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Streitkräfte und Strategien

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  • Streitkräfte und Strategien

    Kann die Ukraine im Nahost-Krieg helfen? (Mit Nico Lange)

    06.03.2026 | 53 Min.
    Der Krieg im Nahen Osten geht in die zweite Woche: Israel, die USA und Iran setzen ihre gegenseitigen Angriffe fort. Im Interview mit Host Anna Engelke bewertet der Sicherheitsexperte Nico Lange den Krieg im Nahen Osten und erklärt, wie er sich auf die Ukraine auswirkt – etwa bei der Lieferung von Waffen. Das weltweite Rennen um bodengebundene Luftverteidigung und Lenkflugkörper sei durch den Krieg im Nahen Osten massiv verschärft worden. Lange spricht auch über das Durchhaltevermögen der iranischen Revolutionsgarden, die Blockade der Straße von Hormus und den Einsatz von Soldaten auf dem Boden. Aus Sicht des Sicherheitsexperten profitiert Russlands Machthaber Putin von dem Krieg. „Jeder Tag mit einem hohen Ölpreis ist für Putin wieder ein guter Tag“, so Nico Lange, Gründer des Instituts für Risikoanalyse und internationale Sicherheit (IRIS).

    Auf die aktuelle Lage in der Ukraine schaut Astrid Corall. An der Front bewegt sich derzeit wenig, die Ukraine konnte aber im Februar Boden gut machen. Zwischen der Ukraine und Ungarn tobt derzeit ein Streit über Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline. Das hat Folgen: Ungarn blockiert seit mehreren Wochen einen 90-Milliarden Euro Kredit der EU, den die Ukraine dringend braucht.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an [email protected]

    Interview mit Nico Lange, Sicherheitsexperte:
    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:660643ed39956f49/

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp:
    “An vorderster Front” – Doku über den Bundeswehr-Einsatz in Litauen:
    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:05646ebc3e283afe/
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    Naher Osten: Krieg - und kein Ende in Sicht (mit Cornelius Adebahr)

    03.03.2026 | 51 Min.
    Der Krieg im Nahen Osten weitet sich weiter aus. Die Begründung der USA und Israels für den Konflikt - eine unmittelbare Bedrohung durch die iranischen Raketenarsenale und durch das Atomprogramm - haben Cornelius Adebahr nicht überzeugt. Über die möglichen Motive für den Angriff spricht der Politikwissenschaftler und Iran-Experte von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in dieser Folge des Podcasts Streitkräfte und Strategien mit Host Stefan Niemann. Die iranischen Gegenschläge richten sich nicht nur gegen US-Militärstützpunkte in der Region, sondern auch gegen die Energie-Infrastruktur in den Ölstaaten. Dies, die Folgen für den Tourismus, die Blockade der Straße von Hormus und steigende Ölpreise seien Dinge, die für die Staaten der arabischen Region überhaupt nicht wünschenswert seien, so Adebahr. Er erklärt, wer nun im Iran das Sagen hat, wie das Regime militärisch aufgestellt ist und er beschreibt Szenarien für den weiteren Verlauf des Krieges. Die Aufforderung von US-Präsident Trump an das iranische Volk, sich das Land „zurückzuholen“ habe etwas Zynisches. Außerdem schätzt Adebahr ein, wie die Zukunft des Iran aussehen könnte.

    Die aktuelle Lage im Nahen Osten fasst Astrid Corall zusammen. Sie berichtet auch über widersprüchliche Aussagen der US-Regierung im Zusammenhang mit dem Krieg und über verschiedene Reaktionen – in westlichen Ländern, in Russland und der Ukraine. Präsident Selenskyj befürchtet, dass der US-amerikanische Einsatz im Iran und ein damit verbundener möglicher Munitionsmangel auch Folgen für sein Land hat, konkret für die ukrainische Luftabwehr. Weitere Themen im Podcast sind neueste Zahlen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Pläne von Frankreichs Präsident Macron zur nuklearen Abschreckung in Europa.

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    Interview mit Cornelius Adebahr:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/iran-experte-adebahr-das-hat-schon-etwas-zynisches,audio-433300.html

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipps:
    11KM: der tagesschau-Podcast - Krieg gegen Iran: Warum jetzt?
    https://1.ard.de/11KM_Krieg_gegen_Iran

    Lost in Nahost - Iran-Krieg: Droht ein Flächenbrand?
    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:dc392f33d27b106f/
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    Krieg im Nahen Osten (mit Bente Scheller)

    01.03.2026 | 37 Min.
    Nach den US-amerikanisch-israelischen Luftangriffen gegen den Iran steht fest, dass dessen geistlicher Führer, Ali Chamenei, getötet wurde. Auch Irans Verteidigungsminister, der Generalstabschef und der Anführer der mächtigen Revolutionsgarden, sind tot. Letztere haben blutige Rache geschworen. Viele Fragen sind offen. Für Dr. Bente Scheller, Nahost-Expertin bei der Heinrich-Böll-Stiftung, steht fest: Bis zu einem Zerfall des iranischen Regimes ist es ein weiter Weg. Für einen Umsturz ist viel Energie nötig – und ein langfristiges Engagement. Inwiefern US-Präsident Donald Trump dazu überhaupt bereit ist, darüber sprechen Anna Engelke und Stefan Niemann in dieser Sonderausgabe von "Streitkräfte und Strategien" mit der Politikwissenschaftlerin und ehemaligen Referentin der Deutschen Botschaft Damaskus: "Die Aufmerksamkeitsspanne von Trump hat gezeigt: Heute ist er hier, morgen macht er etwas ganz anderes", so Scheller. So könnte ein Moment für den Regimewechsel verpasst werden – wie im vergangenen Jahr im Libanon nach der Tötung des Hisbollah-Anführers Nasrallah: Dies in politisches Kapital umzumünzen, sei dort damals nicht gelungen, so die Expertin. Weiterhin zieht sie Parallelen zwischen der aktuellen Situation im Iran und dem US-Angriff gegen den Irak Anfang der 2000er Jahre und betont: Militärschläge könnten nur begrenzt etwas erreichen, etwa ein Machtvakuum – Verhandlungen seien aber wichtig, um dieses dann mit einer Sicherheitsarchitektur zu füllen, meint Scheller: "Wie wird umgebaut, wie wird aufgebaut? Das sind Fragen, die überhaupt nicht auf dem Tisch liegen".
    Diese Podcast-Ausgabe beleuchtet auch Trumps Kriegsziele – ausgegeben hatte er die Zerstörung des iranischen Raketen- und Atomprogramms sowie einen Regimewechsel. Bente Scheller beobachtet eine "Abwesenheit von Meilensteinen", woran das Erreichen dieser Ziele gemessen werden könnte, etwa: wann ein relevanter Teil der Waffen, die Israel gefährlich werden könnten, zerstört sei. Der Krieg könnte sich auf diese Weise, mit einer "Unklarheit der Kriegsziele", noch lange ziehen, sagt die Expertin.
    Fest steht, solange die Kampfhandlungen andauern, werde es Folgen für die Weltwirtschaft haben, wie aktuell bereits die iranische Blockade des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus zeigt. Anna Engelke und Stefan besprechen außerdem mögliche Szenarien für die iranischen (unbewaffneten) Oppositionellen und inwiefern ihnen Trumps "Hilfe zur Selbsthilfe" eine Chance bieten kann. Und sie schauen auf die Reaktionen innerhalb der USA und der sogenannten E3-Staaten auf den wohl völkerrechtswidrigen Angriff.

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    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Interview mit Bente Scheller:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/scheller-fuer-einen-umsturz-ist-viel-energie-noetig-und-ein-langfristiges-engagement,audio-431856.html
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    Autoritär und ambitioniert - Weltmacht China (mit May-Britt Stumbaum)

    27.02.2026 | 49 Min.
    Bundeskanzler Merz ist zurück von seiner China-Reise. Das Land spielt bei der Unterstützung des russischen Kriegs gegen die Ukraine eine wichtige Rolle. In Peking wollte der Bundeskanzler u.a. seine Gastgeber dazu bringen, sich stärker für eine Beendigung des Ukraine-Krieges einzusetzen. In einem gemeinsamen deutsch-chinesischen Statement wird immerhin die "Ukraine-Frage" erwähnt. Und: Die früher regelmäßigen Regierungskonsultationen zwischen Deutschland und China sollen wieder aufgenommen werden, nachdem sie in den letzten Jahren ins Stocken geraten waren - ein Erfolg.
    "Kanäle wieder aufzumachen" - das sei das Ziel des Bundeskanzlers, sagt Prof. Dr. May-Britt Stumbaum, die Direktorin des Spear-Instituts, einer sicherheitspolitischen Denkfabrik, und assoziierte Professorin an der Bundeswehr-Universität München. Allerdings: Auf Augenhöhe sehe sich China nur mit den USA, Russland sei für Peking "nützlich". Wichtig für Deutschland sei, "zu Hause" stark zu werden und den eigenen Mittelstand zu schützen - insbesondere vor chinesischer Technologie- und Wirtschaftsspionage, so Stumbaum, die auch Reserve-Offizierin der Luftwaffe ist. Sie berichtet im Gespräch mit Anna Engelke von Chinas kognitiver Kriegsführung. Dabei geht es darum, die Wahrnehmung des Gegners zu verändern.
    Dafür nutze China auch TikTok: Durch kurze Videos solle die Konzentrationsfähigkeit der User:innen untergraben werden: "Innerhalb Chinas sind diese Reels wesentlich länger. Außerhalb Chinas sind diese Reels wesentlich kürzer und das hat die Auswirkung, dass sie die Konzentrationsfähigkeit systematisch untergraben. Und natürlich ist das Zentrum einer Demokratie, dass ich mich konzentrieren kann, um mich mit den Informationen auseinanderzusetzen", so die Sicherheits-Expertin. China habe sehr viel in KI und Big Data investiert: "Dass man damit eben Inhalte für soziale Medien kreieren kann und die stimulieren eben diese Polarisierung in der Gesellschaft", sagt Stumbaum.
    Außerdem berichten Stefan Niemann und Kai Küstner von der aktuellen Lage in der Ukraine: Diese konnte den dritten erfolgreichen Treffer ihres Marschflugkörpers "Flamingo" gegen russische Ziele verzeichnen. Nach Erkenntnissen des US-Thinktanks Institute for the Study of War hat Russland nach zweijähriger Invasion die ostukrainische Stadt Pokrowsk eingenommen. Unterdessen hat der Haushaltausschuss des Bundestages grünes Licht für Kamikazedrohnen gegeben.

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    Aktueller Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW), u.a. zur russischen Eroberung Pokrowks:
    https://understandingwar.org/research/russia-ukraine/russian-offensive-campaign-assessment-february-26-2026/

    Interview mit Prof. Dr. May-Britt Stumbaum:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-429720.html

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: “Ready for Liftoff! Der Raumfahrtpodcast”:
    https://1.ard.de/ready-for-liftoff
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    Krieg ohne Ende? Vier Jahre nach der Vollinvasion

    24.02.2026 | 55 Min.
    Vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion senden wir eine besondere Folge von Streitkräfte und Strategien - produziert in Kiew. Stefan Niemann und Kai Küstner besuchen eine ukrainische Familie, die seit Wochen ohne Strom und Heizung lebt. Der fünfjährige Lew sagt, er warte darauf, dass der Krieg endlich vorbei sei. Seine Eltern harren aus - trotz Kälte, Dunkelheit und nächtlicher Angriffe. "Wir werden kämpfen. Wenn es schwierig wird, unterstützen wir uns gegenseitig und bleiben eine Einheit", sagt sein Vater Wsewolod.
    Die Hosts erleben an einem Tag junge Menschen bei einer Techno-Nacht in Kiew, die sich zwischen Luftalarm und Lebenswillen ein paar Stunden Normalität gönnen. An einem anderen Tag besuchen sie eine geheime Drohnenfabrik. Unter größten Sicherheitsvorkehrungen wurden sie an den Ort gebracht - Handys eingeschlossen im Faradayschen Käfig, Kameras tabu. Das deutsche Start-up Quantum Systems entwickelt dort gemeinsam mit einem ukrainischen Partner moderne Aufklärungsdrohnen. Ein seltener Einblick in eine Hightech-Produktion - an einem Ort, der selbst zum Angriffsziel werden könnte. Im Gespräch mit dem Leiter des ARD-Studios Kiews, Vassili Golod, geht es um sein Exklusiv-Interview mit Präsident Wolodymyr Selenskyj und um die Perspektiven im beginnenden fünften Kriegsjahr. Golod beschreibt auch das Dilemma bei der Mobilisierung: "Alle Ukrainer wollen siegen, aber nicht alle wollen kämpfen".
    Zudem besuchen die beiden Hosts die ARD-Korrespondentin Rebecca Barth in ihrer Wohnung. Sie berichtet über das Leben in den von Russland besetzten Gebieten, die sie als eine Art "Freiluftgefängnis" beschreibt. Es geht um systematische Russifizierung, Repression - und darum, was das für Kinder und ihre Familien bedeutet.
    Diese besondere Ausgabe über Widerstandswillen und Erschöpfung geht der Frage nach, woher die Menschen in der Ukraine nach vier Jahren Krieg die Kraft nehmen, weiterzumachen.

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    Vier Jahre im Verteidigungskampf:
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-russland-vier-jahre-krieg-100.html

    Wie der Krieg Deutschland verändert hat:
    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/ukraine-krieg-deutschland-102.html

    Gespräch mit Rebecca Barth:
    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:9e2dbaea8c947e04/

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Tipp: ARD Story - “Putin und Trump · Ziemlich beste Feinde?”
    https://1.ard.de/Ziemlich_beste_Feinde

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Über Streitkräfte und Strategien

Euer Podcast zum Krieg in der Ukraine – auch mit dem Blick auf andere Krisen und Kriege in der Welt. Jeden Dienstag und Freitag ab 16.30 Uhr. Die langjährigen ARD-Korrespondent:innen Anna Engelke, Stefan Niemann, Kai Küstner und Astrid Corall sprechen mit sicherheitspolitischen Expert:innen über die neue Weltordnung und Europas Antwort auf die Machtinteressen der USA, Russlands und Chinas. Fragen und Anregungen zum sicherheitspolitischen Podcast: streitkraefte[at]ndr.de Weitere Interviews und Hintergründe: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/streitkraefte_und_strategien/index.html
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