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Streitkräfte und Strategien

NDR
Streitkräfte und Strategien
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  • Streitkräfte und Strategien

    Russlands Menschenjagd auf Zivilisten (mit Rebecca Barth)

    01.09.2026 | 43 Min.
    Vier Wochen liegt der Anschlagsversuch mit Sprengstoffdrohnen am Flughafen Leipzig/Halle zurück. Nun reicht die Beweislage offenbar aus, um einen russischen Geheimdienst als verantwortlich zu benennen. Stunden vor der noch für Dienstag erwarteten Erklärung der Bundesregierung besprechen die Hosts Stefan Niemann und Kai Küstner, mit welchen Maßnahmen Deutschland auf die andauernden Bedrohungen durch Russland reagieren könnte.

    Im Schwerpunkt dieser Folge geht es um Russlands systematische Angriffe auf ukrainische Zivilisten in der Stadt Cherson. Dort harren noch etwa 60.000 Menschen aus obwohl russische Drohnenpiloten von jenseits des Flusses Dnipro aus regelrecht Jagd auf die Bewohner der Stadt machen. In Chatrooms der Angreifer ist zynisch von "Safaris" die Rede - dabei geht es um Kriegsverbrechen. Rebecca Barth hat mit einem Fernsehteam des ARD-Studios Kiew die gefährliche Reise nach Cherson gewagt und schildert Stefan ihre Eindrücke.

    Kai Küstner spricht in der aktuellen Lage darüber, wie Russland versucht, die Ukraine zu einem nicht mehr lebenswerten Land zu machen - durch den Entzug der wirtschaftlichen Grundlagen und die Zerstörung der Infrastruktur. Massive russische Luftangriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen können von der ukrainischen Armee kaum mehr abgefangen werden, weil ihr die Abfangraketen fehlen. Unterdessen darf Russlands Vertreter erstmals seit langem wieder beim Treffen beim Treffen der G20- Finanzminister mit am Tisch sitzen, weil die Amerikaner ihn eingeladen haben. Angeblich steht diese unerwartete Einladung im Zusammenhang mit den Friedensbemühungen von US-Präsident Trump.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

    Ärger über russische Teilnahme an G20-Finanzministertreffen
    https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/g20-finanzminister-treffen-100.html

    Cherson: Menschenjagd mit Drohnen (ARD Morgenmagazin)
    https://1.ard.de/MoMa_Cherson_Menschenjagd_mit_Drohnen

    Drohnen und Sabotage: Wie sicher sind unsere Häfen?
    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6b876cba9bf9c30a/

    Podcast-Tipp: "Stabile Zeitenlage"
    https://www.youtube.com/playlist?list=PLkKDSXRppVa6ANMoQbWdwcwm0CMpFdoFF
    https://www.tiktok.com/@tagesschau

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
  • Streitkräfte und Strategien

    Geheimnisvoller CIA-Besuch in Moskau (mit Sönke Neitzel)

    28.08.2026 | 54 Min.
    Diese Woche hat der Chef des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes, Ratcliffe, Moskau besucht. Warum, darüber wird spekuliert. Zeitungen berichten, der CIA-Direktor habe Russland vor einem möglichen Angriff auf die NATO gewarnt. Für den Militärhistoriker Sönke Neitzel ist es zumindest ein Hinweis darauf, dass die westliche Allianz eine Eskalation mit Russland für möglich hält. "Und dass das so öffentlich gemacht wird, (…) ist meines Erachtens schon Teil einer amerikanischen Strategie, die eigentlich für uns ganz positiv ist, weil (…) Trump ja vielfach den Artikel 5, die Beistandsklausel der NATO, infrage gestellt" hat, sagt Neitzel im Interview mit Host Anna Engelke. Im Bündnis werde darüber diskutiert, ob Russlands Machthaber Putin den Krieg gegen die Ukraine weiter eskaliert. Neitzel bewertet im Interview die Aussagen von Bundeskanzler Merz, der Urhebern hybrider Angriffe drohte. Der Militärhistoriker analysiert die geplanten Änderungen am BND-Gesetz und erklärt, dass die Bundeswehr aus seiner Sicht grundlegend reformiert werden muss. Und: Ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn im Nahen Osten ordnet Neitzel im Podcast auch die aktuelle Situation ein. Die USA, größte Militärmacht der Welt, stehe "wie ein begossener Pudel da".
    Im Ukraine-Krieg gibt es keine dramatischen Veränderungen an der Front. Stefan Niemann analysiert die Lage im Donezk am Beispiel der Stadt Kramatorsk. Wolodymyr Selenskyj plane, die Truppen in dieser Region neu aufzustellen und zu verstärken. Am Rande der Feierlichkeiten zum ukrainischen Unabhängigkeitstag hat die Koalition der Willigen der Ukraine weitere Unterstützung zugesagt. Künftig dürfen die Marschflugkörper britisch-französischer Bauart (Storm Shadow und Scalp) in der Ukraine produziert werden. Das trägt zur Verschärfung des Streits zwischen Moskau und London bei - unverhohlen droht Russland inzwischen mit Angriffen auf britische Rüstungsunternehmen. Eine Eskalation an der diplomatischen Front.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

    Interview mit Militärhistoriker Sönke Neitzel
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3444524.html

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: Hateland - "Die Schill Show"
    https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:7ae4f72cbe4a75e2/
  • Streitkräfte und Strategien

    Selenskyj steht doppelt unter Druck (mit Denis Trubetskoy)

    21.08.2026 | 1 Std.
    Die Nächte für die Menschen in der ukrainischen Hauptstadt sind derzeit besonders zermürbend. Immer wieder greift Russland Kiew mit ballistischen Raketen an, die die Ukraine wegen des Mangels an entsprechenden Waffen nicht abwehren kann. Im Gespräch mit Host Anna Engelke schildert Denis Trubetskoy, wie die Menschen in der Hauptstadt mit der ständigen Bedrohung leben. Auf den schwersten Kriegswinter, sagt der ukrainische Journalist, folgte der schwerste Kriegssommer. Dem kommenden Winter schauen die Menschen mit großer Sorge entgegen, besonders wegen der angeschlagenen Strom- und Wasserversorgung. Doch der Präsident der Ukraine steht nicht nur wegen des russischen Angriffskrieges unter Druck, sondern auch innenpolitisch. Selenskyj befinde sich wegen der Entlassung des Verteidigungsministers Mykhailo Fedorov und der daraus resultierenden Proteste in der größten innenpolitischen Krise, meint Trubetskoy. Mit seiner Forderung nach Neuwahlen habe sich Fedorov aber ins Abseits gestellt. Die Ukrainer blickten mit einer großen Ambivalenz auf die Durchführung von Wahlen mitten im Krieg.

    Die Lage in verschiedenen Frontabschnitten, wo Russlands Truppen trotz teilweise heftiger Gefechte kaum nennenswerte Geländegewinne machen können, schildert Stefan Niemann. Nahezu wehrlos wirkt die ukrainische Luftverteidigung dagegen bei den massiven Angriffen mit Iskander-Raketen und Marschflugkörpern wie zuletzt auf Kiew. Der chronische Mangel an Patriot PAC-3 Abwehrraketen kostet Tag für Tag Menschenleben.
    Die von einem rumänischen F-16 Kampfjet abgeschossene schwimmende Sprengstoffdrohne unweit einer Gasförderplattform am Schwarzen Meer zeigt der NATO, wie leicht ihre Verteidigungsfähigkeit zu testen ist. Bukarest macht Moskau für den gefährlichen Zwischenfall verantwortlich. Russlands Außenminister hatte westliche Länder unlängst gewarnt: wer die Ukraine unterstütze, müsse mit schärferen Maßnahmen rechnen. Zuletzt stellte der Kreml Großbritannien an den Pranger, weil dort hergestellte Drohnen bei ukrainischen Angriffen auf Russland zum Einsatz gekommen sein sollen. Auch im Ostseeraum wachsen die Spannungen. Russland entsandte erneut ein Kriegsschiff vor die Küste Fehmarns, mutmaßlich um seine Schattenflotte zu schützen.
    Ein Blick in den Nahen Osten zeigt, dass auch nach Ablauf der 60-Tage Frist die Beendigung des Iran-Krieges in weiter Ferne liegt. Das Regime in Teheran trotzt allen Drohungen Trumps – der US-Präsident wirkt rat- und planloser denn je.

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    Interview mit Denis Trubetskoy
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3431500.html

    Debatte über Neuwahlen in der Ukraine
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-debatte-wahlen-100.html

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: Springerstiefel - Alpha oder Täter?
    https://1.ard.de/springerstiefel_s3?streitkraefte
  • Streitkräfte und Strategien

    Zweite Zeitenwende (mit Nico Lange)

    14.08.2026 | 55 Min.
    Der Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen Anfang August hat in Deutschland für Aufregung und Besorgnis gesorgt und eine Diskussion über die Abwehr solcher und hybrider Angriffe ausgelöst.
    Im Interview mit Host Stefan Niemann spricht der Sicherheitsexperte Nico Lange über die aus seiner Sicht immer noch mangelhafte Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen. Man sei “an einer Katastrophe knapp vorbeigeschlittert, aber nicht, weil wir sie verhindert hätten oder abgewehrt hätten, sondern nur durch zufällige Umstände, möglicherweise einen technischen Defekt.” Der Gründer des Instituts für Risikoanalyse und Internationale Sicherheit (IRIS) bemängelt, die notwendige Sensorentechnik sei längst vorhanden, aber die Politik hinke hinterher. Daran ändere auch der neugeschaffene Nationale Sicherheitsrat wenig. Laut Lange passt die Sprengstoffdrohne zu Russlands gezielter hybrider Kriegführung gegen Staaten, die die Ukraine unterstützen. Deutschland müsse da deutlich wehrhafter werden. Man müsse damit rechnen, dass Russlands Machthaber möglicherweise noch in diesem Jahr testen will, ob die NATO wirklich zusammenhält, und zwar “nicht mit dem Angriff einer riesigen russischen Streitmacht, sondern mit einer Kombination aus hybriden und versteckten Angriffen und vielleicht kleinen, kurzen Vorstößen auf NATO-Gebiet.”

    Derweil geht der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine unvermindert weiter. Die ukrainische Armee wehrt sich mit Attacken im russischen Hinterland auf Ölraffinieren und Lager des Versandhändlers Wildberries. Zugenommen haben in den vergangenen Wochen auch gegenseitige Angriffe auf Schiffe und Häfen, berichtet Astrid Corall. Dadurch leide der wichtige Export von Getreide. Ukraines Präsident Selenskyj hat nach eigenen Angaben den US-Amerikanern Vorschläge zur Beendigung des Krieges vorgelegt, Details sind bislang nicht bekannt. Er fordert aber erneut mehr Unterstützung bei der Flugabwehr – und bittet die USA, der Ukraine mindestens fünf Prozent ihrer Raketenbestände zu verkaufen. Astrid berichtet auch über Berichte, wonach Russland nach der Parlamentswahl im September eine Mobilmachung plant, über die gestiegene Zahl der im Krieg getöteten Zivilisten und sie wirft einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und in der Straße von Hormus.

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    Interview mit Nico Lange
    https://www.ndr.de/audio-3417806.html

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp : REICH - Das Geschäft mit dem Zweifel:
    https://1.ard.de/REICH
  • Streitkräfte und Strategien

    Bittere Afghanistan-Bilanz (mit Can Merey)

    07.08.2026 | 43 Min.
    Was ist vom Bundeswehr-Einsatz am Hindukusch geblieben? Dieser Frage geht Peter Hornung im Schwerpunkt mit dem Krisenreporter Can Merey nach. Vor fünf Jahren, am 15. August 2021, haben die Taliban wieder die Macht in Afghanistan übernommen, die letzten Bundeswehrsoldaten hatten ihren Stützpunkt im Norden des Landes einige Wochen zuvor verlassen. Merey ist gerade von einer Reise nach Kunduz zurückgekommen, wo es über Jahre ein deutsches Feldlager gab. Er schildert seine Eindrücke aus einer Gegend, in der man sich durchaus noch an die Deutschen erinnert - wenn auch mit sehr gemischten Gefühlen. Als Symbol für den deutschen Einsatz könne die von der Bundeswehr gebaute Mischa-Meier-Brücke dienen, sagt Merey. Die liegt längst zerbrochen in dem Fluss, über den sie einmal führte.

    Zwischen dem Iran und Oman soll es Einigung über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus geben. Bislang sind nur Eckpunkte bekannt, die das Regime in Teheran stärken würden. Wegen des Krieges im Iran sind die Raketen-Bestande der USA laut Medienberichten deutlich geschrumpft. Vor allem der begrenze Bestand an Patriot-Raketen hat auch Folgen für die Ukraine, berichtet Astrid Corall. Das Land kann sich nur noch sehr schwer gegen russische Raketen-Angriffe wehren. Eine deutliche Zunahme sieht die Ukraine auch ei Attacken auf Schiffe im Schwarzen Meer und in Häfen, die Sorge vor Auswirkungen für die globale Ernährungssicherheit wächst.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: Machtfragen - Das sicherheitspolitische Update
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast5342.html
Weitere Nachrichten Podcasts
Über Streitkräfte und Strategien
Euer Podcast zum Krieg in der Ukraine – auch mit dem Blick auf andere Krisen und Kriege in der Welt. Jeden Dienstag und Freitag ab 16.30 Uhr. Die langjährigen ARD-Korrespondent:innen Anna Engelke, Stefan Niemann, Kai Küstner und Astrid Corall sprechen mit sicherheitspolitischen Expert:innen über die neue Weltordnung und Europas Antwort auf die Machtinteressen der USA, Russlands und Chinas. Fragen und Anregungen zum sicherheitspolitischen Podcast: streitkraefte[at]ndr.de Weitere Interviews und Hintergründe: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/streitkraefte_und_strategien/index.html
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