ausgezeichnet. Darüber hinaus wird die von ihr gegründete erste englischsprachigen Buchhandlung in Hamburg „Davenport Books“, die gleichzeitig als ‚cultural hub‘ fungieren soll, bald seine Eröffnung feiern.

    Bevor sich die 1972 geborene Constance Debré ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Anwältin und Strafverteidigerin und hat bereits zwei Bücher veröffentlicht, den Roman „Un peu là beaucoup ailleurs“ (2004), für den sie mit dem Prix Contrepoint ausgezeichnet wurde, sowie ihr „Manuel pratique de l’idéal“ (2007). Sie wurde jedoch vor allem durch die Veröffentlichung ihrer letzten vier Bücher bekannt – „Play Boy“ (2018), „Love Me Tender“ (2020), „Nom (2022)“ und „Offenses“ (2023) – die sie im Zuge ihres radikalen Bruchs mit ihrem früheren bourgeoisen Pariser Leben veröffentlichte und von denen bisher nur „Play Boy“ (2025) und „Love Me Tender“ (2024) ins Deutsche übersetzt wurden.

    Es ist vor allem dieser letzte Roman „Love Me Tender“, dem sich Rasha und Lubi in ihrem Gespräch widmen. Die beiden gehen aber auch auf das schmale und kraftvolle Werk Debrés insgesamt ein und streifen dabei Themen wie Konformität und Befreiung, die Institution der Ehe und Mutterschaft und befassen sich mit den Gefahren, die vom persönlichen Bücherregel ausgehen. Daneben sprechen die beiden über Lubis mühevolle Arbeit, die Hamburger Literaturlandschaft mit ihren Lesungs- und Workshop-Formaten zu bereichern und für ein nicht primär deutschsprachiges Publikum zu öffnen. Nicht zuletzt geht es, wie in Debrés Büchern auch, darum, das eigene Leben zu verändern.

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Über Fempire - der Podcast über Frauen, die schreiben

Fempire - der Podcast über Frauen, die schreiben. Auf wessen Schultern stehen wir, die Schriftstellerinnen von heute? Autorin Rasha Khayat lädt andere Schriftstellerinnen ein, um über die Arbeit und den Einfluss ihrer weiblichen, schreibenden Vorbilder zu sprechen. Wir reden über Sprache, die Fesseln des Patriarchats und vor allem über die Frauen, die uns geprägt haben. Jede Autorin bringt eine "Heldin" mit und wir feiern Leben und Arbeit großer Schriftstellerinnen. Fempire auf Instagram: https://www.instagram.com/fempire_podcast/
Podcast-Website

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